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Web******: Recht bei Nicht-Bezahlung

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Web******: Recht bei Nicht-Bezahlung
    Hi,

    da ich nebenbei im Bereich Web****** tätig bin, kam folgende Frage auf:

    Angenommen, man erstellt nach (mündlichem) Auftrag eine Webseite, der Kunde ist mit allem einverstanden und man lädt diese Seite dann auf den Webspace des Kunden hoch.
    Der Kunde zahlt dann jedoch nicht. Hat man das Recht, diese Webseite wieder zu löschen oder temporär einen anderen Inhalt zu schalten bis der Kunde zahlt?
    Schliesslich gehört die Seite, aus meiner rechts-unerfahrenen Sicht, solange dem ******er/Programmierer, bis der Kunde zahlt.

    Vielen Dank im Voraus und mit freundlichem Gruß

  2. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Web******: Recht bei Nicht-Bezahlung
    Das würde mich auch interessieren.

    Wenn man jetzt beispielsweise eine Homepage für jemanden macht. Derjenige auch die Anzahlung bezahlt und man die Webseite schlussendlich hochläd. Man hat sich ausgemacht das der Restbetrag bis z.B. 31.01. zu zahlen ist. Wenn der Betrag nicht bezahlt wird, löscht der Web******er die Daten wieder vom Server. Zufällig kommt der Web******er drauf, dass der Kunde sich die Daten kopiert hat und sie auf einen anderen Server geladen hat.

    Hat man nun das Recht den Kunden zu klagen? Oder ist der Web******er im Unrecht?

    MfG rapid10

  3. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Web******: Recht bei Nicht-Bezahlung
    Der Web******er war schon mal im Unrecht, als er die Daten gelöscht hat. Aus Vertrag ist er verpflichtet, das Werk zu übergeben.
    Das schließt nicht aus, dass der Kunde sich eine Kopie macht - selbst urheberrechtlich wäre das zulässig.
    Der Web******er muss die Erfüllung des Vertrages durch den Kunden fordern - notfalls mit einer Klage. Das gibt ihm aber nicht das Recht, das Werk wieder "wegzunehmen". In dem Fall könnte der Kunde sogar die Anzahlung rückfordern - zuzüglich Schadensersatz.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  4. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Web******: Recht bei Nicht-Bezahlung
    Danke für deine Antwort!

    Wenn der Kunde jetzt angenommen, das Angezahlte zurückverlangt, gehören die Dateien, aber wieder dem Web******er, oder liege ich da falsch?

  5. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Web******: Recht bei Nicht-Bezahlung
    Wenn der Kunde jetzt angenommen, das Angezahlte zurückverlangt, gehören die Dateien, aber wieder dem Web******er, oder liege ich da falsch?
    Das ist richtig. Wäre dann ein Rücktritt vom Vertrag (dem beide zustimmen müssten). Hier könnten unter Umständen aber immer noch Schadensersatzansprüche des Kunden entstehen.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  6. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Web******: Recht bei Nicht-Bezahlung
    Und welche Schadensersatzansprüche könnten das z.B. sein? Geld und warum? Der Kunde hat doch alles was er gezahlt hat zurück bekommen.

  7. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Web******: Recht bei Nicht-Bezahlung
    Und welche Schadensersatzansprüche könnten das z.B. sein? Geld und warum? Der Kunde hat doch alles was er gezahlt hat zurück bekommen.
    Nur weil jemand in Verzug gerät, hat nicht der andere gleich das Recht, vom Vertrag zurückzutreten. Hier sind genaue gesetzliche Vorgaben gemacht (Mahnung, Fristsetzung ...) Erst wenn die Forderung erfolglos bleibt, besteht (eventuell) ein Recht zum Rücktritt.
    Bis dahin besteht Vertrauensschutz, aus dem sich die Ansprüche ableiten. Dazu gehören zum Beispiel Mehrkosten bei Beauftragung anderer, Schaden der durch verspätete Verfügbarkeit entsteht ... der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
    Das ist eben das Risiko, das man als Vertragspartner eingeht. Wie würdest du es sehen, wenn der Termin der Fertigstellung vereinbart ist, der Käufer plötzlich, nur weil der Web******er mal zwei Tage länger braucht, sagt "Nein danke".
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  8. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Web******: Recht bei Nicht-Bezahlung
    Das heißt, wie sollte der Web******er nun vorgehen um bestmöglich auszusteigen?

  9. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Web******: Recht bei Nicht-Bezahlung
    Ist der 31.01. vereinbart, kann der Web******er bis dahin gar nichts machen, denn der Kunde kommt erst nach Ablauf der Frist in Verzug (BGB § 286 Verzug des Schuldners). Danach kann der Web******er Verzugszinsen verlangen (BGB § 288 Verzugszinsen) und danach weitere Leistungen verweigern (BGB § 273 Zurückbehaltungsrecht). Und Schadensersatz verlangen (BGB § 281 Schadensersatz statt der Leistung wegen nicht oder nicht wie geschuldet erbrachter Leistung).

    Aber aus dem Vertrag raus kommt er nur, wenn der Kunde auch zustimmt - und dann kommt es auf die Vereinbarung an.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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