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Forderungen nach Nutzung eines Bildess auf Webseite

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Forderungen nach Nutzung eines Bildess auf Webseite
    Guten Tag zusammen,

    Nehmen wir an, dass jemand eine Vereinswebseite betreibt und dessen Layout
    ändern möchte. Um Ideen zu erhalten kauft man sich ein Produkt mit Weibeiten-Vorlagen(30€), welches wie folgt beworben wird:

    "Einfach Inhalte einfügen, Seiten hochladen - fertig"
    "Vorlagen für Geschäfts,-Privat und Vereinswebseiten"
    "Egal ob provate oder geschäftliche Homepages: Das spart jede Menge Arbeit,Zeit und Geld"

    Letzt endlich entscheidet man sich für keines der Vorlagen, bindet aber ein Bild auf der Startseite ein, welches in einen der Vorlagen verwendet wurde.
    Dies Webseite geht online.

    Und nun erhält man Post von *A*. Die sind der Meinung, dass Sie Rechteinhaber dieses Bildes sind und verlangen von dem Ersteller der Webseite innerhalb von 3 Wochen die Lizenz für die Nutzung des Bildes vorzulegen oder alternativ einen Betrag > 1.500€ zu zahlen.

    Man geht doch als ahnungsloser Käufer dieses Produktes davon aus, dass man diese Vorlagen (mit allen Inhalten) 1:1 verwenden kann und damit auch rechtlich auf der sicheren Seite ist. Sonst macht dieses Produkt ja gar keinen Sinn und man muss sich Fragen, über welchen Kanal der Verlag(der, der die Vorlagen als Produkt auf den MArkt brachte) sich
    diese Daten beschafft hat. Im Idealfall hat er die Inhalte alle legal erstanden und musste dafür etwas an den Rechteinhaber abdrücken. Oder es geht pro Verkauf dieses Produktes...

    Stellt sich die Frage, ob *A* das Produkt (Die Vorlagensammlung für 30€) als gültige Lizenz anerkennen wird
    wenn der Ersteller der Webseite nachweisen kann, dass de das besagte Bild über dieses Produkt erworben! hat.

    Das Größte ist der Inhalt eines Copyrights auf einem Zettel, der im Karton der Vorlagen liegt.
    Darin schreibt der Verlag:
    "Auch wird keine Gewährleistung dafür übernommen, dass alle enthaltenene Daten... oder sonstige Dateien frei verwendbar sind. Entsprechend kann der Verlag auch nicht für die Verletzung von Rechten Dritter haftbar gemacht werden"

    Das ist der Hammer!
    Die sammeln da Daten drauf, von denen Sie nicht wissen, wie und ob man diese frei verwenden darf als Käufer ihres Produktes. Na gut. Das würde ja noch gehen, wenn man für jedes Bild eine Quelle hätte - eine Referenz auf den Rechteinhaber - dann könnte man sich mit diesem in Verbindung setzen. Aber es existiert keinerlei Hinweis auf die Rechteinhaber der jeweiligen Dateien(Bilder).
    Und trotz dieser Tatsachen(oder gerade deshalb) setzt der Verlag so einen Joker in die Copyrights..dass Sie nicht Haftbar gemacht werden können.

    Was ist denn das für eine Mogelpackung? Der Verlag bringt ein Produkt auf den Markt, gefüllt mit Daten. Dann wirbt er damit, dass man das alles einfach verwenden, füllen und hochladen kann. Für praktisch jeden Zweck. Dann befreit man sich aber von jeder Schuld, falls da mal was passieren sollte und bietet dem Käufer aber keinerlei Möglichkeit die gültige Lizenz zu überprüfen...

    Gut, wenn *A* das Produkt von *B* als gültige Lizenz akzeptiert, dann hat der Ersteller der Webseite alles richtig gemacht..

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Forderungen nach Nutzung eines Bildess auf Webseite
    Völlig egal was man von anderen hält oder was man glaubt zu wissen oder zu erkennen: Wenn man Werke anderer verwendet - und Bilder haben den gleichen Schutz - muss man sich vergewissern, dass keine Rechte verletzt werden. Punkt. Gutgläubigkeit kann man in einem solchen Fall nicht geltend machen.
    Sollte es aber irreführend sein, sollte man seine Rechte (in dem Fall dann Schadensersatz) gegenüber demjenigen geltend machen, der den Schaden verursacht hat.
    Das entbindet aber nicht von der Schuld gegenüber dem urheber (wobei dieser seine Urheberschaft natürlich entsprechend nachzuweisen hat).
    Solche Klärungen sollte man lieber Anwälten überlassen, als sich hier darüber aufzuregen
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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