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Online-Auktion: Kann Privatkauf rückgängig gemacht werden?

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Online-Auktion: Kann Privatkauf rückgängig gemacht werden?
    Hallo, wie sieht die Rechtslage aus in folgendem Fall: Käufer ersteigert bei privatem Verkäufer über ebay einen Artikel von 70 Euro, weil sein eigener am selben Tag bei ihm defekt geworden ist und ihm gesagt worden ist, da sei mit Reparatur nichts mehr zu machen. Am nächsten Tag geht der Käufer durch die ebay-Kaufabwicklung, und der private Verkäufer erhält die Mail vom Käufer: "Ich werde die Zahlung für den Artikel vornehmen".

    Etwa vier Tage später meldet sich der Käufer und schreibt , dass er den kaputten Artikel , den er zuvor schon entsorgen wollte, mit Tipp von einem Experten selber wieder zum Funktionieren gebracht hat und den ersteigerten Artikel daher nicht mehr benötigt. Er bietet dem Verkäufer folgende Lösung an: Den Artikel den letzten beiden Unterbietern (wobei einer der Unterbieter auf den Artikel 14 mal geboten hat) anzubieten und die Differenz zu zahlen, damit der Verkäufer keinen Verlust hat.
    Daraufhin schreibt der Verkäufer, dass er 30% des Verkaufspreises haben will, sonst mache er das nicht.
    Der Käufer lässt sich nicht darauf ein und schreibt denm Verkäufer zurück, dass das zuviel sei und er bereits Lösungsvorschläge gebracht habe , um die Sache zu regeln, damit der Verkäufer keinerlei Verlust habe.

    Daraufhin kommt der Verkäufer mit der Keule, Anwaltsdrohung, wenn der Artikel bis zum ....nicht bezahlt sei und der Kaufvertrag nicht eingehalten würde, weist auf die Mail des Käufers von der ebay-Kaufabwicklung hin ("Ich werde die Zahlung vornehmen") - er lässt sich also auf keinen gütlichen Lösungsvorschlag (der mit den Unterbietern) ein.

    Welches Recht hat der Käufer hier? Keins? Muss er bezahlen? Kann der Verkäufer damit zum Anwalt gehen, und kann er den Käufer rechtlich belangen? Was kommt dann auf den Käufer zu?

    Danke

  2. Benutzer
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    Standard AW: Online-Auktion: Kann Privatkauf rückgängig gemacht werden?
    Ich zitiere aaky mal aus einem anderen Thread.
    Frage:
    "und welche möglichkeiten hat der verkäufer nun mit welchen folgen für den käufer?"

    Antwort:
    "Er kann die Zahlung verlangen. Zahlt der Käufer nicht, kann er mahnen (+ Mahngebühr). Zahlt der Käufer immer noch nicht, Inkasso beauftragen (+ Inkassogebühr). Weigert sich der Käufer immer noch, Mahnbescheid (+Kosten). Dann Zwangsvollstreckung, Pfändung ..."



    Heisst, also der Käufer ist einen Vertrag eingegangen und der Verkäufer muss nicht (könnte er natürlich, wenn er wollte) auf die Vorschläge des Käufers eingehen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Online-Auktion: Kann Privatkauf rückgängig gemacht werden?
    Hallo,

    Recht und Ordnung sollten immer Vorrang haben und zwar bei jedem.
    Hier liesse sich allerdings freimütig konstatieren, dass kein Mensch wegen solcher Peanuts (70 Euro) Anwälte und Gerichte beschäftigen würde, da der Aufwand incl. vorab dafür anfälliger Gebühren viel höher wären, als der zu erwartende bzw. erhoffte Erfolg (wenn überhaupt).
    Und selbst, wenn man in so einer Art Muster-Prozessierung obsiegen sollte, hat man lediglich einen sogenannten "Titel" erwirkt. Mit dem kann man sich dann den Allerwertesten abwischen, falls der Verurteilte mittellos war und ist
    Man darf dann als Kläger auch noch dessen Kosten mit tragen?

    Es wird zu viel spekuliert, geargwöhnt und auch oft manipuliert, vom Lügen ganz zu schweigen. Dabei wäre doch Ehrlichkeit und Konversation oftmals viel hilfreicher?
    Man kann doch einem solchen Verkäufer durchaus entgegenkommen, indem man ihm anbietet, gewisse Kosten wie Einstellgebühr usw. zu übernehmen. Oftmals zeigen sich die Partner dann durchaus zugängig und kooperativ.
    Immer mit der Axt im Walde, finde ich keinen guten Beitrag.
    Und man solle sich auch immer mal in die Lage des jeweils anderen hineinversetzen. Es ist schon auch verdammt ärgerlich, wenn man 10 Tage Auktionen fährt, seine Ware endlich verkauft hat und der Käufer plötzlich Kaufreue entwickelt oder nicht bezahlt.
    Schlimm, wenn man Regeln immer nur anderen aufbürdet, ohne sich daselbst daran zu halten.

    Gruss
    O

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Online-Auktion: Kann Privatkauf rückgängig gemacht werden?
    Recht und Ordnung sollten immer Vorrang haben und zwar bei jedem.
    wegen solcher Peanuts (70 Euro) Anwälte und Gerichte beschäftigen würde
    Kommst du eigentlich mit deiner Denkweise klar? Recht soll man durchsetzen aber nicht zu Anwälten laufen?
    Ganz ehrlich, deine Aussagen sind mehr als widersprüchlich und so einen eindeutigen Widerspruch hab ich schon lange nicht mehr gesehen
    Und ob ich mein Recht durchsetze oder nicht liegt immer noch in meinem Ermessen, und wenn es wegen 1 Cent ist! Entweder ich nehem mein Recht wahr oder nicht, was der Grund ist ist dabei völlig nebensächlich.
    Und selbst, wenn man in so einer Art Muster-Prozessierung obsiegen sollte, hat man lediglich einen sogenannten "Titel" erwirkt. Mit dem kann man sich dann den Allerwertesten abwischen, falls der Verurteilte mittellos war und ist
    Und. Recht hat immer drei Bestandteile: Recht haben, Recht bekommen, Recht durchsetzen. Und das letzte ist immer(!) der schwierigste Teil.
    Man kann doch einem solchen Verkäufer durchaus entgegenkommen, indem man ihm anbietet, gewisse Kosten wie Einstellgebühr usw. zu übernehmen. Oftmals zeigen sich die Partner dann durchaus zugängig und kooperativ.
    Warum sollt eich, wenn ich etwas kaufen will, die Kosten dafür übernehmen, dass de rVerkäufer zu blöd oder ein Betrüger ist? Sehr seltsame "Rechtsauffassung".
    Und man solle sich auch immer mal in die Lage des jeweils anderen hineinversetzen. Es ist schon auch verdammt ärgerlich, wenn man 10 Tage Auktionen fährt, seine Ware endlich verkauft hat und der Käufer plötzlich Kaufreue entwickelt oder nicht bezahlt.
    Warum sollte man als Käufer seine Rechte nicht wahrnehmen? der Verkäufer kann doch auich Bezahlung verlangen, wenn ich etwas kaufe. In einem Kaufvertrag hat jeder Pflichten und rechte. Und die sind (weitestgehend) ausgeglichen, auch wenn der Verbraucher etwas mehr geschützt wird, was ich auch richtig finde.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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