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Onlineauktion-privater Kauf-defekte Ware...Hilfe!!!

  1. Neuer Benutzer
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    Böse Onlineauktion-privater Kauf-defekte Ware...Hilfe!!!
    so nehmen wir mal folgendes fallbeispiel aus dem Lehrbuch des lebens:

    nehmen wir an jemand ersteigert durch sofortkaufen einen camcorder bei einer auktionsseite [url]www.auvito.de[/url] und freut sich das alles zusammen nur ca. 45€ kostet.
    nach erhalt der ware wird sie von der person eingehend auf funktionstüchtigkeit geprüft und die ersten nervereien beginnen.

    nehmen wir weiter an, das der verkäufer seine anzeige so gestaltet hat:
    >>>>Der Camcorder ist funktionsfähig und hat keine Gebrauchsspuren. Er ist ca. 3 Jahre alt. Er ist somit zwar schon ein wenig betagt aber er läuft. Da ich privat verkaufe gewähre ich keine Garantie oder Rücknahme der von mir angebotenen Artikel."

    so all das schreibt der verkäufer. das problem für die person scheint wie folgt auszusehen:

    da die person nach eingängiger Prüfung des erworbenen Geräts, sachgemäß mit onlinehandbuch, sofort nach eintreffen des pakets die ware geprüft hat (unter zeugen), und diese nicht funktionsfähig ist, muss sie leider mutmaßen das der verkäufer ihr ein fehlerhaftes gerät geschickt hat.
    die person schließt schäden von versandweg her aus da der verkäufer die ware sehr gut verpackt und gepolstert hat.

    nach anschrift incl. erläuterung über die "Mängel" teilt die person dem verkäufer sofort nach feststellung (1 tag nach ankunft) den sachbestand mit und fordert ihn auf das geld rückzuüberweisen und die ware zurückzunehmen. die person widerspricht vorsorglich (ohne paragraphenangabe) dem kaufvertrag.

    die Person (käuferin) schreibt zusätzlich das homepage-support-team an und erbittet hilfe da die agb verletzt wurden (in ihren augen) >>
    >>§ 9 Allgemeine Grundsätze
    Der Anbieter muss sein Angebot in die entsprechende Kategorie einstellen
    und muss sein Angebot mit Worten und Bildern richtig und vollständig
    beschreiben. Hierbei muss er alle für die Kaufentscheidung wesentlichen
    Eigenschaften und Merkmale sowie Fehler, die den Wert der angebotenen Ware
    mindern, wahrheitsgemäß angeben.<<

    wie müsste der widerspruch richtig formuliert werden?
    hat die person chancen auf rechtlichen beistand (Sachmängelhaftung)?
    hat sie chancen den geldbetrag zurückzubekommen?
    wie muss sie vorgehen? wohin sich wenden?
    was kommen für kosten auf sie zu?
    würde jemand der person weiterführende konkrete links anbieten?

    hinkt der Vergleich aus dem Lehrbuch und muß ich (der Verfasser dieses fiktiven artikels) mehr informationen einbauen?


    so schriftsteller werde ich so nicht, aber aufgabensteller für juraanfänger in der vorschule sicherlich

    danke für eure aufmerksamkeit

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Onlineauktion-privater Kauf-defekte Ware...Hilfe!!!
    wie müsste der widerspruch richtig formuliert werden?
    Hier geht es nicht um einen Widerspruch sondern um Reklamation (Geltendmachung von Sachmängeln aus Kaufvertrag). Ein Widerspruch (wogegen eigentlich?) ist hier nicht angebracht. Und ein Widerruf des Kaufvertrags auch nicht, da kein Fernabsatz (Unternehmereigenschaft des Verkäufers ist nicht gegeben)
    hat die person chancen auf rechtlichen beistand (Sachmängelhaftung)?
    Rechtlichen Beistand kann sich jeder holen, dazu bedarf es keiner Chancen Die Frage wäre nur, ob er hier angebracht ist (dazu weiter unten mehr).
    hat sie chancen den geldbetrag zurückzubekommen?
    Kommt darauf, auch unten
    was kommen für kosten auf sie zu?
    Kommt darauf an, was der Käufer macht.
    wie muss sie vorgehen? wohin sich wenden?
    Jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema: Da hier weder Widerruf noch (sofortiger) Rücktritt in Frage kommen, muss der Käufer erstmal die Lieferung der zugesicherten und beschriebenen Sache verlangen. Das macht man - der Beweisbarkeit wegen - am besten per Einschreiben unter Fristsetzung (angemessenen Frist, hier würde ich 10-14 Tage als angemessen sehen). Gleichzeitig kann man die Rückholung (kostenfrei) oder Rücksendung mit Erstattung des Portos verlangen.

    Der Verkäufer hat nämlich in jedem Fall erstmal das Recht der Nachbesserung. Erst wenn er das endgültig ablehnt, kann der Käufer vomn Vertrag zurücltreten. Ob er das vorher schon macht oder sich vorbehält interessiert nicht.

    Und dem Rücktritt muss der Verkäufer nicht zustrimmen Das Problem ist, dass der Käufer sich darum kümmern muss, wie der Vertrag rückabgewickelt wird, wenn der Verkäufer sich weigert.
    Und hier entstehen erst wirkliche Kosten, wenn der Käufer (aufgrund mangelnder Kenntnisse oder fehlender Zeit) sich an einen Anwalt wendet. Denn der möchte sein Geld vom Auftraggeber(=Käufer) - es ist dann Sach des Käufers, dieses Geld vom verkäufer wiederzuholen - eventuell auch über den Anwalt
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard nachtrag fiktive problemfallschilderung
    so kleiner nachtrag zu meinem fiktiven artikel:

    nehmen wir mal an der verkäufer würde sich wieder melden und würde beteuern, das er niemals die absicht hätte jmd zu täuschen.

    weiter würde er in keinster weise auf das ihm geschriebene eingehen außer mitteilen (sehr detailgetreu), das der blockierende kassettenschlitten der kamera zu beheben sei wenn die person einen stift bewege und ein bisschen hin-und-her rücke.

    ist das schon unter: "dem verkäufer möglichkeit zur nachbesserung lassen" zu verstehen?

    oder gibt der verkäufer darüber schon gewissermassen zu, er habe vor dem verschicken (der von ihm als funktionstüchtige ware) von dem problem gewußt? (vorallem weil er schreibt er hätte das handbuch schon länger verloren) und plötzlich weiss er eine genaue beschreibung wie das problem zu bewältigen sei...

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Onlineauktion-privater Kauf-defekte Ware...Hilfe!!!
    nehmen wir mal an der verkäufer würde sich wieder melden und würde beteuern, das er niemals die absicht hätte jmd zu täuschen.
    Dann würde eine Anzeige wegen Betrug schon mal schwer (nur so allgemein, hat ja mit der Frage nichts zu tun )
    mitteilen (sehr detailgetreu), das der blockierende kassettenschlitten der kamera zu beheben sei wenn die person einen stift bewege und ein bisschen hin-und-her rücke.
    Hier würde sich mir die Frage stellen, ob der Mangel damit endgültig beseitigt wäre - oder nur bis zum nächsten Mal. Der Verkäufer ist nur verpflichtet nachzubessern, die Art und Weise ist nicht festgelegt. Und wenn es so einfach geht, kann man das dem Käufer durchaus zutrauen. Ist der Mangel damit aber nur kurzfristig behoben und zu erwarten, das das früher oder später wieder kommt, ist der Sachmangel nicht der falsch positionierte Stift, sondern etwas anderes. Und das muss behoben werden.
    oder gibt der verkäufer darüber schon gewissermassen zu, er habe vor dem verschicken (der von ihm als funktionstüchtige ware) von dem problem gewußt? (vorallem weil er schreibt er hätte das handbuch schon länger verloren) und plötzlich weiss er eine genaue beschreibung wie das problem zu bewältigen sei...
    Funktionstüchtig ist nicht gleich funktionstüchtig. Es kann etwas durchaus funktionieren und trotzdem kleine Macken haben. Nur sollten die dann eben genau beschrieben sein, damit es später nicht zu solchen Problemen kommt. Wird das "vergessen" muss sich der Verkäufer später das eben zurechnen lassen.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  5. Neuer Benutzer
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    Standard Geltendmachung von Sachmängeln aus Kaufvertrag
    weiter im lehrbuch....nach diskussionen in der fachgruppe internetrecht präsentiert die arbeitsgruppe folgende ergebnisse:

    die person entscheidet sich also einen sachmangel geltendzu machen.
    sie schreibt dem verkäufer.

    darin zitiert sie nochmals die anzeige des verkäufers: >>Der Camcorder ist funktionsfähig und hat keine Gebrauchsspuren. Er ist ca. 3 Jahre alt. Er ist somit zwar schon ein wenig betagt aber er läuft.<<

    darauf schildert sie ihr verständniss von solch einer aussage und äußert, das es ihr nicht recht sei um den zustand der funktionstüchtigkeit zu ereichen im sensiblen kassettenfach herumzufummeln wie der verkäufer ihr als beispiel anhand einer klemmenden motorhaube nahelegte.

    sie äußert den fakt, das der verkäufer ihr einen mit mängeln behafteten camcorder verkauft und dies verschwiegen hätte.

    dies begründet sie mit der detailierten antwort des verkäufers auf die problemschilderung ihrerseits. und mutmaßt das dies dem verkäufer wohl schonmal passiert sei.

    sie fordert den verkäufer zur rücknahme des camcorder und die erstattung der portokosten auf.

    weiter steht sie dem verkäufer die nachbesserung zu. und erklärt den vorgang. sie schickt die ware zurück der verkäufer bessert nach (auf seine kosten) und schickt eine funktionstüchtige ware zurück.

    so soll er den kaufvertrag erfüllen schreibt die person.

    sollte sich der verkäufer weigern, weist die person ihn hin, würde sie das recht haben vom kaufvertrag (von privat zu privat) zurückzutreten.

    nach all dem fordert sie den verkäufer um positionierung auf.
    ------------------------------------------------------------------
    fragen:
    hat die käuferin sich richtig verhalten und kann sie auf erfolg hoffen?

    der verkäufer hat recht auf nachbesserung -wenn er dies verweigert- wie ändert sich die rechtslage?

    kann die käuferin tatsächlich dann vom kaufvertrag zurücktreten und wie muss sie dies formulieren?

    und was hat sie dann für rechte+pflichten?

    so ihr arbeitsgruppen---glück auf!

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