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drohung mit anwaltskosten

  1. Neuer Benutzer
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    Standard drohung mit anwaltskosten
    servus,

    hier das anliegen

    Verkäufer A, verkauft ipod mit diesem text:
    "Verkaufe neuen, absolut unbenutzten und originalen iPod Nano mit 4 gb und farbmonitor...

    folie ist noch auf display - kein einziges mal benutzt worden

    privatverkauf

    "


    artikel geht nach auktion zu käufer B.

    verkäufer A hat installations CD vergessen. würde diese aber natürlich nachschicken. verkäufer A hat ja auch nicht behauptet das gerät sei original verpackt. iPod ist tatsächlich unbenutzt und hat die folie immernoch auf dem display.

    käufer B beschwert sich und sagt iPod sei benutzt worden, er habe zeugen und beweise. wie gesagt, Verkäufer A hat den iPod NICHT benutzt

    Käufer B gibt käufer A eine 3 tagesfrist und droht mit anwaltskosten.

    die art und vorgehensweise von käufer B ist aber so unverschämt dass verkäufer A aus prinzip auf seinem standpunkt bleibt und sich keiner schuld bewusst ist.

    käufer B will übrigens die cd und eine einigung bis zum ende der frist.(mit anderen worten wahrscheinlich einen teil des geldes zurück)

    wie sollte verkäufer A vorgehen und was kann passieren

    vielen dank schon mal

    mfg

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: drohung mit anwaltskosten
    Ich geh mal davon aus, dass A im Recht ist
    käufer B beschwert sich und sagt iPod sei benutzt worden, er habe zeugen und beweise.
    Die sollte sich der Verkäufer wohl mal zusenden lassen.
    Käufer B gibt käufer A eine 3 tagesfrist und droht mit anwaltskosten.
    Die Frist ist meiner Meinung nach nicht angemessen, abgesehen davon, dass es, wenn der Verkäufer Nachbesserung (berechtigt oder nicht) ablehnt, einer Frist gar nicht bedarf. Wenn B also zu einem Anwalt geht, kann er es auch gleich tun und muss nicht 3 Tage warten.
    käufer B will übrigens die cd und eine einigung bis zum ende der frist.(mit anderen worten wahrscheinlich einen teil des geldes zurück)
    Der Käufer hat gar nicht gesagt was er will? Sehr schlecht für seine Frist
    wie sollte verkäufer A vorgehen und was kann passieren
    Hoffentlich hat A sich die Seriennummer des Geräts notiert und hat Zeugen, dass der Artikel unbenutzt versandt wurde. Denn dann kann A eigentlich wenig passieren. Außer dass er Post von einem Anwalt bekommt, die dan sein eigener Anwalt beantworten sollte. In der Zwischenzeit sollte A mit dem Käufer nur noch via Einschreiben kommunizieren (Beweisbarkeit) und alle Unterlagen und Vorgänge ausdrucken und aufbewahren.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: drohung mit anwaltskosten
    @ aaky

    danke schon mal für die ausführliche antwort.

    Verkäufer B schrieb sein anwalt habe ihm zu dieser 3-tages frist geraten (weiss nicht ob es einen unterschied macht - man könnte meinen käufer B blöfft nur)

    Käufer A hat die serien nummer leider nicht, da er nicht von solchen problemen ausgegangen ist...

    Sollte verkäufer A, käufer B nochmal die zusendung der CD garantieren aber alles weitere ignorieren oder sollte er (verkäufer) gar über seinen schatten springen (ist leider wegen der art der kommunikation seitens des Käufers B mittlerweile ein sehr grosser schatten geworden ) udn eine rücknahme anbieten

    danke

    mfg

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: drohung mit anwaltskosten
    Käufer A hat die serien nummer leider nicht, da er nicht von solchen problemen ausgegangen ist...
    Darauf weist sogar eBay hin Ist nämlich eine bekannte Masche: Jemand hat ein defektes Teil. Kauft ein gleiches, funktionierendes. Und dann reklamiert er beim verkäufer, dass es defekt sei. Der Verkäufer muss es letztendlich zurücknehmen. Der Käufer hat so ein funktionierendes ohne Kosten bekommen ...
    Sollte verkäufer A, käufer B nochmal die zusendung der CD garantieren aber alles weitere ignorieren oder sollte er (verkäufer) gar über seinen schatten springen (ist leider wegen der art der kommunikation seitens des Käufers B mittlerweile ein sehr grosser schatten geworden ) udn eine rücknahme anbieten
    Das muss A selbst wissen. Ein Rechtsstreit ist vielleicht etwas aufwendig und der Ausgang ist immer offen (wenn alles klar wäre, gäbe es keinen Streit). Es kommt darauf an, wieviel Ausdauer A hat und wie sicher sich A ist.

    Wäre ich persönlich an Stelle von A und mir sicher das alles so war, würde ich es darauf ankommen lassen Allerdings muss man das dann auch aussitzen, sonst wird es teuer.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: drohung mit anwaltskosten
    @ aaky

    wird es nicht sowieso teuer wenn man es aussitzt?!...anwaltskosten usw?

    wie hoch sind denn die zu erwartenden anwaltskosten des käufers B - eine gewisser rahmen wäre interessant...

    klingt das alles nicht sehr nach blöff seitens des käufers B oder gibt es tatsächlich leute die so schnell den anwalt zu rate ziehen (warenwert immerhin ja nur 100.-)

    danke für die ausführlichen antworten

    mfg

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: drohung mit anwaltskosten
    wird es nicht sowieso teuer wenn man es aussitzt?!...anwaltskosten usw?
    Wenn es denn dazu kommt Sicherlich muss man die eigenen Anwaltskosten erstmal auslegen (es sei denn man hat klugerweise eine Rechtsschutzversicherung), aber wenn der andere verliert kann man die als Schadensersatz geltend machen.
    wie hoch sind denn die zu erwartenden anwaltskosten des käufers B - eine gewisser rahmen wäre interessant...
    Normalerweise richtet sich das nach dem Streitwert. Aber auf jeden Fall werden es erstmal die Kosten der Erstberatung die bei ca. 200 € liegen. Aber man muss die erst bezahlen, wenn man auch wirklich verliert oder vorher (im Zuge eines Vergleichs) die Kosten übernimmt. Das heißt, auch B muss die Kosten erstmal auslegen, A muss die nicht sofort zahlen.
    klingt das alles nicht sehr nach blöff seitens des käufers B oder gibt es tatsächlich leute die so schnell den anwalt zu rate ziehen (warenwert immerhin ja nur 100.-)
    Die Leute die es darauf anlegen (also solche Aktionen wie genannt durchziehen) sacheuen auch davor nicht zurück. Aber wie gesagt, auch B müsste die Kosten erstmal selbst übernehmen und kann die nicht gleich von A vberlangen.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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