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minderjähriger tätigt online "Kauf"

  1. Neuer Benutzer
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    Standard minderjähriger tätigt online "Kauf"


    Hallo Mitstreiter

    Ich habe mal eine Frage:

    Wenn eine minderjährige Person, sich auf einer Internetseite (erotisches Material) mit falschem Alter anmeldet und sich so als Erwachsener ausgibt,
    dann die AGB's akzeptiert und somit bestätigt das ein 14 tägiges abbo erworben wird, ist das rechtens ? Das Abbo ist kostenpflichtig und man erhällt eine E-mail mit einer Bankverbingung, an die man einen Geldbetrag innerhalb von 7 Tagen überweisen soll.
    Muss die Person, obwohl sie minderjährig ist, diesen Betrag bezahlen ? Oder kam überhaupt kein Kaufvertrag zustande?

    Vielen Dank für eure Hilfe

    Gruß Leo

  2. Seilschaft BlackPanders
    Seilschaft BlackPanders ist offline
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: minderjähriger tätigt online "Kauf"
    Woher erkennen Sie dass es sich um einen Minderjährigen handelt ?


    Zitat Zitat von leo.O Beitrag anzeigen
    Hallo Mitstreiter

    Ich habe mal eine Frage:

    Wenn eine minderjährige Person, sich auf einer Internetseite (erotisches Material) mit falschem Alter anmeldet und sich so als Erwachsener ausgibt,
    dann die AGB's akzeptiert und somit bestätigt das ein 14 tägiges abbo erworben wird, ist das rechtens ? Das Abbo ist kostenpflichtig und man erhällt eine E-mail mit einer Bankverbingung, an die man einen Geldbetrag innerhalb von 7 Tagen überweisen soll.
    Muss die Person, obwohl sie minderjährig ist, diesen Betrag bezahlen ? Oder kam überhaupt kein Kaufvertrag zustande?

    Vielen Dank für eure Hilfe

    Gruß Leo

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: minderjähriger tätigt online "Kauf"
    Woher ICH das erkenne? Ich weis es ja nicht, aber ich möchte es gerne wissen. (also die Antwort auf die Frage)

    Gruß Leo

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: minderjähriger tätigt online "Kauf"
    Wenn eine minderjährige Person, sich auf einer Internetseite (erotisches Material) mit falschem Alter anmeldet und sich so als Erwachsener ausgibt,
    Dann hat der Betreiber ein Problem, da er keine wirkungsvolle Altersverifikation hat und sich damit strafbar macht
    dann die AGB's akzeptiert und somit bestätigt das ein 14 tägiges abbo erworben wird, ist das rechtens ?
    Kommt drauf an, was in den AGB steht. Wenn an einen Vertrag Bedingungen geknüpft sind (Alter) und die Bedingungen nicht erfüllt sind, ist der Vertrag in der Regel nichtig.
    Das Abbo ist kostenpflichtig und man erhällt eine E-mail ...
    Auf die Kostenpflicht muss vorher hingewiesen werden. Sonst könnte es sich hier um eine sogenannte "Abofalle" handeln.
    Muss die Person, obwohl sie minderjährig ist, diesen Betrag bezahlen ?
    Meiner Meinung nach nicht, aber der Betreiber könnte (wenn er den ersten Punkt meiner Antwort so hinnehmen will und es siczh nicht um eine Abofalle handelt) dagegen vorgehen. Unter anderem Schadensersatz fordern.

    Aber wer auch immer was tut, jeder könte sich hier ins eigene Knie schießen. Der Betreiber sollte den Vorgang schließen - in der Hoffnung, dass es sich nicht um irgendeine Überwachung handelte - der Minderjährige sollte möglichst nicht darum prahlen
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: minderjähriger tätigt online "Kauf"
    Danke für deine Antwort, auf die Kosten wurden in den AGBs hingewiesen.
    Ich habe einmal im Fernsehen mitbekommen, dass kein KV zustande kommt wenn die Person minderjährig ist und trotzdem etwas kauft was sie garnicht will, oder es ein "Versehen" war.

    gruß leo

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: minderjähriger tätigt online "Kauf"
    Danke für deine Antwort, auf die Kosten wurden in den AGBs hingewiesen.
    Nur in den AGB? Rechtlich gesehen muss auch außerhalb der AGBs darauf hingewiesen werden.
    [url]http://www.e-recht24.de/news/schuldrecht/417.html[/url]
    Ich habe einmal im Fernsehen mitbekommen, dass kein KV zustande kommt wenn die Person minderjährig ist und trotzdem etwas kauft was sie garnicht will, oder es ein "Versehen" war.
    Da hast du wohl nur die Hälfte mitbekommen Denn das sind mehrere Dinge in einem:
    etwas kauft was sie garnicht will, oder es ein "Versehen" war - das könnte ein Grund für eine Anfechtung sein. Nur hat das nichts mit Minderjährigkeit zu tun, das gilt für jeden. Und Minderjährige haben da nicht mehr oder weniger Rechte als Volljährige. Allerdings sind Anfechtungen immer sehr fraglich, da "ich wollte das gar nicht" oder "ich wollte was anderes" immer sehr genau belegt werden muss. Und bei solchen Seiten kann das wohl kaum "aus Versehen" passiert sein, weil man eigentlich ein Paar Schuhe kaufen wollte ... Anfechtung sehe ich hier als sehr problematisch an, wenn der Käufer sich darauf beruft. Sollte er aber damit durchkommen, ist der Vertrag nichtig, es ist also gar keiner zustande gekommen.
    wenn die Person minderjährig ist - hier gelten durchaus spezielle Regelungen. So sind Verträge (ordnungsgemäße Willenserklärungen mal vorausgesetzt, also keine Anfechtungsgründe) zunächst immer schwebend wirksam - sie sind also durchaus wirksam, nur eben unter der Bedingung der Zustimmung der Erziehungsberechtigten. Diese können auch im Nachhinein dem Vertrag widersprechen. Dann ist der Vertrag nichtig. Tun sie das nicht (weil der Minderjährige zu feige ist, seine "Tat" zuzugeben) ist der Vertrag aber immer noch wirksam und der Mionderjährige müsste leisten (sprich bezahlen). Der Vertragspartner kann aber die Zustimmung auch ohne die Kenntnis des Minderjährigen einholen - der Minderjährige täte also guit daran, bei derartig "schwierigen" Dingen, die Erziehungsberechtigten zu informieren, damit diese von sich aus widersprechen. Nur schließt das eben nicht eine mögliche Schadensersatzpflicht die dann auf die Erziehungsberechtigten zukommt (Stichwort Aufsichtspflicht) nciht aus. In dem Beispielfall würde sich zwar der Betreiber keinen Gefallen tun, aber man weiß ja nie
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  7. Neuer Benutzer
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    Standard AW: minderjähriger tätigt online "Kauf"
    ah ok,
    und was solle eine Person die in so einer Lage ist eurer Meinung nach tun ?
    Der zu bezahlende Betrag wäre zwar nicht gerade hoch ( 50-60€ ) , wenn man dann die Rechnung (die man von dem Betreiber erhält) nicht zahlen will oder sogar gerichtlich darum streiten will, wirds ja erst richtig teuer ?

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: minderjähriger tätigt online "Kauf"
    und was solle eine Person die in so einer Lage ist eurer Meinung nach tun ?
    Das muss eben jeder für sich selbst entscheiden. Aber nichts tun wäre wohl ab einer bestimmten Stufe nicht besonders schlau.
    Ich persönlich wäre dafür, dass der Minderjährige sich seinen Erziehungsberechtigten anvertraut und mit denen das weitere Vorgehen bespricht - genauer eigentlich es ihnen überlässt. Und wenn die entscheiden, nichts zu tun, ist das dann deren Problem ... Ich weiß, dazu gehört vielleicht etwas Mut, aber wer sich als Minderjähriger auf solchen Seiten "rumtreibt" sollte diesen Mut auch haben ...
    Der zu bezahlende Betrag wäre zwar nicht gerade hoch ( 50-60€ ) , wenn man dann die Rechnung (die man von dem Betreiber erhält) nicht zahlen will oder sogar gerichtlich darum streiten will, wirds ja erst richtig teuer ?
    Das kommt immer darauf an, ob es überhaupt soweit kommt. Das hängt eben immer von dem jeweiligen Fall ab und ob der Betreiber sich nicht selbst Probleme einhandeln würde.
    Aber wie gesagt, Nichts tun ist auch nicht der richtige Weg. Und beim Bezahlen sollte man aufpassen, nicht dass man sich dann tatsächlich ein "Abo" einfängt, dann wirds immer teurer. Und wenn man einmal den Vertrag "bestätigt" hat wird es immer schwieriger, da wieder raus zu kommen.
    Meiner Meinung nach ist hier schnelles und konsequentes Handeln gefragt.
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  9. Neuer Benutzer
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    Standard AW: minderjähriger tätigt online "Kauf"
    Danke aaky, wäre es sinnvoll den Betreibern selber eine E-mail zu schreiben und darum bittet den KV zu Widerrufen? man kanns ja mal auf die nette Art probieren

  10. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: minderjähriger tätigt online "Kauf"
    Für den Minderjährigen würde ich das eher als ungünstig betrachten. Wenn die Erziehungsberechtigten das machen, wäre das etwas anderes. Allerdings ist das dann keine "Bitte"
    Und man sollte vorher prüfen, ob die Preisaussage richtig ist (siehe Link zu Abofallen) und, eigentlich das wichtigste, dass der Betreiber in Deutschland sitzt. Sonst macht das alles keinen Sinn, da eventuell kein deutsches Recht gelten könnte.
    Meine Empfehlung: Anwalt fragen
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