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rechtssicherer Bestellvorgang für Shopbetreiber

  1. Neuer Benutzer
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    Standard rechtssicherer Bestellvorgang für Shopbetreiber
    Hallo,
    wie sollte ein rechtssicherer Bestellvorgang in Onlineshops aussehen?

    1. Kunde bestellt

    2. Shopbesitzer schickt Bestellbestätigung/Auftragsbestätigung? Wo ist der Unterschied? Hat der Shopbesitzer mit der Auftragsbestätigung die Bestellung rechtskräftig angenommen und mit der Bestellbestätigung noch nicht? Ist eine Auftragsbestätigung überhaupt notwendig?

    Nun die Frage zum weiteren Verlauf:

    3a. Kunde hat per Vorkasse bestellt - Shop wartet auf Geldeingang, schreibt dann die Rechnung und verschickt diese mit der Ware. Vorteil: kein Stornieren der Rechnung in der Buchhaltung nötig.
    3b. Kunde hat per Nachnahme oder auf Rechnung bestellt - Shop schreibt sofort eine Rechnung und sendet diese mit der Ware ab.

    Ist die Vorgehensweite für einen Shopbesitzer soweit korrekt?

    4. Die Widerrufsbelehrung muß dem Kunden ebenfalls noch in schriftform zugesand werden. Reicht die Zustellung zusammen mir der Rechnug und der Ware oder muß der Kunde die Belehrung schon vorzeitig bekommen, zB. per Email. Und wäre es bei der Zustellung per Email zulässig, die Widerrufserklärung per PDF zu schicken? Beispielsweise im Anhang der Rechnung oder der Auftragsannahme?

    Noch eine Letzte Frage:
    Sind Lieferscheine irgendwie rechtlich notwendig oder nur für interne Kontrollzwecke?

    Vielen Dank für Antworten.

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: rechtssicherer Bestellvorgang für Shopbetreiber
    Shopbesitzer schickt Bestellbestätigung/Auftragsbestätigung? Wo ist der Unterschied?
    Komtm darauf an, was drin steht. Nicht wie es heißt
    Wenn der Betreiber den lediglich den Eingang der Bestellung (rechtlich gesehen de Willenserklärung, die ein Angebot zum Abschluss eines Kaufvertrags darstellt) bestätigt (was übrigens bei Fernabsatzverträgen gesetzliche Pflicht ist) dann ist es noch keine Annahme der Willenserklärung. Somit ist dann noch kein Vertrag zustande gekommen (in etwa: "hiermit bestätige ich den Eingang der Bestellung")
    Stimmt de Betreiber dem Agebot aber zu, kann durchaus schon mit dieser Bestätigung ein Vrtrag zustande gekommen sein (in etwa "hiermit bestätige ich den Eingang der Bestellung und gebgen den Auftrag in die Produktion").
    Wie die Mail heißt ist egal - entscheidend ist, was der Käufer daraus entnehmen kann oder muss.
    Nun die Frage zum weiteren Verlauf:
    Das kommt immer auf den Shop und den Einzelfall an. Wichtig ist nur, dass der Verkäufer zu jedem Vorgang einen entsprechenden Beleg vorweisen kann (Buchhaltung)
    Die Widerrufsbelehrung
    Hier ist im Gesetz (klar) geregelt was wann erfolgen muss und welche Friste gelten, wenn es nicht erfolgt. Das ist nämlich der einzige Unterschied: Welche Frist gilt für den Widerruf. Das kann von 14 Tagen bis ewig gehen. Kommt ganz darauf an, was der Verkäufer (falsch) gemacht hat.
    Auf jeden Fall muss der Käufer in der Lage sein, die Widerrufsbelehrung zu lesen - PDF ist da nicht besonders gut geeignet. Und wenn der Käufer behauptet, er konnte die Datei icht öffnen, wird er wohl recht bekommen und hätte somit ein ewiges Widerrufsrecht.
    Sind Lieferscheine irgendwie rechtlich notwendig oder nur für interne Kontrollzwecke?
    Rechtlich sind sie prinzipiell nicht erforderlich. Könnten aber bei einem Rechtsstreit durchaus sinnvoll sein.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: rechtssicherer Bestellvorgang für Shopbetreiber
    Vielen Dank für die Antwort.

    Das bedeutet der Shop nimmt das Angebot an, indem er dem Kunden eine Mail schickt in der dieser bei Vorkasse zur Zahlung aufgefordert wird. Diese Mails werden ja häufig automatisch von Shops versendet.Das bedeutet, wenn die Ware nicht lieferbar ist, hat der Shopbetreiber evt. ein Problem.

    Gibt es eine Vorschrift, wann der Kunde spätestens eine Rechnung bekommen muß? Reicht es bei Nachnahmebestellungen aus die Rechnung nach Annahme des Kunder per Mail zu verschicken?


    Für die Buchhaltung ist doch nur die Rechnung wichtig. Oder müssen Angebote auch "aufbewahrt" werden?

    Danke und viele Grüße!

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: rechtssicherer Bestellvorgang für Shopbetreiber
    Das bedeutet der Shop nimmt das Angebot an, indem er dem Kunden eine Mail schickt in der dieser bei Vorkasse zur Zahlung aufgefordert wird. Diese Mails werden ja häufig automatisch von Shops versendet.Das bedeutet, wenn die Ware nicht lieferbar ist, hat der Shopbetreiber evt. ein Problem.
    Die Aufforderung zur Zahlung muss keine Annahme sein, auch hier kommt es darauf an, wie es formuliert wird - allerdings dürfte in einem Rechtsstreit davon ausgegangen werden, dass dies eine Annahme ist. Und wenn der Artikel nicht lieferbar ist, hatr der Verkäufer ein Problem, denn schließlich hat er ja schon zur Zahlung aufgefordert.
    Gibt es eine Vorschrift, wann der Kunde spätestens eine Rechnung bekommen muß? Reicht es bei Nachnahmebestellungen aus die Rechnung nach Annahme des Kunder per Mail zu verschicken?
    Bei dem Kunden wüsste ich es nicht, für den Verkäufer im Sinne einer ordnungsgemäßen Buchführung eigentlich sofort ab dem Zeitpunkt, sobald ein steuerlich relevanter Fall eingetreten ist. Ist der Kunde gewerblich, kann er jedoch auf eine sofortige Zusendungt bestehen.
    Für die Buchhaltung ist doch nur die Rechnung wichtig. Oder müssen Angebote auch "aufbewahrt" werden?
    Alle steuerlich relevanten Unterlagen sowie Unterlagen zum Unternehmen müssen aufbewahrt werden. Dazu gehören meines Wissens auch die Angebote, der Schriftverkehr ... solange sich daraus tatsächliche Vorgänge für das Unternehmen ergeben. Und die Aufbewahrungsfrist ist soviel ich weiß 7 bzw. 10 Jahre
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: rechtssicherer Bestellvorgang für Shopbetreiber
    Danke dir,
    jetzt noch eine Kleinigkeit:

    Auf Rechnungen muß unter anderem auch das Datum der Auftragserfüllung stehen. Bei Handwerkern ja kein Problem, bei Versandhändlern findet man dann oft Rechnungsdatum gleich Lieferdatum, was meines Wissens nach auch korrekt ist, sobald man die Ware unverzüglich verschickt.

    Wie sollte ein Shopbetreiber damit umgehen?

    Weiterhin muß der Onlineshop Angaben bei den Artikeln zum Lieferzeitpunkt machen. Also beispielsweise Lieferung 2 bis 3 Tage. Dann wiederum habe ich gelesen, daß das nicht unbedingt notwendig ist, wenn die Ware wieder direkt versendet wird.

    Meinungen?

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: rechtssicherer Bestellvorgang für Shopbetreiber
    Wie sollte ein Shopbetreiber damit umgehen?
    Indem er den Zeitpunkt der Leistung angibt. Das dürfte ja wohl nicht schwer fallen, sofort hat ja auch irgenein Datum.
    Weiterhin muß der Onlineshop Angaben bei den Artikeln zum Lieferzeitpunkt machen. Also beispielsweise Lieferung 2 bis 3 Tage. Dann wiederum habe ich gelesen, daß das nicht unbedingt notwendig ist, wenn die Ware wieder direkt versendet wird.
    Ich kenn das so, dass wenn man etwas angibt das auch konkret sein muss. Kann mich aber auch täuschen und es muss immer dastehn.
    Aber was hindert den Betreiber, dass dann auch anzugeben?
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  7. Neuer Benutzer
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    Standard AW: rechtssicherer Bestellvorgang für Shopbetreiber
    [COLOR="DeepSkyBlue"]Ich kenn das so, dass wenn man etwas angibt das auch konkret sein muss. Kann mich aber auch täuschen und es muss immer dastehn.[/COLOR]

    Stimmt, du hast recht. Wenn nichts angegeben ist, kann der Verkäufer davon ausgehen, daß die Ware sofort verschickt wird.

    Dank dir.

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