Ergebnis 1 bis 5 von 5

Inkassofirma am Hals wegen Ebaykauf

  1. Neuer Benutzer
    Registriert seit
    18.11.2008
    Beiträge
    2
    Standard Inkassofirma am Hals wegen Ebaykauf
    Hallo,

    einmal angenommen:

    A hätte vor geraumer Zeit eine Aussenlampe bei Ebay gekauft. Der Verkäufer war auch ein Gewerbetreibender.

    A hätte den Artikel jedoch nicht bezahlt. Nach geraumer Zeit, würde dann per Email eine Mahnung erfolgen, daraufhin tritt A vom Kauf zurück. (Innerhalb der 14 Tage).
    Die Email mit der Erklärung hätte A jedoch nicht mehr. Am folgenden Wochenende würde nun ein Schreiben von der Inkassofirma eintreffen.

    Wie könnte sich A nun verhalten?

    Widerspruch? Oder muss A bezahlen? Auch wenn die Mahnung per Email erfolgte.

    Über eine Info würde ich mich freuen..

    Liebe Grüße Liopuziner

  2. Super-Moderator
    Registriert seit
    07.03.2007
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    2.277
    Standard AW: Inkassofirma am Hals wegen Ebaykauf
    Also meines Wissens ist eine Mahnung nicht an eine bestimmte Form gebunden, auch wenn ich sie persönlich per Rückschein schicken würde, schon aus Beweisgründen(!). Sie könnte aber auch gänzlich entbehrlich sein nach [URL="http://dejure.org/gesetze/BGB/286.html"]§ 286 Abs. 2 BGB [/URL].

    Bei "Rücktritt" gehe ich hier einmal eher vom Widerruf aus, da es gerne verwechselt wird. Dürfte wohl passender sein. Wurde dieser wirksam erklärt, so ist man nicht mehr an seine Willenserklärung auf Abschluss des Vertrages gebunden. Doch steht man auch in der Pflicht die Ware dem [URL="http://bundesrecht.juris.de/bgb/__357.html"]Verkäufer zurückzusenden[/URL]. Widerruf und Ware behalten wäre auch gewiss nicht Sinn der Sache.
    [URL="http://forum.e-recht24.de/search.php"]hier klicken für die Forensuche[/URL]

    Dies ist keine Rechtsberatung, sondern nur eine persönliche Meinung

  3. Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    26.03.2007
    Beiträge
    8.430
    Standard AW: Inkassofirma am Hals wegen Ebaykauf
    Wie die Mahnung erfolgte ist erstmal egal.
    Wichtig ist, dass A nachweisen kann, dass er vom Vertrag zurückgetreten ist (der Widerruf ist vom Sinne des Gesetzes ja auch ein Rücktritt - nur eben unter bestimmten Bedingungen). Dann muss er nichts zahlen. Wenn nicht, muss A wohl damit leben, dass der Vertrag als gültig gesehen wird.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  4. Neuer Benutzer
    Registriert seit
    18.11.2008
    Beiträge
    2
    Standard AW: Inkassofirma am Hals wegen Ebaykauf
    Zitat Zitat von Styx Beitrag anzeigen
    Also meines Wissens ist eine Mahnung nicht an eine bestimmte Form gebunden, auch wenn ich sie persönlich per Rückschein schicken würde, schon aus Beweisgründen(!). Sie könnte aber auch gänzlich entbehrlich sein nach [URL="http://dejure.org/gesetze/BGB/286.html"]§ 286 Abs. 2 BGB [/URL].

    Bei "Rücktritt" gehe ich hier einmal eher vom Widerruf aus, da es gerne verwechselt wird. Dürfte wohl passender sein. Wurde dieser wirksam erklärt, so ist man nicht mehr an seine Willenserklärung auf Abschluss des Vertrages gebunden. Doch steht man auch in der Pflicht die Ware dem [URL="http://bundesrecht.juris.de/bgb/__357.html"]Verkäufer zurückzusenden[/URL]. Widerruf und Ware behalten wäre auch gewiss nicht Sinn der Sache.


    Also wenn A nicht nachweisen kann, das er vom Vertrag zurückgetreten ist, muss er zahlen???

    A hatte ja die Ware nie erhalten.
    Muss der Verkäufer nicht beweisen, das die Mahnungen etc bei mir ankamen!!

    Wie soll man sich jetzt verhalten?

  5. Super-Moderator
    Registriert seit
    07.03.2007
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    2.277
    Standard AW: Inkassofirma am Hals wegen Ebaykauf
    A hatte ja die Ware nie erhalten.
    Das ändert nun einiges ab.
    Wenn der Verkäufer seiner Verpflichtung - die Ware zu übergeben - nicht nachkommt, muss man m.E. natürlich auch nicht zahlen, man kann ggf. auch selber mahnen. Kann der Verkäufer hingegen einen Zugang der Ware beweisen, sieht es anders aus.

    Muss der Verkäufer nicht beweisen, das die Mahnungen etc bei mir ankamen!!
    Sag ich ja, der Zugang einer Email ist schwer zu beweisen, wenn nicht gar unmöglich. Was meiner Ansicht aber nicht bedeutet, dass sie nicht zulässig ist. Per Post mit Rückschein ist da sicherlich optimaler.
    [URL="http://forum.e-recht24.de/search.php"]hier klicken für die Forensuche[/URL]

    Dies ist keine Rechtsberatung, sondern nur eine persönliche Meinung

Ähnliche Themen
  1. Von SandyBridge1111 im Forum Internationales Privatrecht
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 25.09.2011, 11:15
  2. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 08.08.2011, 13:47
  3. Von Detas im Forum Onlineauktionen
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 16.02.2011, 19:37
  4. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 03.09.2010, 13:23
  5. Von Namrenner im Forum Onlineauktionen
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 31.01.2010, 15:38
  6. Von alphacool im Forum Mehr Onlinerecht
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 08.12.2009, 13:54
  7. Von hamnok im Forum E-Commerce
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 19.08.2007, 08:31
  8. Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 04.05.2005, 22:55
Berechtigungen
  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •