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Abmahnsicheres Hosting

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Abmahnsicheres Hosting
    Also Leute, es muß doch möglich sein, eine Homepage einigermaßen abmahnsicher zu hosten, damit da nicht jeder sofort eine Abmahnung rausschicken kann ...

    - Da wäre zunächst: ".com" Domain (um von .de wegzukommen)
    - Hosting außerhalb der EU hier eine Aufstellung von discount us-hostern:
    - Hoster mit namecap (macht z.B.
    - Limited im Impressum mit Sitz außerhalb der EU.

    im Namecap von ist sogar ein maildrop in usa inbegriffen.

    Statt limited wäre auch zu überlegen: französische/spanische GbR.

    Weiß da jemand was speziell zur günstigen ltd-Gründung?

    Ein eBook im Internet behauptet, es gäbe die Limited für 15 Teuor, hahaha. Hat jemand was gehört?

  2. Super-Moderator
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    Standard AW: Abmahnsicheres Hosting
    Eine abmahnsichere Webseite ist natürlich möglich, man hält sich einfach an die Gesetze, so einfach ist das.

    Ein "flüchten" auf ausländische Server oder Hoster bringt da m.E. rein gar nix. Richtet sich die Webseite noch immer an Deutsche, bzw. wird hier beworben, so kann die Seite auf Papua Neuguinea gehostet sein, ein Impressum braucht es dann auch. Selbst eine ach so dolle Ltd. ist dabei völlig schnurtz, die kann genauso wie eine GmbH oder AG behandelt werden.

    Mit einer Ltd. sollte man übrigends auch vorsichtig sein. Denn Rechte und Pflichten im Innenverhältnis sind nach britischen Recht zu beachten. Spätestens bei der Buchführung und Rechnungslegung kommt so manchen das böse Erwachen, die muss für Ltd. in Deutschland meines Wissens zum einen gem. HGB erfolgen, aber auch nach britischen UK-GAAP, viel Spaß. Im Handelsregister steht man übrigends dennoch und da gibt es diesbezüglich wohl auch einige Angabepflichten im Impressum. Ob das Vorhalten eines Registered Office und der ganze andere Aufwand sich gegenüber einer kurzen anwaltlichen Beratung rechnet, stelle ich einmal in Frage.... zumal es m.E. wohl auch nicht viel bringt, sobald sich die Seite eh an deutsches Publikum richtet.

    Außerhalb der EU und Ltd., da bietet sich einzig noch die kanadische an... auch viel Spaß damit. Aber die Seite sollte sich dennoch nicht an Deutsche richten oder hier beworben werden.
    [URL="http://forum.e-recht24.de/search.php"]hier klicken für die Forensuche[/URL]

    Dies ist keine Rechtsberatung, sondern nur eine persönliche Meinung

  3. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Abmahnsicheres Hosting
    Zitat Zitat von emopanis Beitrag anzeigen
    Also Leute, es muß doch möglich sein, eine Homepage einigermaßen abmahnsicher zu hosten, damit da nicht jeder sofort eine Abmahnung rausschicken kann ...
    Es kann nicht "jeder sofort eine Abmahnung" rausschicken...

    Abmahnungen machen kann nur, wer entweder in seinen Rechten (Urheberrechten z.B.) verletzt wird oder aber als zugelassener Verein im Bereich "Wettbewerbsschutz" einen Verstoß gegen das UWG, also einen Tatbestand "unlauteren Wettbewerbs" verfolgt.

    - Da wäre zunächst: ".com" Domain (um von .de wegzukommen)
    Hilft gar nichts - entscheidend ist der "gewöhnliche Wohn/Geschäftssitz" des Anbieters

    - Hosting außerhalb der EU
    Hilft gar nichts - entscheidend ist der "gewöhnliche Wohn/Geschäftssitz" des Anbieters

    - Limited im Impressum mit Sitz außerhalb der EU.
    Wenn Du eine gründest, diese die Website betreibt und Du dort nicht Geschäftsführer bist.

    Als Geschäftsführer einer Ltd. mit Sitz in England, der selber seinen Wohnsitz in Deutschland hat, bist Du aber verantwortlich für das, was Deine Ltd. macht. (Der Geschäftsführer, der in England wohnt, natürlich auch, aber der ist für die deutsche Justiz nicht ganz so leicht greifbar.)

    Rechtsverstöße im Internet können immer auch in Deutschland verfolgt werden, weil sie ja auch hier geschehen, und deshalb kann man durchaus den Geschäftsführer einer in England ansässigen Ltd. in Deutschland in Regress nehmen.

    Wohnt der England, wird das etwas umständlicher, wäre aber grundsätzlich auch möglich, dann eben dort nach englischem Recht.

    Wohnt der aber in Deutschland - wäre er hier leicht zu fassen zu bekommen.

    Das "limited" in "Ltd" oder das "beschränkte Haftung" in "GmbH" bezieht sich nur auf die Haftung der Gesellschafter für Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Nicht auf die straf- oder zivilrechtliche Haftung der Geschäftsführer oder der Gesellschaft.
    Weiß da jemand was speziell zur günstigen ltd-Gründung?
    Tante Google.

    Nur: den Geschäftsführer einer in England ansässigen Ltd. kann man mühelos herausbekommen - Du bräuchstest also noch jemanden, der diesen Posten übernimmt.

    Außerdem hängen an der Ltd. so einige rechtliche Verpflichtungen in Großbritannien, nach britischem Recht (Buchführung, Steuern, etc.pp.) - und die britischen Register löschen Ltd.s mit erstaunlicher Geschwindigkeit, wenn diese jene Pflichten nicht erfüllen. Eine britische Ltd. ist erheblich schneller wieder weg als z.B. eine deutsche GmbH.

    Kleiner Nachtrag: US-Webspace-Provider u.ä. reagieren extrem vergrätzt darauf, wenn auf ihren Servern rechtwidriges Material angeboten wird. Manches, das in Deutschland rechtswidrig ist, ist es in den USA nicht (Nazi-Propaganda z.b). Dann ist das ein Vorteil.

    Urheberrechtsverletzungen aber werden in den USA fast schon als Kapitalverbrechen angesehen, und US-Provider reagieren erstaunlich schnell, wenn sie von einem Rechteinhaber mit einer Urheberrechtsverletzung auf ihrem Server konfrontiert werden.

    Ich war selber sehr überrascht - ich fand mal ein Foto von mir geklaut auf einer Website ohne Impressum, die auf einem US-Server gehostet war. Ich mailte den Server-Betreiber an und übermittelte ihm meine Beanstandung zusammen mit einem plausibel nachvollziehbarem Beweis meiner Urheberschaft.

    Nicht ganz 24 Stunden später war das Bild dort entfernt.

    (Kann man nicht meckern. Von anderen Fotografen habe ich ähnliches gehört, es lohnt sich, sich die kleine Mühe zu machen, den Serverbetreiber herauszufinden, was mittels Neotrace & Co ja ganz leicht ist.)
    Geändert von TomRohwer (20.11.2008 um 16:21 Uhr)
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

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