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Bestätigungsmails = Spam?

  1. Benutzer
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    Standard Bestätigungsmails = Spam?
    1. Wenn man einen Newsletter verschicken möchte, bietet man normalerweise ein Tool an, mit dem der Benutzer zunächst eine Bestätigungsmail erhalten kann, in dem er seine E-Mailadresse angibt. Wie ich auf dieser Seite gelesen habe, gelten zu Unrecht ausgestellte E-Mails laut BGH nichts als Spam, d.h. man kann dafür nicht bestraft werden, richtig?

    2. In der Mail befinde sich ein Link zur Freischaltung der E-Mail-Adresse, die eingegeben und gespeichert wurde.
    Wenn dieser Link nicht geklickt wurde - wie lange darf man die E-Mail-Adresse speichern? Der eigentliche Eigentümer hat schließlich evtl. gar nicht in Datenschutzbestimmungen eingewilligt.

    3. Inwiefern gilt Punkt 1 für folgenden Sachverhalt: Man bietet ein Kontaktformular auf seiner Website an, welches bei Auslösung einer Anfrage automatisch eine Bestätigungsmail an die angegebene Adresse verschickt, in der steht: "Vielen Dank, dass Sie uns kontaktiert haben... Sollten Sie diese Nachricht nicht versendet haben, können Sie Ihre E-Mail-Adresse auf folgender Seite sperren lassen:..." [Natürlich als Hash mit Einsicht einer Datenschutzerklärung]
    Geändert von Spy (08.10.2008 um 21:52 Uhr)

  2. Benutzer
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    Standard AW: Bestätigungsmails = Spam?
    Hm, hat denn niemand eine Ahnung?

    Gruß
    Spy

  3. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bestätigungsmails = Spam?
    1. Wenn man einen Newsletter verschicken möchte, bietet man normalerweise ein Tool an, mit dem der Benutzer zunächst eine Bestätigungsmail erhalten kann, in dem er seine E-Mailadresse angibt. Wie ich auf dieser Seite gelesen habe, gelten zu Unrecht ausgestellte E-Mails laut BGH nichts als Spam, d.h. man kann dafür nicht bestraft werden, richtig?
    Ich kenn zwar das Urteil nicht, aber wegen einer Spam wird man kaum bestraft werden Der Empfänger kann Unterlassung fordern - und wenn die aus Versehen verschickt wurde, dürfte ihm das auch nicht schwer fallen.
    2. In der Mail befinde sich ein Link zur Freischaltung der E-Mail-Adresse, die eingegeben und gespeichert wurde.
    Wenn dieser Link nicht geklickt wurde - wie lange darf man die E-Mail-Adresse speichern? Der eigentliche Eigentümer hat schließlich evtl. gar nicht in Datenschutzbestimmungen eingewilligt.
    Solange es technisch erforderlich ist. Eigentlich sollte ein solcher Link nicht ewig aktiv bleiben. Und sobald die Funktion deaktiviert ist, darf auch die Email nicht mehr gespeichert sein.
    3. Inwiefern gilt Punkt 1 für folgenden Sachverhalt: Man bietet ein Kontaktformular auf seiner Website an, welches bei Auslösung einer Anfrage automatisch eine Bestätigungsmail an die angegebene Adresse verschickt, in der steht: "Vielen Dank, dass Sie uns kontaktiert haben... Sollten Sie diese Nachricht nicht versendet haben, können Sie Ihre E-Mail-Adresse auf folgender Seite sperren lassen:..." [Natürlich als Hash mit Einsicht einer Datenschutzerklärung]
    Solche Mails würde ich problematisch sehen. Vielleicht nicht als Bestätigung, aber verbunden mit der Aufforderung aktiv zu werden. Normalerweise sollte die Email in einem solchen Fall gar nicht gespeichert werden (wenn sie nicht zur Beantwortung erforderlich ist - in dem Fall wäre die Angabe einer fremden Email aber unsinnig, da man dann keine Antwort bekommen würde )
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  4. Benutzer
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    Standard AW: Bestätigungsmails = Spam?
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Ich kenn zwar das Urteil nicht, aber wegen einer Spam wird man kaum bestraft werden Der Empfänger kann Unterlassung fordern - und wenn die aus Versehen verschickt wurde, dürfte ihm das auch nicht schwer fallen.Solange es technisch erforderlich ist.
    damit meine ich einen Artikel auf dieser Seite

    [URL]http://www.e-recht24.de/news/sonstige/940.html[/URL]


    Eigentlich sollte ein solcher Link nicht ewig aktiv bleiben.
    Was wäre denn eine gute Laufzeit?


    Solche Mails würde ich problematisch sehen. Vielleicht nicht als Bestätigung, aber verbunden mit der Aufforderung aktiv zu werden. Normalerweise sollte die Email in einem solchen Fall gar nicht gespeichert werden (wenn sie nicht zur Beantwortung erforderlich ist - in dem Fall wäre die Angabe einer fremden Email aber unsinnig, da man dann keine Antwort bekommen würde )
    Da geht es um folgendes Problem: Eine Person stellt mit dem Kontaktformular eine Frage unter Angabe einer fremden E-Mail-Adresse. Die Antwort geht dann auch an diese Adresse, mit dem Hinweis, wenn der Empfänger falsch ist, solle der Absender informiert werden. Und genau das halte ich doch für sehr gefährlich. Gibt es Alternativen?

  5. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bestätigungsmails = Spam?
    Was wäre denn eine gute Laufzeit?
    Kommt darauf an, aber mehr als 2 Tage würde ich persönlich als unnötig sehen. Aber nur ein paar Stunden wäre wohl zu kurz.
    Da geht es um folgendes Problem: Eine Person stellt mit dem Kontaktformular eine Frage unter Angabe einer fremden E-Mail-Adresse. Die Antwort geht dann auch an diese Adresse, mit dem Hinweis, wenn der Empfänger falsch ist, solle der Absender informiert werden. Und genau das halte ich doch für sehr gefährlich. Gibt es Alternativen?
    Dann macht die Anfrage aber kaum Sinn, wenn jemand anders die Antwort bekommt
    Und ansonsten muss man meiner Meinung nach im Internet mit sowas leben, ob nun Email, Adresse oder irgendwas anderes, dieses Risiko besteht immer.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  6. Benutzer
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    Standard AW: Bestätigungsmails = Spam?
    Kann man denn für Antworten an die falsche Adresse belangt/abgemahnt werden?

  7. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bestätigungsmails = Spam?
    Zitat Zitat von Spy Beitrag anzeigen
    Kann man denn für Antworten an die falsche Adresse belangt/abgemahnt werden?
    Meiner Meinung nach nicht, das sollte mit unter diese Rubrik fallen
    Der Empfänger kann Unterlassung fordern - und wenn die aus Versehen verschickt wurde, dürfte das auch nicht schwer fallen.
    Wenn ich gegen jede Spam vorgehen würde, die ich bekomme ... Und bei deutschen (da wo es sich lohnt ) sollte man eh erstmal selbst Unterlassung fordern, bevor man einen Anwalt einschaltet, sonst könnte man nämlich schnell selbst auf den Anwaltskosten sitzen bleiben (Stichwort Schadensminimierung).
    Als Betreiber des Kontaktformulars sollte man deshalb bei derartigen Formularen immer mitspeichern, wann, von welcher IP, unter welchen Bedingungen ... der Kontakt angefordert wurde - so kann man im Falle einer (ungerechtfertigten) Abmahnung gezielt dagegen vorgehen.
    Natürlich muss der Ausfüller des Formulars vorher darauf hingewiesen werden, dass die Daten gespeichert werden, so könnte man solche "Scherze" wenigstens etwas eindämmen.
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  8. Benutzer
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    Standard AW: Bestätigungsmails = Spam?
    Danke für die Hinweise!

  9. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bestätigungsmails = Spam?
    Hab da gerade noch was Interesantes gefunden.
    Wenn die Email keine Werbung beinhaltet (was in den Beispielen Bestätigungsemail und Antwort auf Anfrage der Fall ist), ist die Email auch kein Spam

    http://www.jurablogs.com/de/lg-muenchen-i-kontaktaufnahme-per-e-mail-fuer-umfrage-zulaessig-4
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