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Falsche Angaben

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Falsche Angaben
    Hi,

    nehmen wir mal an, dass eine minderjährige Person (17 Jahre) sich auf einer Seite angemeldet ohne zu wissen, dass die Person dafür Geld bezahlen muss. Ja, ich rede von einer abofalle und der Person ist es auch bewusst, dass sie den Betrag nicht zahlen muss, aber das ist auch nicht das eigentliche Problem.

    Denn die Person hat aus Gründen die sie sich jetzt auch nicht mehr erklären kann bei den Angaben wie Adresse usw. falsche Angaben gemacht. Als die Person nun nach langer Zeit zufällig in den Spam-Verdacht geschaut hat, hat sie eine Abmahnung einer Richterin gesehnen. In der heißt es, dass ich offentsichtlich Falsche Angaben gemacht habe, was den Rechnungszugang zusätzlich erschwert und als Betrügerische absicht gewertet wird. Zu den eigentlichen kosten hat die PErson jetzt noch eine Rechnung vom Anwltsbüro in höhe von 109€ bekommen.

    Müsste die Person jetzt wegen den Falschangaben den Angegeben Betrag des Anwaltsbüros bezahlen bzw mit weiteren Maßnahmen rechnen oder sollte sie die Mahnung einfach ignoieren?

    PS: es wurde zusätzlich noch darauf hingewiesen das die IP-Adresse der Person gespeichert wurde.

    mfg Theity

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Falsche Angaben
    Wenn es eine Abofalle war, braucht man nicht zahlen. Da gibt es schon Urteile zu. Allerdings muss man den Forderungen auch widersprecvhen und nicht davon ausgehen, alles regelt sich von allein.
    hat sie eine Abmahnung einer Richterin gesehnen. In der heißt es, dass ich offentsichtlich Falsche Angaben gemacht habe, was den Rechnungszugang zusätzlich erschwert und als Betrügerische absicht gewertet wird.
    Das ist meiner Meinung nach kaum richtig. Welcher Richter(?) schreibt Emails? Zum einen haben die damit nichts zu tun, ermitteln tun Anwälte. Im Strafrecht Staatsanwälte. Und die schicken keine Mails ... Diese Mail würde ich einfach mal als Fake bezeichnen und von einem Anwalt prüfen lassen, ob die Mail rechtens ist oder Amtsanmaßung. Dann dürfte der Betreiber arge Schwierigkeiten bekommen.
    Zu den eigentlichen kosten hat die PErson jetzt noch eine Rechnung vom Anwltsbüro in höhe von 109€ bekommen.
    Denen würde ich widersprechen, mit Bezug auf die einschlägigen Urteile. Und wenn man sich das nicht zutraut empfielt sich ein Anwalt (die Kosten kann man, sollte es eine nachweisliche Abofalle sein, als Schadensersatz geltend machen)
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Falsche Angaben
    Ja sorry ich meine natürlich Anwalt, also hat sich die sache ja damit erledigt

  4. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Falsche Angaben
    Hallo,
    ich muss leider das Thema unten nochmal aufgreifen.
    Die Sache mit der Abofalle ist klar (nicht zahlen!) aber wie steht es denn mit den falsch gemachten Angaben?
    Davon ausgegangen das man bei einer Registrierung im Internet Name sowie auch Adresse falsch angegeben hat...
    ...kann dies rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen?

    Unten wird geraten auf jeden Fall der Mahnung zu widersprechen Wenn man nun widerspricht, sollte man in diesem Brief seine richtige Adresse preisgeben und somit die Angabe "falscher Informationen" zugeben?

    In einigen anderen Foren wird dazu geraten keine Reaktion auf die Mahnung zu zeigen also nicht zu widersprechen und den Brief einfachin den Müll zu werfen.
    Ist es wirklich zwingend notwendig zu widersprechen auch wenn es sich um eine bereits "verurteilte" Abofalle handelt?

    Gruß...Schibby

  5. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Falsche Angaben
    Jetzt mal eine Frage:
    Unten wird geraten auf jeden Fall der Mahnung zu widersprechen Wenn man nun widerspricht, sollte man in diesem Brief seine richtige Adresse preisgeben und somit die Angabe "falscher Informationen" zugeben?
    Wie bitte schön soll die Mahnung ankommen, wenn nicht schon die richtige Adresse drauf steht? Für derartige Zweifel ist es jetzt etwas spät
    Sollte die Mahnung nur per Email gekommen sein (anhand derer man früher oder später auch die richtige Adresse herausbekomt) kann ich nur empfehlen: Welche Mahnung? Der Zugang müsste vom Absender nachgewiesen werden - was bei Emails so gut wie unmöglich ist - es sei denn, man reagiert darauf oder schickt Lesebestätigungen.
    Der Widerspruch wurde empfohlen, wenn ein Zugang nachgewiesen werden kann (z.B. bei Einschreiben) ...
    Davon ausgegangen das man bei einer Registrierung im Internet Name sowie auch Adresse falsch angegeben hat...
    ...kann dies rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen?
    Unter normalen Bedingungen kann es das. Wenn die Daten zum beispiel zur Vertragsabwicklung erforderlich sind, kann das straf- und zivilrechtlich verfolgt werden. Nur wo kein gültiger Vertrag, da auch keine Notwendigkeit .... aus meiner Sicht dürfte ein Anspruch auf die "richtigen Daten" kaum nachweisbar sein.
    und den Brief einfachin den Müll zu werfen
    Hier ist es ein Brief Und das würde ich persönlich auf keinen Fall empfehlen. Denn dann kann der andere, wenn die Frist rum ist, das gerichtliche Mahnverfahren einleiten oder Inkasso beauftragen - und wenn man dann immer noch nicht reagiert wird die Forderung rechtskräftig und man muss zahlen - egal ob es gerechtfertigt ist oder nicht.
    Die Frage ist also: wann reagiert man? Meiner Meinung nach solange, solange dadurch keine weiteren Kosten entstehen können, und nicht erst, wenn Gerichte eingeschaltet sind.

    In jedem Fall sollte man sich aber sicher sein, das nicht wirklich ein Anspruch
    besteht - auch bereits abgemahnte "Abofallen" können das abgemahnte inzwischen umgestellt haben und wären somit auf der rechtlich sicheren Seite.
    In jedem Fall sollte also ein Profi (=Anwalt) prüfen, ob tatsächlich ein Anspruch besteht oder nicht, bevor es noch teurer wird.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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