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Widerrufsrecht und unfreie Sendung warenwerdt 10,99

  1. Erfahrener Benutzer
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    Standard Widerrufsrecht und unfreie Sendung warenwerdt 10,99
    Hallo. Ein Käufer hat die Ware unfrei zurückgesendet. Verkäufer hat 12 € bezahlt. Bleibt der Verkäufer auf seine 12 € sitzen?

    Verkaufswert des gegenstandes ist 10,99 €

    Im Falle eines Widerrufs dürfen Ihnen die Rücksendekosten durch (gesonderte) vertragliche Vereinbarung auferlegt werden, wenn der Preis der zurückzusendenden Sache einen Betrag von 40 Euro nicht übersteigt oder wenn bei einem höheren Preis der Sache der Verbraucher die Gegenleistung oder eine Teilzahlung zum Zeitpunkt des Widerrufs noch nicht erbracht hat, es sei denn, dass die gelieferte Ware nicht der bestellten entspricht.Anderenfalls ist die Rücksendung für Sie kostenfrei.
    Verpflichtungen zur Erstattung von Zahlungen muss der Käufer innerhalb von 30 Tagen nach Absendung der Widerrufserklärung erfüllen.

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Widerrufsrecht und unfreie Sendung warenwerdt 10,99
    Wenn der Verkäufer nicht vertraglich festgelegt hat, wie die Rücksendung zu erfolgen hat und das der Käufer die Rücksendekosten zu bezahlen hat, bleibt der Verkäufer auf den Kosten sitzen.
    BGB § 357 Rechtsfolgen des Widerrufs und der Rückgabe
    ...
    Wenn ein Widerrufsrecht nach § 312d Abs. 1 Satz 1 besteht, dürfen dem Verbraucher die regelmäßigen Kosten der Rücksendung vertraglich auferlegt werden, wenn der Preis der zurückzusendenden Sache einen Betrag von 40 Euro nicht übersteigt oder wenn bei einem höheren Preis der Sache der Verbraucher die Gegenleistung oder eine Teilzahlung zum Zeitpunkt des Widerrufs noch nicht erbracht hat, es sei denn, dass die gelieferte Ware nicht der bestellten entspricht.
    Das heißt nicht, dass der Käufer von vornherein die Kosten zu tragen hat.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Widerrufsrecht und unfreie Sendung warenwerdt 10,99
    Also ist der Verkäufer der dumme und bleibt auf seine Konsten sitzen. Ja?

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Widerrufsrecht und unfreie Sendung warenwerdt 10,99
    Wenn nichts vereinbart wurde, ja.
    Allerdings hätte der Verkäufer die unfreie Sendung auch nicht annehmen müssen
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  5. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Widerrufsrecht und unfreie Sendung warenwerdt 10,99
    Allerdings hätte der Verkäufer die unfreie Sendung auch nicht annehmen müssen
    Was wäre dann passiert? Hätte der Käufer dem Verkäufer diese Kosten in Rechnung stellen können?

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Widerrufsrecht und unfreie Sendung warenwerdt 10,99
    Meiner Meinung nach nicht, da auch der Käufer im Sinne der "Schadensbegrenzung" hätte handeln müssen. Gesetzlich ist er ja nur verpflichtet als Paket zu schicken. Da bekannt ist, das unfreie Sendungen richtig Geld kosten, hätte er die Kosten für ein normales Paket erstmal auslegen können. Allerdings hätte er dann wahrscheinlich die Kosten nicht zurückbekommen (weil sich der Verkäufer auf die 40 € Regel berufen hätte).

    Ich könnte mir vorstellen, das ein solcher Streit dann vor Gericht gelandet wäre, und da die bekanntermaßen "kundenfreundlich" urteilen ...

    Meine Meinung: Der Verkäufer sollte dieses Lehrgeld zahlen und die Art und Weise der Rücksendung einschließlich der Kostenregelung und der vorherigen Abstimmung sowie der ausdrücklichen Aussage, das unfreie Sendungen nicht angenommen werden, vertraglich regeln und den Kunden so oft wie möglich darauf hinweisen.
    Dann wäre er zumindest zukünftig etwas besser abgesichert.
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