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Anzeige wegen Betrug (trotz Kulanzzahlung von Ebay)

  1. Erfahrener Benutzer
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    Reden Anzeige wegen Betrug (trotz Kulanzzahlung von Ebay)
    Person A ersteigert Ware und bezahlt diese. Der Verkäufer meldet sich nicht. Nach eine Zeit tauchen viele Forumbeiträgen von betroffenen, die den gleichen Schicksal hatten mit diesen Verkäufer.

    Person A hat noch keine Anzeige erstellt, hat das aber vor!

    Nun kommt Ebay in Spiel. (Die Ware wurde auf ebay ersteigert) und zahlt den Person A 95 % des zahlenden Betrages (Kulanzzahlung).

    Darf A dennoch eine Anzeige gegen Verkäufer erstellen?

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anzeige wegen Betrug (trotz Kulanzzahlung von Ebay)
    Die Zahlung hat nicht das Geringste mit dem Sachverhalt des Betrugs zu tun - wen dieser dann gegeben ist. Auch bringt so eine Anzeige (Betrug ist Strafrecht) dem Käufer eigentlich nichts, da er sein Geld zivilrechtlich zurückfordern müsste. Wenn eBay das also übernimmt, spart sich der Käufer lediglich das zivilrechtliche Vorgehen, strafrechtlich kann aber trotzdem gegen den Verkäufer vorgegangen werden. Nur ob das irgendwelche Auswirkungen haben wird, steht in den Sternen ...
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anzeige wegen Betrug (trotz Kulanzzahlung von Ebay)
    Warum sollte das keine Auswirkungen haben?

    1) Geld bezahlt, ware nicht erhalten
    2) Kein Einzelfall
    3) Kontodaten / Adressdaten bekannt


    Das was mich unsicher macht, das bei Ebay einen Forumbeitrag gibt (mit ca. drei Seiten) und laut deren Beiträgen tut sich garnichts! Die Polizei, die Staatsanwaltschaft gibt keine Auskunft über diesen Fall...

    Wie führen solche Ermittlungen? Bzw. haben solche Ermittlungen überhaupt Chancen? Wenn z.B. Adressdaten nicht gefunden. Darf die Bankdie Daten des Inhaber an die Polizei übergeben?

    Angenommen der Verkäufer ist umgezogen und die Bank halt somit die alten Daten.. Ist dann der Fall abgeschlossen?

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anzeige wegen Betrug (trotz Kulanzzahlung von Ebay)
    Warum sollte das keine Auswirkungen haben?
    Weil es dem Käufer nichts bringt. Auch nicht sein Geld zurück. Eine Anzeige kann aufgrund einer Straftat erfolgen (z.B. Betrug). Selbst wenn der Verkäufer verurteilt wird (bestenfalls zu einer Geldstrafe wenn es kein Wiederholungstäter ist), geht die Strafe an den Staat, nicht an den Kläger. Der Kläger erhält nichts, absolut nichts. Außer dem "guten gefühl" etwas für die Gesellschaft getan zu haben und einen Straftäter entlarvt zu haben.
    Auch werden Straftaten nur dan verfolgt, wenn ein öffentliches (gesellschaftliches) Interesse daran besteht. Also die Gesellschaft vor den Subjekten geschützt werden muss.
    Aus diesem Grund werden Anzeigen, wegen eines "Betrugs" weil mal jemand etwas nicht oder was alsches liefert, meistens sehr schnell fallengelassen. Udn wenn nicht, nehmen derartige Zeit in Anspruch, die für andere Straftaten - Wichtigeres - im Endeffekt fehlt ...
    Damit der Käufer sein Geld zurück bekommt MUSS er zivilrechtlich vorgehen (der einzige Schnittpunkt: Eine Verurteilung als Betrüger hilft im zivilrechtlichen Verfahren als Beweis).
    2) Kein Einzelfall
    Das ist das einzige, wo ich vielleicht eine Anzeige befürworten würde, aber fraglich ist der Erfolg trotzdem.
    Das was mich unsicher macht, das bei Ebay einen Forumbeitrag gibt (mit ca. drei Seiten) und laut deren Beiträgen tut sich garnichts!
    Subjektive Meinung. Als Betroffener möchte man immer sofort Ergebnisse haben. Aber so einfach ist das nicht.
    Die Polizei, die Staatsanwaltschaft gibt keine Auskunft über diesen Fall...
    Was nicht unüblich ist bei laufenden Ermittlungen. Gründe dafür kann es viele geben:
    a) Es gibt noch keine gesicherten Ergebnisse
    b) Schutz der Verdächtigen, solange die Schuld nicht bewiesen ist (gerade wenn eine Horder aufgebrachter Käufer hinterher ist, ist das meistens angebracht - die meisten halten sich genauso wenig an geltendes Recht wie ein möglicher Täter [Veröffentlichung von Daten ...])
    c) Auf grund der Vielzahl von "Bagatelldelikten" kamen die Ermittlungsbehörden noch nicht dazu, überhaupt etwas zu ermitteln (auch deren Kapazität ist eingeschränkt - und das immer mehr)
    ...
    Wie führen solche Ermittlungen? Bzw. haben solche Ermittlungen überhaupt Chancen?
    Immer weniger, da die rechtlichen Schranken immer größer werden (Datenschutz, Herausgabe von Daten, Voraussetzungen für Ermittlungen zur Person, Persönlichkeitsrechte ...) und die möglichen Kapazitäten immer geringer (Personalabbau, Anzahl der zu bearbeitenden Fälle ...)
    Angenommen der Verkäufer ist umgezogen und die Bank halt somit die alten Daten.. Ist dann der Fall abgeschlossen?
    Irgendwann wird er zu den Akten gelegt ... und vor allem dann, wenn es bei einem Einzelfall geblieben ist (siehe oben)

    PS: Das sind alles nur meine Gedanken und Vorstellungen. Ich hab keine Ahnung, wie es im Inneren der Ermittlungsbehörden aussieht. Ich habe nur die Fakten kombiniert, die mir bekannt sind - und meine Schlussfolgerungen gezogen.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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