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Eigene Urheberrechte

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Eigene Urheberrechte
    Hallo an alle,
    sind eigene (selbstentworfene) Werke, die in bekannten Internetportalen gestellt werden, von "Natur" aus urheberrechtlich geschützt, oder muss man für den "Schutz" etwas anmelden? Beispielsweise, eine Trickfilmfigur, Comicfigur etc. die man selber entworfen hat. Könnte jeder sie nutzen, oder hat man einen natürlichen Urheberrechtschutz drauf, bsp. wenn jemand sie für fremde Zwecke verwenden würde. Dürfte man da rechtlcihe Schritte einleiten?
    Vielen Dank fürs Lesen und evt. Beiträge

  2. Super-Moderator
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Also ein Urheberrecht muss nicht angemeldet werden. Es entsteht mit der Schöpfung eines Werkes, wenn dieses eine Schöpfungshöhe erreicht hat. Dies ist der Fall wenn es sich um eine individuelle geistige Leistung handelt. An diesem Werk hat man dann ausschließliche Rechte. Eine Verwendung, bzw. Verbreitung u.a., ist nur mit Zustimmung des Urhebers möglich, außer dieser hat sein Werk unter eine bestimmte Lizenz (z.B. Creative Commons) gestellt, was auch eine Verwendung ohne Zustimmung ermöglicht. Bestimmte Rechte werden aber auch hier vorbehalten.

    Welche Rechte man genau hat und was schützbar ist, definiert das Urhebergesetz. (UrhG)
    [URL="http://forum.e-recht24.de/search.php"]hier klicken für die Forensuche[/URL]

    Dies ist keine Rechtsberatung, sondern nur eine persönliche Meinung

  3. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Eine Ausnahme kann allerdings die Situation bilden, wenn man etwas erschafft, wobei dies aufgrund eines Arbeitsverhältnis geschieht. Etwa ein Angestellter in einer Grafikfirma. Da könnte es sein, dass über den Arbeitsvertrag das ausschließliche Nutzungsrecht an die Firma übergeht; täusch ich mich?

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Zitat Zitat von Elradon Beitrag anzeigen
    Eine Ausnahme kann allerdings die Situation bilden, wenn man etwas erschafft, wobei dies aufgrund eines Arbeitsverhältnis geschieht. Etwa ein Angestellter in einer Grafikfirma. Da könnte es sein, dass über den Arbeitsvertrag das ausschließliche Nutzungsrecht an die Firma übergeht; täusch ich mich?
    Das Nutzungsrecht ja - das Urheberrecht hat aber immer der Urheber.

    (Und der hat auch Anspruch auf "angemessenes Entgelt" und ggf. auf einen "Nachschlag", wenn der spätere Ertrag in einem auffallenden Mißverhältnis zum ursprünglichen Entgelt steht.)
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Wenn ich einen Vatikanfolder abfotografiere, habe ich dann das Urheberrecht auf dieses Foto?

    Ich fotografiere einen Münzfolder vom Vatikan. Das Bild verwende ich bei ebay, um einen Vatikan Euromünzsatz von 2002 anzubieten. Dieses Bild taucht später bei anderen ebayern und derenen entsprechenden Münzangeboten auf. Darf ich nun wegen Verletzung meines Urheberrechts abmahnen?

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Sicherlich darfst du. Nur kann es durchaus sein, dass die Leute eventuell den Kosten der Abmahnung widersprechen (Stichwort Schadensminimierung)
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  7. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Sicherlich darfst du. Nur kann es durchaus sein, dass die Leute eventuell den Kosten der Abmahnung widersprechen (Stichwort Schadensminimierung)
    Welcher Betrag gilt als angemessen?
    Ich denke da an etwa 300 €

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Du solltest nicht vergessen: Eine Abmahnung selbst kann kein Geld verlangen (außer eben die Kosten, die durch die Abmahnung entstanden sind, z.B. Anwaltskosten), hierbei geht es um Unterlassung der Verwendung (und Strafe im Wiederholungsfall)

    Das was du meinst sind die "Lizenzkosten", die muss man zivilrechtlich fordern. Ist etwas anderes als eine Abmahnung (auch wenn man beides in einem Schreiben machen kann, sind es doch zwei unterschiedliche Vorgänge). Und 300 € für ein einfaches, sicherlich wenig künstlerisch gestaltetes Bild, finde ich mehr als übertrieben
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  9. Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Zitat Zitat von Styx Beitrag anzeigen
    Also ein Urheberrecht muss nicht angemeldet werden. Es entsteht mit der Schöpfung eines Werkes, wenn dieses eine Schöpfungshöhe erreicht hat. Dies ist der Fall wenn es sich um eine individuelle geistige Leistung handelt. An diesem Werk hat man dann ausschließliche Rechte. Eine Verwendung, bzw. Verbreitung u.a., ist nur mit Zustimmung des Urhebers möglich, außer dieser hat sein Werk unter eine bestimmte Lizenz (z.B. Creative Commons) gestellt, was auch eine Verwendung ohne Zustimmung ermöglicht. Bestimmte Rechte werden aber auch hier vorbehalten.

    Welche Rechte man genau hat und was schützbar ist, definiert das Urhebergesetz. (UrhG)
    Hier mal etwas lustiges vom Amtsgericht Oldenburg Az: E2 C 2182/04 (V)
    Auszug aus dem Urteil:

    Bei diesem Sachverhalt konnte nicht davon ausgegangen werden, dass von Tieren des Tierschutzvereins Lichtbilder gefertigt werden sollten, die urheberrechtlich geschützt sein könnten.

    Demzufolge hätte der Fotograf vorher sagen müssen, dass er nun beabsichtigt, urheberrechlich geschützte Fotos zu machen.

    Im Ernst. Das Urteil ist rechtskräftig!!!

  10. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Vorsicht, das Urteil hatte wahrscheinlich noch einiges mehr zum Inhalt
    http://www.recht.de/archiv/viewtopic.php?t=9192
    (das Original hab ich auf die Schnelle nicht gefunden, wer es hat, kann mir aber gern einen Link schicken)

    Hier geht wahrscheinlich es nicht darum, ob die Bilder urheberrechtlich geschützt sind, sondern um den Beweis der Urheberschaft (einer der Beiträge im Link)

    Man darf niemals Sätze aus dem Zusammenhang reißen !
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  11. Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Du solltest nicht vergessen: Eine Abmahnung selbst kann kein Geld verlangen (außer eben die Kosten, die durch die Abmahnung entstanden sind, z.B. Anwaltskosten), hierbei geht es um Unterlassung der Verwendung (und Strafe im Wiederholungsfall)

    Das was du meinst sind die "Lizenzkosten", die muss man zivilrechtlich fordern. Ist etwas anderes als eine Abmahnung (auch wenn man beides in einem Schreiben machen kann, sind es doch zwei unterschiedliche Vorgänge). Und 300 € für ein einfaches, sicherlich wenig künstlerisch gestaltetes Bild, finde ich mehr als übertrieben
    300.- müssen nicht übertrieben sein. Nach der Lizenzanalogie muß der unerlaubte Nutzer den Betrag zahlen, den er zahlen müßte, wenn er einen Vertrag geschlossen hätte. für die unterlassene Namensnennung des Urhebers muß er dann das doppelte zahlen un dfür die unerlaubte Nutzung akzeptieren einige Gerichte noch einmal das Fünffache.
    Das sind die so genannten Bildhonorare, herausgegeben von der MFM(Mittelstandsgemeinschaft Foto Marketing).
    Da kann schnell aus einem Bild für einen Monat Nutzung im Internet (60,-) unerlaubt * 5 = 60,- + 300,- + 60,- Euro ohne Namensnennung.
    Das sind schon mal 420,- Euro, und das waren die Preise von 2002
    Dabei spielt nach §72 URHG die Qualität keine Rolle.
    Der Markt der Nutzungsrechte ist ein knallharter Markt und da kann es schon mal gewaltig ins Geld gehen. Das ist kein Kindergarten.

  12. Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Vorsicht, das Urteil hatte wahrscheinlich noch einiges mehr zum Inhalt
    [url]http://www.recht.de/archiv/viewtopic.php?t=9192[/url]
    (das Original hab ich auf die Schnelle nicht gefunden, wer es hat, kann mir aber gern einen Link schicken)

    Hier geht wahrscheinlich es nicht darum, ob die Bilder urheberrechtlich geschützt sind, sondern um den Beweis der Urheberschaft (einer der Beiträge im Link)

    Man darf niemals Sätze aus dem Zusammenhang reißen !
    Hier der Link. Wenn Fragen sind, kann ich alle beantworten. Der Fotograf bin ich.

    [URL="http://www.betandrescue.de/downloads/ag-oldenburg.pdf"]http://www.betandrescue.de/downloads/ag-oldenburg.pdf[/URL]

    Es ging um die unerlaubte Nutzung, nicht um die Urheberschaft.

  13. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Der Fall ist eigentlich eindeutig, man sehe den Anfang der Begründung
    Der Kläger konnte schon - unabhängig von allen übrigen Fragen - nicht beweisen, dass er die Lichtbilder gefertigt hat, die der beklagte Verein schließlich auf seine Internetseite gebracht hat. Zwar hat der Zeuge T.K., Sohn des Klägers, angegeben, dass er keinerlei Bilder gemacht habe, doch haben die Zeuginnen R. und H. übereinstimmend angegeben, dass sowohl der Kläger als auch sein Sohn Bilder gemacht haben, so dass schon ungeklärt geblieben ist, wer die Aufnahmen von D. und S. gemacht hat.
    Bereits aus diesem Grunde war die Klage abzuweisen.
    Alles was danach kommt, hat egentlich schon keinen Einfluss auf den Ausgang mehr.

    Und zum Thema Urheberrecht:
    Unabhängig davon ist bereits sehr zweifelhaft, ob es sich bei den Bildern von D. und S. um urheberrechtlich
    geschützte Bilder gehandelt haben kann. Auch diese Frage konnte letztlich dahingestellt bleiben, weil ...
    Also wurden die Rechte auch nicht verneint (zweifelhaft heißt nicht ausgeschlossen )

    Und auch der Abschlussatz
    Bei diesem Sachverhalt konnte nicht davon ausgegangen werden, dass von Tieren des Tierschutzvereins Lichtbilder gefertigt werden sollten, die urheberrechtlich geschützt sein könnten.
    heißt nicht, dass überhupt kein Urheberrechtsschutz besteht. Er besagt nur, dass dieser Schutz hier nicht besteht, weil die (uneingeschränkten) Nutzungsreche (im Text vorher) eingeräumt wurden (und nur deswegen!).

    Also das Urteil ist kein Schlag gegen den urheberrechtlichen Schutz der Bilder, sondern eher dagegen dass dem "Nutzer" Rechte abgesprochen werden sollten, die bereits gegeben wurden (also kurz: kein Schutz besteht).

    Eigentlich ein sehr schönes Beispeil dafür, wie durch ungenügendes Lesen eines Urteils und das Herausreißen einzelner Sätze aus dem Zusammenhang ein Urteil völlig falsch interpretiert werden kann.

    Noch zwei kleine Nachsätze:
    1.
    hat der Kläger
    auch bezüglich der Höhe des geltend gemachten Schadensersatzanspruches völlig überzogene Vorstellungen
    Ganz meiner Meinung (siehe dein anderer Beitrag zr Höhe der Lizenzkosten)
    2. Eigentlich hätte der vertretende Anwalt das auch begründen können müssen, denn offensichtlich scheinst du insgesamt das Problem etwas anders zu betrachten Ich weiß, es ist hart, wenn man selbst davon betrofen ist.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  14. Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Du mußt nicht das andere Forum benutzen, sondern Dein eigenes Ding schreiben.

    Versetz Dich in meine Lage.
    Mein Sohn bittet mich, Bilder von Tieren zu machen, die im Tierheim Wilhelmshaven auf ihre Vermittlung warten, damit er diese auf seiner Internetseite vorstellen kann. Genehmigung vom Tierheim liegt vor.
    Ich also zum Tierheim und mache die Foros, die ich dann meinem Sohn zuschickte, der 50 km entfernt wohnte.
    Zwei Jahre später finde ich die Bilder auf der Seite des Dobermann-Hilfe.de in Dortmund . Die Tiere waren dort nicht zur Vermittlung ausgeschrieben, sondern sie wurden als bereits vermittelt beschrieben.
    Auf meine Email, die Bilder von der Seite zu entfernen, startete man eine Rufmordkampagne gegen mich. Ich wäre gegen die Vermittlung von Tieren.
    Das endete darin, dass beim Termin wegen unerlaubter Nutzung der Dobermann-Hilfe Verein und das Tierheim Wilhelmshaven ein Arsch und eine Seele waren. Die Geschäftsführung des Tierheimes sagte aus, dass mein Sohn die Bilder gemacht habe der das natürlich bestritt. Ich wurde nach meiner Urheberschft nicht befragt und nahm an,sie sei unbestritten.
    So wurde die Klage abgewiesen und der Dobermann-Verein hat viel Geld gespart.Mein Honorar und die Gerichtskosten.

  15. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Du mußt nicht das andere Forum benutzen, sondern Dein eigenes Ding schreiben.
    Ich hatte es nur genutzt, weil ich das Urteil nicht gefunden hatte und da auch auf eine mir wichtig scheinende Stelle eingegangen wurde - was sich ja auch bestätigt hat - und deshalb habe ich ja uch nochmal aus dem Urteil zitiert.
    Versetz Dich in meine Lage.
    Das ist so zwar nicht mögich, aber ich entnehme deiner Äußerung, dass da einiges schiefgelaufen zu sein scheint. Dein Anwalt schien sich nicht allzugut auszukennen. Aber kann einem leider auch wo anders passieren, ich sag nur schlecht gebaute Häuser ...
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  16. Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Da ist nicht einiges schiefgelaufen, denn ich bezeichne das Urteil als willkür und als falsches Urteil. Sogar das Schuldeingeständnis des Beklagten wurde ignoriert und im Protokoll nicht erwähnt.
    Mein Anwalt war nicht schlecht. Als der Beklagte seine Schuld eingestand, betrachteten wir den Fall als gewonnen und wurden von diesem fadenscheinigen Urteil völlig überrascht.
    Die Prozesskostenhilfe für die Berufung wurde abgelehnt, da die Berufungsinstanz für den Fall, dass ich Erfolg habe, den Schadensersatz so niedrig ansetzen würde, dass er unter 10% der Forderung bleiben würde und ich die Kosten übernehmen müßte.
    Die Berechnung nach der Lizenzanalogie und auch die Hinzuziehung eines Gutachters wurde abgelehnt mit der Begründung, dass genug Erfahrung seiten des Gericht vorliegt, um die Summe zu bestimmen.
    Ist ein bißchen viel Text, aber ich konnte das alles nicht so stehen lassen.
    Das BVG hat meine Beschwerde nicht zur Entscheidung angenommen, da in einer ähnlichen Sache bereits eine Entscheidung getroffen wurde.

  17. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Da ist nicht einiges schiefgelaufen, denn ich bezeichne das Urteil als willkür und als falsches Urteil.
    Was ist das anderes als "schief gelaufen"
    Mein Anwalt war nicht schlecht. Als der Beklagte seine Schuld eingestand, betrachteten wir den Fall als gewonnen und wurden von diesem fadenscheinigen Urteil völlig überrascht.
    Gut, da kan man unterschiedlicher Meinung sein. Aber ich kann es eigentlich nicht beurteilen, dazu weiß ich zu wenig.
    Das BVG hat meine Beschwerde nicht zur Entscheidung angenommen, da in einer ähnlichen Sache bereits eine Entscheidung getroffen wurde.
    Und warum wurde das dann nicht in die Verhandlung eingebracht?
    So ist es im Zivilrecht nun mal, das Gericht entscheidet nur anhand dessen, was man vorträgt. Deswegen ist es meiner Meinung nach schlecht, den Prozess vor dem Urteil als "gewonnen" anzusehen.

    Mir stellt sich nur die Frage, ob eine Berufung nicht sinnvoll gewesen wäre, auch wenn Kosten damit verbunden sind (hätte man die nicht als weiteren Schadensersatz einklagen können?). Denn dann hätte man einiges gegen das Urteil machn können (und wenn es nur das gewesen wäre, dass man das Urteil auseinandernimmt )
    Inzwischen dürfte das aber nicht mehr möglich sein, weshalb jede theoretische Diskussion darübewr nichts bringen würde.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  18. Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Danke. Jetzt weiß ich mehr. Darumhat mein Anwalt auch keine Honorarforderung gestellt.

  19. Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Eine letzte Frage noch. Wer ist jetzt nach dem Urteil der Urheber?
    Muß ich mir jetzt die Nutzungsrechte von meinem Sohn holen?

  20. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Im Urteil wurde die Frage nicht geklärt. Deswegen ist von Seiten des Rechts da auch keine Festlegung getroffen. In einem neuen Streitfall müsste das also erstmal geklärt werden.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  21. Benutzer
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    Standard AW: Eigene Urheberrechte
    Danke !!!!!

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