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Zum Thema Jugendschutz und USK

  1. gamersreview.net
    Gast
    Standard Zum Thema Jugendschutz und USK
    Person A betreibt eine Seite, auf der registrierte User der Website Testberichte zu Spielen schreiben, in denen ja nur die ehrliche Meinung der Benutzer veröffentlicht wird. Darf Person A auch Testberichte zu Spielen zulassen, die von der USK indiziert oder beschlagnahmt wurden, oder muss man diese nach deutschem Recht von der site entfernen?

    Der entscheidende Punkt ist, dass im Prinzip keine Werbung für das Spiel gemacht wird, sondern das Spiel lediglich beschrieben wird. Man darf sich ja auch über solche Spiele unterhalten, nur darf damit keine Werbung gemacht werden.

    Bei indizierten Spielen ist es ja so, dass keine Werbung dafür gemacht werden darf, aber sie durchaus in Deutschland als Erwachsene legal zu haben sind. Beschlagnahmte, und somit Verbotene Spiele dürfen nicht einmal eingeführt werden. Aber diese Spiele werden ja nur beschrieben und sonst nichts.

    Was wäre wenn User A einen Bericht über ein Spiel schreibt das erst im Nachhinein indiziert oder verboten wird, muss der entsrepchende Inhalt dann nachträglich entfernt werden?

    Und wie würde es für Person A aussehen, Medien von anderen Seiten(bei denen eine solche Einbindung ausdrücklich erlaubt ist) zu solchen Spielen in die eigene Seite einzubinden? Hier würde vermutlich eine Jugendschutz Verletzung eintreten, oder? Auch wenn man bei diesem Medium sein Alter bestätigen muss?

    Was wäre wenn man diese "speziellen" Medien nur bestimmten Gruppen zugänglich macht, bei denen man einen Nachweis hat, dass sie 18 sind?

    Interessant ist der Unterschied von indiziertem und verbotenem Material. Wahrscheinlich sind solche ledeglich beschreibenden Inhalte zum Produkt duchaus legal, da sie den jugendschutz nicht beeinträchtigen. Aber bei Beschreibungen zu Verbotenem Material? Ich glaube nicht dass sich dadurch der Jugendschutz beeinträchtigt, wenn man beschreibenden Text zu etwas liest, oder? Medien zu solchen verbotenen Inhalten sind sicherlich illegal, aber wie sieht es bei indiziertem Material aus, wenn man sein alter bestätigen muss?
    Geändert von gamersreview.net (10.08.2008 um 02:23 Uhr)

  2. minikleinwagenfahrer
    minikleinwagenfahrer ist offline
    Erfahrener Benutzer
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    124
    Standard AW: Zum Thema Jugendschutz und USK
    1. Solche Altersverikationssysteme sind i.d.R. sehr teuer, wenn sie einer rechtlichen Prüfung standhalten sollen.

    2. Ich würde sagen, auch Beschreibungen können jugendgefährdend sein, je nachdem, wie sie geschrieben sind (es gibt Leute, die mögen es kaum für möglich halten, aber auch manche Bücher werden bspw. nur an Leute ab 16 verkauft)

    3. Das Einbinden von "anderen Medien" dürfte m.E. ohne Genehmigung einer Urheberrechtsverletzung darstellen. Gleiches gilt für die Integration fremder Inhalte in die eigene Seite mittels iframes.

    4. gut gemeinter Tipp:
    Wer wirklich vorhat, so ein Projekt auf die Beine zu stellen und damit Geld zu verdienen, der sollte zu Beginn ein paar Hundert Euro auf den Tisch legen und sich damit vernünftig anwaltlich beraten lassen - denn der haftet auch für seine Aussage und ansonsten ist das Geschrei groß, wenn dann doch was passiert

    <-- alles nur meine Laien-Meinung

  3. gamersreview.net
    Gast
    Standard AW: Zum Thema Jugendschutz und USK
    1. Schon mal was von Embed Code gehört? Oder "this video on your blog" oder ähnliches...
    2. Das Mit dem Altersverifizierungssystem war ja nur so ein Gedanke.
    3. Die Frage ob man Testberichte zu in diesem Lande indizierten oder verbotenen Spielen zulassen kann, wurde trotzdem nicht beantwortet. Das Anwälte Geld kosten weiß jeder...
    4. Kommentare zu Produkten bei amazon.de, die indiziert oder beschlagnahmt werden gibt es ja auch, und da sind durchaus Kommentare dabei die Testberichte ähneln.
    5. Bücher ab 16.... In diesen Büchern müssen aber dann schon extreme Sachen stehen.

    Ich schließe daraus, dass man die Testberichte im Einzelfall betrachten müsste. Wenn jemand genau beschreibt wie er im spiel einen menschen tötet oder ähnliches, wäre der text natürlich jugendgefährdend. Aber sachliche Texte sind das bestimmt nicht, auf Wikipedia findet man ja auch so einiges, aber eben sachlich... Und ein Anwalt würde bestimmt auch nicht jeden einzelnen Beitrag begutachten, das wäre viel zu teuer...
    Geändert von gamersreview.net (12.08.2008 um 21:05 Uhr)

  4. Super-Moderator
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    Standard AW: Zum Thema Jugendschutz und USK
    1. Schon mal was von Embed Code gehört? Oder "this video on your blog" oder ähnliches...
    Was soll das ändern? Bindet man ein Video via embeded code ein, heißt das noch lange nicht das man hier für nix verantwortlich ist. Im Gegenteil, man könnte m.E. sogar dafür haften, sei es nun aus Sicht des Urheberrechtes oder des Jugendschutzes, besonders dann, wenn man sich die Inhalte zu Eigen macht. Zum Beispiel es für Dritte so aussieht, als ob das Video fester bestandteil der Webseite wäre. Das kann auch bei eingebundenen Youtube-Videos der Fall sein.

    Genaues zum Jugendschutz kann ich leider auch nichts sagen, ist nicht gerade mein Gebiet.
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    Dies ist keine Rechtsberatung, sondern nur eine persönliche Meinung

  5. gamersreview.net
    Gast
    Standard AW: Zum Thema Jugendschutz und USK
    Jeder kennt youtube und die Player. Solange man nicht das ****** ändert weiß jeder dank dem Wasserzeichen dass es Youtube ist. Man kann ja sogar direkt vom Video den Embed Code bekommen...! Aber ich bestreite nicht, dass ich für solche Videos haftbar gemacht werden kann.

    Jedoch wird Youtube nicht abmahnen wenn man legal eines ihrer videos auf seine seite eingebunden hat, weil das nämlich erlaubt ist. Nur wenn man z.B. illegales Material auf youtube nimmt, dann haftet man natürlich dafür. Es war aber auch nicht der Dienst youtube gemeint, sondern ein anderer, ein eigenes videoportal, wo nur die autoren der site videos hochladen dürfen. hier befindet sich nur legales material.

    Der Thread verlängert sich damit nur unnötig. Das Einbinden der Videos ist rechtlich aus meiner sicht schon längst klar. Wenn das Videoportal nur legale Inhalte beinhaltet, und das Einbinden der Videos ohne schriftliche Genehmigung erlaubt ist, wird es keine rechtlichen Probleme geben. Mit Ausnahme natürlich von jugendgefährdenden Videos. Und dabei wären wir nämlich wieder beim Thema. Es Geht um Jugendschutz und USK, wie im Titel des Threads ja auch angepriesen.

  6. Super-Moderator
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    Standard AW: Zum Thema Jugendschutz und USK
    Jeder kennt youtube und die Player. Solange man nicht das ****** ändert weiß jeder dank dem Wasserzeichen dass es Youtube ist. Man kann ja sogar direkt vom Video den Embed Code bekommen...!
    Muss man youtube kennen? Nein. Sicher, viele kennen es. Nur davon ausgehen sollte man nicht. Außerdem kommt es nicht darauf an ob es viele kennen, sondern wie es ein objektiver Betrachter sehen würde und nicht wie es nach Ansicht des Betreiber die angebliche Mehrheit sieht.

    Und wie schon gesagt, es es mehr entscheident wie das Video in den Gesamteindruck der Seite eingebunden ist und nicht ob es auf Youtube gehostet wird oder auf der betreffenden Seite.

    Jedoch wird Youtube nicht abmahnen wenn man legal eines ihrer videos auf seine seite eingebunden hat, weil das nämlich erlaubt ist. Nur wenn man z.B. illegales Material auf youtube nimmt, dann haftet man natürlich dafür. Es war aber auch nicht der Dienst youtube gemeint, sondern ein anderer, ein eigenes videoportal, wo nur die autoren der site videos hochladen dürfen. hier befindet sich nur legales material.
    Es geht doch nicht um eine Abmahnung von Youtube, sondern durch Dritte aufgrund von Rechtsverletzungen.
    Bindet man ein Video ein, das Urheberrechte verletzt, kann man hierfür evtl. vom Rechteinhaber abgemahnt werden. Darum geht es in meinem Post. Hier ist entscheident ob das eingebundene Video so wirkt, als ob man sich den Inhalt zu eigen macht.
    Was "legal" ist, ist manchmal auch Ansichtssache. Weiß man ob in einem Video wirklich keine Rechte von Dritten verletzt werden?

    Das Einbinden der Videos ist rechtlich aus meiner sicht schon längst klar.
    Ist es nicht, es ist m.E. eher umstritten. Gerade aus urheberrechtlicher Sicht. Das es unproblematisch ist, wenn man zu 100% selbst der Urheber ist, gebe ich dir ja Recht. Nur bindet man Videos von Dritten ein, wo sich z.B. komerzielle Musik im Hintergrund befindet, dann könnte es schon anders aussehen.
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    Dies ist keine Rechtsberatung, sondern nur eine persönliche Meinung

  7. gamersreview.net
    Gast
    Standard AW: Zum Thema Jugendschutz und USK
    Stimmt. Du hast recht styx, aus dieser sicht habe ich es noch nicht gesehen. So ist es auf jeden Fall bei Youtube Videos. Und man kann dafür strafbar gemacht werden. Aber Videos die rechtlich "unklar" sind sollte man nicht einbinden bzw. löschen! Das ist klar. Ich glaube aber du hast mich falsch verstanden. Vielleicht ist es besser das Videoportal beim Namen zu nennen: Gametrailers.com. Hier gibt es Trailer alller Art zu allen möglichen Spielen. Hier gibt es keine Rechtsverletzung es sei denn man nimmt Uservideos...
    Und hier stellt sich die Frage welche Videos "jugendgefährdend" nach deutschem Recht sind und welche nicht.

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Zum Thema Jugendschutz und USK
    Und hier stellt sich die Frage welche Videos "jugendgefährdend" nach deutschem Recht sind und welche nicht.
    Welche Inhalte sind jugendgefährdend?
    Als jugendgefährdend gelten gemäß § 18 Abs. 1 JuSchG Medien, die geeignet sind, die Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftlichen Persönlichkeit zu gefährden. Dazu zählen vor allem unsittliche, verrohend wirkende, zu Gewalttätigkeit, Verbrechen oder Rassenhass anreizende Medien sowie Medien,
    in denen
    1. Gewalthandlungen, insbesondere Mord- und Metzelszenen selbstzweckhaft und detailliert dargestellt werden oder
    2. Selbstjustiz als einzig bewährtes Mittel zur Durchsetzung der vermeintlichen Gerechtigkeit nahe gelegt wird.
    Eine schwere Jugendgefährdung besteht darüber hinaus u. a. bei volksverhetzenden, gewaltverherrlichenden, pornografischen kriegsverherrlichenden oder gewaltbeherrschten Medieninhalten (§ 15 Abs. 2 JuSchG).
    http://www.bundespruefstelle.de/bpjm/die-bundespruefstelle,did=39214.html

    Und das muss man dann eben immer im Einzelfall prüfen
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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