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Verweigerung Kostenübernahme Hinsendekosten bei Widerruf

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Verweigerung Kostenübernahme Hinsendekosten bei Widerruf
    Hallo zusammen,

    Recht ist echt immer wieder etwas Spannendes und auch die Auslegung von Recht.

    Ich versuche mich gerade mal in Sachen Widerrufsrecht aufzuschlauen und habe jetzt auch viel darüber gelesen und meine es auch einigermassen verstanden zu haben.
    Probleme die generell aufkommen sind die Rückzahlung der HINSENDEKOSTEN von Verkäufern bei rechtzeitigem Ausspruch des Widerrufs.

    Hierzu gibt es ein Urteil vom OLG Karlsruhe vom 05.09.2007 - 15 U 226/06 in dem klar festgestellt wird, dass die Hinsendekosten vom Verkäufer im o.g. Fall zu tragen sind. Dies beruht auf einer Musterklage der NRW Verbraucherzentrale.

    Wenn diese partout nicht vom Verkäufer getragen werden wollen auch bei Hinweis auf das o.g. Urteil, welche Möglichkeiten hat dann ein Käufer?

    Ich unterstelle mal, dass unseriöse Verkäufer damit spielen, dass es teurer für den Käufer ist, seine Forderung gerichtlich einzufordern, als die Hinsendekosten einfach unter persönlichem Pech/Verlust abzuschreiben, selbst bei Beträgen um 40 Euro.

    Hilft hier ein Mahnbescheid? Oder welche Möglichkeiten hätte man sonst, die einigermassen im finanziellen Rahmen bleiben, wenn eine Diskussion mit dem Verkäufer erfolglos verliefen?

    Danke vom Neuling

    re.boot

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Verweigerung Kostenübernahme Hinsendekosten bei Widerruf
    Hilft hier ein Mahnbescheid?
    Eoin Mahnbescheid verlangt eine bestehende Forderung. Und wenn der Verkäufer der Meinung ist, er muss nicht zahlen, widerspricht er einfach dem Mahnbescheid ...
    Oder welche Möglichkeiten hätte man sonst, die einigermassen im finanziellen Rahmen bleiben, wenn eine Diskussion mit dem Verkäufer erfolglos verliefen?
    Anwalt, der durch die Rechtsschutzversicherung gezahlt wird (die meiner Meinung nach genauso zum Leben gehört wie eine Hausratversicherung - und auch nicht unbedingt viel teurer ist)
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Verweigerung Kostenübernahme Hinsendekosten bei Widerruf
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Anwalt, der durch die Rechtsschutzversicherung gezahlt wird (die meiner Meinung nach genauso zum Leben gehört wie eine Hausratversicherung - und auch nicht unbedingt viel teurer ist)
    Rechtschutzversicherungen gehört sicherlich zum normalen Leben (trifft auch meine Meinung) nur lohnt es sich meistens nicht, diese ohne Eigenbeteiligung abzuschliessen, da ansonsten die Kosten dafür unverhältnismässig hoch sind.

    Besteht denn eine Möglichkeit diese Kosten beim ersten Schreiben vom Anwalt vom Verkäufer wieder einzufordern?

    Würde eine Vorarbeit mit der Formulierung seiner Forderungen an den Verkäufer mit Einschreiben nicht Sinn machen?

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Verweigerung Kostenübernahme Hinsendekosten bei Widerruf
    Rechtschutzversicherungen gehört sicherlich zum normalen Leben (trifft auch meine Meinung) nur lohnt es sich meistens nicht, diese ohne Eigenbeteiligung abzuschliessen, da ansonsten die Kosten dafür unverhältnismässig hoch sind.
    Viel ist relativ, es gibt welche, wo man pro Jahr nicht mal die Mindestkosten einer Erstberatung beim Anwalt bezahlt (selbst ohne Eigenbeteiligung) ... Kommt immer darauf an, wie sehr man Probleme mit dem Recht haben kann.
    Würde eine Vorarbeit mit der Formulierung seiner Forderungen an den Verkäufer mit Einschreiben nicht Sinn machen?
    Davon gehe ich aus bevor man sich an einen Anwaltr wendet, allerdings hatte ich dem
    Wenn diese partout nicht vom Verkäufer getragen werden wollen auch bei Hinweis auf das o.g. Urteil, welche Möglichkeiten hat dann ein Käufer?
    entnommen, dass der Käufer seine Recht bereits nachweislich eingefordert hat.
    Besteht denn eine Möglichkeit diese Kosten beim ersten Schreiben vom Anwalt vom Verkäufer wieder einzufordern?
    Die Kosten kann man als Schadensersatz vom Verkäufer fordern. Ist zwar ein eigener Vorgang, kann aber vom Anwalt gleich mit gefordert werden.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Verweigerung Kostenübernahme Hinsendekosten bei Widerruf
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    allerdings hatte ich dem entnommen, dass der Käufer seine Recht bereits nachweislich eingefordert hat.
    Emails mit Fristsetzung zur Erfüllung der Forderung würden auch als Nachweis herangezogen werden können?

    Ich war bis dato immer der Auffassung, dass das 2x schriftlich per Post mit Fristsetzung geschehen müsse ...

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Verweigerung Kostenübernahme Hinsendekosten bei Widerruf
    Emails mit Fristsetzung zur Erfüllung der Forderung würden auch als Nachweis herangezogen werden können?
    Nachgewiesen werden muss der Zugang. Und das ist bei Emails oftmals nicht möglich. Wenn man es aber kann (weil der andere darauf antwortet) reicht auch das
    Ich war bis dato immer der Auffassung, dass das 2x schriftlich per Post mit Fristsetzung geschehen müsse ...
    Eine solche Regelung gibt es nicht.
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