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Betrug mit Versandetiketten

  1. Erfahrener Benutzer
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    Unglücklich Betrug mit Versandetiketten
    Hallo.

    Person K hat beim V gekauft und an V geld überwiesen. V antwortet nicht.

    K ruft die Seite Google.de auf und tippt folgendes ein PAUL*****

    K staunt nicht schlecht!

    K sollte als erstes anzeige bei Polizei machen, abwarte was passiert und dann zum Anwalt? oder gleich zum Anwalt?

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Betrug mit Versandetiketten
    Beides. Anwalt für die zivilrechtlichen Forderungen (sprich: Geld zurück), Anzeige wegen Betrug (Strafrecht).
    Nur von der Anzeige bekommt K kein Geld zurück.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  3. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Betrug mit Versandetiketten
    Anwalt kostet Geld. Aber wie stehen die Chancen das die Person V das Geld hat?

    In diesen Konkretten Fall (der hat auch andere Käufer am Hals).

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Betrug mit Versandetiketten
    Anwalt kostet Geld.
    Das ist so üblich. Nicht mal der Tod ist umsonst ...
    Aber wie stehen die Chancen das die Person V das Geld hat?
    Das ist ein ganz anderes Thema. Wenn V so arm ist, dass er kein Geld hat, gibt es die soziale Einrichtung der Prozesskostenhilfe. Einfach mal erkundigen.
    Ansonsten ist es immer gut, wenn man sich im Leben gegen bestimmte Sachen absichert, dafür gibt es Versicherungen

    Aber mal zur Unterscheidung, was passiert wann:

    Anzeige = Strafrecht. V wird also wegen Betrug angezeigt. Die Ermittlungsbehörden ermitteln, stellen die Straftat fest und glauben (ausnahmsweise) mal nicht an eine Geringfügigkeit. V kommt vor Gericht und wird zu X € verurteilt. Hat K etwas von der Strafe? Nein, den K sieht davon keinen Cent. Strafrecht verurteilt ein gesellschaftsschädliches Verhalten. Die Strafe geht an die Gesellschaft, nicht den Einzelnen.

    Wenn K sein Geld wiederhaben will, muss K zivilrechtlich vorgehen. Nur daraus ergeben sich Ansprüche gegenüber V (Vertragsrecht, ungerechtfertigte Bereicherung ...). Und das macht man in der Regel auf dem Klageweg, der etwas anderes ist, als das oben geschilderte strafrechtliche Vorgehen.
    Und im zivilrechtlichen Verfahren wird ermittelt, ob tatsächlich Ansprüche bestehen. Hier ist der einzige Schnittpunkt zwischen Strafrecht und Zivilrecht, denn eine strafrechtliche Verurteilung kann Ansprüche des K begründen. Ebenfalls hilft es, wenn bereits andere schon aus gleichem Grund zivilrechtliche Ansprüche durchsetzen konnten (deswegen werden auch meistens "Leidensgefährten" gesucht).

    Also egal ob man sich zu einer Anzeige entschließt oder nicht (wobei ich beim Vorliegen von Straftaten selbstverständlich dafür bin) - K muss seine Ansprüche auch noch separat geltend machen.
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  5. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Betrug mit Versandetiketten
    #4

    Das habe ich auch verstanden.

    Bloß um die Kosten für K zu reduzieren soll die Person V auffindbar sei. In diesen Fall ist die Person V (angeblich auf drei Personen verteilt, A:Account Inhaber, B: Kontoinhaber und C:aus Ebay Forum ist die Rede von dritte Person). Somit sollte doch erstmal die Polizei ermitteln, wer sich hiter der Person V nun genau steckt. Dann kann der Rechtsanwalt seine Arbeit tun

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Betrug mit Versandetiketten
    Das macht Sinn

    Allerdings hat man normalerweise die Angaben zur Person. Wenn man sie nicht hat, muss man leider diese erstmal ermitteln lassen. Allerdings kann auch das nur passieren, wenn eine Straftat vorliegt.
    Mal ein Beispiel: Ein V liefert nicht, weil er es einfach vergessen hat (was nicht unbedingt eine Straftat ist). Emails kann er auch nicht beantworten, weil er aus Versehen einen Buchstaben vergessen hat (passiert auch mal, ist auch nicht unbedingt eine Straftat).
    Jetzt zeigt der Verkäufer ihn an, Ermittlungsbehörden ermitteln, sehen keine Straftat (wie auch) und die Anzeige wird fallen gelassen.
    (Wenn man vorher einen Anwalt eingeschaltet hat, kommt man über die Akteneinsicht ran, aber sonst ...)

    Man sollte also, wenn man eine Vertrag abschließt, die erforderlichen Informationen bekommen. Ich weiß eBay handelt nicht immer so (ich hab bis jetzt immer die Adresse mitbekommen) - aber deswegen ist eBay auch ziemlich risikobehaftet - was eigentlich bekannt ist.

    Und wenn man die Daten hat, kann man ja erstmal die nutzen (ob andere sagen ob die stimmen oder nicht, ist völlig egal). Und stellt sich dann heraus, dass die falsch sind, dann kann man Betrug annehmen, Verdacht auf Straftat liegt vor, Anzeige kann erstattet werden, Ermittlungen laufen ...

    Aber (wie es leider allzuoft gehandhabt wird) erstmal prinzipiell von einer Straftat auszugehen finde ich extrem überzogen.
    Ob das noch was mit dem Beispiel zu tun hat, wo es weitgehend bekannt ist, dass das wohl ein "Betrüger" ist, lass ich mal dahingestellt, mir geht es auch ums Prinzip.
    Warum man sich aber immer erst hinterher erkundigt, ist mir immer wieder rätselhaft - häte man diese einfache Suche vorher gemacht, hätte K bestimmt nicht gekauft
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  7. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Betrug mit Versandetiketten
    Hallo.

    Diesen Suchttreffer hat K erst nach der Ersteigerung gefunden. Davor hat der V nur gute Bewertungen. In Beitrag aus Ebay Forum geht es um diesen Artikel was V als 20er Pack / Artikelanzahl X angeboten hat.

    „20 Stück Deutsche Post DHL Paketmarken bis 10kg“

    Somit haben die Käufer wie Bienen auf Honig „zugegriffen“, bezahlt und leer ausgegangen.

    Den K würde nur interessieren, wie das in Deutschland sein Kann, das der V nun „entkommen“ kann (kein Vorwurf, nur Frage). Sprich, nicht zu ermitteln sei.

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Betrug mit Versandetiketten
    Diesen Suchttreffer hat K erst nach der Ersteigerung gefunden. Davor hat der V nur gute Bewertungen. In Beitrag aus Ebay Forum geht es um diesen Artikel was V als 20er Pack / Artikelanzahl X angeboten hat.
    Hätte man aber vorher finden können
    20 Stück Deutsche Post DHL Paketmarken bis 10kg
    Allein das hätte einem zu denken geben sollen, da die Post / DHL auf sowas keine Rabatte geben kann / darf.
    Somit haben die Käufer wie Bienen auf Honig „zugegriffen“, bezahlt und leer ausgegangen.
    Das kommt davon
    Den K würde nur interessieren, wie das in Deutschland sein Kann, das der V nun „entkommen“ kann (kein Vorwurf, nur Frage). Sprich, nicht zu ermitteln sei.
    Im Endeffekt ist er zu ermitteln. Nur das sollte für K nicht der erste Schritt sein, und das bringt K primär auch kein Geld wieder - was anderes wollte ich nicht ausdrücken. Tut mir leid, wenn ich (mal wieder) falsch verstanden wurde.
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