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Geklaute Bilder bei Ebay

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Geklaute Bilder bei Ebay
    Hallo,
    wie würdet ihr folgendes Szenario bewerten?
    Person A hat eine private Homepage, auf der sie eigene selbstgemachte Fotos präsentiert, alle auch mit einem Copyright versehen. Jetzt entdeckt Person A zufällig, dass irgendeine Person B bei Ebay 6 Bilder von der Homepage entwendet hat, das Copyright entfernt hat und mit Hilfe dieser Bilder nun einen Artikel verkauft.
    Hätte Person A nun einen Anspruch auf Schadenersatz, weil in diesem Fall ja nachweislich das Urheberrecht verletzt wurde? Oder hat A keine Rechte, weil Sie die Bilder auf ihrer eigenen Homepage ja praktisch selber schon ins Internet gestellt hatte (also "zum Klauen freigegeben")?
    Was sollte Person A nun generell tun, wenn sie den Bilderklau nicht einfach so hinnehmen möchte, sondern schon eine vernünftige Entschädigung für angemessen hält? Einen Anwalt anschalten? Oder Person B erstmal inoffiziell anschreiben und außergerichtlich Geld verlangen?

    Liebe Grüße

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    A hat (lediglich) Anspruch auf Unterlassung der Verwendung. Das kann A (nachweislich) von B fpordern, dazu bedarf es zunächst keinen Anwalt. Rennt A gleich zu einem Anwalt, könnte es auch sein, dass A auif den Kosten sitzen bleibt.
    Und dann A noch die Möglichjkeit, eBay zu informieren. Die sind verpflichtet zu verhindern, dass die Verletzung des Urheberrechts weiter erfolgt (in der Regel werden die Auktionen gesperrt)

    Egal was A macht, solange A keinen Schaden nachweisen kann (wie es zum Beispiel bei Berufsfotografen der Fall wäre), solange steht auch kein Schadensersatz zu. Was auch immer A tut, A wird dafür kein Geld sehen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    A verdient kein Geld mit den Bildern und ist auch keine Berufsfotograf, die Fotos wurden einfach nur zum Privatvergnügen auf die eigene Homepage gestellt... damit mehr Besucher auf die Seite kommen. Heißt das nun, da kann jeder ungestraft kommen, und die Bilder von A verwenden, ohne dafür Schadenersatz zahlen zu müssen???????
    B verwendet die Bilder ja nun bei Ebay kommerziell, hat das Copyright entfernt und von den Personen auf den Bildern die Köpfe abgeschnitten. Sowas muss doch irgendwie strafbar sein!?

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Sowas muss doch irgendwie strafbar sein!?
    Kann es durchaus sein, aber dann hätte A auch nichts davon (Strafrecht vs. Zivilrecht)
    A könnte zivilrechtlich Ansprüche geltend machen. Dazu gehört auch Schadensersatz. Aber im Gegensatz zu anderen Rechtssystemen wird im deutschen von einem tatsächlichen Schaden ausgegangen (aus meiner Sicht zum Glück). Wenn A also nachweisen kann, das irgendein Schaden entstanden ist, kann den A durchaus geltend machen.
    UrhG § 97 Anspruch auf Unterlassung und Schadenersatz
    (1) 1Wer das Urheberrecht oder ein anderes nach diesem Gesetz geschütztes Recht widerrechtlich verletzt, kann vom Verletzten auf Beseitigung der Beeinträchtigung, bei Wiederholungsgefahr auf Unterlassung und, wenn dem Verletzer Vorsatz oder Fahrlässigkeit zur Last fällt, auch auf Schadenersatz in Anspruch genommen werden. An Stelle des Schadenersatzes kann der Verletzte die Herausgabe des Gewinns, den der Verletzer durch die Verletzung des Rechts erzielt hat, und Rechnungslegung über diesen Gewinn verlangen.
    Nur ich persönlich sehe hier kaum Möglichkeiten. Vielleicht kann A das Verlangen, was B mit den Auktionen verdient. Nur wenn die gesperrt werden, verdient ja B nichts. Und wenn A es unterlässt, die Unterlassung zu fordern damit B Geld verdient, duldet A die Verwendung und der Anspruch erlischt.
    Das deutsche Recht ist dazu da, Recht zu sprechen, es ist keine Geldquelle. Das mögen andere Rechtssysteme anders sehen, aber hier ist es nun mal so.
    Heißt das nun, da kann jeder ungestraft kommen, und die Bilder von A verwenden
    Das heißt es natürlich nicht, hättest einfach mal über den Rand des Geldes hinausschauen müssen. A hat durchaus das Recht, die Verwendung zu untersagen.

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Natürlich geht es A ums Geld. Worum denn sonst bei solchen Geschichten? Davon irgendwas zu untersagen hat man doch auch nichts. A verdient Geld mit ihrer Homepage, dadurch dass die Bilder bei Ebay auftauchen schadet dass doch auch den Besucherzahlen von A was geringere Werbeinnahmen zur Folge hat.

    Die Auktion endet in ein paar Stunden, dann sind die Bilder sowieso weg. Somit durfte B also ungestraft fremde Bilder verwenden und außer einem "du böser Schlingel, mach das bloß nie wieder" hat A dabei keine Rechte? Das ist traurig.

    Wenn man sein Auto auf der Straße stehen lässt und es vergisst abzuschließen, ist es ja trotzdem nicht erlaubt, dass sich jemand anderes reinsetzt und damit wegfährt. Der wird dann auch bestraft wenn man ihn findet und nicht nur ermahnt, sowas in Zukunft zu unterlassen!

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Wenn man sein Auto auf der Straße stehen lässt und es vergisst abzuschließen, ist es ja trotzdem nicht erlaubt, dass sich jemand anderes reinsetzt und damit wegfährt. Der wird dann auch bestraft wenn man ihn findet und nicht nur ermahnt, sowas in Zukunft zu unterlassen!
    Sicherlich wird der Dieb bestraft. Und muss vielleicht auch eine Geldstrafe zahlen. Aber nicht an den Besitzer des Autos sondenr an den Staat. Der Besitzer bekommt sein Auto wieder und gut ist und sieht keinen Cent (es sei denn, der Dieb hat irgendwas kaputtgemacht oder Sprit verbraucht - das ist aber ein tatsächlicher Schaden). Wo ist da der Unterschied?
    Natürlich geht es A ums Geld. Worum denn sonst bei solchen Geschichten?
    Ums Recht? Ansonsten versuchs mal im Broker-Forum, ich glaube da geht es ausschließlich um Geld.
    Davon irgendwas zu untersagen hat man doch auch nichts.
    Und warum sollte man es dann nicht zulassen? Sehr seltsame Logik.
    A verdient Geld mit ihrer Homepage, dadurch dass die Bilder bei Ebay auftauchen schadet dass doch auch den Besucherzahlen von A was geringere Werbeinnahmen zur Folge hat.
    Das versteh ich jetzt gar nicht. Was hat die Darstellung der Bilder bei eBay mit den Besucherzahlen der Homepage zu tun? Die meisten bei eBay wissen eh nicht, wo die Bilder herkommen. Und selbst wenn sie es wüssten, warum sollten sie dann die Homepagen nicht mehr besuchen, wenn sie die Bilder gesehen haben? Das ist mir zu hoch (oder zu niedrig).
    Die Auktion endet in ein paar Stunden, dann sind die Bilder sowieso weg. Somit durfte B also ungestraft fremde Bilder verwenden
    Man kann das dokumentieren und auch im Nachhinein noch sein Recht geltend machen.
    was geringere Werbeinnahmen zur Folge hat.
    Vielleicht nochmal lesen:
    Wenn A also nachweisen kann, das irgendein Schaden entstanden ist, kann den A durchaus geltend machen.
    Kein weiterer Kommentar.
    Das ist traurig.
    Stimmt, wenn Recht nur in Geld gemessen wird. Und nicht dem eigentlichen Sinn.

    Tipp an A: B eine ganz böse Mail schreiben, Unmengen von Geld fordern und dann sehen was passiert. Mir ist es eigentlich herzlich egal was A macht und denkt.
    Ich dachte hier ging es um die Frage, wie sieht das Recht das. Aber das war wohl falsch gedacht. Also vergiss alles, was ich bisher geschrieben habe.

  7. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Natürlich geht es darum, wie das Recht das sieht. Aber man hofft doch, dass das Recht einem zur Seite steht und nicht nur eine lange Nase macht.
    Vor allem weil A selbiges schonmal erlebt hat, allerdings andersrum... damals hatte A Bilder von einer anderen Homepage aus Naivität verwendet. Das hatte A letztlich 500 EUR gekostet. Da ist es doch eigentlich legitim sich die Frage zu stellen, warum die einen Leute Recht auf eine Zahlung haben sollen, andere aber nicht...

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Und wofür waren diese 500 €? In der Regel ist das irgendein Anwaltshonorar. Und hat A das damals prüfen lassen, ob das gerechtfertigt war? Oder hat A aus "Dummheit" einfach nur gezahlt. Und vielleicht hat A die Bilder von jemandem genommen, der damit sein Geld verdient ...
    Wenn A gezahlt hat, sollte A auch wissen wofür. Und wenn es gerechtfertigt war, sollte A sehen, ob eventuell gleiche Ansprüche bestehen könnten.
    Und an dieser Stelle nochmal: Wenn A ein nachweislicher Schaden entstanden ist (zum beispiel Anwaltskosten) kann A die auch einfordern.
    Da ist es doch eigentlich legitim sich die Frage zu stellen, warum die einen Leute Recht auf eine Zahlung haben sollen, andere aber nicht...
    Die Frage stellt man sich doch eigentlich bevor man zahlt, und nicht hinterher.

  9. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    A hatte den Fall sowohl in diesem Forum geschildert, als auch auf einer anderen Seite gegen Entgelt einen Anwalt unter Angabe der exakten Sachlage befragt (was hier ja nicht erlaubt ist). Mit 500 EUR war man nach Prüfung der ganzen Sache und der erhaltenen Antworten gut bedient, da die betreffende Person auch auf den Bildern zu sehen war und somit auch Dinge wie Recht am eigenen Bild, Persönlichkeitsrecht usw. zum tragen kamen. Aber der Fall ist ja nun schon Geschichte.
    Die Erkenntnis ist also bei vorliegendem Fall, dass A nur aufgrund der reinen Urheberrechtssverletzung keinen Anspruch auf irgendwelche Zahlungen hat, so wie ich das hier rauslese, sondern nur auf Unterlassung und solche Dinge!?

    PS: Wie ich grad gelesen habe, hast du in dem betreffenden Thread damals sogar geschrieben, dass diese Person deiner Ansicht nach einen Anspruch auf Schadenersatz hat
    Geändert von steffi74 (25.05.2008 um 04:21 Uhr)

  10. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Sicherlich hab ich in dem damaligen Beitrag einen Schadensersatz befürwortet - mach ich ja auch jetzt noch. Und zwar auf Basis des § 823 BGB
    BGB § 823 Schadensersatzpflicht
    (1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.
    Wo ein Schaden, da Schadensersatz. Und genau das hab ich immer wieder gesagt. Nur ich persönlich sehe keinen Schaden, den A dadurch erlitten hat, dass B die Bilder verwendet hat.
    Und wenn du nochmal genau liest: Ein Schmerzensgeld habe ich damals verneint - also den Ersatz eines nicht entstandenen Schadens und einfach nur "Strafe". Ich persönlich sehe hier keinen Widerspruich in meinen Aussagen.

    Und Styx hat damals auch die Grundlage angeführt, nachdem ein Recht verletzt wurde, das KUG. Und das gilt bei Verletzung des Persönlichkeitsrecht am eigenen Bild.

    In dem hiesigen Fall würde aber das Urheberrecht (UrhG) gelten.
    Die Erkenntnis ist also bei vorliegendem Fall, dass A nur aufgrund der reinen Urheberrechtssverletzung keinen Anspruch auf irgendwelche Zahlungen hat, so wie ich das hier rauslese, sondern nur auf Unterlassung und solche Dinge!?
    Das primäre Recht ist das auf Unterlassung. Und wenn ein Schaden entstanden istz, dann auch auf Schadensersatz. Aber das hab nun schon mehrmals geschrieben.

  11. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Zitat Zitat von steffi74 Beitrag anzeigen
    Hallo,
    wie würdet ihr folgendes Szenario bewerten?
    Person A hat eine private Homepage, auf der sie eigene selbstgemachte Fotos präsentiert, alle auch mit einem Copyright versehen.
    Schadet nicht, ist aber auch nicht erforderlich.

    Jetzt entdeckt Person A zufällig, dass irgendeine Person B bei Ebay 6 Bilder von der Homepage entwendet hat, das Copyright entfernt hat und mit Hilfe dieser Bilder nun einen Artikel verkauft.
    Das ist verboten und obendrein strafbar.

    Hätte Person A nun einen Anspruch auf Schadenersatz, weil in diesem Fall ja nachweislich das Urheberrecht verletzt wurde?
    Ja.

    Was sollte Person A nun generell tun, wenn sie den Bilderklau nicht einfach so hinnehmen möchte, sondern schon eine vernünftige Entschädigung für angemessen hält? Einen Anwalt anschalten? Oder Person B erstmal inoffiziell anschreiben und außergerichtlich Geld verlangen?
    Das steht A völlig frei.

    Wenn A keine Ahnung vom "Bildermarkt" und den Besonderheiten des Urheberrechts hat, sollte A von Anfang an einen Anwalt beauftragen.

    Den zahlt dann B - vorausgesetzt, B hat Geld. Sonst bleibt A auf seinen Kosten sitzen.

    Man kann sich theoretisch streiten, ob es sich hier um einen "einfachen Fall" handelt, bei dem die neue "Deckelung" der Anwaltskosten auf 100 Euro für die Abmahnung greift.

    Alle mir bekannten Anwälte verneinen das für solche Fälle (kein Wunder...), weil ja schon die Ermittlung des Schadensersatzanspruches nicht ganz einfach ist. Aber diese Frage beantwortet am besten der Anwalt.

    Anspruch hat A auf

    - Honorar gemäß Schadensersatz-Analogie (6 Fotos für Werbung im Internet... Ebay-Auktionen laufen 10 Tage maximal... Das AG Köln hat 2007 ein Honorar von 450 Euro für ein "geklautes Ebay-Foto" als angemessen akzeptiert - 142 C 553/06; ich halte das für etwas hoch, auch die "MfM-Liste" kann laut BGH nicht mehr ungeprüft herangezogen werden, aber 50 Euro pro Bild und Nutzung dürften schon realistisch sein...)

    - Aufschlag auf das Honorar wegen fehlender Urheberbezeichnung, nach aktueller Rechtsprechung etwa 80 bis 100 Prozent

    - Unterlassung (sowieso)

    - Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungsverpflichtung

    Zusammen mit den Anwaltskosten wird das ganze für B ein teurer Spaß...

    Sollte Eilbedürftigkeit gegeben sein, kommt der Erlaß einer einstweiligen Verfügung in Frage - dann wird's richtig teuer.

    Rückt Ebay die persönlichen Daten von B nicht heraus, hilft eine Strafanzeige; das geht dann nicht mehr ohne Anwalt, weil nur der Anwalt Akteneinsicht von der StA bekommt und so an die Daten kommt.

    ________________________________________________
    Bei allen Aussagen, Informationen und Meinungen zu rechtlichen Fragen handelt es sich ausschließlich um die

    zulässige allgemeine Betrachtung der Rechtslage, nicht aber um die "Besorgung fremder Rechtsgeschäfte im Einzelfall".

    Logisch irgendwie, oder?
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  12. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    A hat (lediglich) Anspruch auf Unterlassung der Verwendung. Das kann A (nachweislich) von B fpordern, dazu bedarf es zunächst keinen Anwalt. Rennt A gleich zu einem Anwalt, könnte es auch sein, dass A auif den Kosten sitzen bleibt.
    Und dann A noch die Möglichjkeit, eBay zu informieren. Die sind verpflichtet zu verhindern, dass die Verletzung des Urheberrechts weiter erfolgt (in der Regel werden die Auktionen gesperrt)

    Egal was A macht, solange A keinen Schaden nachweisen kann (wie es zum Beispiel bei Berufsfotografen der Fall wäre), solange steht auch kein Schadensersatz zu. Was auch immer A tut, A wird dafür kein Geld sehen.
    Das ist, pardon, aber Unfug.

    Das Urheberrecht unterscheidet nicht zwischen Berufs- und Amateur-Fotografen.

    Der Urheber eines Fotos hat Anspruch auf Honorar gemäß Schadensersatzanalogie, wenn es unzulässig verwendet wurde.

    Dieser Anspruch richtet sich allein nach dem "marktüblichen Entgelt" - das kann bei einem Starfotografen wie Peter Lindbergh höher sein als bei einem "normalen Fotografen"... Aber natürlich hat auch ein "Amateur-Fotograf" Anspruch auf ein ganz normales Honorar wie jeder "ganz normale Berufsfotograf".
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  13. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Das ist, pardon, aber Unfug.
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil - und gibt auch keinen Unsinn von sich.
    Wo ein Schaden, da Schadensersatz. Und genau das hab ich immer wieder gesagt. Nur ich persönlich sehe keinen Schaden, den A dadurch erlitten hat, dass B die Bilder verwendet hat.
    Und von mir aus kann A Honorar verlangen soviel er will - dann ist das ja ein Schaden - ich hab das weder verneint noch nirgendwie anders ausgeschlossen.

    Und "zufälligerweise" gibst du auch zu, dass ein "Starfotograf" mehr Anspruch hat - woraus, wenn nicht aus seinem Beruf sollte sich das ergeben.

    Aber ich merke schon, dir geht es nur darum, bereits gesagtes nochmal "anwaltlich" fundiert zu betonen ...
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  14. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Sicherlich hab ich in dem damaligen Beitrag einen Schadensersatz befürwortet - mach ich ja auch jetzt noch. Und zwar auf Basis des § 823 BGB
    Wo ein Schaden, da Schadensersatz. Und genau das hab ich immer wieder gesagt. Nur ich persönlich sehe keinen Schaden, den A dadurch erlitten hat, dass B die Bilder verwendet hat.
    Und wenn du nochmal genau liest: Ein Schmerzensgeld habe ich damals verneint - also den Ersatz eines nicht entstandenen Schadens und einfach nur "Strafe". Ich persönlich sehe hier keinen Widerspruich in meinen Aussagen.
    Selbstverständlich hat A einen Schadensersatzanspruch.

    Und zwar nach der sog. Schadensersatzanalogie.

    Er hat Anspruch auf das Honorar, das B hätte zahlen müssen, wenn er die Fotos rechtmäßig bei A lizensiert hätte.

    Dieses Honorar berechnet sich nach dem "marktüblichen Entgelt"; man kann dafür die sogenannte "MfM-Liste" (Honorarempfehlungen der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing MFM) heranziehen. Gerichte tun dies meistens, allerdings hat der BGH das - m.E. zu Recht! - bemängelt, weil die MfM-Honorare nicht in allen Fällen den tatsächlich "marktüblichen" Honoraren entsprechen.

    In dem hiesigen Fall würde aber das Urheberrecht (UrhG) gelten.
    Das primäre Recht ist das auf Unterlassung. Und wenn ein Schaden entstanden istz, dann auch auf Schadensersatz. Aber das hab nun schon mehrmals geschrieben.
    Nein. Das primäre Recht ist das auf Unterlassung und angemessenes Entgelt (§32 UrhG).

    Du vertrittst hier eine klar irrige Auffassung, die auch von der Rechtsprechung nicht gestützt wird.

    Denn wie Du leicht überprüfen kannst, wird bei Urheberrechtsverletzungen durch unzulässige Verwendung von Fotos oder Texten usw. regelmäßig auf einen Honoraranspruch gem. Schadensersatzanalogie erkannt.
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  15. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Du liest aber schon, was du schreibst, oder?
    Meine Ausage:
    In dem hiesigen Fall würde aber das Urheberrecht (UrhG) gelten.
    Das primäre Recht ist das auf Unterlassung. ...
    Deine Aussage
    Nein. Das primäre Recht ist das auf Unterlassung und angemessenes Entgelt (§32 UrhG).
    Das Nein ist in deiner Aussage hier völlig deplaziert. Zum einen bekräftigst du, was ich geschrieben habe, zum anderen ergänzt du es - und negierst es nicht. Wenn du schon die Meinung anderer korrigierst, dann bitte richtig.
    Du vertrittst hier eine klar irrige Auffassung, die auch von der Rechtsprechung nicht gestützt wird.
    Du dann aber auch, da du meine Aussgae ergänzt hast, und nicht negiert.

    Selbstverständlich hat A einen Schadensersatzanspruch.

    Und zwar nach der sog. Schadensersatzanalogie.
    Ja, aber nicht aus Schmerzensgeld. Und darum ging es.

    Und Honorar kann man meines Wissens nur für eine Leistung bekommen. Aber die Diskussion darüber lass ich jetzt, ich weiss schon was kommen würde. Das kann jeder für sich beurteilen.
    Denn wie Du leicht überprüfen kannst, wird bei Urheberrechtsverletzungen durch unzulässige Verwendung von Fotos oder Texten usw. regelmäßig auf einen Honoraranspruch gem. Schadensersatzanalogie erkannt.
    Auch dem hab ich nie widersprochen - ich habe lediglich zum Ausdruck gebracht, dass ich in dem geschilderten Beispiel keinen Anspruch aus Honorar sehe.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  16. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil - und gibt auch keinen Unsinn von sich.

    Und von mir aus kann A Honorar verlangen soviel er will - dann ist das ja ein Schaden - ich hab das weder verneint noch nirgendwie anders ausgeschlossen.
    Du hast geschrieben:

    "A hat (lediglich) Anspruch auf Unterlassung der Verwendung."
    Und das ist Unfug.

    Und "zufälligerweise" gibst du auch zu, dass ein "Starfotograf" mehr Anspruch hat - woraus, wenn nicht aus seinem Beruf sollte sich das ergeben.
    Es ergibt sich nicht aus seinem Beruf - es ergibt sich aus seinem Marktwert.

    Ein entscheidender Unterschied. Ein Dieter Bohlen hätte für Fotos, die er macht, mit Sicherheit auch höher Ansprüche, wenn er aufgrund seines "Star-Status" am Markt höhere Honorare für seine Fotos erzielen kann.

    Die "Schadensersatz-Analogie" besagt, daß der Urheberrechts-Verletzer nicht besser gestellt sein darf als der, der rechtstreu eine Nutzungslizenz erwirbt. Und daher orientieren sich die Honorare der Schadensersatz-Analogie an den "marktüblichen Honoraren".

    Aber ich merke schon, dir geht es nur darum, bereits gesagtes nochmal "anwaltlich" fundiert zu betonen ...
    Nein. Es geht darum, eine völlig falsche Darstellung der Rechtslage zu korrigieren.
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  17. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen

    Und Honorar kann man meines Wissens nur für eine Leistung bekommen.
    Ja. Und die Leistung ist in diesem Falle die Nutzung des Bildes.

    Auch dem hab ich nie widersprochen - ich habe lediglich zum Ausdruck gebracht, dass ich in dem geschilderten Beispiel keinen Anspruch aus Honorar sehe.
    Und genau das ist falsch, denn in dem geschilderten Fall hat A als Urheber der Fotos selbstverständlich und ohne jeden Zweifel einen Anspruch auf ein Honorar entsprechend der Schadensersatzanalogie.

    Das wurde in vielen tausend Gerichtsurteilen in den letzten paar Jahrzehnten in Deutschland nie anders gesehen.

    Kann ich nix für. Ist nun mal so. Und entspricht auch dem Gesetz.

    Du darfst es z.B. gern auch hier aus anwaltlichem Mund nachlesen:

    [url]http://www.internetrecht-sievert.de/Aktuelles/Urheberrecht_ebay1.html[/url]

    Eine kleine Auswahl einschlägiger Gerichtsurteile:

    OLG Düsseldorf, Urteil vom 09.05.2006, Az. I 20 U 138/05
    AG Hannover, Urteil vom 27.05.2005, Az 539 C 14822/03
    LG München I, Urteil vom 17.05.2006, Az 21 O 12175/04
    AG Hannover, Urteil vom 20.09.2006, AZ 539 C 7365 / 06
    oder abgwiesene Berufung dazu beim LG Hannover vom 29.12.2006, AZ 18 S 84 / 06
    Geändert von TomRohwer (11.06.2008 um 01:29 Uhr)
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  18. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Du hast geschrieben:

    "A hat (lediglich) Anspruch auf Unterlassung der Verwendung."
    Und das ist Unfug.
    Das ist meine Meinung. Und das lediglich in Klammern bedeutet doch nur, das es nicht so sein muss.
    Nein. Es geht darum, eine völlig falsche Darstellung der Rechtslage zu korrigieren.
    Du must mich nicht korrigieren. Du darfst gern deine Meinung sagen, musst aber - genau wie ich - damit leben, das jemand anders anderer Meinung sein kann oder Probleme anders sehen kann.

    Oder willst du tatsächlich behaupten, dass deine Meinung die einzig richtige ist? Du kannst gern Beispiele bringen, wo deine Meinung auch vertreten wird, aber ich werde dich nicht als "Allwissend" akzeptieren.
    Auch bin ich der Meinung, dass auch Rechtssprechung und Anwälte nicht unfehlbar sind und andere Gerichte auch immer anders entscheiden können (was sie auch tun).
    Es ergibt sich nicht aus seinem Beruf - es ergibt sich aus seinem Marktwert.

    Ein entscheidender Unterschied. Ein Dieter Bohlen hätte für Fotos, die er macht, mit Sicherheit auch höher Ansprüche, wenn er aufgrund seines "Star-Status" am Markt höhere Honorare für seine Fotos erzielen kann.
    Welchen Marktwert hat jemand, der gar keine Fotos verkauft?
    Aus meiner Sicht (ich betone meine Sicht und nochmal fett, damit du es ja nicht überliest aus meiner Sicht) gar keinen.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  19. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Ja. Und die Leistung ist in diesem Falle die Nutzung des Bildes.
    Wenn das so wäre, müsste der Nutzer das Geld bekommen, denn man bekommt Geld für die Leistung.
    Die Leistung ist bestenfalls die Bereitstellung des Bildes, aber das ist ja gar nicht erfolgt ...

    Gerade du, der deartig pingelig ist und die Meinung anderer in mehreren Themen hier im Forum immer nochmal schön "wissenschaftlich" wiedergibt (aus welchem Grund auch immer), solltest auf so etwas achten, sonst machst du dich noch unglaubwürdiger.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  20. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Wenn das so wäre, müsste der Nutzer das Geld bekommen, denn man bekommt Geld für die Leistung.
    Die Leistung ist bestenfalls die Bereitstellung des Bildes, aber das ist ja gar nicht erfolgt ...

    Gerade du, der deartig pingelig ist und die Meinung anderer in mehreren Themen hier im Forum immer nochmal schön "wissenschaftlich" wiedergibt (aus welchem Grund auch immer), solltest auf so etwas achten, sonst machst du dich noch unglaubwürdiger.
    Ich gebe die herrschende Rechtslage wieder. Wenn die Dir nicht gefällt - kann ich nix für.

    Aber was die Rechtslage betrifft, schreibst Du an dieser Stelle nun mal einfach Unfug.

    Aber ich biete Dir hiermit ein praktisches Experiment an:

    Ich besorge ein Foto eines Amateurfotografen.

    Du verwendest das in einer Ebay-Auktion.

    Der Amateurfotograf lässt Dir durch einen Anwalt eine Abmahnung schicken, mit Honorarforderung laut Schadensersatzanalogie, strafbewehrter Unterlassungsverpflichtung etc.pp.

    Du lehntst die Abgabe der UV ab, und wir bringen die Sache vor das zuständige Landgericht.

    Nach erfolgtem Urteil spende ich aus eigener Tasche das Honorar, das das Gericht dem Amateurfotografen für die unzulässige Nutzung des Fotos zugesprochen hat, in voller Höhe an Amnesty Inter********.

    Voraussetzung für das Experiment: Du hinterlegst bei einem Notar Deiner eine Sicherheitsleistung von Euro 2.500 für die zu erwartenden Gerichtskosten und Anwaltskosten des Amateurfotografen, die Du nach verlorenem Prozess ja zu zahlen hast.

    Top - die Wette gilt.

    Schlägst Du ein?

    Alternativ-Vorschlag: geh zu einem auf Urheberrechtsfragen spezialisierten Rechtsanwalt Deiner Wahl und lasse Dich in dieser Frage von ihm beraten.

    Sollte der Anwalt Dir sagen, daß Du bei unzulässiger Nutzung eines fremden Amateurfotos in einer Ebay-Auktion kein Honorar für die Nutzung gemäß Schadensersatzanalogie bezahlen mußt, übernehme ich die Anwaltsrechnung.
    Geändert von TomRohwer (13.06.2008 um 13:08 Uhr)
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  21. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Ich gebe die herrschende Rechtslage wieder. Wenn die Dir nicht gefällt - kann ich nix für.
    Und ich hab ihr nicht widersprochen. Ich habe lediglich gesagt, was meine Meinung ist. Steht irgendwo, dass das die herrschende Rechtsmeinung ist? Nein.
    Also lass deine Spielchen einfach. Ich find die nicht mehr lustig.
    Und wenn du das nicht erkennst - Lesen lernt man normalerweise in der ersten Klasse.
    Aber was die Rechtslage betrifft, schreibst Du an dieser Stelle nun mal einfach Unfug.
    ich habe nicht die Rechtslage geschildert. Der einzige, der hier Unfug schreibt - nämlich in Bezug auf das, was ich angeblich geschrieben haben soll - bist du.

    Und deine Spielchen kannst du dir für andere aufheben. Ich habe daran kein Interesse.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  22. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Und ich hab ihr nicht widersprochen. Ich habe lediglich gesagt, was meine Meinung ist. Steht irgendwo, dass das die herrschende Rechtsmeinung ist? Nein.
    Also lass deine Spielchen einfach. Ich find die nicht mehr lustig.
    Und wenn du das nicht erkennst - Lesen lernt man normalerweise in der ersten Klasse.ich habe nicht die Rechtslage geschildert. Der einzige, der hier Unfug schreibt - nämlich in Bezug auf das, was ich angeblich geschrieben haben soll - bist du.

    Und deine Spielchen kannst du dir für andere aufheben. Ich habe daran kein Interesse.
    In einem Rechtsforum gehe ich davon aus, daß über die Rechtslage diskutiert wird.

    Wenn Du eine Meinung hast, die mit der Rechtslage nichts zu tun hat - was hat die in einem Rechtsforum verloren?

    Nix.

    Oder hältst Du es irgendwie für sinnvoll, auf die Frage eines User "Wie sieht denn die Rechtslage zu XY aus?" die Antwort zu geben: "Meine Meinung hat zwar nichts mit der Rechtslage zu tun und widerspricht ihr diametral, aber meine Meinung ist..."

    Was sollte der User damit anfangen?

    (Aber gut, daß Du immerhin zugibst, von der Materie keine Ahnung zu haben.)
    Geändert von TomRohwer (25.06.2008 um 02:50 Uhr)
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  23. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    LG Düsseldorf zur Schadensersatzberechnung bei "geklauten Ebay-Fotos"

    Das LG Düsseldorf hat entschieden, daß angelehnt an die MfM-Liste für ein Foto, das bei Ebay für die Illustration einer Auktion verwendet wird, ein Honorar von 100 Euro anfällt. Das Gericht unterstellt nach der sog. Lizenzanalogie, daß sich der Urheber und der Nutzer auf diesen Betrag geeinigt hätten und spricht diesen Betrag dem Urheber als Schadensersatz zu, wenn keine Nutzungserlaubnis vorliegt.

    Wird ein Bild für mehrere Auktionen verwendet, kommt ein Wiederholungsaufschlag von 50% dazu, außerdem ein Aufschlag von 100% bei fehlender Urhebernennung.

    (Az 12 O 416/06, LG Düsseldorf; Quelle: VISUELL, 4/200
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  24. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Fotos sind Eigentum des Fotografen.
    Sollte jemand Fremdes diese Bilder für sich nutzen, auch wenn es dabei nicht darum geht, Geld damit zu verdienen, so ist das für mich eine Art Diebstahl.
    Das währe für mich in etwa das Selbe, als ob jemand meine Münzsammlung klaut, und diese bei sich zu Hause, jedem zeigt.
    Auch wenn er sie nicht verkaufen will oder keinen Eintritt verlangt. Diebstahl ist Diebstahl.
    Aber meist kann man sich ja doch friedlich einigen. Denke ich zu mindest. Oder bin ich zu blauäugig?

    Der Ingo

  25. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Zitat Zitat von Wargomar Beitrag anzeigen
    Fotos sind Eigentum des Fotografen.
    So sollte man das nicht formulieren, denn ein Foto (ein Abzug, eine Ausbelichtung) kann durchaus auch Eigentum eines anderen sein. Fotos unterliegen dem Urheberrecht, und dieses hat der Fotograf (bzw. seine Erben).
    Aber meist kann man sich ja doch friedlich einigen. Denke ich zu mindest. Oder bin ich zu blauäugig?
    Ja. Wenn Du mal versucht hast, Dich friedlich mit "privaten Bilderklauern" zu einigen, wirst Du vermutlich relativ schnell zu der Ansicht gelangen, daß da nur der ganz große Holzhammer hilft, alles andere wird schlicht ignoriert. Meine Erfahrung jedenfalls...
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  26. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Zitat Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    LG Düsseldorf zur Schadensersatzberechnung bei "geklauten Ebay-Fotos"

    Das LG Düsseldorf hat entschieden, daß angelehnt an die MfM-Liste für ein Foto, das bei Ebay für die Illustration einer Auktion verwendet wird, ein Honorar von 100 Euro anfällt. Das Gericht unterstellt nach der sog. Lizenzanalogie, daß sich der Urheber und der Nutzer auf diesen Betrag geeinigt hätten und spricht diesen Betrag dem Urheber als Schadensersatz zu, wenn keine Nutzungserlaubnis vorliegt.

    Wird ein Bild für mehrere Auktionen verwendet, kommt ein Wiederholungsaufschlag von 50% dazu, außerdem ein Aufschlag von 100% bei fehlender Urhebernennung.

    (Az 12 O 416/06, LG Düsseldorf; Quelle: VISUELL, 4/200
    ..wie würde sich das dann verhalten, wenn ein und das selbe bild , mehrmals in verschiedenen auktionen auftauchen würde, sagen wir 10x. sind es dann 10bilder oder immer noch ein bild (das halt mehrmals verwendet worden ist) ?

  27. Benutzer
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    Standard AW: Geklaute Bilder bei Ebay
    Antwort steht doch sogar in deinem zitierten Teil...

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