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Dokumentationspflicht

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Dokumentationspflicht
    Besteht eine Dokumentationspflicht seitens eines Programmieres, wenn dieser vom Kunden beauftragt worden ist, ein vom Kunden gekauftes Script in einigen Funktionen zu korrigieren/reparieren?

    Der Hersteller dieses Scriptes ist mittlerweile in Insolvenz gegangen.
    Ein Handbuch oder eine Dokumentation vom ursprünglichen Script existiert nicht.

    Lediglich im Quelltext sind Dokumentationen hinterlegt.
    Reicht dieser aus oder muß der Programmierer, der dieses Script repariert hat eine vollständige Dokumentation einreichen?

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Dokumentationspflicht
    Kommt darauf an, was vereinbart wird. Eine gesetzliche Pflicht besteht dafür nicht (wie auch - da gibt es Unmengen von Varianten, wie soll so etwas durch Gesetz geregelt werden?). Gesetzlich geregelt ist aber, dass das Vereinbarte geleistet wird.
    Und sicherlich kann jemand das auch als Bedingung für einen Auftrag machen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Dokumentationspflicht
    Eine genaue Definition wurde im Vertrag nicht angegeben.
    Dort heißt es nur "Dokumentation".
    Also dürfte die Doku im Quelltext ausreichen?

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Dokumentationspflicht
    Dann würde ich sagen, es wird das sein, was ein normaler unbeteiligter Außenstehender unter einer Dokumentation versteht. Und da ich kaum glaube, dass der Anwender den Quelltext einsehen und verstehen kann, würde ich unter einer Dokumentation etwas separates verstehen, etwas, womit der Anwender unabhängig vom Script etwas anfangen kann.
    Nur im Quelltext würde ich hier als fragwürdig ansehen.

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Dokumentationspflicht
    Also muß der Programmierer, der lediglich für die Reparatur beauftragt worden ist, die komplette Dokumentation (Handbuch) dieser Software erstellen und aushändigen, nur weil der Hersteller/Lizenzgeber (Lizenzen wurden übrigens von einem anderen Unternehmen aufgekauft) es versäumt hat, eine Dokumentation/Handbuch zu schreiben?

    Im Vertrag mit dem Auftraggeber steht lediglich:
    "Der AN wird im Auftrag des AG die Entwicklung, Programmierung und Herstellung nebst Dokumentation vollziehen."

    Dazu muß ich anmerken, daß der Programmier, der lediglich die Reparatur vorgenommen hat, weder Hersteller noch Entwickler ist.

  6. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Dokumentationspflicht
    Nachtrag:

    Dazu kommt das das Fertigstellungsdatum irrtümlicherweise noch vor dem Veertragsdatum liegt

  7. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Dokumentationspflicht
    Dazu kommt das das Fertigstellungsdatum irrtümlicherweise noch vor dem Veertragsdatum liegt
    Da das für die Ausführung offensichtlich unerheblich war, dürfte das keinen Einfluss mehr auf den Vertrag haben. Bestenfalls ist eben der Punkt der Frist ungeklärt und es zieht die gesetzliche Regelung, wenn nichts anderes festgelegt ist "unverzüglich ohne schuldhaftes Zögern"
    Der AN wird im Auftrag des AG die Entwicklung, Programmierung und Herstellung nebst Dokumentation vollziehen
    Hier würde ich sehen, dass sich die Dokumentation auf "die Entwicklung, Programmierung und Herstellung" des AN handelt, nicht um eine vollständige Doku. Ich würde sagen, er muss also nur das dokumentieren, was er gemacht hat.

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Dokumentationspflicht
    Hallo.

    Ich habe schon mehrere Firmen kennen gelernt, noch NIE habe ich eine „gute Dokumentation gesehen“ (wenn überhaupt). Eine Dokumentation ist aus meine Sicht nicht unbedingt PFLICHT! Ein Pflichtenheft (so nennst sich das in der Entwicklungswelt) muss von beiden Seiten unterschrieben werden (Firma <-> Kunde) dort werden die Vereinbarungen getroffen und unterschrieben. Dieses Pflichtenheft dient als Beweißmittel vor Gericht und kann für oder gegen die Firma verwendet werden. Haben Sie so eine PFLICHTENHEFT unterschrieben?

    Da aber der Kunde in vielen Fällen selber nicht weiß was er will (ständige Verbesserungen, Abweichungen von vorgegeben Auftrag etc.) ist es nicht IMMER einfach eine Dokumentation zu führen. Das kostet VIEL Zeit! Einige Betriebe haben kein Mittel um das zu bezahlen oder die Entwickler sind nicht bereit „kostenlose“ Überstunden dafür zu machen.

    Eine Dokumentation ohne Pflichtenheft ist für micht:

    Starten Sie die Anwendung und drücken Start.

  9. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Dokumentationspflicht
    Ich habe schon mehrere Firmen kennen gelernt, noch NIE habe ich eine „gute Dokumentation gesehen“ (wenn überhaupt). Eine Dokumentation ist aus meine Sicht nicht unbedingt PFLICHT!
    Sicherlich ist es keine Pflicht. Nur wenn es Bestandteil des vertrages ist, gehört es eben zum Vertrag. Ob Pflicht ode rnicht. Und wenn man keine erstellt, hat man den Vertrag nicht erfüllt. Wie das in der Branche gehandhabt wird, hat damit letztendlich nichts zu tun.
    Ein Pflichtenheft (so nennst sich das in der Entwicklungswelt) ...
    ... ist allerdings etwas ganz anderes als eine Dokumentation. Ein Pflichtenheft beschreibt grob gesagt den Umfang des Programms. Mit einer Doku hat das nichts zu tun.
    Da aber der Kunde in vielen Fällen selber nicht weiß was er will
    Genau deswegen ist ein sauberes Pflichtenheft wichtig - alles was der Kunde danach oder anders will, muss er bezahlen
    ist es nicht IMMER einfach eine Dokumentation zu führen.
    Doch ist es.Denn letztendlich beschreibt dioe ja nur das, was da ist. Eine Dokumentation geht über den Umfang der Software nicht hinaus.
    Einige Betriebe haben kein Mittel um das zu bezahlen oder die Entwickler sind nicht bereit „kostenlose“ Überstunden dafür zu machen.
    Warum sollten sie auch Wenn es im Vertrag steht, wird das dem Arbeitgeber schließlich auch bezahlt. Denn bezahlt wird das, was vereinbart ist.
    Eine Dokumentation ohne Pflichtenheft ist für micht:
    Wie gesagt, das sind zwei völig verschiedene Paar Schuhe. Das eine kann ganz gut ohne das andere leben.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

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