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Computer kaufen

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Computer kaufen
    Hallo,
    wenn man einen Computer bei einem Fachmann bestellt, ihm die Hardware sagt, die man möchte und man den Rechner bekommt, dieser aber nur teilweise funktioniert, und andere Hardware hat, als ursprünglich angegeben, muss der Verkäufer ihn dann zurücknehmen?

    Grüße

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Computer kaufen
    Das sind dann eindeutig Sachmängel. Der Verkäufer hat dann zunächst das Recht zur Nachbesserung.
    Allerdings sollte der Käufer auch nachweisen können, was er bestellt hat und was ihm dann tatsächlich verkauft wurde.
    Wenn der Verkäufer beim zweimalig nicht richtig nachgebessert hat oder die Nachbesserung verweigert, kann der Käufer vom Vertrag zurücktreten. Die Kosten der Nachbesserung oder des Rücktritts (Versandkosten u.ä.) muss übrigens der Verkäufer tragen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Computer kaufen
    wenn jetzt jmnd zum beispiel einen Core to Duo Prozessor bestellt hat einen E8500 aber der PC Fachmann einen E8400 bestellt hat, und erst nach der Bestellung nachfragt, was ist dann?
    und ist es erlaubt (vom verkäufer) zu sagen das ein quad core prozessor nichts taugt, aber sich herrausstellt, das er doch was bringt???

  4. minikleinwagenfahrer
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    Standard AW: Computer kaufen
    meiner Meinung nach ein Mangel, verbunden mit den von aaky geschilderten Rechtsfolgen.

    Schließlich wurde (wenn ich das richtig verstanden habe) ein niedriger wertiges Teil bestellt. (unabhängig davon, was der Händler meint - er hat das zu bestellen, was der Kunde HABEN UND ZAHLEN WILL und nicht das, was er für gut hält )

  5. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Computer kaufen
    Schließlich wurde (wenn ich das richtig verstanden habe) ein niedriger wertiges Teil bestellt.
    Kommt aber wirklich darauf an, WAS vereinbart wurde. Wenn der Typ, okay, dann ist der Kunde im Recht, wenn nur die Art, dann würde ich dem Verkäufer recht geben (wegen der mittleren Art und Güte).

  6. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Computer kaufen
    In meinem Beispiel wäre es so, man hatte den Core to Duo E8500 bestellt.
    Der PC Fachmann hatte dann den E8400 Bestellt, mit der begründung den anderen hätte er nicht bekommen.

    jetzt gibts noch was:
    die CPU wird sehr heiß obwohl der Händler einen guten Kühler eingebaut hat (CPU wird 46 grad heiß, ohne das sie wirklich verwendet wird!)
    ich hab jetzt angst das sie kaputt geht.-

  7. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Computer kaufen
    In meinem Beispiel wäre es so, man hatte den Core to Duo E8500 bestellt.
    Der PC Fachmann hatte dann den E8400 Bestellt, mit der begründung den anderen hätte er nicht bekommen.
    Wenn der Kunde dem nicht zugestimmt hat (also der Verkäufer hat es sich nicht bestätigen lassen) ist es ein Sachmangel. Das der Verkäufer ihn nicht bekommen hat, wäre völlig egal. Vereinbart wäre der E8500 gewesen - und den muss er liefern. Kann er das nicht, hätte entweder etwas anderes vereinbart werden müssen oder der Verkäufer hätte nach §275 BGB (Unmöglichkeit der Leistung) zurücktreten müssen (Folge: möglicherweise Schadensersatz)
    die CPU wird sehr heiß obwohl der Händler einen guten Kühler eingebaut hat (CPU wird 46 grad heiß, ohne das sie wirklich verwendet wird!)
    ich hab jetzt angst das sie kaputt geht.-
    Das ist jetzt aber nichts Rechtliches Aber soviel ich weiß, ist dei Betriebstemperatur irgendwo um die 70°. 46 wäre aus meiner Sicht für "Leerlauf" normal (wobei unter Vista zum Beispiel die CPU auch ohne das etwas gemacht wird, ziemlich belastet wird). An der Stelle würde ich einfach mal einen (anderen) Fachmann fragen. Fragen kostet nichts.

  8. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Computer kaufen
    Also es war so, dass er die CPU bereits bestellt hatte (die schlechtere) und erst dann gefragt hat ob das in Ordnung ist.

  9. minikleinwagenfahrer
    minikleinwagenfahrer ist offline
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    Standard AW: Computer kaufen
    Wurde an der Stelle denn gesagt, dass die Bestellung des anderen Teils OK ist?

    Dann würde es meiner Meinung nach nämlich schwierig werden, unabhängig davon, ob der VK schon bestellt hat oder nicht..

  10. Erfahrener Benutzer
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    Da stimme ich minikleinwagenfahrer zu: Wenn die andere bestätigt wurde, ist sie nachträglich Vertragsbestandteil geworden.

  11. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Computer kaufen
    hmm okay
    noch eine frage:
    wenn man jetzt den selben PC woanders billiger findet, (oder besser für den selben preis, wo auch alles funktioniert. was kann man dann machen um den rechner zurückzugeben???)

  12. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Computer kaufen
    Eigentlich nichts. Vertrag ist Vertrag.
    Und so, wie man sich auf den Verkäufer lassen kann, dass er liefert, so muss sich der Verkäufer darauf verölassen, dass der Käufer die Ware abnimmt.
    Nur weil man plötzlich irgendwo die gleiche Ware sieht, kann man nicht einfach vom Vertrag zurücktreten. Das muss man sich schon vorher überlegen.
    Ansonsten dürfte das Vertrauen in Verträge schnell schwinden, weil besonders in dieser Branche die Preise sehr schnell fallen können - wenn dann jeder das Recht hätte, vom Vertrag zurückzutreten, wenn es ihm passt ...

    Und wie ich bereits sagte: Bei Sachmämngeln hat der Verkäufer zunächst das Recht der Nachbesserung. Nur wenn er das nicht tut oder das nichts bringt darf man vom Vertrag zurücktreten.

  13. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Computer kaufen
    wenn das nicht klappt, darf man dann den kompletten pc zurückgeben oder nur das teil?

  14. Erfahrener Benutzer
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    Vom Vertrag zurücktreten bedeutet, dass die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugeben sind. Der Käufer gibt die komplette Ware zurück und erhält im Gegezug sein gesamtes Geld zurück.

  15. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Computer kaufen
    Hi, es gibt neues:
    Wenn der Verkäufer jetzt schon seit drei Wochen plant den PC abzuholen es aber nicht macht (um ihn zu reparieren)
    was passiert dann?(er sagt mal wäre er krank, dann hätte er es zeitlich nicht geschafft so als beispiel)
    gibts da ne art galgenfrist bis der vertrag dadurch ungültig wird?


    grüße

  16. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Computer kaufen
    Eine Frist gibt es nicht. Allerdings kommt der Verkäufer in Verzug.
    Was zum Beispiel bedeuten könnte, dass er einen Schaden der dadurch entsteht, dass er das Teil nicht abgeholt hat, nicht vom Käufer ersetzt bekommt.
    Man kann erst dann zurücktreten, wenn der Verkäufer die Nachbesserung endgültig verweigert.

  17. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Computer kaufen
    Er hätte also zwei Jahre zeit zur ausbesserung?
    Wie besch"eiden"
    dann bringt das dem käufer ja auch nix mehr!

  18. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Computer kaufen
    Ganz so einfach ist es auch nicht.

    Ich zitiere mal das BGB
    BGB § 271 Leistungszeit
    (1) Ist eine Zeit für die Leistung weder bestimmt noch aus den Umständen zu entnehmen, so kann der Gläubiger die Leistung sofort verlangen, der Schuldner sie sofort bewirken.
    BGB § 286 Verzug des Schuldners *)
    (1) 1Leistet der Schuldner auf eine Mahnung des Gläubigers nicht, die nach dem Eintritt der Fälligkeit erfolgt, so kommt er durch die Mahnung in Verzug. 2Der Mahnung stehen die Erhebung der Klage auf die Leistung sowie die Zustellung eines Mahnbescheids im Mahnverfahren gleich.
    (2) Der Mahnung bedarf es nicht, wenn
    1.für die Leistung eine Zeit nach dem Kalender bestimmt ist,
    2.der Leistung ein Ereignis vorauszugehen hat und eine angemessene Zeit für die Leistung in der Weise bestimmt ist, dass sie sich von dem Ereignis an nach dem Kalender berechnen lässt,
    3.der Schuldner die Leistung ernsthaft und endgültig verweigert,
    4.aus besonderen Gründen unter Abwägung der beiderseitigen Interessen der sofortige Eintritt des Verzugs gerechtfertigt ist.
    ...
    (4) 1Der Schuldner kommt nicht in Verzug, solange die Leistung infolge eines Umstands unterbleibt, den er nicht zu vertreten hat.
    Das bedeutet: Ist die gesetzte Frist verstrichen, muss der Gläubiger (in dem Fall der Käufer, da der Verkäufer ja zu leisten hat = Schuldner) den Schuldner anmahnen, seiner Pflicht nachzukommen. Kommt der Schuldner dann immer noch nicht seiner Pflicht nach, kann der Gläubiger das Mahnverfahren einleiten / seine Forderung gerichtlich durchsetzen.

    Wenn der Käufer also wartet, dass der Verkäufer etwas tut, macht er einen Fehler. Er hat den Verkäufer anzumahnen und sein Recht (notfalls mittels Anwalt) einzufordern.

    Die zwei Jahre Verjährungsfrist bedeuten nur, dass wenn der Käufer sich nicht rührt(!) der Verkäufer nach zwei Jahren die Verjährung einreden kann und dann nicht mehr leisten muss. Sicherlich kann der Verkäufer versuchen, die zwei Jahre hinauszuzögern, und wenn der Käufer die zwei Jahre nichts unternimmt, ist er selber schuld.

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