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Ebay-Bewertung

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Ebay-Bewertung
    Hallo !

    Käufer hat einen Verkäufer als Betrüger in seiner Bewertung betitelt, weil er davon ausgegangen ist, dass er keine Ware mehr erhält (kein Kontakt bekommen). Am selben Tag kam diese dann doch noch (nach 9 Werktagen).
    Schreiben vom Rechtsanwalt liegt vor (Schadensersatz,Verläugnung).

    Wie ist die Rechtssprechung?

    Gruß Peter
    Geändert von Peter077 (30.04.2008 um 22:09 Uhr) Grund: Zusatz

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Ebay-Bewertung
    Ich würde sagen, damit kommt der Verkäufer durch. Schließlich ist es eine unrichtige Darstellung. Wichtig ist in dem Fall vor allem auch, dass eBay dioe Bewertung löscht. Alles andere ist Verhandlungssache zwischen den Parteien.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Ebay-Bewertung
    War der anfängliche Zweifel des Käufers, mit der Absicht andere zu warnen nicht berechtigt (schlechter Service)? Oder wird das verfrühte Handeln des K. Ihm zu Lasten gegelegt?

  4. minikleinwagenfahrer
    minikleinwagenfahrer ist offline
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Ebay-Bewertung
    Grundsätzlich sind Bewertungen bei eBay m.E. statthaft, wenn darin objektiv der Verlauf der Transaktion beschrieben wird.

    Ganz davon abgesehen, dass ich es reichlich früh finde, nach 9 (!!) Werktagen eine negative Bewertung abzugeben
    (allein die Post kann je nach Art der Versendung drei Werktage dauern, vielleicht musste der VK ins Krankenhaus und konnte sich nicht melden, ...),

    so wird dem VK mit der Betitelung als "Betrüger" ein Vorsatz zum Nichtliefern der Ware unterstellt, der perse natürlich geschäftsschädigend ist und im Zweifelsfall vom Käufer bewiesen werden müsste.

    Da dies ziemlich wahrscheinlich nicht geschehen kann, hat meiner Meinung nach der K ziemlich schlechte Karten gegen den VK.

    <-- alles nur meine Laien-Meinung, keine Rechtsberatung.

  5. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Ebay-Bewertung
    War der anfängliche Zweifel des Käufers, mit der Absicht andere zu warnen nicht berechtigt (schlechter Service)?
    Nein war er nicht, da er, wie sich später herausstellte, offensichtlich herausstellte, falsch war.
    Normalerweise ist es so, dass Behauptungen nur dann wahr sind, wenn sie beweisbar sind. Und gerade bei derartig sensiblen Punkten wie negative Bewertungen sollte man sich eben erst versichern, bevor man etwas schreibt.
    Auch finde ich in der "Absicht andere zu warnen" keinen plausiblen Grund: Wovor sollten die denn gewarnt werden, wenn es gar nicht der Wahrheit entspricht? Nach außen sieht das eben einfach aus wie Böswilligkeit ...
    Oder wird das verfrühte Handeln des K. Ihm zu Lasten gegelegt?
    Nicht das verfrühte, das falsche. Denn das was K behauptet hat, war einfach falsch.

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Ebay-Bewertung
    Hallo eine ähnliche Frage.

    Person Z ersteigert Ware bei Person Y zu einen "Schnäppchenpreis". Person Y sagt am Z das die Ware beim einpacken zerstört wurde.

    Person Z schlägt drei Wege vor:

    A)Schadenersatz (Beschaffung von ähnliche Ware)
    B)Preisminderung
    C)Negative Bewertung für nicht Erfüllung des "Kaufvertrages"

    Person Y verweigert A und B. Auf C wurde mit eine RACHEBEWERTUNG gedroht.

    Z Bewertet den Y mit Negativ und schildert den Fall (ohne Y zu beleidigen).

    1) Muss nun Z auch mit anschreiben von Rechtsanwalt rechnen?
    2) Wen Person Y eine Rachebewertung hinterlässt, kann Z dagegen rechtich vorgehen?

  7. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Ebay-Bewertung
    Da ein gültiger Kaufvertrag besteht muss der Verkäufer leisten oder Schadensersatz zahlen. Er kann zwar nach §275 die Lieferung der Ware verweigern, da es aber offensichtlich durch ihn verursacht wurde, muss er Schadensersatz zahlen (und könnte die Höhe des gezahlten Betrages + Differenz zu Ersatzbeschaffung sein).

    Also völlig egal, was der Verkäufer denkt, irgendwas muss er dem Käufer erstatten. Und gegen eine Rachebewertung kann man rechtlich vorgehen - eBay wäre in einem solchen Fall verpflichtet, die Bewertung komplett zu entfernen.

    Wenn der Verkäufer dumm genug ist, nimmt er sich einen Rechtsanwalt, dann würde ich das dem Käufer auch empfehlen. Da die Chancen für den Käufer aus meiner Sicht durchaus besser sind, würde der Verkäufer sich damit aber keinen Gefallen tun (neben den ganzen Kosten könnten dann auch die Anwaltskosten des Käufers hinzukomen)

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Ebay-Bewertung
    Hallo.

    Der Y schreibt folgendes.

    Jaja ganz sicher...
    Ich muss ein haufen Nougat !!
    Meinen Sie ich habe die X-Box absichtlis faln lassen? Nein ! Ich habe Kinder und muss auch nach Ihnen schauen und wenn eines meiner Kinder mich ausversehen anrempelt und ich dadurch die X-Box fallen lasse kann ich daran nichts ändern !!!!!!!!!!!!!!!
    Und das mit dem § betrifft es nur wenn Sie mir das Geld überwiesen hätten aber das haben Sie ja nicht also muss ich auch für nichts haften.
    Wenn Sie meine Entschuldigungen nicht akzeptieren und mir nicht glauben ist das ihr pech ich kann mir nun mal nicht eine neue X-Box aus dem Ärmel schütteln !
    Wenn Z zum Rechtsanwalt gehe, wie werden seine Chancen auf erfolg ausehen.

    Nur eine Frage...
    Geändert von samstag (07.05.2008 um 14:54 Uhr)

  9. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Ebay-Bewertung

    Da sind einige Stellen nicht ganz richtig:
    - wenn das Kind ihn anrempelt ist das seine Sache. Ist ja sein Kind (wäre es nicht sein Kind, könnte er vom Aufsichtpflichtigen Schadensersatz verlangen). Aber für seine Kinder hat er die Aufsichtspflicht. Jetzt jemanden anders verantwortlich machen zu wollen zeugt von wenig Rechtskenntnis.
    - Und das mit dem § ist auch Unsinn. der Kaufvertrag ist geschlossen. Damit hat der Verkäufer die Pflicht zu liefern, der Käufer zu zahlen. Die Reihenfolge oder wer zuerst ist dabei völlig nebensächlich. Der Kaufvertrag (und damit alle Konsequenzen) gilt für beide Seiten.

    Wenn Z zum Rechtsanwalt gehe, wie werden seine Chancen auf erfolg ausehen.
    Meine ganz persönliche Meinung: Die Chancen des Käufers - sehr gut.
    Allerdings würde ich (der Fairness und aus Gründen der Kostenminimierung) den Verkäufer vorher nochmal freundlich darauf hinweisen. Schließlich kann es passieren, dass er so arm ist, dass man zwar das Recht hat, das Geld für den Anwalt wiederzubekommen, das aber einfach nicht durchsetzbar ist ...
    Ist alles eine Frage der Abwägung.

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