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Kleinunternehmen (nebenberuflich)

  1. Erfahrener Benutzer
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    Lächeln Kleinunternehmen (nebenberuflich)
    Guten Morgen.

    Person Z hat einen Job und verdient 1900 Brutto monatlich.

    Nun möchtet Person Z ein Kleinunternehmen (nebenberuflich) gründen.

    Person Z muss:

    1) Amt ein Gewerbeschein beantragen
    2) Ein Impressum erstellen
    3) Investieren (Anschaffungskosten)

    Das sind Schätzungen für das erstes Jahr.

    Wareeinkauf 5.000 Euro
    Warenverkauf 7.000 Euro
    Anschaffungskosten 1,500 Euro
    Zu versteuerten Gewinn 500 Euro

    Somit muss Person Z von 500 Euro den Steuer an das Finanzamt bezahlen.
    (Für das erste Jahr)

    Richtig?

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinunternehmen (nebenberuflich)
    Z muss am Jahresende eine Steuererklärung machen, in der alles Einkünfte aufgeführt sind. Also sowohl die aus nichtselbständiger Arbeit und die aus Gewerbebetrieb. Das sind zwei verschiedene. Beim FA werden dann alle Einkünfte berechnet und der Steuersatz ermittelt. Das heißt, es werden auch die aus nichtselbständiger Arbeit hinzugezogen. Da mit zunehmendem Einkommen der Steuersatz steigt, muss Z theoretisch auch noch sein Gehalt etwas höher versteuern (auch wenn das kaum auffallen wird, aber rechnerisch kann das durchaus sichtbar sein - vor allem, wenn man wegen der 500 € in eine höhere Steuerklasse rutscht). Für die Berechnung gibt es Tabellen - so einfach "auf die 500€ extra Steuern" ist das mit der Einkommensteuer nicht

    Aber Z hat aus meiner Sicht ziemlich schwache Vorstellungen von dem, was Z machen muss.

    Gewerbeanmeldung ist ok. Allerdings sollte sich Z auch bei seinem Arbeitgeben erkundigen, ob eine Nebentätigkeit zulässig ist.

    Dann sollte sich Z Gedanken machen, dass er eine Buchhaltung zu führen hat (deren krönender Abschluss dann der erwähnte Jahresabschluss ist). Bei derartigen Umsätzen kann es wohl eine Einnahme/Ausgaben-Rechnung sein, wird es mehr, könnte jedoch eine richtige Buchhaltung erforderlich werden (die Grenzen der Kleinunternehmerregelung findet man im Gesetz).

    Dann muss sicherlich Z auch ein Impressum haben, aber das ist nur ein Teil einer Seite. Man sollte sich genauso um die Preisauszeichnung, Vertragsgestaltung, AGB, Datenschutz ... kümmern. Das Impressum ist das einfachste und am Besten gesetzlich definierte Teil der Webseite.

    Und was die Investitionen angeht, das ist zwar ein Problem des Z., aber keins, was rechtlich irgendwie relevant ist

  3. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinunternehmen (nebenberuflich)
    Guten Tag. Können Sie bitte den Satz noch mal erklären.

    Und was die Investitionen angeht, das ist zwar ein Problem des Z., aber keins, was rechtlich irgendwie relevant ist
    Die Anschafungskosten muss ich doch gegen Gewinn Rechnen, oder nicht?
    Geändert von Benutzer_JH (27.04.2008 um 12:11 Uhr)

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinunternehmen (nebenberuflich)
    Ja, aber das ist nur ein winziger Teil der Buchhaltung.

    Neben dem Eigenkapital, den Einnahmen, der Warenbeschaffung, den Werbekosten, Eigenentnahmen, Einlagen, Steuern, Gebühren ... und was es nicht alles noch gibt.

    Sicherlich muss man die Investitionen am Ende mit beachten, aber die haben bei der Buchhaltuing ungefähr den "Umfang" wie das Impressum in der Gesamtheit der Webseite.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier das Ganze an Schlagworten festgemacht wird, die man irgendwo mal gehört oder gelesen hat.
    Und der Sinn und das Verständnis für die Gesamtheit der Probleme "Webseite" und "Buchhaltung" fehlt.

  5. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinunternehmen (nebenberuflich)
    Guten Tag.

    Ich habe gehört von einen bekannten, das die Buchhaltung "sehr einfach aufgebaut ist", es ist ja auch ein "klein" Unternehmen.

    Das kann man unter Umständen auch mit Excel erstellen.

    Datum, Artikel, Preis (und weitere Pflichtfelder) (fertig ist der Beleg)

    Für Rechnungen wird eine Vorlage erstellt, wo die Rechnungsnummer fortlaufend ist (etc.)

    Ich werde mich weiterhin erkundigen, aber von einen RIESEN Aufwand würde ich erstmal nicht ausgehen.

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinunternehmen (nebenberuflich)
    Sicherlich kann man die Buchhaltung einfach aufbauen, bei manchen reicht auch Excel. Aber trotzdem sollte man die ordnungsgemäße Buchghaltung nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn

    - man muss auch nach 10 Jahren noch wissen, was man gemacht hat und die entsprechenden Unterlagen verfügbar haben (solange ist die Aufbewahrungspflicht und solange muss man mit Steuerprüfungen für das jeweilige Jahr rechnen)
    - ist der Umfang des Betriebes immer von der Menge der verkauften Waren abhängig. Wenn man 1 pro Monat verkauft ist das sicherlich kein Problem, bei 1 pro Tag wird es schon etwas komplexer, bei 100 pro Tag kommt garantiert keiner mehr mit Excel klar
    - die Stetigkeit ist zu beachten. Man kann nicht (ohne Grund) einfach mal so, mal so seine Buchhaltung machen. Deswegen sollte man sich am Anfang überlegen, was mal kommen kann und was man eigentlich erreichen will.
    - muss man alle Vorgänge in der Buchhaltung mittels Belegen nachweisen können (und die bei einer Prüfung entsprechend den Buchhaltungsunterlagen zuordnen können)
    - muss man bei den Steuererklärungen dann auch die Gewinne und die Einkommen angeben (aber das hatte ich ja schon geschrieben)

    (Das ist nur das, was mir auf die Schnelle einfällt)

    Und ich rede auch nicht von einem RIESEN Aufwand, sondern von der möglichen Komplexität, derer man sich durchaus bewußt sein sollte. Viele Kleinunternehmer kommen mit 1 Stunde pro Woche für diese Aufgaben klar, nur sich Gedanken zu machen, wie man den Jahresabschluss macht, bevor man sich überhaupt überlegt hat, was alles kommen kann (zum Beispiel Werbekosten durch Werbung bei Google) finde ich einfach seltsam.

  7. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinunternehmen (nebenberuflich)
    Hallo.

    Danke für deine Hilfe. Ich "planne" nur. Bevor ich endgültig mich dafür entscheide, werde ich weiterhin mich informieren.

    Es kann auch sein, das in erstein Jahre mit Verlust rechnen muss. Das ist sicherlich auch möglich...

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinunternehmen (nebenberuflich)
    Wenn man sich vorher Gedanken macht, ist das ja okay. Da will ich auch nichts gegen sagen
    Nur ein kleiner Fehler ist mir in deiner Rechnung aufgefallen:
    Das sind Schätzungen für das erstes Jahr.

    Wareeinkauf 5.000 Euro
    Warenverkauf 7.000 Euro
    Anschaffungskosten 500 Euro
    Zu versteuerten Gewinn 1500 Euro
    Kurze Erklärung:
    Wenn du Betriebsausstattung kaufst (Drucker, PC ...) kannst du die Kosten nicht im gleichen Jahr voll geltend machen (es ei denn, die Teile kosten unter 100 €). Du musst die Investitionen abschreiben.
    Ich hab dein Beispiel einfach mal so genommen: 1500 € für PC und Drucker, beides kostet jeweils >100 €. Dann musst du die Summe der Investitionen nehmen und über einen Zeitraum (im Beispiel 3 Jahre) abschreiben. Das heißt, du darfst 3 Jahre lang jedes Jahr 500 € als Aufwand anrechnen (das du das Geld im ersten Jahr komplett ausgegeben hast, interessiert die Steuer nicht). Deswegen wird dein Gewinn höher
    Nur so als kleiner Tipp, womit du dich noch beschäftigen solltest, wenn du Betriebsausstattuzng kaufen willst: Abschreibung

  9. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinunternehmen (nebenberuflich)
    Guten Tag.

    Danke für den Tipp.

  10. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinunternehmen (nebenberuflich)
    Anschaffungskosten die unter 100 Euro sind (seien können):
    -----
    Gebrauchte Hardware:
    -Monitor
    -PC (oder zusammengestellt Mainboard, GK, HDD etc.)
    -Laserdrucker
    -Toner
    -Maus / Tastatur
    -USB Geräte (Stick etc.)
    -Reinigungsset
    -Rohlinge

    Software
    -Betriebsystem (XP)
    -Office (2000)
    -weitere Anwendungen...

    Gebrauchte Sachen
    -Arbeitstisch
    -Sessel
    -Schreibzeug
    -Regale
    -Tischlampe
    ....


    Ich denke ich komme locker über 1.500 wenn sogar nicht mehr...
    Geändert von Benutzer_JH (27.04.2008 um 13:41 Uhr)

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