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Schlampige Zustellung ermöglichte Diebstahl. Wer haftet?

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Schlampige Zustellung ermöglichte Diebstahl. Wer haftet?
    Es wurden ein paar Dinge online gekauft, die per Deutsche Post in normalen Briefformaten verschickt worden sind. Angekommen ist es auch, aber der Zusteller hat die Sachen nur halb in den Briefkasten gesteckt bzw sogar oben drauf gestellt, so daß sie für alle frei zugänglich waren und somit Diebstahl Vorschub geleistet, was dann auch passierte.
    Hat der Zusteller nicht auch bei normalen Briefsendungen die Pflicht, diese wieder mitzunehmen, wenn er sie nicht so zustellen kann, daß andere sie sich aneignen können? Wozu gäbe es sonst Benachrichtigungskarten?
    Es geht weniger um den Wert oder Inhalt der Sendungen, sondern vielmehr darum, daß er schlampige Arbeit leistet und somit sowas ermöglicht.
    Was kann man gegen ihn tun? Dienstaufsichtsbeschwerde? Anzeige wegen Beihilfe zum Diebstahl (ist laienhaft ausgedrückt, aber soll nur sinngemäß sein)?
    Welches sind seine Pflichten bei unversicherten Sendungen? Kann er / darf er???? so schlampig arbeiten?
    Danke für eure Postings.

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Schlampige Zustellung ermöglichte Diebstahl. Wer haftet?
    Was kann man gegen ihn tun? Dienstaufsichtsbeschwerde? Anzeige wegen Beihilfe zum Diebstahl (ist laienhaft ausgedrückt, aber soll nur sinngemäß sein)?
    Welches sind seine Pflichten bei unversicherten Sendungen? Kann er / darf er???? so schlampig arbeiten?
    Da die Post kein staatliches Unternehmen mehr ist, ist sowas auch kaum durch Gesetze geregelt. Ich würde einfach mal zur Post gehen oder direkt an die schreiben.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Schlampige Zustellung ermöglichte Diebstahl. Wer haftet?
    danke für dein posting.
    gibt es nicht sowas wie eine sorgfaltspflicht bei ausübung der arbeit? wie gesagt: wozu gibt es die möglichkeit zu benachrichtigen?
    mich würde außerdem interessieren, ob eine anzeige möglich ist, da durch diese schlamperei ein diebstahl überhaupt erst möglich gemacht wurde.

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Schlampige Zustellung ermöglichte Diebstahl. Wer haftet?
    gibt es nicht sowas wie eine sorgfaltspflicht bei ausübung der arbeit?
    Prinzipiell gibt es sowas. Nur muss man das gegenüber dem Arbeitgeber (der verantwortlichen Firma) geltend machen. Und der Arbeitgeber des Postboten ist ... Früher war es mal der Staat, als das noch Beamte waren, nun aber schon seit einiger Zeit nicht mehr.
    wie gesagt: wozu gibt es die möglichkeit zu benachrichtigen?
    Für die Sendungen, wo der Zugang nachgewiesen werden muss. Einschreiben, Pakete ... aber nicht die normale Post. Ist also vom Absender abhängig, nicht vom Empfänger.
    mich würde außerdem interessieren, ob eine anzeige möglich ist, da durch diese schlamperei ein diebstahl überhaupt erst möglich gemacht wurde.
    Ich persönlich würde einem strafrechtlichen Vorgehen keine Aussicht auf Erfolg geben.
    Vielleicht zivilrechtlich (siehe oben), aber nicht gegen den Postboten sondern seinen Arbeitgeber. Nur dann wird man wohl mehr oder weniger auf die Geschäftsbedingungen der Post stoßen. Wenn man Glück hat gibts nen Paketschein (als ich Ärger mit DHL hatte, hab ich zwei bekommen )

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Schlampige Zustellung ermöglichte Diebstahl. Wer haftet?
    ein solches fehlverhalten eines AN sollte meiner meinung nach hart sanktioniert werden. diese arbeitsweise wurde schon in der nachbarschaft mit empörung aufgenommen. möglicherweise ist dort auch etwas gestohlen worden. aber auch in anderen häusern wurden, während der betreffende zusteller dienst hatte, offen zugängliche briefsendungen gesehen.

    für unversicherte briefsendungen gibt es auch benachrichtigungen bzw. das wahlweise feld auf der blauen karte zustellers dafür. heißt das, daß er bei unversicherten sendungen entscheiden kann, ob er sie wieder mitnehmen will oder doch -aber für den empfänger risikoreich- "zustellt" mit der gefahr, daß jemand anders sich die sendung einfach mitnimmt?

    ich kann mir das einfach nciht vorstellen. er muß doch, wenn er die verantwortung dafür hat, zum besten der kunden handeln; d.h. für mich, eher die sendung wieder mitzunehmen, ehe so etwas passiert.

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Schlampige Zustellung ermöglichte Diebstahl. Wer haftet?
    ein solches fehlverhalten eines AN sollte meiner meinung nach hart sanktioniert werden.
    Stimmt, aber das muss auch der AG tun. Und der muss eben wissen, was sein AN macht. Wenn jetzt noch Staat und Gesetze sich in jedes Arbeitsverhältnis reindrängeln würde, nur weil der Arbeiter an Linie 6 des Fließbandes eine Schraube falsch eingedreht hat ...
    Dafür gibt es zivilrechtliche Regelungen, die unter anderem auch Schadensersatz regeln ...
    Und wenn wirklich bei diesem Zusteller etwas schief geht: Wer hat eigentlich dem AN schon mal Bescheid gegeben? Niemand? Und warum regen sich dann alle auf, wenn sie gar nichts dagegen tun? Auf den Staat und staatliche Sanktionen warten? Das ist meiner Meinung nach absolut der falsche Weg.
    er muß doch, wenn er die verantwortung dafür hat, zum besten der kunden handeln
    Willkommen im Serviceland Deutschland ... Solange die Gesellschaft sowas duldet, wird es auch immer so sein und ikmmer schlimmer werden. Und viele haben Angst davor etwas zu unternehmen, weil sie bei sich selbst anfangen müssten ...

  7. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Schlampige Zustellung ermöglichte Diebstahl. Wer haftet?
    Du meintest ja, man stöße auf die AGB der Post. Wann hat man denen denn zugestimmt? Und wann hat man eigentlich zugestimmt, dass die Post einem was bringen darf? und wann hat man zugestimmt, dass man eine Adresse bekommt o.O

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Schlampige Zustellung ermöglichte Diebstahl. Wer haftet?
    Erstmal ist der Absender einen Vertrag mit der Post eingegangen. Man muss dem als Empfänger also gar nicht zustimmen.
    Genau genommen wäre das aus meiner Sicht also eigentlich ein Problem des Absenders. Wenn es richtig laufen würde, müsste der Empfänger sich beim Absender melden und dieser müsste sich drum kümmern, warum seine Post nicht beim Empfänger ankommt. Das macht sich aber schlecht, wenn man nicht weiß das man Post bekommt.
    Das hatte ich ja auch mit meinem Ärger: Ein Paket an mich geisterte durch die Welt - und ich wußte nicht von wem. An wen soll man sich da wenden? Jedenfalls habe ich nach einer netten Beschwerde mein Paket und eine "Entschädigung" erhalten (übrigens kommentarlos )

    Und dann gibt es auch Verträge, die man nicht unbedingt als solche betonen muss, so wie man einen Vertrag mit den Beförderungsunternehmen abschließt, wenn man in einen Bus steigt (Konkludentes Handeln).

    Auch ist es bei weitem nicht notwendig, dass man im Leben allem zustimmt und das allles irgendwo in Gesetzen stehen muss. Es gibt gewisse Grundlegen im gesellschaftlichen Leben (eine Säule des Rechts: Gewohnheitsrecht). Dazu gehört auch, dass man einen Namen hat, eine Bleibe (mit Adresse), einen Briefkasten ... Und dazu gehört auch, dass man Post empfangen kann, da das zu den Grundlagen einer Kommunikation in der Gesellschaft (ich meine die im sozialen Zusammenhang, nicht politisch) gehört und ohne die kann eine Gesellschaft nicht existieren.
    Wir sind zwar alles Individuen, die selbst entscheiden dürfen, aber genauso sind wir Teil einer Gesellschaft, wo es Grundregeln zum Zusammenleben gibt. Und dazu gehört auch der Name, die Adresse, ...

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