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Kleinanzeigenmarkt kostenlos

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Kleinanzeigenmarkt kostenlos
    Hallo liebe Gemeinde.

    Was muss man bei dem Betrieb eines Online-Kleinanzeigenmarktes als Privatperson beachten?

    -Sind Nutzer des Kleinanzeigenmarktes als Kunden zu sehen, die eine kostenlose Dienstleistung kaufen? Wird man in dem Moment vom privaten Anbieter zu einem Marktteilnehmer, der im geschäftlichen Verkehr handelt?
    Wenn ja, was bedeutet das für denjenigen?

    -Wann darf man Werbung in dem eigenen System machen?

    -Darf man die bereits angemeldeten Nutzer per E-Mail auf Änderungen/Neuerungen im System, interessante Angebote aufmerksam machen?

    -Kann der Betreiber des Marktes für Betrug bei einer Transaktion zur Verantwortung gezogen werden, die durch seinen Kleinanzeigenmarkt initiiert wurde? Wie kann er sich dagegen schützen?

    -Ist der Beteriber für den Inhalt der Anzeigen verantwortlich? Kann man klarstellen, dass der Inserent die alleinige Verantwortung trägt?

    -Muss eine Telefonnummer im Impressum stehen, oder reicht Name, Postanschrift und Emailadresse?

    Grüße,

    Atti

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinanzeigenmarkt kostenlos
    Sind Nutzer des Kleinanzeigenmarktes als Kunden zu sehen, die eine kostenlose Dienstleistung kaufen?
    Kommt darauf an, wie die Bedingungen geregelt sind. Ist für den Kunden nicht direkt erkenntlich und hat er keinen anders lautenden Regelungen zugestimmt, kann er annehmen, er handelt mit dem Betreiber der Seite.
    Wird man in dem Moment vom privaten Anbieter zu einem Marktteilnehmer, der im geschäftlichen Verkehr handelt?
    Könnte sein. Abhängig von den Bedingungen.
    Wenn ja, was bedeutet das für denjenigen?
    Erforderlichkeit der Anbieterkennzeichnung (Impressum), Vertrags-Haftung, Inhalts-Haftung, eventuell Gewerbe, ... eben alles, was in den Gesetzen festgelegt ist.
    Wann darf man Werbung in dem eigenen System machen?
    Immer, wenn ich die Frage richtig verstanden habe Allerdings könnte hier dann eine gewerbliche Tätigkeit vorliegen (Gewerbe erforderlich, Buchführung, Steuern ...)
    Darf man die bereits angemeldeten Nutzer per E-Mail auf Änderungen/Neuerungen im System, interessante Angebote aufmerksam machen?
    Nur wenn die Nutzer dem ausdrücklich zugestimmt haben. Eine stillschweigende Zustimmung gibt es hierfür nicht.
    Kann der Betreiber des Marktes für Betrug bei einer Transaktion zur Verantwortung gezogen werden, die durch seinen Kleinanzeigenmarkt initiiert wurde?
    Ja, da er der Betreiber ist und dem Kunden vielleicht nicht bewußt sein könnte mit wem er handelt (siehe oben). Und wenn der Verkäufer nicht ermittelt weden kann, könnte dies auf fehlende Prüfung durch den Betreiber zurückzuführen sein.
    Wie kann er sich dagegen schützen?
    Hier sind entsprechende Regelungen in den Nutzungsbedingungen möglich, denen der Käufer ausdrücklich zustimmen muss.
    -Ist der Beteriber für den Inhalt der Anzeigen verantwortlich?
    Ja.
    Kann man klarstellen, dass der Inserent die alleinige Verantwortung trägt?
    Nein. Der Betreiber hat die Verantwortung für den Inhalt seiner Seite. Ein Ausschluss dieser Verantwortung ist auch durch Regelungen nicht möglich. Der Betreiber hat also Kontrollpflichten.
    Muss eine Telefonnummer im Impressum stehen, oder reicht Name, Postanschrift und Emailadresse?
    Die erforderlichen Inhalte sind im TMG ferstgelegt.
    [url]http://www.e-recht24.de/artikel/tmg/183.html[/url]

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kleinanzeigenmarkt kostenlos
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Kommt darauf an, wie die Bedingungen geregelt sind. Ist für den Kunden nicht direkt erkenntlich und hat er keinen anders lautenden Regelungen zugestimmt, kann er annehmen, er handelt mit dem Betreiber der Seite.
    Das kann man also in Nutzungsbedingungen regeln. Man schreibt dann sowas wie "Auf dieser Plattform sind ausschließlich Nutzer gegenseitige Handelpartner"?

    Könnte sein. Abhängig von den Bedingungen.
    Auch da schreibt man dann sowas wie "Die Plattform wird privat betrieben, der Plattformbetreiber hat keinen gewerblichen Nutzen"
    Die Argumentation könnte nur schwer werden, wenn Werbung eingebunden ist, richtig?

    Erforderlichkeit der Anbieterkennzeichnung (Impressum), Vertrags-Haftung, Inhalts-Haftung, eventuell Gewerbe, ... eben alles, was in den Gesetzen festgelegt ist.
    Und

    Immer, wenn ich die Frage richtig verstanden habe Allerdings könnte hier dann eine gewerbliche Tätigkeit vorliegen (Gewerbe erforderlich, Buchführung, Steuern ...)
    Wer kann einem sagen, ob das in konkreten Fällen nötig ist?

    Nur wenn die Nutzer dem ausdrücklich zugestimmt haben. Eine stillschweigende Zustimmung gibt es hierfür nicht.
    Und hier ebenfalls die Nutzungsbedingungen: "Der Nutzer erklärt sich damit einverstanden, über wichtige Änderungen technischer und rechtlicher Art informiert zu werden."

    Reicht das schon oder muss das Wort eMail fallen. Da denkt man doch sofort, man will die Leute zuspammen.

    Ist SPAM eigentlich ein juristisch gebrauchtes Wort oder Slang?


    Ja, da er der Betreiber ist und dem Kunden vielleicht nicht bewußt sein könnte mit wem er handelt (siehe oben). Und wenn der Verkäufer nicht ermittelt weden kann, könnte dies auf fehlende Prüfung durch den Betreiber zurückzuführen sein. Hier sind entsprechende Regelungen in den Nutzungsbedingungen möglich, denen der Käufer ausdrücklich zustimmen muss.
    Und was könnte da in den Nutzungsbedingungen stehen?
    Wer kann mir da helfen?

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinanzeigenmarkt kostenlos
    Das kann man also in Nutzungsbedingungen regeln.
    Ja. Ein Beispiel dafür sind eBay und andere Plattformen, wo die Verträge nicht mit den Betreiber der Seite geschlossen werden.
    Die Argumentation könnte nur schwer werden, wenn Werbung eingebunden ist, richtig?
    Richtig. Die Frage ob privates oder gewerbliches Interesse des Betreibers ist dabei völlig egal. Entscheidend ist, was am Ende rauskommt.
    Und hier ebenfalls die Nutzungsbedingungen: "Der Nutzer erklärt sich damit einverstanden, über wichtige Änderungen technischer und rechtlicher Art informiert zu werden."

    Reicht das schon oder muss das Wort eMail fallen. Da denkt man doch sofort, man will die Leute zuspammen.
    Das reicht nicht. Der Nutzer muss ausdrücklich zustimmen. Das heißt, es darf nicht in Nutzungsbedingungen versteckt sein, die Zustimmung muss direkt dafür (zum Beispiel durch ein Häkchen) erfolgen. Auch ist das ein Opt-in - sprich, der Nutzer muss das Häkchen bewußt setzen, es darf nicht voreingestellt sein.
    Ist SPAM eigentlich ein juristisch gebrauchtes Wort oder Slang?
    Jeder weiss was gemeint ist Ist ein inzwischen schon im Sprachgebrauch (glaube, es steht sogar schon im Duden). Juristisch ist es aber eher "Belästigung" oder sowas.
    Da denkt man doch sofort, man will die Leute zuspammen.
    Hand aufs Herz - was will man sonst? Man will den Leuten doch immer wieder eine Mail schicken - ob ihn gerade das interessiert oder nicht ist dem Absender doch "egal". Wenn ich etwas haben will, sage ich Bescheid, wenn nicht, möchte ich auch nichts haben. Wer am Tag hunderte von unaufgeforderten Mails bekommt, die immer wieder versuchen ihre Aufmerksamkeit durch alles Mögliche und jeden Müll zu erregen, weiß, wovon ich rede ...
    Und was könnte da in den Nutzungsbedingungen stehen?
    Wer kann mir da helfen?
    Ausschließlich ein Anwalt. Da dies Rechtsberatung ist und diese in D Anwälten vorbehalten ist.

    Und was das Gewerbe angeht, da können die Behörden, entsprechende Einrichtungen (Gründerzentren u.ä.), Steuerberater und natürlich auch Anwälte helfen

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kleinanzeigenmarkt kostenlos
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Hand aufs Herz - was will man sonst? Man will den Leuten doch immer wieder eine Mail schicken - ob ihn gerade das interessiert oder nicht ist dem Absender doch "egal". Wenn ich etwas haben will, sage ich Bescheid, wenn nicht, möchte ich auch nichts haben.
    Das hab ich gelesen:
    Nur wer die elektronische Adresse eines Kunden im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung erhalten hat, darf diese Adresse zur Direktwerbung für eigene ähnliche Waren oder Dienstleistungen nutzen. Dabei ist dem Kunden jederzeit die Möglichkeit zu gewähren, die weitere Nutzung seiner Mail zu untersagen. Dies sieht § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) in seiner neuen Fassung vor, die in den nächsten Tagen in Kraft tritt.
    Wie läuft das denn ursprünglich ab. Sagen wir mal die Kfz-Werkstatt eine beliebten Automobilherstellers renoviert und veranstaltet einen Tag der offenen Tür, oder entschließt sich gar die neue Hebebühne den Kunden kostenlos zur Verfügung zu stellen (mal gedanklich), hat diese dann nicht die Möglichkeit den Kunden darüber zu informieren, es sein denn er hat das beim Autokauf genehmigt?

    Grüße,

    Atti

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinanzeigenmarkt kostenlos
    Wichtig ist dieser Passus
    im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung
    Das heißt: erst wenmn ein Vetragsverhältnis bestand, welches aus einem Kauf resultiert, dürfen die Daten verwendet werden. Und auch nur von dem, bei dem gekauft wurde.
    Eine reine Registrierung auf irgendeiner Seite ist kein Verkauf.
    Wie läuft das denn ursprünglich ab. Sagen wir mal die Kfz-Werkstatt eine beliebten Automobilherstellers renoviert und veranstaltet einen Tag der offenen Tür, oder entschließt sich gar die neue Hebebühne den Kunden kostenlos zur Verfügung zu stellen (mal gedanklich), hat diese dann nicht die Möglichkeit den Kunden darüber zu informieren, ...
    Nein, denn es wurde keine Ware oder Dienstleistung verkauft. Verkauft der Händler aber dem Kunden ein Auto, dann darf er.

  7. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kleinanzeigenmarkt kostenlos
    Verstehe ich. Und man kauft von der Zeitung keine DL wenn man eine Annonce aufgibt?

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kleinanzeigenmarkt kostenlos
    Doch Kauft man bei der Kleinanzeigenplattform etwas, wenn man seine Anzeige aufgibt? Ja, aber nur dann. Also es muss ein Vertrag über die Dienstleistung bestehen. Und damit wären dann auf der Plattform Mails an die Verkäufer möglich, nicht aber an die Käufer, die keinen Vertrag mit der Plattform eingegangen sind. So sehe ich das

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