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Internetshop verschickt stornierten Artikel.

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Internetshop verschickt stornierten Artikel.
    Guten Abend.
    Ich möchte nicht lang um den heißen Brei herum reden, meine Frage bezieht sich auf folgende Situation:
    X kauft in Internetshop Y den Artikel A per Vorkasse und überweist den Betrag.
    Kurze zeit später entscheidet sich X jedoch für den Artikel B (günstiger als A) und möchte diesen, anstatt A und teilt dies auch dem Shop Y mit.
    Y willigt ein und bestätigt, B schnellstmöglichst zu verschicken, sobald Geld eingegangen ist und fordert von X die Kontodaten um das zu viel überwiesene Geld zurück zu überweisen.
    X merkt jedoch am Abend des nächsten Tages, dass der Artikel B erst wieder in 2 Wochen verfügbar sein wird.
    Da X nicht so lange warten kann, bittet er den Shop Y, beide Artikel zu stornieren und den gesammten Betrag wieder zurück zu überweisen.
    Eine Stunde nach dieser Bitte, erhält X jedoch eine email von Y, dass
    der Artikel A soeben verpackt wurde und in kürze das Versandlager verlässt.
    X schreibt Y nochmals, mit der Bitte, das Paket, wenn noch möglich, aufzuhalten.
    Die ganze Kommunikation erfolgte per email.

    Wenn X nun das Paket einfach nicht annimmt,
    muss Y dann den gesammten Betrag inkl. Porto zurück überweisen?

    Danke schonmal für Antworten.
    Grüße, cub36

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Internetshop verschickt stornierten Artikel.
    Wenn der Zugang der letzten nachricht nachgewiesen werden kann (dass muss der Absender machen), also zum Beispiel durch eine Antwort, kann der Käufer die Annahme des Pakets verweigern.
    Kann er das nicht nachweisen, kann er die Annahme zwar auch verweigern, müsste aber die Mehrkosten, die dem Verkäufer entstehen (und Annahme verweigert ist ziemlich teuer) eventuell ersetzen. Als Käufer würde ich dann das Paket annehmen und von meinem Widerrufsrecht Gebrauch machen.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Internetshop verschickt stornierten Artikel.
    Empfangsbestätigung nicht vorhanden und auf die email wurde auch nicht geantwortet.

    Ein wichtiger fakt ist noch, dass der Verkäufter A verschickt hat,
    obwohl Käufer und Verkäufer sich auf den Verkauf von Produkt B geeinigt hatten,
    oder etwa nicht?

    Ist es, denn billiger für den Käufer das Paket anzunehmen und es zurückzuschicken,
    wie wenn er es einfach nicht annimmt?

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Internetshop verschickt stornierten Artikel.
    Empfangsbestätigung nicht vorhanden und auf die email wurde auch nicht geantwortet.
    Dann könnte der Käufer ein Problem haben, das Ganze nachzuweisen. Das müsste er in einem Streitfall nämlich.
    Ein wichtiger fakt ist noch, dass der Verkäufter A verschickt hat,
    obwohl Käufer und Verkäufer sich auf den Verkauf von Produkt B geeinigt hatten,
    oder etwa nicht?
    Schon, aber auch diese Einigung muss nachweisbar sein.
    Und man könnte jetzt sagen, der Käufer wusste doch gar nicht wirklich, welcher Artikel im Paket ist. Er hat zwar die Versandbestätigung für A bekommen - doch das kann ja auch ein EDV-Fehler gewesen sein, weil die Änderung der Bestellung noch nicht im System war ... Das ist zwar alles spekulativ, aber aus meiner Sicht war es einfach "überzogen", die Annahme zu verweigern.
    Ist es, denn billiger für den Käufer das Paket anzunehmen und es zurückzuschicken,
    wie wenn er es einfach nicht annimmt?
    Ja. Ich kann es nicht genau sagen, aber ich glaube mal gesheen zu haben, dass eine verweigerte Annahme eines Paketes den Absender 12 € kostet. Also das doppelte der üblichen Paketgebühr.
    Und für den Käufer kann es garantiert billiger werden, denn im Falle eines Widerrufs könnte der Verkäufer die Rücksendekosten erstatten müssen.

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Internetshop verschickt stornierten Artikel.
    Vielen Dank erstmal.
    Also einfach wenn man dieses Paket bekommt annehmen und erst einmal schauen was drin ist.

    Wenn man den Inhalt, egal welches Produkt es ist, sowieso
    nicht möchte, sollte man es einfach am Tag darauf zurück schicken,
    oder sollte man zuerst den Verkäufer kontaktieren?
    Und würde es in diesem Fall einen Unterschied machen, ob man nun das
    gewünschte oder das nicht gewünschte Paket erhält
    (Wobei es eigentlich unmöglich das gewünschte sein kann, wenn dieses nicht auf Lager ist)?

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Internetshop verschickt stornierten Artikel.
    Kann man jetzt machen, wie man will
    Und wie man den Widerruf dann begründet oder auch nicht (muss man ja nicht) bleibt jedem selbst überlassen.
    Auf jeden Fall würde ich es immer so machen, dass allen die geringsten Kosten entstehen

  7. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Internetshop verschickt stornierten Artikel.
    Wenn nun ein Auszug der Wiederberufsbelehrung folgendermaßen lautet:
    Paketversandfähige Sachen sind an uns zurückzusenden. Sie haben die Kosten der Rücksendung zu tragen, wenn die gelieferte Ware der bestellten entspricht und wenn der Preis der zurückzusenden Ware einen Betrag von 40 Euro nicht übersteigt oder wenn Sie bei einem höheren Preis der Ware zum Zeitpunkt des Widerrufs noch nicht die Gegenleistung oder eine vertraglich vereinbarte Teilzahlung erbracht haben. Andernfalls werden Ihnen die Kosten für die Rücksendung zurückerstattet.
    Gehen wir davon aus, dass die gelieferte Ware diesen Wert von 40€ überschreiten würde.
    Allerdings sagt dieses "und" ja, dass man die Kosten für die Rücksendung nur dann erstatten bekommen würde, wenn die gelieferte Ware auch nicht der gewünschten entspräche, oder?

    Wenn in der Widerrufsbelehrung weiter steht:
    Die bereits angefallenen Versandkosten (Hinversand zum Kunden) werden NICHT erstattet, da dies eine erbrachte Dienstleistung ist, welche nicht zurückgenommen werden kann!
    Ist dies dann endgültig?

    Zu diesem Problem bin ich auf folgenden Artikel gestoßen:
    [url]http://www.vz-nrw.de/UNIQ120587719201143/link201226A[/url]
    Geändert von cub36 (18.03.2008 um 23:00 Uhr)

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Internetshop verschickt stornierten Artikel.
    Falsch gelesen
    Sie haben die Kosten der Rücksendung zu tragen, wenn ...
    Also der Käufer hat die Kosten nicht zu tragen, wenn eine der beiden Voraussetzungen nicht erfüllt ist. Und da im Beispiel beides nicht erfüllt wäre ... Ansonsten wäre das ja auch völlig unlogisch: Der Käufer bekommt was anderes und müsste die Rücksendekosten tragen. So schlimm ist unser Recht nun wirklich noch nicht ...
    Ist dies dann endgültig
    Nein. Inzwischen gibt es (neben der genannten) auch noch andere Rechtssprechungfen, wo der Verkäufer verpflichtet wurde, die Versandkosten zu tragen.
    Wenn was Falsches geliefert wurde sowieso.

  9. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Internetshop verschickt stornierten Artikel.
    Nun gut, dann müsste der Käufer sich wegen der Erstattung des Portos für die Hinsendung einfach mit dem Verkäufer in Kontakt setzen.
    Wenn der Verkäufer dieses nicht übernehmen will, wirds dann aber schwieriger.

    Ich zum Beispiel hätte keine Lust, da nen riesen Rechtsstreit anzufangen,
    nur wegen ein paar Euro Porto.
    Würde mich zwar ärgern und nächstes mal lieber woanders bestellen,
    aber lieber bezahlen, wie alles noch komplizierter zu machen.
    Es ist ja nicht jeder ein Michael Kohlhaas.

  10. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Internetshop verschickt stornierten Artikel.
    Noch eine letzte Frage:
    Wenn der Shop nun eine email verschickt die in etwa so lautet:

    Hallo Herr Mustermann,

    vielen Dank für Ihre eMail. Leider wurde Ihre Bestellung bereits versendet und somit ist eine Stornierung nicht mehr möglich. Sie können die Annahme des Paketes verweigern, welches anschließend zu uns zurückgesendet wird und damit eine Stornierung auslöst.

    Mit freundlichem Gruß.
    Lieber annehmen und zurückschicken oder direkt verweigern?
    Unnötige Unkosten sollten vermieden werden.
    Geändert von cub36 (19.03.2008 um 20:36 Uhr)

  11. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Internetshop verschickt stornierten Artikel.
    In einem solchen Fall sollte man die Annahme unbedingt verweigern, da man ja hier dazu aufgefordert wird und so die Stornierung wirksam wird. Der Verkäufer ist sich in dem Fall also der Kosten bewußt und nimmt sie in Kauf.

    Nimmt man in diesem Fall die Ware an, hebt man die Stornierung wieder auf.

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