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Virtuelles Hausverbot missachtet

  1. Neuer Benutzer
    Registriert seit
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    Beiträge
    4
    Standard Virtuelles Hausverbot missachtet
    Hallo!

    In einem anderen Forum habe ich gerade mit einigen Admins eine Diskussion laufen.
    Thema: virtuelles Hausrecht, Erteilung von virtuellem Hausverbot und Missachtung durch den Nutzer.
    Ich würde gerne weitere Meinungen dazu hören.

    Fallbeispiel:

    XYZ wird aus einem Community gelöscht und es wird ein virtuelles Hausverbot gegen ihn ausgesprochen.
    XYZ registriert sich aber immer wieder mit dem offensichtlichen Ziel weiter Unruhe in der Community zu verbreiten.
    Die Betreiber sperren einen Account nach dem anderen, immer wieder registriert sich XYZ neu. Teils werden Anonymisierungsdienste zur Verschleierung der IP-Adresse verwendet.

    1. Hat ein Betreiber hier die Möglichkeit Anzeige zu erstatten wenn Name, Anschrift ect. vorliegen oder auch ohne persönliche Daten von YXZ?

    2. Welcher Straftatbestand wäre erfüllt, wenn die Möglichkeit einer Anzeige besteht?

    3. Macht es einen Unterschied ob eine solche Community gewerblich betrieben wird (Stichwort: Geschäftsschädigung)?

    4. Wie könnte vermutlich der Verlauf einer solchen Anzeige sein, was erwartet XYZ?




    Ich bin der Meinung ein Betreiber kann XYZ anzeigen.

    a) wegen Missachtung des virtuellen Hausverbots
    b) wegen Belästigung

    und wenn die Seite gewerblich betrieben wird auch

    c) wegen Geschäftsschädigung (andere Nutzer bleiben fern, Einnahmen sinken)


    Ich bin gespannt auf eure Meinung!

  2. Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    26.03.2007
    Beiträge
    8.430
    Standard AW: Virtuelles Hausverbot missachtet
    Zum Verbot
    de.wikipedia.org/wiki/Virtuelles_Hausverbot
    Allerdings ungeprüft, die Urteile müsste man sich anschauen. Aber ganz wichtig: Es kommt immer auf den Einzelfall an.
    Und aus meiner Sicht macht es keinen Unterschied, ob privat oder gewerblich.
    Bei gewerblich könnte aber eher auf Verstöße gegen Verträge abgestellt werden (da bei gewerblichen Foren meistens Verträge bestehen).

    Und erwarten dürfte den unerwünschten Nutzer die Verurteilung zum fernbleiben. Die Strafe dürfte zusätzlich wohl Geldstrafe werden.

    Belästigung würde ich hier erst sehen, wenn ein Schaden entstanden ist.
    Und Geschäftsschädigung wäre nichts anderes Schadensersatz - also muss ein Schaden enstanden sein. Und einen "imaginären" Schaden (Fernbleiben von Nutzern ...) kann man in D nicht geltend machen - es sei denn, man kann diesen Nachweisen (also z.. X Leute, die tatsächlich nachweisbar deswegen fern geblieben sind = Y Schaden).

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