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Softwareverkauf

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Softwareverkauf
    Hallo,
    Person möchte gerne Software Online (nur Download) verkaufen. Diese Person ist noch im Angestellten-Verhältnis und hat die Software in den letzten Jahren als Hobby entwickelt und möcht sie dann Online verkaufen.
    Muss diese Person Gewerbe dazu anmelden ? Die Person hat keine Ahnung welche Absatzmengen zu erwarten sind, es ist ein Experiment.
    Die Person hat dazu auch eine Website gemietet und möchte dort ein (Mini)Online-Shop anbieten. Shop ist ein bissel übertrieben, es gibt nur ein Produkt. Muss diese Person auf irgendwelche besondere AGBs achten ? Welche rechtliche Fallen gibt es hier ? Gleich einen Anwalt einzuschalten für diese Person wäre erstmal zu teuer.

    Was glaubt ihr, wie kompliziert wird die "Sache" für diese Person ?

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Softwareverkauf
    Wenn eine Tätigkeit darauf ausgerichtet ist, langfristig Gewinn zu erzielen, muss ein Gewerbe angemeldet werden. Dabei ist es unerheblich, ob es nur ein Experiment ist oder in den ersten Jahren nur mit Verlust gerechnet wird.
    Es kommt also darauf an, ob damit Einnahmen erzielt werden sollen. Würde ich in dem Beispiel von ausgehen, also ja. Vorallem wenn auch eine Webseite dahintersteht, da dies einen eher "professionellen" Eindruck macht und offensichjtlich längerfristig ausgelegt ist. Was anderes wäre zum beispiel ein Gelegenhgeitsverkauf bei eBay oder der persönliche Gelegenheitsverkauf an Privatpersonen.

    Und zu einem Gewerbe gehört dann halt das ganze drum herum. Umsatzsteuervoranmeldungen, Buchführung, Rechnungen, Jahresabschluss, Einkommenssteuererklärungen ...
    Einoiges kann man über Kleinunternehmerregelung (Umsatzsteuer, Buchführung) vereinfachen, aber Kenntnisse sollte man schon dazu haben.


    Was glaubt ihr, wie kompliziert wird die "Sache" für diese Person ?
    Kommt darauf an, wieviel betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse die Person hat: gar keine = sehr kompliziert und abschreckend; sie kennt jemanden der Ahnung hat = sehr einfach; betriebswirtschaftliche Ausbildung = Kinderspiel

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Softwareverkauf
    Hallo,
    ich hätte noch einige zusätzliche Fragen:

    - die Person möchte die Seiten und die Webprsäenz nur in englischer Sprache halten. Ist sie verpflichtet es auch auf deutsch anzubieten ? Vor allem die AGBs werden auf englisch sein.

    - Braucht die Person überhaupt AGBs ? Wenn ich es richtig verstanden habe greifen doch Standard AGBs (BGB) wenn man keine eigene hat.

    Um es zusammen zu fassen, Ziel der Person ist das ganze erstmal so einfach wie möglich zustarten und trotzdem rechtlich auf der sicheren Seite bleiben.

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Softwareverkauf
    - die Person möchte die Seiten und die Webprsäenz nur in englischer Sprache halten. Ist sie verpflichtet es auch auf deutsch anzubieten ? Vor allem die AGBs werden auf englisch sein.
    Wenn sich das Angebot an Deutsche richtet muss es auch in Deutsch verfügbar sein. Man darf nicht davon ausgehen, das jeder der die Seite besucht englisch kann. Besonders betrifft das vertraglich relevante Bereiche (Bedingungen, Anbieter ...)
    Braucht die Person überhaupt AGBs ? Wenn ich es richtig verstanden habe greifen doch Standard AGBs (BGB) wenn man keine eigene hat.
    Das muss jeder für sich selbst entscheiden. AGB sind zusätzliche Vertragsbedingungen, die für viele Verträge gelten. Braucht man das nicht, gelten aber die Gesetze.
    Um es zusammen zu fassen, Ziel der Person ist das ganze erstmal so einfach wie möglich zustarten
    Das ist aber deren Problem, dem Recht ist das völlig egal.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Softwareverkauf
    Wenn sich das Angebot an Deutsche richtet muss es auch in Deutsch verfügbar sein. Man darf nicht davon ausgehen, das jeder der die Seite besucht englisch kann. Besonders betrifft das vertraglich relevante Bereiche (Bedingungen, Anbieter ...)
    Das Angebot besteht nur aus einer Software (Tool), die man nach dem Kauf downloaden kann. Das Tools selbst ist auf englisch. So gesehen richtet sich die Software sprachlich gesehen an Englischsprachige. Von dem was das Tool tut richtet es sich eigentlich an alle.
    Das es sich hier um eine Software handelt, ist es offensichtlich, daß die Person so was wie Haftung und "Folgen" usw. (was halt bei Software so typisch ist) ausschliessen muss. Muss sie diese ausdrücklich in ein AGB packen (wieder die Frage : reicht englisch?) ?

    Kann man ein Rückgabe der Software ausschliessen ? Also auch als Klausel in der AGB.

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Softwareverkauf
    Das Angebot besteht nur aus einer Software (Tool), die man nach dem Kauf downloaden kann. Das Tools selbst ist auf englisch. So gesehen richtet sich die Software sprachlich gesehen an Englischsprachige. Von dem was das Tool tut richtet es sich eigentlich an alle.
    Was die Software kann ist völlig nebensächlich. es geht darum, das Kaufverträge abgeschlosen werden. Und die müssen verständlich (und somit in deutsch) sein. Ob das Produkt dann nur in englisch ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Nur der Kaufvertrag ist davon unabhängig.
    Das es sich hier um eine Software handelt, ist es offensichtlich, daß die Person so was wie Haftung und "Folgen" usw. (was halt bei Software so typisch ist) ausschliessen muss. Muss sie diese ausdrücklich in ein AGB packen (wieder die Frage : reicht englisch?) ?
    Ist zwar nicht offensichtlich, aber sowas kann man sicherlich regeln (auch wenn man damit nicht immer aus der Haftung kommt). Aber auch hier reicht nicht englisch - Nutzungs- und Lizenzbedingungen (hier wäre das meiner Meinung nach eher angebracht, da das nichts mit dem Vertrag zu tun hat) müssen aber auch in der Sprache sein, die der Nutzer versteht - sind sie es nicht, werden sie in der Regel nicht herangezogen (schließlich kann der Nutzer behaupten, er hätte es nicht verstanden)
    Kann man ein Rückgabe der Software ausschliessen ? Also auch als Klausel in der AGB.
    Kann man. Muss man aber normalerweise nicht, da das Widerrufsrecht für Software eigentlch gesetzlich ausgeschlossen ist. Aber zumindest in der Widerrufsbelehrung sollte man darauf hinweisen.
    Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.

  7. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Softwareverkauf
    Wieder einmal Danke für deine Antworten !

    Eine Frage noch:
    Muss ein Impressum unbedingt eine Telefonnummer (und Fax) beinhalten ?
    Reicht da die Post- und E-Mail-Adresse nicht aus ?

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