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Ware angeblich nicht angekommen

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Ware angeblich nicht angekommen
    Hallo,

    was passiert in einem solchen Fall:

    Der Versender ist ein gewerblicher Verkäufer.
    Der Käufer tritt als Privatperson auf.

    Der Kunde hat die Ware angeblich nicht erhalten, weil sie als Maxibrief versendet wurde. Bei Briefen oder unversicherten Pakete kann man nämlich nicht feststellen, ob sie ordnungsgemäß abgeliefert wurden.
    Der Verkäufer kann nur ein gesamter Kassenbon für mehrere Briefmarken vorweisen. Es wurde wie in der Beschreibung vereinbart, die Ware als unversichert zu schicken.
    Muss der Verkäufer für den Schaden aufkommen ?

    Gruss
    Ufos

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Ware angeblich nicht angekommen
    Unversichert hat erstmal nichts damit zu tun, dass man keinen Nachweis hat. Das ist eines der größten Irrtümer
    Wenn Versand vereinbart war, besteht Schickschuld, das heißt, der Verkäufer hat dann seine Pflicht getan, wenn er die Ware dem Versandunternehmen übergeben hat.
    Im Streitfall müsste er dies also nachweisen können (jeder muss das beweisen, was für ihn günstig ist). Entweder über Belege, Zeugen oder ähnliches. Ob der Nachweis dann ausreicht, wird, sollten sich Verkäufer und Käufer nicht einigen, das Gericht entscheiden.
    Kann er keinen Nachweis erbringen, wird im Endeffekt wohl angenommen werden, das er nichts verschickt hat.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Ware angeblich nicht angekommen
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    ...

    Im Streitfall müsste er dies also nachweisen können (jeder muss das beweisen, was für ihn günstig ist). Entweder über Belege, Zeugen oder ähnliches. Ob der Nachweis dann ausreicht, wird, sollten sich Verkäufer und Käufer nicht einigen, das Gericht entscheiden.
    Kann er keinen Nachweis erbringen, wird im Endeffekt wohl angenommen werden, das er nichts verschickt hat.
    Angenommen der Verkäufer hat die Ware wirklich versendet und der Käufer hat sie wirklich nicht bekommen. Trotzdem können sie sich nicht einigen, und der Richter entscheidet zu Gunsten des Verkäufers, weil er ihm mehr Glauben schenkt. Dadurch ist dem Käufer unrecht geschehen, weil er wie gesagt wirklich unschuldigt ist.
    Demnach muss einer von beiden auf jeden Fall Nachteil erleiden, wenn die Entscheidung getroffen wird. Ich sehe in diesem Fall das Rechtssystem auf sehr wackeligen Beinen stehen !

    Gruss
    Ufos

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Ware angeblich nicht angekommen
    Angenommen der Verkäufer hat die Ware wirklich versendet und der Käufer hat sie wirklich nicht bekommen
    Wie sollte das möglich sein? Dann wäre auf dem Versandweg etwas abhanden gekommen, was auch nachgewiesen werdne kann (Versandgewicht ...)
    Ich sehe in diesem Fall das Rechtssystem auf sehr wackeligen Beinen stehen !
    Recht geschieht dem, der es hat. Und genau einer hat recht (einer lügt, einer nicht).
    Demnach muss einer von beiden auf jeden Fall Nachteil erleiden, wenn die Entscheidung getroffen wird.
    Ist das nicht immer so im Leben?
    Wie würdest du dir eine solche Entscheidung vorstellen?

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Ware angeblich nicht angekommen
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Wie sollte das möglich sein? Dann wäre auf dem Versandweg etwas abhanden gekommen, was auch nachgewiesen werdne kann (Versandgewicht ...) Recht geschieht dem, der es hat. Und genau einer hat recht (einer lügt, einer nicht).
    Wenn ein Brieg unterwegs aus welchen Gründen auch immer verloren ist, dann gibt es keine Möglichkeit ihn zu finden weder übers das Gewicht noch über Namen, ist ja klar, denn dieser Brief ist ja nirgendswo registriert worden. In diesem Fall stimmt Ihre Aussage nicht, daß einer lügt, einer nicht, das ist zu pauschal.

    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Ist das nicht immer so im Leben?
    Wie würdest du dir eine solche Entscheidung vorstellen?
    Ehrlich gesagt weiss ich auch nicht, wie ich mich entscheiden soll. Aber eine Entscheidung treffen zu müssen, die auf jeden Fall ungerecht ist, scheint nicht ratsam zu sein. Wenn aber keine Entscheidung gefällt wird, führt zum selben Ergebnis. Vielleicht sollten die Beteiligten aus richterlichen Gründen sich in der Mitte treffen !

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Ware angeblich nicht angekommen
    In diesem Fall stimmt Ihre Aussage nicht, daß einer lügt, einer nicht, das ist zu pauschal.
    Okay, das mit dem Gewicht war falsch, keine Ahnung was mich da geritten hat Ich hatte irgendwie übersehen, dass die Lieferung komplett abhanden gekommen war - war gedanklich wohl bei einem anderen Sachverhalt.

    Aber im Endeffekt kommt es darauf an, ob jeder seine Pflicht erfüllt hat - und wer, falls etwas passiert, dafür aufkommen muss. Und das ist eben die Frage, in welchem Verantwortungsbereich etwas passiert ist.
    Bei einer Schickschuld, so sehe ich das hier, erfüllt der Verkäufer seine Pflicht, wenn er es dem Versandunternehmen übergeben hat. Wenn das so war, ist der Verkäufer im Endeffekt aus dem Schneider. Das Risiko des Verustes auf dem Versandweg trägt dann der Käufer. Somit dürfte das Recht dann eindeutig sein und eigentlich niemandem Unrecht tun - der Käufer kannte schließlich das Risiko, oder hätte es kennen können, wenn er sich vorher informiert hätte.
    Aber eine Entscheidung treffen zu müssen, die auf jeden Fall ungerecht ist, scheint nicht ratsam zu sein.
    Sonst wäre es keine Entscheidung, die getroffen werden muss. Wenn jeder sein Recht bekommt, muss man sich nicht "streiten", dann wird auch nicht das Recht bemüht. Das Recht wird nur dann in Anspruch genommen, wenn die Interessen sich gegenüber stehen. Das ist das Wesen des Rechts. Dafür kann es nichts Aber sicherlich sind Einigungen immer eine bessere Lösung, das streite ich nicht ab.

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