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Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft
    Hallo,
    ich habe mich hier registriert um mal gleich ein paar Infos zu bekommen. Es geht um folgendes:


    was ist, wenn bei einer Hausdurchsuchung Elektronikartikel mitgenommen werden, auf denen rechtswidrige Inhalte zu finden sind. Zu ungenau? Stimmt, deshalb einbisschen genauer:

    WAS passiert, wenn man, bei einem mitgenommenem Elektroartikel (nicht auf dem PC) Daten von Kreditkarten, Shops bei denen man mit Kreditkarte bezahlen kann findet (also das Bundeskriminalamt)?

    Undzwar ist es aber so, dass der vermeintliche Täter, bei dem die hausdurchsuchung stattgefunden hat, die daten NICHT benutzt hat, also auf keinen Fall diese Daten IRGENDWO gebraucht hat, sondern sie nur auf einem seiner Datenträger gespeichert sind?

    Es kann vorkommen, dass die Daten benutzt wurden, aber nicht von dem "Täter" da die Daten im Internet frei verfügbar sind.

    Was kann passieren, wenn jemand mit diesen Daten Ware bestellt und sie verkauft, dabei aber bei seiner Festnahme den Namen meines Freundes verrät, der sie aber auf einem seiner elektrowaren hat, aber sie KEINESWEGS benutzt hat?

    Droht da das Jugendgefängnis? Mit welchen Strafen kann ein minderjähriger (17 jahre alt), der noch nie vorbestraft wurde, rechnen?

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft
    was ist, wenn bei einer Hausdurchsuchung Elektronikartikel mitgenommen werden, auf denen rechtswidrige Inhalte zu finden sind.
    Auch wenn es ungenau ist: Es kommt darauf an, ob die Straftat nur auf Antrag verfolgt wird oder von "Amts wegen". Bei nur auf Antrag zu verfolgenden Straftaten dürfte keine Ermittlung erfolgen, bei den anderen schon, da die Ermittlungen dazu beginnen müssten, sobald die Ermittlungsbehörden Kenntnis erhalten.
    Im Gesetz muss festgelegt sein, ob die Straftat nur auf Antrag verfolgt wird. Ist das bei den einzelnen Taten nicht definiert gilt meines Wissens nach Ermittlung ab Kenntnis.

    Jetzt zu der eigentlichen Frage
    StGB § 266b Mißbrauch von Scheck- und Kreditkarten
    (1) Wer die ihm durch die Überlassung einer Scheckkarte oder einer Kreditkarte eingeräumte Möglichkeit, den Aussteller zu einer Zahlung zu veranlassen, mißbraucht und diesen dadurch schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    Damit dürfte klar sein, das es eine Straftat ist. Allerdings fehlt hier etwas, was bereits den Besitz der Daten strafbar macht: Die Strafbarkeit des Versuchs. Hab ich erstmal nicht gefunden, dann dürfte der reine Besitz nicht strafbar sein, sondern erst die tatsächliche Nutzung.

    Allerdings wird in der Rechtssprechung bei Kreditkartenbetrug via Computer noch ein andere Straftat bejaht:
    StGB 263a Computerbetrug
    (1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er das Ergebnis eines Datenverarbeitungsvorgangs durch unrichtige Gestaltung des Programms, durch Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten, durch unbefugte Verwendung von Daten oder sonst durch unbefugte Einwirkung auf den Ablauf beeinflußt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    (2) § 263 Abs. 2 bis 7 gilt entsprechend
    Tja, und StGB § 263 Abs. 2 lautet
    Der Versuch ist strafbar.
    Damit ist auch der Besitz solcher Daten strafbar. Man muss sie nicht angewendet haben. Was auch völlig egal ist, da wer sich solche Daten speichert, diese sich auch anwenden möchte.
    Welchen Sin sollte das sonst haben? Damit kann man nicht angeben und "cool" ist das auch nicht (obwohl, möglich ist das schon, allerdings dürfte der IQ dann weit unter "lebensfähig" sein - bei dem der die Daten hat und dem, der sich damit beeindrucken lässt).

    Und da bei beiden nichts von "Antrag" steht, müssen die Ermittlungsbehörden das verfolgen.

    Allerdings ist Freiheitsstrafe bei beiden nicht zwingend, das heißt es könnte auf eine Geldstrafe oder Bewährung hinauslaufen, kommt auf den Täter an.

    Und was die Minderjährigkeit angeht: Die spielt im Strafrecht kaum eine Rolle, da man ab 14 schuldfähig ist. Nur das Gericht ist bis 18 ein anderes, das Gesetz nicht.

    Mit welchen Strafen kann ein minderjähriger (17 jahre alt), der noch nie vorbestraft wurde, rechnen?
    Einzelfallabhängig.

  3. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft
    Hmm okay, aber worauf könnte es denn noch ankommen, also WAS ist genau ausschlaggebend dafür, dass man sich eine freiheitsstrafe als minderjöhriger zufügen können?

    Kommt es auf die Menge der rechtswidriger Daten an? Oder auf die Beweise, die belegen, dass der vermeintliche Täter die Daten verwendet hat?

    Ich mein, wenn es keine genauen Beweise gibt, bis auf Indizien, die zwar dafür sprechen, aber nicht ganz eindeutig sind (meiner Meinung nach) (vorallem weil die Daten ja wirklich nicht benutzt wurden vom angeblichen Täter)

    Also zusammenfassend gesagt: Mich interessiert, was da an Beweisen/Indizien da sein müssen, um in diesem Fall eine Freiheitsstrafe zu kassieren.


    EDIT:

    [quote]Und was die Minderjährigkeit angeht: Die spielt im Strafrecht kaum eine Rolle, da man ab 14 schuldfähig ist. Nur das Gericht ist bis 18 ein anderes, das Gesetz nicht. 8/quote

    Ist das echt so? war mir bis dato unbekannt
    Geändert von Maestro666 (06.10.2007 um 14:18 Uhr)

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft
    Meiner Meinung kommt es auf Vieles an: Das Verhalten, bisherige Auffälligkeiten, besondere Dinge wie "extremes Kaufverhalten" ... Eben alles, was für oder gegen den beabsichtigten Gebrauch der Daten sprechen könnte. Dann sicherlich darauf ob man zu Straftaten (Computerbetrug, Gewalt, Beleidigungen, ...) neigt. Es wird also nicht nur die Straftat sondern das allgemeine Umfeld betrachtet.

    Und wie ich schon gesagt habe, bei dem Besitz dieser Daten kommt es meiner Meinung nach nicht darauf an, ob sie verwendet wurden oder nicht, der bloße Besitz reicht als Straftat. Die Verwendung würde aber sehr wahrscheinlich härter bestraft. Und anhand der Nummern kann man durchaus ermitteln, ob sie bereits unrechtmäßig verwendet wurden, wenn ja kann es durchaus sein, das zusätzlich ermittelt wird, ob das der war, bei dem die Daten gefunden wurde.

    Ob tatsächlich eine Freiheitsstrafe ausgesprochen wird, kommt wohl darauf an, ob man erstmalig auffällig wird oder nicht. Wenn ich das richtig in gelesen habe, war die Frage ja so gestellt, das der Computer wegen was anderem mitgenommen wurde. Es könnte also eine andere Straftat vorzuliegen und das kommt noch dazu ... Meine persönliche Ansicht: In einem solchen Fall wird es bei einem "Ersttäter" nicht gleich Freiheitsstrafe, aber die Einstellung des Verfahrens kann man bestimmt auch vergessen ...

    Ist das echt so? war mir bis dato unbekannt
    Im Strafrecht kommt es auf die Schuldfähigkeit an. Das Strafgesetzbuch sagt dazu
    § 19 Schuldunfähigkeit des Kindes
    Schuldunfähig ist, wer bei Begehung der Tat noch nicht vierzehn Jahre alt ist.
    Somit ist man mit 14 schuldfähig und kann entsprechend des StGB bestraft werden. Ein Jugend-StGB gibt es nun mal nicht, also gilt das StGB. Für Jugendliche bis 18 (und bei entsprechender "Eignung" bis 21 [wenn der Jugendliche bis 21 also nicht als Erwachsener angesehen werden kann]) gilt das JGG (Jugendgerichtsgesetz). Darin werden bestimmte Strafrahmen herabgesetzt, so zum Beispiel das Jugendstrafe max. 10 Jahre dauert, Angaben zum Vollzug gemacht ... Es werden dort also nur Regelungen zur Bestrafung (Dauer, Art, Vollzug) gemacht. Was Straftaten sind, bleibt weiterhin den entsprechenden Gesetzen vorbehalten.

    Was anderes gilt im Zivilrecht. Hier kommt es auf die Geschäftsfähigkeit an, und die ist im BGB geregelt.

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft
    Ja also von einem "erstmaligen Auffällig-werdens" ist hier auf jeden Fall die Sprache! Also noch keine illegalen Sachen etc. bis jetzt, NIX.

    Eben alles, was für oder gegen den beabsichtigten Gebrauch der Daten sprechen könnte. Dann sicherlich darauf ob man zu Straftaten (Computerbetrug, Gewalt, Beleidigungen, ...) neigt. Es wird also nicht nur die Straftat sondern das allgemeine Umfeld betrachtet.
    Ja dummerweise spricht da meiner Meinung nach so einiges dafür, auch wenn mansich das gerne ausreden möchte: Wenn man eben auf sienem Datenträger ne Liste von Internetonlinehsops mit Kreditkartenbezahlung und eine Datei namens "benutzte Kreditkarten" (jetz bspw.) findet, spricht meiner Meinung nach einiges dafür, AUCH wenn er WIRKLICH (!!) nicht der kriminelle Täter gewesen ist..die Daten sind einfach vorhanden gewesen, gut, das ist eine Straftat, das kann man nicht verleugnen die Sachen irgendwo gespeichert zu haben..

    Wenn die Polizistern sich jetzt angucken WÜRDEN, wer der richtige Betrüger sein könnte, würde doch die Schuld nicht auf den "Warenabholer" fallen, sondern auf den, der die Shopliste und die Kreditkartendaten gespeichert hat oder??

    Aber eine Sache ist da noch: Die Benutzung ist NICHT nachweisbar, weil der Betrüger irgendwelche Schutzmaßnahmen getroffen hat, sodass die Benutzung der Daten LEIDER nicht nachweisbar ist, sodass einer nur die Sachen abgeholt haben muss und der andere einfach nur die Kreditkartendaten hat.

    Reicht das, um mit Hilfe von INdizien aber ohne Beweise eine Entscheidung zu fällen und um einen anhand von Indizien zu belangen für eine Straftat ? kommt man damit auch vorm Gericht (seitens der Polizisten) durch?

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft
    Wie bereits gesagt, der Besitz reicht meiner Meinung nach aus. Zumindest der Versuch ist damit eindeutig.
    Ob es wirklich zur Nutzung kam, wird vielleicht anhand einiger Vorgänge untersucht, ich glaub aber nicht, dass die sich die Mühe bei allen machen würden. Vielleicht bei welchen, die bei besonders auffälligen Sachen verwendet wurden (also nicht unbedingt bei Zahlung in Shops. eher bei Zahlung, wo man rechtswidrige Inhalte runterladen kann ...) Und wenn dann da eine aus der Liste auftaucht interessiert der Empfänger nicht, da es einen solchen nicht direkt gibt. Man könnte also ganz schnell auf anderen "Überwachungslisten" landen.

    Aber das sind alles theoretische Konstrukte die man weiter ausweiten oder einschränken kann - eigentlich nur ein paar wenige Möglichkeiten was ich mir vorstellen würde, wenn ich in der Rolle desjenigen wäre, der diese Daten findet.
    Was wirklich passiert kann ich kaum sagen, da ich damit nichts zu tun habe

    Und vielleicht läuft es im Endeffekt auch nur darauf hinaus, dass bestraft wird und die Höhe der Strafe völig egal ist. Denn ob man nun bloss eine Geldstrafe bekommt oder Freiheitsentzug - vorbestraft ist man in beiden Fällen, was im gesellschaftlichen Leben nicht besonders positiv ist ...

  7. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Wie bereits gesagt, der Besitz reicht meiner Meinung nach aus. Zumindest der Versuch ist damit eindeutig.
    Ob es wirklich zur Nutzung kam, wird vielleicht anhand einiger Vorgänge untersucht, ich glaub aber nicht, dass die sich die Mühe bei allen machen würden. Vielleicht bei welchen, die bei besonders auffälligen Sachen verwendet wurden (also nicht unbedingt bei Zahlung in Shops. eher bei Zahlung, wo man rechtswidrige Inhalte runterladen kann ...) Und wenn dann da eine aus der Liste auftaucht interessiert der Empfänger nicht, da es einen solchen nicht direkt gibt. Man könnte also ganz schnell auf anderen "Überwachungslisten" landen.
    Ach was, illegale Inhalte wurden damit bestimmt nicht heruntergeladen..man kann ja anhand der IP nicht herausfinden, WER die daten benutzt hat ! DAS ist nämlich der springende Punkt (in meinen Augen), weil die IP von diesem Betrüger hunderprozentig verschleiert wurde, so dumm ist er ja sicherlicht NICHT.

    Es besteht halt nur der Verdacht, dass sie der Freund mit den Kreidtkarten sie hätte verwenden können, wer sie aber benutzt hat, weiß man im endeffekt nicht, deshalb wollte ich wissen, ob die Indizien ausreichen, auch ohne Beweise den Freund deswegen zu belangen..und anscheinend reicht das Ihres Wissens nach aus..Die Sache ist aber auch, das die Daten frei im Internet verfügbar sind, woher soll der Freund sie sonst haben!

    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Und vielleicht läuft es im Endeffekt auch nur darauf hinaus, dass bestraft wird und die Höhe der Strafe völig egal ist. Denn ob man nun bloss eine Geldstrafe bekommt oder Freiheitsentzug - vorbestraft ist man in beiden Fällen, was im gesellschaftlichen Leben nicht besonders positiv ist ...
    Naja, ob Freiheitsnetzug oder nicht ist SEHR wichtig, in meinen augen!!! Vorbestrafungen stehen doch nicht in der Akte, sodnern nur wenn man im Gefängnis war, und wenn es z.b. bei Bewährung ist, gibts eine Frist, damit sie verjährt also wieder weg ist..

    Oder gibt es auch einen Eintrag in die Akte, ohne irgendeine verjährungsfrist?

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft
    Für eine Straftat muss keine Verwnedung nachgewiesen werden. Der Versuch reicht meiner Meinung in dem Fall nach aus. Sagt ja auch das StGB. "Der Versuch ist strafbar". Und "Versuch" bedeutet, dass es nicht ausgeführt wurde - einen Nachweis für den Versuch muss (und kann) es also nicht geben Die Frage ist ja: "Warum war die Liste auf dem Rechner?" - und die Antwort ist relativ einfach: Weil sie verwendet werden sollte.
    Ach was, illegale Inhalte wurden damit bestimmt nicht heruntergeladen..
    Da wär ich mir nicht so sicher, wenn die Liste wirklich frei verfügbar wäre, könnte sie ja auch ein anderer dafür benutzt haben ...
    weil die IP von diesem Betrüger hunderprozentig verschleiert wurde, so dumm ist er ja sicherlicht NICHT
    Genau deswegen kann man als "Besitzer" einer solchen Liste ja auch in den Verdacht kommen - was zumindest weitere Ermittlungen zur Folge haben könnte, ob die erfolgreich wären lasse ich mal dahingestellt. Aber zumindest kann man so auf Listen rutschen, die irgendwann später mal interessant werden können ...
    ob die Indizien ausreichen, auch ohne Beweise den Freund deswegen zu belangen..
    Es bedarf weder Indizien noch den Nachweis, dass sie benutzt wurden, der Versuch reicht aus ...
    Die Sache ist aber auch, das die Daten frei im Internet verfügbar sind, woher soll der Freund sie sonst haben!
    Na und, das ist keine Rechtfertigung. Im Internet gibt es viele illegale Sachen, dass heißt nicht, dass es dadurch nicht strafbar ist. Im Gegenteil ... Die "Verfügbarkeit" ist für Straftaten keinerlei Rechtfertigung, entscheidend sind der Besitz und die Benutzung.
    Naja, ob Freiheitsnetzug oder nicht ist SEHR wichtig, in meinen augen!!! Vorbestrafungen stehen doch nicht in der Akte, sodnern nur wenn man im Gefängnis war, und wenn es z.b. bei Bewährung ist, gibts eine Frist, damit sie verjährt also wieder weg ist..
    Meiner Meinung nach falsch. Eine Strafe wird eingetragen, und das kann eine Geldstrafe genauso sein wie Freiheitsstrafe auf Bewährung oder Freiheitsstrafe. In die "Akte" kommt die Strafe immer. Und sicherlich verjährt die dann irgendwann wieder (wird gestrichen) aber erstmal ist sie drin. Und diese Frist hat meines wissens nichts mit der Freiheitsstrafe oder Bewährungszeit zu tun.

  9. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft
    Hmm klingt einleuchtend, der VERSUCH ist strafbar.

    Was ist, wenn man gefragt wird, woher man die Liste hat? Das ist schon länger her, sodass man den Link nicht mehr auswendig weiß..

    Es bedarf weder Indizien noch den Nachweis, dass sie benutzt wurden, der Versuch reicht aus ...
    Ja es muss ja nachgewiesen werden, dass es versucht wurde. Wie bei dem Fall: Er hat diese Shopliste und die DATEN, gut, dann sind halt hinweise die den Gebrauch befürworten (auch wenn er in diesem Fall WIRKLICH die Sachen nicht benutzt hat, aber das spielt keine Rolle, da er nicht das Gegenteil nachweisen kann.)

    Der ABHOLER steht doch auch unter Verdacht, bei ihm wurden bestimmt keine daten gefunden (er ist ja nich so dumm), aber der Richter merkt doch,dass er die daten benutzt haben MUSS, weil wer opfert sich und macht was illegales für einen WILDFREMDEN, der die ganzen Sachen alle zuhause gebunkert hat? (Wenn die sachen jetzt mitgenommen wurden von der polizei).


    UND sollte jetzt doch der besagte freundwegen kreditkartenbetrug angeklagt werden, was springt da nochma raus (sorry wenn ichnochmal frage) und wird die erste strafe mit einer frist in die "akte" eingetragen? Nicht der dann ein leben lang sowas belastendes mit sich tragen mus...

  10. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft
    Was ist, wenn man gefragt wird, woher man die Liste hat? Das ist schon länger her, sodass man den Link nicht mehr auswendig weiß..
    Ich glaube nicht, das das irgendeine Rolle spielt. Man könnte höchstens in den Verdacht kommen, die Listre selbst bei den Shops "organisiert" zu haben. Ich glaube es wäre besser, wenn man da nochmal im Hirn kramt.
    Ja es muss ja nachgewiesen werden, dass es versucht wurde
    Wie willst du einen Versuch nachweisen? Ein Versuch bedeutet doch nichts anderes, als das es nicht geklappt hat. Und wenn etwas nicht geklappt hat, kann man es nicht nachweisen. Also kann man meiner ganz persönlichen Meinung nach bei dem Besitz einer solchen Liste vom Versuch ausgehen - was sonst sollte man mit der Liste? Hatte ich aber schonmal erwähnt.
    Der ABHOLER steht doch auch unter Verdacht, bei ihm wurden bestimmt keine daten gefunden (er ist ja nich so dumm), aber der Richter merkt doch,dass er die daten benutzt haben MUSS, weil wer opfert sich und macht was illegales für einen WILDFREMDEN, der die ganzen Sachen alle zuhause gebunkert hat? (Wenn die sachen jetzt mitgenommen wurden von der polizei).
    Völlig anderer Fall meiner Meinung nach. Hier gehts erstmal nur um die Liste, oder? Und damit den Versuch - den ich annehmen würde (siehe oben).
    Die tatsächliche Verwendung müsste natürlich nachgewiesen werden, aber das ist ein ganz anderes Vorgehen ...
    UND sollte jetzt doch der besagte freundwegen kreditkartenbetrug angeklagt werden, was springt da nochma raus
    Geldstrafe oder bis drei/fünf Jahren (abhängig von der Straftat) Freiheitsentzug.
    Aber meine ganz persönliche Meinung (bin ja kein Richter, hab keine Erfahrung mit sowas und kann auch gar nicht einschätzen ob und was überhaupt zum Tragen kommt) wird es, wenn überhaupt, könnte es bei einer Geldstrafe bleiben.
    wird die erste strafe mit einer frist in die "akte" eingetragen? Nicht der dann ein leben lang sowas belastendes mit sich tragen mus...
    Alle Einträge sind befristet. Irgendwo gibt es da auch Gesetze für wie lange. Hab aber echt keine Lust, jetzt danach zu suchen

  11. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Meiner Meinung nach falsch. Eine Strafe wird eingetragen, und das kann eine Geldstrafe genauso sein wie Freiheitsstrafe auf Bewährung oder Freiheitsstrafe. In die "Akte" kommt die Strafe immer. Und sicherlich verjährt die dann irgendwann wieder (wird gestrichen) aber erstmal ist sie drin. Und diese Frist hat meines wissens nichts mit der Freiheitsstrafe oder Bewährungszeit zu tun.
    so viel wie ich weiß ist eine geldstafe erst ab 60 oder waren es 90 tagesäte eintragungspflichtig kann mich aber auch irren so dass es halt gleich zum tragen kommt

  12. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft
    Das Gesetz welches regelt, was eingetragen wird, ist das Gesetz über das Zentralregister und das Erziehungsregister (Bundeszentralregistergesetz - BZRG).
    Ich hab das jetztmal überfolgen, da steht drin
    § 3 Inhalt des Registers
    In das Register werden eingetragen

    1.strafgerichtliche Verurteilungen (§§ 4 bis ,...

    § 4 Verurteilungen
    In das Register sind die rechtskräftigen Entscheidungen einzutragen, durch die ein deutsches Gericht im Geltungsbereich dieses Gesetzes wegen einer rechtswidrigen Tat

    1.auf Strafe erkannt,
    2.eine Maßregel der Besserung und Sicherung angeordnet,
    3.jemanden nach § 59 des Strafgesetzbuchs mit Strafvorbehalt verwarnt oder
    4.nach § 27 des Jugendgerichtsgesetzes die Schuld eines Jugendlichen oder Heranwachsenden festgestellt
    hat.
    Also eine Einschränkung auf Tagessätze oder ähnliches hab ich nicht gefunden. Im Gegenteil, sogar Verwarnungen werden eingetragen.

  13. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Das Gesetz welches regelt, was eingetragen wird, ist das Gesetz über das Zentralregister und das Erziehungsregister (Bundeszentralregistergesetz - BZRG).
    Ich hab das jetztmal überfolgen, da steht drinAlso eine Einschränkung auf Tagessätze oder ähnliches hab ich nicht gefunden. Im Gegenteil, sogar Verwarnungen werden eingetragen.
    okay so kann man sich irren meine aber das mal in einer sendung wie ein fall für escher usw. aufgeschnappt zu haben

  14. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft
    Halllo, neue Fragen tun sich auf:

    Zu den paar Malen Betrug wurden auch "ältere" Betrugsfälle aufgedeckt, sodass sich der Schaden jetzt um die 5000 - 6000 € beläuft, bei ca. (ja sagen wir mal) ~ 9 maligem Betrug..

    Man wurde jetzt noch einmal vorgeladen, weil die wegen irgendwas befragen möchten, jedefnalls geht es laut polizistem darum, dass man nochmal zum Verhör muss, weil bei den "aufgedeckten" betrugsfällen noch Beweise fehlen oder so

    Auf dem Datentrgäer wurden Notizen in Form von einer Liste an Shops gefunden, wo man per Kreditkarte sachen online einkaufen kann.

    Ausserdem wurde ein Foto von einer Ware gefunden, die im Haus aufgenommen wurde, welche auch betrügerisch erworben worden ist, jedoch nciht mehr im besitz der ware ist.

    Nehmen wir ma an: Dazu wurde beim ersten Verhör halt nix gesagt, weil der verhörte angst hatte, dass sie ihn dadurch noch mehr beschuldigen..

    Was soll er denn tun? Was ist, wenn er sagt, dass er wusste, dass das Kreditkarten sind, aber das er trotzdem nicht bestellt hat? Weil beim Ersten Mal wurde nix von dieser Liste gesagt, auch nix von den älteren Betrügereien

    Was sollte man, wenn man in der Situation stekct, aussagen??

    Inwiefern kann mir ein Anwalt bei einem Verhör oder im Sinne von Akteneinsicht helfen?

    Wie würde es mit der Strafe aussehen?

  15. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft
    Inwiefern kann mir ein Anwalt bei einem Verhör oder im Sinne von Akteneinsicht helfen?
    Ich würde auf jeden Fall einen Anwalt aufsuchen.
    Wie würde es mit der Strafe aussehen?
    Das kann der dann auch beantworten.

  16. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft
    Ah ok, ist es verboten hier weiterzufragen, also ist Ihnen, Aky, nicht gestattet diese Fragen zu beantworten?

    Könnten Sie dann vielleicht nur nen Tipp zur Strafe geben, also mit was für einer Strafe gerechnet werden kann?

  17. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kreditkartenbetrug und Mittäterschaft
    Ah ok, ist es verboten hier weiterzufragen, also ist Ihnen, Aky, nicht gestattet diese Fragen zu beantworten?
    Die Grenze zur Rechtsberatung ist hier meiner Meinung nach erreicht, da es schon zu sehr rechtliche Beratung im Einzelfall wäre (das was da steht ist eben nicht mehr allgemein zu beantworten)
    Könnten Sie dann vielleicht nur nen Tipp zur Strafe geben, also mit was für einer Strafe gerechnet werden kann?
    Das kommt auf viele Faktoren an. Zum einen, welche Straftat vorliegt, zum anderen welchen Rahmen das StGB vorschreibt, welches Recht angewandt wird (Jugendstrafrecht?) und im Endeffekt auf die Persönlichkeit des Straftäters. Das alles zusammen wird durch einen Richter beurteilt und der verhängt eine Strafe, die irgendwo zwischen einer Geldstrafe (die meisten Straftaten) bis zu x Jahren Gefängnis (die Straftaten wo das zulässig ist), eventuell auf Bewährung (wo auch das vom Gesetz erlaubt wird) angesiedelt ist. Für Straftaten gibt es lediglich den Wert, der im Gesetz steht. Alles andere - vor allem die konkrete Strafe - ist Sache des Gerichts im Einzelfall.

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