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Copyright

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Copyright
    Guten Abend,
    man hätte gerne ein paar Erläuterungen / Tipps zu folgendem Thema:
    Copyright von Büchern.

    Stellt euch vor,man würde einfach ein Schulbuch nehmen und es mehrfach kopieren.Dann würde man es im Internet verkaufen.
    Inwieweit wäre man dann Straftbar und könnte man es zurückverfolgen?
    Danke schonmal im Vorraus

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Copyright
    Ja das ist strafbar, da gegen das Urheberrecht verstoßen wird. Und bei ganzen Büchern gegen Entgelt ist die Strafe nicht unbedingt die Untergrenze.
    Inwieweit ... könnte man es zurückverfolgen?
    Irgendwer kassiert ja wohl das Geld, oder? Und irgendwo bekommt es jemand her. Ich glaube kaum, das sowas nicht zurückverfolgbar wäre.

  3. Super-Moderator
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    Standard AW: Copyright
    Wow, da hast ja ne klasse Geschäftsidee... das da noch niemand vorher darauf gekommen ist.
    Im Ernst, du glaubst doch nicht wirklich das es nicht strafbar wäre oder? Was glaubst du was es kostet ein Schulbuch zu erstellen? Das muss schließlich auch mit Inhalt gefüllt, gedruckt und vertrieben werden.
    Das nun einfach einzuscannen und im Internet zu vertickern ist wohl nicht im Sinne des Erfinders, der will schließlich selbst damit Geld verdienen. Daher hat Vater-Staat auch tolle Gesetze erschaffen, die dafür sorgen, das solche Firmen ihr Geld auch bekommen. Das Urhebergesetz z.B. oder auch Verwerungsgesellschaften.

    Und bei gewerblichen Urheberrechtsverletzungen wird es richtig teuer.

    Und verfolgen kann man das auch, zum einen über die von aaky erwähnte Bankverbindung, zum anderen über Webspuren. Schließlich musst du dein "Buch" ja auch irgendwie an den Mann bringen. Über eBay oder eigene Webseiten, bei allen beiden hinterlässt man Daten. Mal abgesehen von der IP, z.B. eine Email-Adresse bei eBay, über die kommt man auch an die herran.
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  4. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Copyright
    Ihr versteht mich völlig falsch^^
    Aber erstmal danke ,für die guten Antworten.
    Die Situation ist folgende :
    Wir behandeln gerade im Politik Unterricht das Deutsche Grundgesetz etc.
    Zu dieser Unterrichtsreihe hat sich unser Politik Lehrer was ganz Tolles ausgedacht -.-
    Er wollte immer Anwalt werden und macht jetzt mehrere Doppelstunden mit uns Anwälte und Gewerkschaft, Anwälte und Privatpersonen etc ...
    Letzte Stunde sollten wir mehrere Gruppen bilden blabla Haben uns dann aufgeteilt und meine Gruppe wurde Anwälte.Die Gegenüberliegende Seite sollte sich halt was ausdenken zum Thema Copyright.Weil dort ein Schüler sahs, dessen Eltern Lehrer sind,meinte er : Ich kopier die Lösungsbücher für Lehrer von meiner Mutter und verkaufe sie unter der Hand und im Internet.
    blabla Haben halt die ganze Stunde argumente dagegen gebracht etc.
    Die Gruppe hat dann behauptet, dass er es nur für seinen Freund kopiert hat und der es verkauft hat.
    Wer ist jetzt "Straffällig"?
    Der Kopierer ? oder der Freund,der das Kopierte verkauft hat^^
    Danke euch schon mal ,hoffe ich konnte eure Selbstzweifel wegpusten

  5. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Copyright
    Waren ja keine Selbstzweifel - nur Zweifel an der Tastache, sowas verkaufen zu wollen

    Aus meiner Sicht machen sich beide strafbar.
    Der der sie kopiert wegen Verstoß gegen Urheberrecht und Weitergabe. Strafmaß dafür findet sich in § 106 UrhG "Unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke"
    Und der, der sie verkauft, wegen Verwertung. Grundlage dafür § 108a UrhG "Gewerbsmäßige unerlaubte Verwertung"

    Wobei auch immer zwischen Strafrecht und Zivilrecht zu unterscheiden ist. Ein Verstoß gegen das Urheberrecht ist zunächst mal Strafrecht nach dem UrhG. Zivilrechtlich können dann noch Schadensersatzansprüche kommen ...

  6. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Copyright
    Viele dank :P
    Was wäre deiner Meinung nach "schlimmer"?
    Also ,wenn man damit eher an den Nagel hauen könnte

  7. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Copyright
    Was "schlimmer" ist sieht man im Recht eigentlich immer am Strafmaß.
    § 106 UrhG: bis zu drei Jahren oder Geldstrafe
    § 108a UrhG: bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe

    Wobei aus meiner Sicht der Kopierer mit höherem Schadensersatz rechnen müsste, da er den Verkauf erst ermöglicht hat. Und beim Verkäufer kann man das Geld kassieren. Aber das mit dem Schadensersatz ist meine persönliche Meinung, im Zivilrecht gibt es keine Maße wie im Strafrecht, ist also von der Verursachung des Schadens und vom Richter abhängig

  8. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Copyright
    Viele Dank Jetzt hab ich endlich stichfeste Argumente
    Btw find eure Seite klasse! Macht weiter so und ein schönen Abend noch

  9. Super-Moderator
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    Standard AW: Copyright
    Gibts eigentlich nichts wichtigeres was man in der Schule machen sollte, als die ich-wäre-so-gern Midlifecrisis eines Lehrers durchnehmen zu müssen? Nicht auszudenken wenn der gerne Perlentaucher geworden wäre.

    Wenn ihr schon etwas mit Urheberrechten in solchen Planspielen durchnehmt, solltet ihr lieber Fälle nehmen aus denen man etwas lernt. Nämlich Filesharing-Problematik etc., da haben die meisten Jugendlichen schließlich ein gefährliches Unwissen.

    Und ich verstehe nicht wirklich die Verbingung vom GG zum Urhebergesetz. Einzig die Sache mit den Richtern. Wieso wird da nicht nen Fall mit GG-Relevanz durchgekaut? Gibt ja im Moment genug aktuelles, z.B. Vorratsdatenspeicherung oder Bundestrojaner, Biometrie und RFID-Chips in Persos usw.

    Nun gut. Um aakys Post noch ein wenig zu ergänzen.

    Das Kopieren des Buches verstößt u.a. noch gegen die §§ 17, 18 UrhG. Wenn wir hier schon §§ nennen wollen. Weiterhin berührt sein könnten aber § 53, fällt aber bei gewerblicher Tätigkeit weg, aber bei "unter der Hand" im kollegialen Bereich ohne Vergütung diskutabel, im Rahmen der Privatkopie, würde ihn persönlich aber nicht anwenden.
    Mehr fällt mir aus dem Kopf jetzt um die Uhrzeit auch nicht mehr ein.
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  10. Neuer Benutzer
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    Daumen hoch AW: Copyright
    Ja, Perlentaucher ist gut... Ich hatte so an "Terrorist" oder auch "Müllfahrer" gedacht... *g*

    Aber zurück zum Thema: Der Verkauf von Lehrerlösungsbüchern über das Internet ist ein Klassiker zur Beschreibung des Urheberrechts der Verlage. Dazu gibt es auch schöne Rechtsprechung. So zB ob ein Lateinlehrbuch, wo teilweise Texte drin sind, die in anderer Quelle auch zugänglich sind (klassiche Übersetzungen/Texte) und dennoch das Urheberrecht den Verkauf verhindert. Und auch ob eine große Auktionsplattform dafür gerade stehen kann, wenn es nicht verhindert, das bestimmte Titel (waren auch diese Lateinlehrerlösungsbücher) dort gehandelt werden. Ergebnis war: Die Verlage haben verdammt gute Karten wegen des Urheberrechts, sowohl immer gegen den Verkäufer sowei auch teilweise gegen den Betrieber der Plattform (Ab Kenntnisnahme haftet der auch als Mitstörer, zB wenn er die Angebote dann nicht entfernt, oder wenn er keine technisch zumutbaren Lösungen zum Schutz anbietet, so z.B. automatische Sperrung bestimmter Titel und ISBN)
    Rechtsanwalt Hendrik Peters
    Wer mehr über mich erfahren möchte: [URL]http://kanzleipeters.de[/URL]
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