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Umtauschrecht

  1. Neuer Benutzer
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    Standard Umtauschrecht
    Hallo:
    Folgende Sachlage aus sicht des Verkäufers :

    Kunde kauft bestimmte Ware X . Nach Monaten reklamiert es diese Ware per Email, mit anhang eines Fotos. Ohne Angabe von Adresse und Ort. Mail- Adresse ist völlig unbekannt. Auf dem Foto ist zu erkennen, das es sich um die Ware x handelt und auch um einen Materialfehler.
    Verkäufer sagt Umtausch zu und bittet um Adresse und wann oder über wen die Ware gekauft wurde.
    Keine Antwort.
    Nach 2 weiteren Wochen gleiche Mail vom Käufer !!
    Verkäufer antwortet mit gleichem Text.
    Käufer meldet sich und schreibt das er jetzt einmal 3 Wochen in Urlaub ist. Wieder ohne Angabe der Adresse.
    Nach 5 Wochen meldet sich Käufer endlich wieder und bitte den Umtausch vorzunehmen. Wieder ohne Adresse !!
    Verkäufer schreibt wieder und bitte endlich um Adresse und genaueren Angaben.
    Käufer schreibt zurück das er sich andere Ware aussucht hat im Online-Shop für den Preis der Ware X
    Verkäufer verzweifelt langsam und schreibt wieder ,das ein Umtausch nur mit der Adresse möglich ist.
    Käufer hat es endlich kapiert. Daten werden vom Verkäufer geprüft , hat alles seine Richtigkeit . Es wird ein Termin ausgemacht und Verkäufer fährt 637 km zum Käufer da die Ware x zu sperrig ist,um sie zu schicken.
    Verkäufer kommt an und stellt fest das die Ware x zwar den Materialfehler hat, aber vom Käufer beschädigt wurde , und schon selbst notdürftig repariert wurde. So dass, der Materialfehler nicht mehr behoben werden kann und Ware x nur noch für den Abfall-Container geeignet ist.
    Umtausch wird nicht vorgenommen , weil es vom Käufer verschwiegen wurde.

    So, wer hat nun Recht ?
    Verkäufer ? Hat es gut gemeint und 637 km umsonst gefahren .
    Wenn ja !
    Darf er dem Käufer die Anfahrtskosten in Rechnung stellen ?
    Oder
    Käufer ? Beruft sich nun auf § 459-462 BGB auf Umtausch .

    Gruß Julianne

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Umtauschrecht
    Schon etwas seltsam die Konstellation Aber was solls, möglich ist alles
    Zu dem Thema Wiederkauf: Ich glaube nicht, das es sich hierbei darum handelt, da der Käufer ja einen Sachmangel geltend gemacht haben will (unabhängig davon, das es wohl keiner ist). Ein Wiederverkauf ist dafür wohl nicht der richtige Bereich. Auch weiss ich nicht, was der Käufer damnit bezwecken will, das er sich darauf beruft, daraus ergeben sich keinerlei Zugeständnisse oder Forderungen (es sei denn, die Sache wurde verbessert).
    Also wie gesagt, das einzige was ich hier sehen würde wäre Sachmangel. Und da sich herausgestellt hat, das es keiner ist müsste der Käufer für alles aufkommen (Transport, Fahrtkosten, Aufwendungen, Auslagen ...)
    Auch hätte der Käufer den Sachmangel unverzüglich (ohne schuldhaftes Zögern) geltend machen müssen. Und das er das nicht getan hat ist ja (hoffentlich) nachweisbar.
    Auch steht ein Umtausch in eine andere Ware dem Käufer nicht zu, bei einem Sachmangel bestenfalls Nachbesserung. Und für Rücktritt oder Widerruf war es wohl eindeutig zu spät.

    Ich als Verkäufer würde jede Leistung ablehnen und Ersatz aller Aufwendungen verlangen.
    Geändert von aaky (01.09.2007 um 16:52 Uhr)

  3. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Umtauschrecht
    Mögliche Verluste, die der Verkäufer in der Zeit z.B. durch sein Fehler am Arbeitsplatz erleidet hat (muss natürlich nachweisbar sein), könnte er sicher auch auf diese Liste setzten, oder?

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Umtauschrecht
    Zitat Zitat von Elradon Beitrag anzeigen
    Mögliche Verluste, die der Verkäufer in der Zeit z.B. durch sein Fehler am Arbeitsplatz erleidet hat (muss natürlich nachweisbar sein), könnte er sicher auch auf diese Liste setzten, oder?
    Kann er, allerdings dürfte der Nachweis schwierig werden, da er kaum unentschuldigt gefehlt haben wird Und wenn doch, er hätte ja auch einen anderen Tag nehmen können. Schadensersatz würde ich hier nicht in Betracht ziehen, nur eben Aufwendungsersatz

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Umtauschrecht
    Danke ersteinmal für die Antworten.

    Aber vielleicht noch einmal zu genaueren Erklärung.

    Ware X hate wirklich eine Materialfehler ( Haltbarkeit der Farbe ) wurde aber zusätzlich
    noch vom Kunden beschädigt. ( zerbrochen und wieder zusammen geklebt )
    Sodas Materialfehler ( sprich neue Farbe ) nicht behoben werden kann weil Ware X sonst auseinander fällt.

    Es wäre zu vergleichen : ( etwas übertrieben )
    Ich kaufe mir ein Auto, bin mit dem Lack nicht zufrieden, reklamiere das Auto, bestehe auf ein Neues Auto oder will dafür einen Rasenmäher , aber das Auto ist vorne zerbeult.

    Gruß Julianne

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Umtauschrecht
    Das ergibt dann in der Regel Wertersatz. Damit würde der angerichtete Schaden ausgeglichen. Wenn die Ware aber nicht mehr brauchbar ist dürfte der dem Wert entsprechen.

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