Ergebnis 1 bis 3 von 3

Identitätsbestimmung

  1. Neuer Benutzer
    Registriert seit
    18.08.2007
    Beiträge
    2
    Standard Identitätsbestimmung
    Hallo alle zusammen,

    ich bin neu hier und habe auch gleich mal eine Frage . Ich hoffe, dass ichmit der Frage hier in dem Forum für Strafrecht&Internet richtig bin.

    Und zwar würde mich folgendes interessieren:
    Wie wird vor Gericht eine Identität "bestätigt", die jemand z.B. in einem Forum oder Onlineshop angibt?

    Dazu folgende Überlegung, die mich auf diese Frage bringt:
    Wenn man sich in einem z.B. Forum oder Onlineshop anmeldet, erhält man ja eine E-Mail an die angegebene Adresse. Damit soll ja bestätigt werden, dass die Person die die E-Mail erhält identisch ist mit der Person, die sich registriert hat.
    Ich gehe mal davon aus, dass die Bestätigung dieser Email (durch klicken auf einen Link in der E-Mail) rechtskräftig ist. Soweit ist mir das klar.
    Aber, wie ist das nun, wenn sich der angemeldetet Benutzer als jemand anderes ausgibt?
    Hört sich komisch an, aber vielleicht kann ich mit einem "Gedankenexperiment" ausdrücken, was ich meine:

    Person A will Person B schädigen, indem Person A die Person B bei einem, sagen wir mal, Onlineshop anmeldet.
    Dazu legt er sich bei einem der vielen kostenlosen Emailanbietern ein Emailkonto an, das den Namen von Person B beinhaltet. Daraufhin registriert sich Person A bei dem Onlineshop mit den Daten(Name, Anschrift etc.) von Person B und der neu erstellten Emailadresse. Anschließend bestellt dann
    Person A irgendwelche Sachen über diesen erstellten Account an die Adresse an Person B. Aus irgendwelchen Gründen (keine Ahnung, was dann letztendlich so ein trifftiger Grund ist) bringt der Onlineshopbetreiber Person B vor Gericht.

    Wie kann den nun das Gericht feststellen, ob Person B sich nun wirklich selbst dort angemeldet hat oder nicht?

    Wenn Person B einfach sagen würde, dass die angegebene Email Adresse nicht die eigene ist, kann das ja nicht sein. Umgekehrt ist die IP, die bei der Bestellung übermittelt wurde und der Onlineshopbetreiber hat, ja nichtmehr nachvollziehbar, da der Internetanbieter die Verbindungsdaten afaik i.d.R. bereits gelöscht hat.

    Das würde mich einfach mal interessieren wie das ist?!

    Schonmal vielen Dank im Voraus!

    Gruß

    P.S.: Sorry für den vielen Text

  2. Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    26.03.2007
    Beiträge
    8.430
    Standard AW: Identitätsbestimmung
    Theoretisch ist die Handlung von Person A strafbar. Es kann also durchaus eine Ermittlung über die IP erfolgen, und die Sache mit der Speicherung ist fraglich. Abgesehen davon, dass zur Zeit ein Gesetz in der Pipeline ist, wonach die Daten gespeichert werden müssen und viele Provider das zur eigenen Sicherheit heute schon machen.

    Ansonsten hat Person B immer die Möglichkeit die Ware zurückzusenden mit dem Vermerk "nicht bestellt" und kann das Konto löschen lassen. Auch kann Person B bei dem Email Provider die Adresse löschen lassen und und und ...
    Person B muss eben alles tun, damit dieser Betrug nicht weiter erfolgen kann und entsprechende Maßnahmen gegen A einleiten.
    Ich kenen mehrere Fälle, die so liefen, aber bei den wenigsten klappte es, das "B vor Gericht gezerrt wird", da der Nachweis der Bestellugn beim Verkäufer liegt ...
    Das kann man jetzt noch weiter ausholen, aber dein Gedankenspiel ist bei vernünftigen Vorgehen von Person B sehr wackelig

    Auch kann deine Darlegung zur Identitätsprüfung nicht verallgemeinert werden, das ist nur eine von vielen Möglichkeiten ....

  3. Neuer Benutzer
    Registriert seit
    18.08.2007
    Beiträge
    2
    Standard AW: Identitätsbestimmung
    Aha, verstehe.
    Vielen Dank für deine Info. Diese Frage ist mir einfach so spontan gekommen

    Aber nochmals vielen Dank
    Gruß

Berechtigungen
  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •