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Schriftl. Äußerung als Beschuldigter - Was tun?

  1. Unregistriert
    Gast
    Standard Schriftl. Äußerung als Beschuldigter - Was tun?
    Hallo zusammen.

    Ich habe heute vom polizeipräsidium eine aufforderung zur äußerung zu einer beschuldigung bekommen, weil ich 1800 audiodateien zum p2p download angeboten habe.

    die tatzeit ist ein einmaliges datum, kein zeitraum.

    ich weiss, unwissenheit schützt vor strafe nicht, und laut den geltenden gesetzten bin ich wohl in gewissem umfang schuldig. aber ich habe sicherlich nicht bewusst die datein angeboten. mehr so nach dem motto "ich brauch das eine lied, schnell die installation des p2p programms durchgeclickt und dabei ohne es zu merken meine gesamten dateien angeboten". ich war da wohl ein bisschen zu "lässig".

    wie auch immer...

    mir is nun gut das herz in die hose gerutscht wie man so schön sagt.

    ich soll nun das schreiben, angekreuzt zurückschicke., ich habe die auswahl:
    1. ich möchte mich äußern
    2. ich gebe die tat zu
    3.ich möchte vernommen werden
    4.ich werde einen rechtsanwalt mit der sache beauftragen
    5.gegen bußgeld wäre ich mit der einstellung des verfahrens einverstanden ( ist hier vielleicht die möglichkeit gegeben mit nem blauen auge davonzukommen?)
    6. hatten noch weitere personen .... usw (nein)
    7. ich gebe die straftat nicht zu
    8. ich möchte mich nicht äußern

    ich würde gerne wissen, wie ich nun am besten vorgehen soll bzw von euch ne kleine hilfestellung was nun im schlimmsten fall noch auf mich zukommen könnte etc. ich habe das prgrogramm noch weitere 4-5 mal benutzt, maximale laufzeit vll 15 stunden.

    hier geht es doch bisher nur um die straftat, und nicht um schadensersatz vorderungen o.Ä ? könnte das auch noch kommen?

    wäre um eure hilfe unendlich dankbar,


    mfg jay

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Schriftl. Äußerung als Beschuldigter - Was tun?
    Ich würde dir auf jeden Fall zu Punkt 4 raten. Das hat einigen hier schon gut geholfen (schau dir einfach mal die anderen Beiträge an, da findest du genug Infos). Wkielange und wie oft du was genutzt hat spielt keine Rolle. Einmal reicht.

    Und was den Schadensersatz angeht: Der wird noch kommen, die versuchen erstmal, über die Strafanzeige an deine Adresse zu kommen. Sobald die die haben (Akteneinsicht) kommt der Rest. Deswegen auch gleich der Gang zum Anwalt, vielleicht kann er da noch was aufhalten ....

  3. Unregistriert
    Gast
    Standard AW: Schriftl. Äußerung als Beschuldigter - Was tun?
    WSGQwie läuft das mit den schadensersatz anforderungen?

    wenn ich zB alte sachen aus den 40ern share, werden die urheber wohl weniger hinterhersein als wenn man zB aktuelle sachen aus den charts anbietet?

    sorry, ich bin ein laie was das angeht.

    in meinen augen wurde die untersuchung von der polizei durchgeführt, und nicht von den geschädigten.

    werden diese automatisch alle benachrichtigt über die urheberrechtsverletzung?

    aus den beiträgen kann ich nur entnehmen dass es eben diese schadensersatzforderungen gibt, aber wie die zu stande kommen nicht.

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Schriftl. Äußerung als Beschuldigter - Was tun?
    wenn ich zB alte sachen aus den 40ern share, werden die urheber wohl weniger hinterhersein als wenn man zB aktuelle sachen aus den charts anbietet?
    Das ist egal, da es in der Regel eh irgendwelche Labels sind, die die Rechte durchsetzen. Der Künstler will nur sein Geld von denen Und da die am meisten verdienen sind die auch am ehesten hinterher. Wie gesagt, das ist (normalerweise) egal. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, da aber irgendjemand dich angezeigt hat, wird das wohl keine sein.
    n meinen augen wurde die untersuchung von der polizei durchgeführt, und nicht von den geschädigten.
    Das läuft ja auch über eine Strafanzeige. Und dafür sind nun mal die Ermittlungsbehörden zuständig, sprich Staatsanwaltschaft und Polizei. Wäre ja noch schöner, wenn Hinz und Hunz selbst ermitteln könnte
    werden diese automatisch alle benachrichtigt über die urheberrechtsverletzung?
    Nein. Es gibt jemanden der dich angezeigt hat, und jemanden der ermittelt. Wenn man noch was von anderen findet wird nicht ermittelt, bis die Anderen den Antrag stellen. Aber informiert werden sie nicht von den Ermittlungsbehörden (was nicht heißt dass sie es nicht werden, s.u.)
    aus den beiträgen kann ich nur entnehmen dass es eben diese schadensersatzforderungen gibt, aber wie die zu stande kommen nicht.
    Und wenn das Ermittlungsverfahren abgeschlossen ist (ob eingestellt oder Verurteilung ist egal) treten plötzlich Anwälte auf den Plan, die deine Adresse und den Umfang durch Akteneinsicht erfahren haben. Die verfolgen jetzt weiter die zivilrechtlichen Ansprüche (Schadensersatz) der "Geschädigten" (und die könnten durchaus auch andere auf den Plan rufen, falls sie mit anderen zusammenarbeiten). Die Höhe legen die dann fest - die sind, soviel ich gelesen habe, sehr unterschiedlich und unverhältnismäßig hoch - aber manchmal verhandelbar. Aber in jedem Fall einzelfallabhängig, so dass dir hier keiner eine Zahl nennen kann.

  5. Unregistriert
    Gast
    Standard AW: Schriftl. Äußerung als Beschuldigter - Was tun?
    Gegenüber der Polizei musst Du garnichts aussagen, und auch keiner Aufforderung nachkommen. Nur wenn was von der Staatsanwaltschaft kommt, musst Du Dich äußern.
    Polizei ist nur ein sog. "Hilfsorgan der Staatsanwaltschaft" (man könnte auch sagen denen ihr Hiwi).

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Schriftl. Äußerung als Beschuldigter - Was tun?
    Zitat Zitat von Unregistriert Beitrag anzeigen
    Gegenüber der Polizei musst Du garnichts aussagen, und auch keiner Aufforderung nachkommen. Nur wenn was von der Staatsanwaltschaft kommt, musst Du Dich äußern.
    Polizei ist nur ein sog. "Hilfsorgan der Staatsanwaltschaft" (man könnte auch sagen denen ihr Hiwi).
    Was bedeutet dass die Polizei die Staatsanwaltschaft vertritt also: keine Aussage = keine Aussage bei der Staatsanwaltschaft = entsprechender Aktenvermerk = entsprechende Behandlung im Verfahren. "Schlauer" Tipp.
    Lass dich lieber von einem Awalt beraten als von irgendwelchen "Wissenden" (da bezieh ich mich auch mit ein) hier im Forum.

  7. Unregistriert
    Gast
    Standard AW: Schriftl. Äußerung als Beschuldigter - Was tun?
    Zitat Zitat von aaky Beitrag anzeigen
    Was bedeutet dass die Polizei die Staatsanwaltschaft vertritt also: keine Aussage = keine Aussage bei der Staatsanwaltschaft = entsprechender Aktenvermerk = entsprechende Behandlung im Verfahren. "Schlauer" Tipp.
    Lass dich lieber von einem Awalt beraten als von irgendwelchen "Wissenden" (da bezieh ich mich auch mit ein) hier im Forum.

    Das bedeutet, dass wenn ein Brief von der Polizei kommt, kann der direkt in den Müll wandern ohne Reaktion darauf und die können garnix machen. (Recht der Verweifgerung der Aussage, wenn man sich selber belasten würde).
    In der Zwischenzeit kann der Anwalt Akteneinsicht verlangen.
    Bis dann ne Aufforderung von der Staatsanwalschaft kommt vergeht Zeit.

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Schriftl. Äußerung als Beschuldigter - Was tun?
    Recht der Verweifgerung der Aussage, wenn man sich selber belasten würde
    Und du meinst nicht, dass das unter Umständen dann berücksichtigt werden würde, wenn entschieden wird, ob das Strafverfahren (wie in den meisten Fällen) eingestellt wird?
    In der Zwischenzeit kann der Anwalt Akteneinsicht verlangen.
    Das kann er auch, ohne das man den Brief wegwirft. Und vor allem sollte er - wenn man ihn schon beauftragt - auch besser wissen, was man mit dem Brief macht. Wenn der sagt "ignorieren" dann okay, aber ich persönlich würde eine solche Entscheidung nicht vorschnell treffen.
    Bis dann ne Aufforderung von der Staatsanwalschaft kommt vergeht Zeit.
    Da wäre ich mir nicht so sicher, dass die Polizei eingeschaltet wurde zeigt ja, dass ein Ermittlungsverfahren läuft. Die Staatsanwaltschaft ist dann in der Regel schon so weit zu handeln.

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