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Thema: §479 - Unternehmerrückgriff gegen Einzelhandel?

  1. BigFiszh
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    Standard §479 - Unternehmerrückgriff gegen Einzelhandel?

    Hallo zusammen!

    Wenn ich als Gewerbetreibender - mangels großer Abnahmemengen - meine Produkte im Einzelhandel einkaufe (z.B. eine Kamera im Wert von 400 EUR), diese dann (in einem Paket mit anderen Dingen) an einen Kunden weiterverkaufe, hafte ich dem Endkunden gegenüber ja 24 Monate für eventuelle Sachmängel. Kurz vor Ende dieser Frist könnte es ja sein, dass meine eigenen Gewährleistungsansprüche ggü. dem Einzelhändler schon verjährt sind. Nun habe ich gem. §479 BGB ja das Recht, innerhalb von zwei Monaten nach Befriedigung der Ansprüche meines Kunden den Händler in Regress zu nehmen - UNABHÄNGIG von der bereits abgelaufenen Frist.

    Das wirft für mich zwei Fragen auf:

    1) Muss ich dem Einzelhändler zwingend (proaktiv) mitteilen, dass ich Gewerbetreibender mit der Absicht eines Weiterverkaufs bin?

    2) Ist der Ausschluss des Verkaufs an Gewerbetreibende, wie es z.B. MediaMarkt / Saturn in den AGB stehen haben, rechtlich zulässig?

    Vielen Dank für Eure Bemühungen!

    Liebe Grüße

    Jens

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: §479 - Unternehmerrückgriff gegen Einzelhandel?

    Zitat Zitat von BigFiszh Beitrag anzeigen
    Wenn ich als Gewerbetreibender - mangels großer Abnahmemengen - meine Produkte im Einzelhandel einkaufe (z.B. eine Kamera im Wert von 400 EUR), diese dann (in einem Paket mit anderen Dingen) an einen Kunden weiterverkaufe, hafte ich dem Endkunden gegenüber ja 24 Monate für eventuelle Sachmängel.
    Wo der Händler seine Ware bezieht ist unerheblich - er hat Verbrauchern gegenüber immer die 6+18monatige Gewährleistungspflicht.
    1) Muss ich dem Einzelhändler zwingend (proaktiv) mitteilen, dass ich Gewerbetreibender mit der Absicht eines Weiterverkaufs bin?
    Wenn man nicht als Verbraucher behandelt werden will, m.E. ja. Der Käufer wird vereinfacht gesagt als das behandelt, als das er dem Verkäufer gegenüber auftritt. (Tritt z.B. der Käufer als Unternehmer auf, hat er nicht die Gewährleistungsansprüche, die er als Verbraucher hätte - auch wenn er in Wirklichkeit Verbraucher ist.)
    2) Ist der Ausschluss des Verkaufs an Gewerbetreibende, wie es z.B. MediaMarkt / Saturn in den AGB stehen haben, rechtlich zulässig?
    Selbstverständlich. Der Händler kann frei entscheiden, mit wem er Kaufverträge abschließen will und mit wem nicht. (Da steht ihm höchstens das AGG im Weg, aber das kennt weder Gewerbetreibende im besonderen noch Unternehmer im allgemeinen als diskriminierungsfähige Personengruppe.)

    Vielen Dank für Eure Bemühungen!

    Liebe Grüße

    Jens[/QUOTE]
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

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