Hallo,

angenommen, es gäbe folgende Situation:

Kunde A hat vor einem halben Jahr einen Ring bei Firma B gekauft, der aus Weiß- und Rotgold bestehen sollte. Augenscheinlich bestand der gelieferte Ringe auch aus dem Material. Ein halbes Jahr später stellt A fest, dass es sich lediglich um eine Rotgoldschicht handelt und sich darunter Gelbgold befindet, das so nie erwähnt wurde (A hatte vor vielen Jahren Ringe desselben Modells gekauft, bei denen alles in Ordnung ist, keine Schichten). Die Rotgoldschicht ist komplett verschwunden. A hat den Ring sogar bei einem Juwelier überprüfen lassen.

Daraufhin hat A sich mit B in Verbindung gesetzt, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Wegen der Gravur wurde eine Rücknahme direkt verweigert. Dabei hätte A den Ring nicht gravieren lassen, hätte er/sie gewusst, um was es sich handelt.

A ist daraufhin vom Kaufvertrag wegen Täuschung zurückgetreten und hat den Ring mit Fristsetzung (Erstattung des Kaufpreises nach spätestens 5 Wochen) zurückgeschickt. B hat daraufhin nichts von sich hören lassen. Nach Ablauf der Frist hat A bei P (Anbieter für bargeldlose Zahlungen) einen Fall eröffnet und nochmals um sofortige Erstattung gebeten, bevor A P ein paar Wochen später zur Klärung eingeschaltet hätte.

B hat nun erneut ein Paket versendet. Was sollte A tun? Die Annahme verweigern und P das ganze klären lassen? A hat das Vertrauen in B verloren und ist nicht ohne Grund vom Kaufvertag zurückgetreten. Die Materialangaben waren schlichtweg falsch.

Danke und viele Grüße