Hallo,

ich habe als privater Käufer auf eBay ein Problem und weiss nicht mehr weiter - ich hoffe, hier kann mir jemand weiterhelfen, was wohl der nächste zweckdienliche Schritt wäre. Hier der bisherige Ablauf:

6. November:
Ich kaufe einen alten Monitor aus den 70er Jahren von einem privaten Verkäufer auf eBay. Kaufpreis 18,50€, Versand 14,99€. Kein Paypal. Ich zahle umgehend per Überweisung.

21. November:
Ich habe vom Verkäufer nichts mehr gehört, der Artikel wurde nicht als versendet markiert und ist auch nicht bei mir eingegangen. Ich eröffne einen Fall bei eBay wegen eines nicht versendeten Artikels.

24. November:
Der Verkäufer meldet sich, entschuldigt sich für die Verzögerung und begründet sie damit, dass er das Gerät noch verpacken muss und erst einen Karton beschaffen muss.

Ich antworte umgehend und erkläre, dass ich für vieles Verständnis habe, allerdings nicht wirklich dafür, dass erst am 18. Tag nach Auktionsende darüber nachgedacht wird, dass der Artikel ja versendet werden muss. Lieferzeit in der Auktion war mit 4-5 Tagen angegeben. Ich setze eine Frist zur Lieferung des Artikels zum 2. Dezember. Meine Nachricht ist sachlich, aber drückt aus, dass ich unzufrieden mit der Lieferzeit bin.

1. Dezember, 23:16 Uhr:
Ich erhalte eine Nachricht des Verkäufers, dass ich mich in der Nachricht vom 24. November im Umgangston vergriffen hätte und er vom geschlossenen Kaufvertrag zurücktritt, da ihm aufgrund der Nachricht eine Weiterführung der Geschäftsbeziehung nicht zuzumuten sei. Er begründet das damit, dass ich ihn in der Nachricht geduzt habe und schmeisst mit Paragraphen um sich, konkret u.a. § 324 BGB, § 241 BGB und bietet an, die Zahlung zurückzusenden und fragt nach der Bankverbindung.

2. Dezember:
Ich erwähne, dass es nach meiner 10jährigen Erfahrung auf eBay üblich ist, sich unter privaten Mitgliedern zu duzen und ich ihn daher geduzt habe. Ich entschuldige mich förmlich und erkläre ihm, dass es nicht meine Absicht war, ihn dadurch zu beleidigen. (Meine Güte, was für ein Kindergarten)

Ich erkläre ihm weiter, dass ich einen Rücktritt vom Kaufvertrag seinerseits nicht akzeptieren werde, da ich den Monitor gekauft habe, weil ich ihn brauche und bestehe auf Erfüllung des Kaufvertrages. Ich setze erneut eine (diesmal "letzte") Frist zur Lieferung des Artikels zum 17.Dezember.

So, und ab hier drehen wir uns nur im Kreis. Er will mir den Artikel nicht zusenden, ich möchte aber entsprechend der Auktion den Artikel erhalten wie ich ihn gekauft habe und nicht das Geld wiederbekommen.

Was wäre der nächste Schritt? Ich habe mit so einem Theater keine Erfahrungen und weiss nicht, was am ehesten zum gewünschten Erfolg führt, da ich den Monitor schlichtweg brauche. Der Materialwert ist natürlich gering, aber ich bin Sammler, arbeite an einer Dokumentation zu dem Thema und benötige schlichtweg den Monitor. Es macht sich doch kein Anwalt für die paar Euro Streitwert überhaupt daran, einen Brief zu schreiben?! Ich habe über eine Anzeige nachgedacht, allerdings bin ich mir sehr unsicher, ob das überhaupt geht - immerhin hat er angeboten, den Betrag wieder zu überweisen!?

Ich danke für jeglichen Tip, was ich tun kann…