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Schadenersatzrechtliche Ansprüche

  1. Neuer Benutzer
    Registriert seit
    24.09.2015
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    Beitrag Schadenersatzrechtliche Ansprüche
    Hallo,

    sagen wir mal, dass man beim Online Laden X ein einmaliges Schnäpchen bekommt und eine Jacke in der Wert von 200€ für 30€ kauft.
    Der Online Laden X ist ein Online-Shopping-Club, der seinen registrierten Mitgliedern einen exklusiven Zugang zu Top-Marken zu besonders günstigen Preisen bietet. Der Laden X hat kein festes Sortiment, sondern täglich startende, zeitlich begrenzte Verkaufsaktionen. Angeboten werden Produkte begehrter Labels und edler Luxusmarken aus dem Mode- und Lifestyle-Bereich, die bis zu 75 Prozent günstiger gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers sind. Da die Ware nicht nur zeitlich, sondern auch in Stückzahlen limitiert ist, gilt es schnell zu sein, um sich seinen Lieblingsartikel zu sichern. Denn was weg ist- ist weg.

    Diese Jacke wird dann per einem gewissen Lieferanten geliefert und kommt bei dem Käufer nie an, da der Lieferant das Paket verliert. Daraufhin erstattet der Laden X den Kaufpreis dem Käufer zurück.

    Dadurch hat aber der Käufer größere Verluste als den Einkaufspreis gehabt, da es um einmaliges Angebot ging und die Jacke 200€ kostete. Kann man hier die schadenersatzrechtliche Ansprüche gegenüber vom Laden X oder gegenüber vom Lieferanten geltend machen?

    Vielen Dank!
    Mala

  2. Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
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    Beiträge
    1.488
    Standard AW: Schadenersatzrechtliche Ansprüche
    Der Versicherungswert des Paketes richtet sich nach dem Warenwert. Das ist der tatsächliche Warenwert, nicht der Kaufpreis.

    Der "Gefahrenübergang" ist normalerweise der Zeitpunkt, an dem der Versender die Sendung einem Transporteur übergibt, aber für den "Verbrauchsgüterkauf" gibt es eine Ausnahme - wenn ein Unternehmer einem Verbraucher eine Ware sendet, findet der Gefahrenübergang erst statt, wenn der Empfänger die Ware erhalten hat.

    Sprich: beim Versandgeschäft vom Unternehmer zum Verbraucher ist der Unternehmer so lange für die Sendung verantwortlich, bis sie den Verbraucher tatsächlich erreicht hat.

    Wenn der Lieferant "das Paket verliert", ist es Sache des Versenders, sich mit dem Lieferanten auseinanderzusetzen, der Verbraucher als Käufer hat schlicht einen Anspruch auf Ersatzlieferung. Wenn das nicht möglich ist, hat er Anspruch auf Schadensersatz - das ist der tatsächliche Wert der Ware, nicht der Kaufpreis, denn der Schadensersatz reguliert den "Verlust" der konkreten Ware, nicht den Verlust des bezahlten Kaufpreises.
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

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