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Webseiten anschreiben um zu Fragen ob man diese in ein "Verzeichnis" aufnehmen darf

  1. Hannah.H
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    Standard Webseiten anschreiben um zu Fragen ob man diese in ein "Verzeichnis" aufnehmen darf
    Hallo,

    ich hoffe ich habe hier die richtige Kategorie erwischt.

    Webseite ABC möchte auf der Webseite ein Verzeichnis von lokalen Restaurants anbieten und möchte dazu die Restaurants in der Umgebung anschreiben und fragen ob eine Aufnahme für diese in Ordnung geht. Die Daten, also E-Mail Adressen, sammelt Webseite ABC durch eine Suchmaschine und die Kontaktdaten aus den Impressen der jeweiligen Restaurants.

    Ist es legal, wenn Webseite ABC via E-Mail die Restaurants kontaktiert?

    Vielen Dank für Eure Hilfe

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Webseiten anschreiben um zu Fragen ob man diese in ein "Verzeichnis" aufnehmen da
    Hallo!

    Diese Frage hatten wir schon oft. Nein, das wäre unerlaubte Werbung. Aber da muss man meines Wissen auch nicht fragen. Die Restaurants darf man auch so in ein Webverzeichnis aufnehmen. Man kann dafür aber ohne Vertrag keine Gebühren von den Restaurants verlangen.

    Gruß, René

  3. Hannah.H
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    Standard AW: Webseiten anschreiben um zu Fragen ob man diese in ein "Verzeichnis" aufnehmen da
    Hallo Mumpel,

    vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Ein Restaurant einfach so aufnehmen ohne deren Einverständis finde ich persönlich nicht die richtige Wahl. Eventuell möchte man ja dort auch nicht auftreten.

    Zählt es schon zu unerlaubter Werbung wenn es eine einfache Anfrage ist? Schließlich bieten die meisten Webseiten doch ein Kontaktformular an oder die E-Mail Adresse, mit der bitte das man sich dort melden soll anstatt den direkten Postweg zu gehen.

    Beste Grüße
    Hannah

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Webseiten anschreiben um zu Fragen ob man diese in ein "Verzeichnis" aufnehmen da
    Dennoch wäre das unerlaubte Werbung. Ich z.B. werde sehr ärgerlich wenn mir jemand Emails schreibt, mit einer hier aufgezeigten Frage zur Aufnahme in ein Webverzeichnis oder mit gleichgearteter Werbung. Dafür sind Emailadresse und Kontaktformular nicht gedacht.

  5. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Webseiten anschreiben um zu Fragen ob man diese in ein "Verzeichnis" aufnehmen da
    Bei einem Kontaktformular würde ich das anders sehen. Oft sind diese ja mit "Haben Sie Fragen / Anregungen" etc., worin man eine Einwilligung in so etwas sehen könnte.

    Ob das UWG gilt, ist entscheiden davon abhängig, ob das Verzeichnis durch einen Unternehmer betrieben wird. Ob man das dortige Verbot von unerwünschten E-Mails entsprechend auf Private anwenden kann, vermag ich nicht zu sagen.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Webseiten anschreiben um zu Fragen ob man diese in ein "Verzeichnis" aufnehmen da
    Zitat Zitat von Elradon Beitrag anzeigen
    Oft sind diese ja mit "Haben Sie Fragen / Anregungen" etc., worin man eine Einwilligung in so etwas sehen könnte.
    Ich sehe darin keine Einwilligung Werbeanfragen empfangen zu wollen.

  7. Bucks88
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    Standard AW: Webseiten anschreiben um zu Fragen ob man diese in ein "Verzeichnis" aufnehmen da
    Hallo,

    Wozu dient eigentlich ein Impressum wenn man denjenigen nicht kontaktieren darf? Mir als Software Entwickler ist es schon passiert, dass mich Leute angerufen haben, weil Sie meine Software auf einer Heft-CD in ihrem Magazin raus bringen wollten. Wie sollen die denn sonst die Erlaubnis einholen? Durch Gedankenübertragung?

    Andererseits gab es ja erst letztens wieder sowas absurdes:

    http://www.e-recht24.de/news/ecommerce/8214-achtung-abmahnung-gericht-untersagt-anmeldebestaetigung-fuer-shops.html

    Mit freundlichen Grüßen,
    Bucks88

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Webseiten anschreiben um zu Fragen ob man diese in ein "Verzeichnis" aufnehmen da
    Bei einem Softwareentwickler ist das etwas anderes. Der kann ja mit seiner Zustimmung auch Geld verdienen. Wenn aber jemand anfragt ob man in einen Webkatalog aufgenommen werden will und dafür auch noch zahlen soll, dann ist das nicht mehr einzusehen.

    Das erwähnte Urteil finde ich sehr gut. Damit könnten Shopbetreiber nämlich gezwungen sein/werden zu prüfen ob derjenige der sich anmeldet auch rechtmäßiger Inhaber der Emailadresse ist. Ist er es nicht könnten auch Identitätsdiebstähle einegschränkt oder verhindert werden, was auch gut für die Shopbetreiber wäre (weniger Zahlungsausfälle).
    Geändert von mumpel (24.02.2015 um 09:13 Uhr)

  9. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Webseiten anschreiben um zu Fragen ob man diese in ein "Verzeichnis" aufnehmen da
    Zitat Zitat von Hannah.H Beitrag anzeigen
    Ist es legal, wenn Webseite ABC via E-Mail die Restaurants kontaktiert?
    Es ist überflüssig, der Betreiber der Website muß nicht vorher fragen, er kann die Informationen einfach von deren Websites und aus deren Impressi übernehmen.

    (Die Informationen. Nicht einfach die Fotos und Texte!!)

    Insofern erübrigt sich die Frage, ob man die anschreiben darf. Meiner Ansicht nach darf man das übrigens durchaus, denn ein Gewerbetreibender muß sich Medienanfragen gefallen lassen, genauso wie die von potentiellen Gästen.
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  10. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Webseiten anschreiben um zu Fragen ob man diese in ein "Verzeichnis" aufnehmen da
    Zitat Zitat von Bucks88 Beitrag anzeigen
    Wozu dient eigentlich ein Impressum wenn man denjenigen nicht kontaktieren darf? Mir als Software Entwickler ist es schon passiert, dass mich Leute angerufen haben, weil Sie meine Software auf einer Heft-CD in ihrem Magazin raus bringen wollten. Wie sollen die denn sonst die Erlaubnis einholen? Durch Gedankenübertragung?
    Es ist auch nicht unzulässig. Man darf bei einem Gewerbetreibenden unterstellen, daß er konkludent seine Einwilligung gibt, von potentiellen Kunden oder anderen Interessenten angeschrieben oder angerufen zu werden.
    Andererseits gab es ja erst letztens wieder sowas absurdes:

    http://www.e-recht24.de/news/ecommerce/8214-achtung-abmahnung-gericht-untersagt-anmeldebestaetigung-fuer-shops.html
    Ein Amtsgericht (richtiger: ein Amtsrichter) in Deutschland hat sich verlaufen. Das kommt vor.
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  11. Bucks88
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    Standard AW: Webseiten anschreiben um zu Fragen ob man diese in ein "Verzeichnis" aufnehmen da
    Zitat Zitat von mumpel Beitrag anzeigen
    Bei einem Softwareentwickler ist das etwas anderes. Der kann ja mit seiner Zustimmung auch Geld verdienen.
    Damit macht doch das Magazin eher Geld und nicht der Softwareentwickler?!

    Zitat Zitat von mumpel Beitrag anzeigen
    Wenn aber jemand anfragt ob man in einen Webkatalog aufgenommen werden will und dafür auch noch zahlen soll, dann ist das nicht mehr einzusehen.
    Von zahlen hat doch niemand was gesagt, oder hab ich mich verlesen? Die Restaurants werden (wenn ich das richtig verstanden habe) unentgeltlich in den Katalog aufgenommen, was denen mehr Einnahmen bringt.

    Zitat Zitat von mumpel Beitrag anzeigen
    Das erwähnte Urteil finde ich sehr gut. Damit könnten Shopbetreiber nämlich gezwungen sein/werden zu prüfen ob derjenige der sich anmeldet auch rechtmäßiger Inhaber der Emailadresse ist. Ist er es nicht könnten auch Identitätsdiebstähle einegschränkt oder verhindert werden, was auch gut für die Shopbetreiber wäre (weniger Zahlungsausfälle).
    Diese Welt ist zu schwer um noch ein Unternehmen zu gründen mit all diesen Gesetzen. Die sind nur noch zur Unterstützung von Monopolen da, sonst nichts. Keiner außer denen kann nämlich mehr 100% sicher sein alles richtig zu tun, weil die Masse an Gesetzen einfach zu groß ist.

    Ich bin leidenschaftlicher App Entwickler und würde sie gerne vermarkten, damit ich wenigstens ein wenig was davon habe, dass ich mir die Mühe mache die Apps zu veröffentlichen. Das würde im Endeffekt auf ein Jahresgehalt von vielleicht 30 Euro rauslaufen wenn es gut läuft. Dennoch unterstützt der Gesetzgeber sowas offenbar gar nicht, denn alle Kosten für die Anwälte, Steuerberater, etc. sind so hoch, dass man das nicht machen kann, ohne sich zu verschulden. Klar man könnte sagen wegen 30 Euro fang' ich erst garnicht an, aber das sehe ich nicht ein. Ein Unternehmensgründer sollte ohne Kosten einsteigen können! Wieviele Ideen bleiben unveröffentlicht, weil man sich nicht traut es zu vermarkten und es kostenlos nicht veröffentlichen will? Es geht mir hier ums Prinzip!

    Ich habe über ein halbes Jahr verteilt bereits ungefähr 300€ in einen Steuerberater investiert und dennoch bin ich noch nicht in der Lage zu verkaufen, weil die Gesetze sich geändert haben. Der Steuerberater wusste nicht mal was von den Änderungen, da sieht man mal wie viele Dinge man schon beachten muss. So viele, dass es nicht mal Experten mehr schaffen einen Überblick zu haben.

  12. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Webseiten anschreiben um zu Fragen ob man diese in ein "Verzeichnis" aufnehmen da
    Zitat Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    [...] denn ein Gewerbetreibender muß sich Medienanfragen gefallen lassen [...]
    Ín meinem Kontaktformular steht explizit dass ich keine Werbeanfragen wünsche. Das müsste doch die Konkludenz ausschalten?

    Zitat Zitat von Bucks88 Beitrag anzeigen
    [...] Damit macht doch das Magazin eher Geld und nicht der Softwareentwickler?! [...]
    Auch der Softwareentwickler kann/darf m.E. Geld verlangen wenn die Verlage die Software auf Heft-CD packen wollen.

    Zitat Zitat von Bucks88 Beitrag anzeigen
    [...] Ein Unternehmensgründer sollte ohne Kosten einsteigen können! [...]
    Eine Gewerbeanmeldung kostet zwischen 20,- Euro und 60,- Euro. Mehr braucht es nicht. Die App im Appstore vermarkten, eine ehrliche Steuerklärung abgeben und gut ist. Wenn Du das in Deiner Freizeit programmierst reicht das m.E. so aus. Oder soll das zu Deinem Haupterwerb werden? Und so schwer ist eine Steuererklärung nun auch wieder nicht.

  13. Bucks88
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    Standard AW: Webseiten anschreiben um zu Fragen ob man diese in ein "Verzeichnis" aufnehmen da
    Zitat Zitat von mumpel Beitrag anzeigen
    Wenn Du das in Deiner Freizeit programmierst reicht das m.E. so aus. Oder soll das zu Deinem Haupterwerb werden? Und so schwer ist eine Steuererklärung nun auch wieder nicht.
    Steuererklärungen habe ich schon einige gemacht, aber da gibt es dennoch ettliche Hürden. Z.B. bin ich Einzelunternehmer mit der Kleinunternehmerregelung. Damit kann man es gar nicht machen, denn man kann die Rechnungen nicht immer selbst schreiben/anpassen. D.h. jegliche Steuervereinfachung fällt nun ins Wasser. Dann kommt hinzu, dass man zwangsweise eine Datenschutzerklärung benötigt, selbst wenn man die App kostenlos zur Verfügung stellen wollte. Diese kostet einiges an Geld. Bei manchen App Stores oder bei Werbeunternehmen muss man dann Auslandseinkünfte versteuern, was auch nicht immer trivial ist. Etc.

    P.S.: Meine Gewerbeanmeldung hat 13€ gekostet damals.

  14. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Webseiten anschreiben um zu Fragen ob man diese in ein "Verzeichnis" aufnehmen da
    Zitat Zitat von Bucks88 Beitrag anzeigen
    Meine Gewerbeanmeldung hat 13€ gekostet damals.
    Das waren noch Zeiten...

  15. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Webseiten anschreiben um zu Fragen ob man diese in ein "Verzeichnis" aufnehmen da
    [QUOTE=mumpel;55042]
    Zitat von TomRohwer
    [...] denn ein Gewerbetreibender muß sich Medienanfragen gefallen lassen [...]
    Ín meinem Kontaktformular steht explizit dass ich keine Werbeanfragen wünsche. Das müsste doch die Konkludenz ausschalten?
    Anfragen von Medien und Werbemails sind etwas völlig verschiedenes. Die unerwünschte Kontaktaufnahme durch Journalisten und Medien stellt ja z.B. auch kein "Stalking" da. Ein Gewerbetreibender muß damit leben, daß Medien bzw. Medienvertreter Anfragen an ihn richten, die seine gewerbliche Tätigkeit betreffen.
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  16. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Webseiten anschreiben um zu Fragen ob man diese in ein "Verzeichnis" aufnehmen da
    Aber sind Webinformationsseiten/Webverzeichnisse überhaupt Medien die dem Medienrecht unterliegen? Oder nicht doch Werbende?

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