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datenschutzbeauftragter

  1. Neuer Benutzer
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    Standard datenschutzbeauftragter
    Hallo, ich stelle mir die Frage ob ich einen Datenschutzbeauftragten benötige. Zu meinem Hintergrund. Ich ganz allein (keine weiteren Personen, die mit den Daten arbeiten) betreibe ein Onlineforum, in dem sich Nutzer über Surfen austauschen können. Ich erhebe als Daten: Name, Profilbild, Alter, Geschlecht, Geburtsdatum und lasse den Nutzer jedoch vorher einwilligen und baue eine Art "Vertragsverhältnis" auf, das er jeder Zeit beenden und seine Daten löschen lassen kann. Bei dem was ich gelesen habe, benötige ich keinen Datenschutzbeauftragten, wenn ich
    1)nur eine Person bin
    2)Eine Einwilligung des Nutzers habe.

    Wie seht ihr das?

  2. Erfahrener Benutzer
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    1.362
    Standard AW: datenschutzbeauftragter
    Hallo!

    Der für den Datenschutz Verantwortliche bist Du. Einen separaten Datenschutzbeauftragten benötigst Du nicht. Du benötigst aber eine Datenschutzerklärung, die leicht zugänglich sein muss.

    Gruß, René

  3. Erfahrener Benutzer
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    Beiträge
    1.488
    Standard AW: datenschutzbeauftragter
    Ich zitier's der Einfachheit halber mal aus Wikipedia:

    Ein Datenschutzbeauftragter muss bestellt werden, wenn personenbezogene Daten (z. B. Arbeitnehmerdaten in der Personalabteilung, Kunden- und Interessentendaten) automatisiert verarbeitet werden:

    in allen öffentlichen Stellen (beispielsweise Behörden) und
    in nicht-öffentlichen Stellen (beispielsweise Unternehmen, Vereine), wenn mehr als neun Personen (§ 4f Abs. 1 Satz 1 und 4 BDSG) mit der Verarbeitung dieser Daten beschäftigt sind oder Zugriff auf diese Daten haben. Diese Grenze entfällt, wenn ein bestimmtes Risiko vermutet wird, welches eine sofortige Bestellung erforderlich macht oder Verfahren eingesetzt werden, die der Vorabkontrolle unterliegen (§ 4d Abs. 5, § 3 Abs. 9, § 4e, § 4f Abs. 1 Satz 6 BDSG), oder wenn sie personenbezogene Daten geschäftsmäßig verarbeitet, um diese an dritte Personen weiterzugeben (z. B. Adressdatenhandel). Weiter entfällt diese Grenze auch, wenn eine volle Automatisierung der Erfassung beispielsweise für Statistik (z. B. Markt- und Meinungsforschung) oder Forschungszwecke eingesetzt wird.

    Bei einer nicht automatisierten Datenverarbeitung greift die Vorschrift erst ab 20 Personen (§ 4f Abs. 1 Satz 1 und 3 BDSG). Hierbei werden Teilzeitkräfte voll berücksichtigt, der Gesetzgeber spricht auch bewusst nicht von Beschäftigten, sondern von Personen, insbesondere um die Gefahr zu vermeiden, dass Betriebe nur noch mit Selbständigen und freiberuflichen Mitarbeitern arbeiten, um so die Bestellungspflicht zu vermeiden.

    Automatisiert ist eine Verarbeitung, wenn hierzu Datenverarbeitungsgeräte (PCs) verwendet werden. Erfolgt die Datenverarbeitung z. B. mittels Karteikarten, so ist sie nichtautomatisiert, sofern diese nicht zur späteren Verarbeitung in der EDV bestimmt sind und dahingehend geführt werden, dies wäre sonst eine Vorbereitung zur Datenverarbeitung.

    Der Betrieb muss spätestens einen Monat nach Aufnahme seiner Tätigkeit einen Datenschutzbeauftragten bestellen (§ 4 Abs. 1 Satz 2 BDSG). Bei Nichtbestellung oder verspäteter Bestellung liegt eine Ordnungswidrigkeit vor (§ 43 Abs. 1 Nr. 2 BDSG) und kann mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 € geahndet werden (§ 43 Abs. 3 BDSG).
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

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