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Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf

  1. Benutzer
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    Standard Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Hallo,

    ich möchte diverse Downloads, z. B. Videos, Bilder auf meiner Website anbieten. Wie das anläuft weiß ich noch nicht, das bleibt abzuwarten wenn es soweit ist. Vielleicht werde ich reich, vielleicht interessieren meine Sachen aber auch keine S.. . Wer weiß ...

    Ok, ich könnte jetzt auch einfach so Zahlungen entgegennehmen, aber um nicht Ärger mit dem Finanzamt wegen Versteuerung oder dem ganzen Kram zu kriegen, würde ich gerne erfahren, was man machen muss, um sowas offiziell machen zu "dürfen".

    Ich möchte mich nicht selbstständig machen oder gar eine Art Firma starten. Im Gegenteil, ich möchte ganz normaler Arbeitnehmer bzw. Arbeiter bleiben und einfach aus Lust und Laune nebenbei im Internet etwas versuchen.

    Ich hoffe nicht, dass man da monatlich irgend eine Grundgebühr oder sowas der Art bezahlen muss, um sowas machen zu dürfen. Es wäre mir schon fast zu viel, wenn ich für das, was ich evtl. "einnehme", Steuern zahlen müsste.

    Wer kann mir kurz und knapp, aber verständlich erklären, wie da vorzugehen ist? Welche Vor- und Nachteile hat das? Oder macht das nur Sinn, wenn man die geniale Idee hat und sich sicher ist, dass man damit durchbricht?

    Danke & Gruß
    Geändert von tob (22.12.2014 um 19:45 Uhr)

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Hallo!

    Ein Gewerbe anmelden musst Du auf jeden Fall. Du wirst dann jedes Jahr zur Abgabe der Einkommenssteuererklärung aufgefordert. Alles was Du Netto (Bruttoeinnahmen - Geschäftsausgaben = Steuerpflichtiges Einkommen) mit diesem Gewerbe verdienst ist Einkommenssteuerpflichtig. Mehr sagt Dir Dein Sachbearbeiter beim Finanzamt.

    Gruß, René

  3. Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Hallo,

    danke für die Antwort.

    Ich möchte das möglichst ohne großartigen Aufwand betreiben. Denn wenn ich mehr Ärger und Aufwand damit habe, vergeht mir wieder die Lust daran es auszuprobieren.

    Also ich nutze einfach ein Girokonto auf dem sämtliche (mögliche) Zahlungen eingehen, nichts was nichts mit dieser Sache zu tun hat. Dann weiß ich auch genau was dort wann eingegangen ist.
    Am Jahresende gebe ich dann die Daten meinem Steuerberater und der macht das fix fertig. Steuererklärung muss man ja sowieso jedes Jahr machen. Allein davon verstehe ich schon nicht viel. Richtig so?

    Kostet das denn grundsätzlich was - einmalig / monatlich? Muss man da detailliert und genau angeben was man machen möchte oder reicht z. B. die Angabe "Shop / Verkauf von selber erstellten Videos/Fotos"?

    Und angenommen man hat nun diese Gewerbeanmeldung und darf das offiziell machen - dann ist man ja nach wie vor Privatperson, richtig? Hat man dann eine Umsatzsteuer-ID-Nummer, die man im Impressum angeben muss/soll? Wie verhält es sich mit den angebotenen Artikeln/Downloads - muss da irgendwas von Mehrwertsteuer stehen, oder nicht weil es sich nicht um ein Unternehmen handelt? Hat das dann was mit Selbstständigkeit zu tun bzw. Auswirkung mal später auf Rente oder den ganzen Kram? Meine mal sowas gehört zu haben, möchte da aber kein Risiko.

    Oder sind dies alles Fragen, die so nicht zu beantworten sind und tatsächlich nur von einem Finanzamtler beantwortet werden können?

    Danke & Gruß
    Geändert von tob (22.12.2014 um 20:54 Uhr)

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Die Gewerbeanmeldung kostet einmalig 20,- bis 40,- Euro, je nach Bundesland/Region. Was Dein Shopsystem kostet weiss ich nicht.

    Eine Zwangsmitgliedschaft in der IHK kommt auch. Je nach Bundesland/Region sind Einnahmen bis zu einer bestimmten Höhe beitragsfrei.

    Eine Umsatzsteuer-ID benötigt man nicht wenn man unter die Kleinunternehmerregelung fällt, die Umsatzsteuer muss man dann auch nicht ausweisen/abführen (Umsatzsteuerbefreiung nach § 19 Absatz 1 UStG). Die Umsatzsteuerbefreiung sollte im Impressum angegeben werden. Aber das kann Dir Dein Steuerberater erklären.

    Die AGB (empfehlenswert) sollte m.E. ein Fachanwalt aufsetzen.

    Und einen schönen Namen für Dein(e) Gewerbe/Firma solltest Du Dir einfallen lassen, der erscheint nämlich auf allen Schreiben der IHK. Sonst steht nachher auf den Briefen der IHK auch nur "Firma Shop/Verkauf", was nicht gerade schön klingt.

    Über die Rente musst Du Dir keine Gedanken machen (zumindest nicht über die Zahlungen), da Du ja nach wie vor im Arbeitnehmerverhältnis stehst. Und ob Du von Deinen Einnahmen aus dem Gewerbe zusätzlich in die Rentenkasse einzahlen möchtest (vorausgesetzt dass das möglich ist, was ich aber nicht weiss) bleibt Dir überlassen.
    Geändert von mumpel (22.12.2014 um 21:44 Uhr)

  5. Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Hallo,

    vielen Dank für die Infos.

    Ich glaube, es scheitert schon am Namen. Wie muss ich mir das vorstellen, kann man sich da einen / mehrere aussuchen? Ist der ausgesuchte Name dann "registriert"?

    Gruß

  6. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    "Registriert" ist da nichts. Denk Dir einfach einen schönen Namen aus (aber einen der noch nicht von jemand Anderen benutzt wird). Z.B. "ViBi Tob"

  7. Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Danke für Deine Antwort.

    Ich klicke mich gerade durch die Online-Anmeldung von meinem Bundesland durch. Nun bin ich an einem Punkt angelangt, an dem Angaben zum Betrieb erwartet werden.

    Name des Betriebes [?]
    Im Handels-, Genossenschafts- oder Vereinsregister eingetragener Name mit Rechtsform (ggf. bei GbR Angabe der weiteren Gesellschafter)
    Kann ich dort einen Namen auswählen, auch wenn ich nirgendwo eingetragen bin?

    Und was wähle ich bei Rechtsform aus? "Einzelunternehmung KGT"?

    Und bei "Ist ein Handelsregistereintrag vorhanden?*" setze ich dann den Haken bei "Keine Angabe". Richtig?

    Nochmal: Ich möchte das nur machen, damit ich "legal" einen kleinen Shop für digitale Inhalte betreiben darf. Egal ob ich damit nun überhaupt einen Gewinn erziele oder nicht. Ich hoffe, ich bin dort bei dieser Anmeldeseite an der richtigen Stelle gelandet.

    Danke
    Geändert von tob (26.12.2014 um 01:25 Uhr)

  8. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Das brauchst Du doch alles nicht. Du benötigst lediglich eine Gewerbeanmeldung. Gehe nach den Feiertagen einfach zum Finanzamt und lass Dir alles erklären, dort wird Dir gesagt was Du alles benötigst bzw. machen musst.

  9. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Die IHK berät auch gern dazu.

    Auch wenn du es nur klein nebenbei machst, musst du dennoch darauf achten dich an verschiedene Vorschriften zu halten, insb. da du im Wettbewerb zu anderen stehst. Das betrifft zB die Preisangabenverordnung, aber auch das Widerrufsrecht.

    Durch die Richtlinie 2006/112/EG ändert sich so manches bei der Berechnung der Umsatzsteuer innerhalb der EU. Ich weiß nicht, in wie weit sie auch eBooks umfasst. Aber falls, müsste man die Steuerregelungen des Landes des Verbrauchers anwenden, wodurch ggf. doch Umsatzsteuer relevant wird. Oder du verkauft dann einfach an Kunden nur in Deutschland. Aber sollte jedenfalls ein Punkt sein, zu dem du dich noch weiter informierst.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

  10. Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Widerrufsrecht bei digitalen Inhalten bzw. Direkt-Downloads die z.B. per SOFORT Überweisung gezahlt wurden und direkt freigeschaltet wurden? Klar, schick mir den Content zurück und ich geb Dir Dein Geld zurück. Logisch!

    eBooks? Wer hat davon gesprochen? Wenn, handelt es sich um selbst erstellte Fotos/Bilder/Videos.

    Nur ein kleiner Interessentenkreis kommt aus DE. Der Rest kommt aus sonstwo her. "Steuerregelungen des Landes des Verbrauchers"?! Was stellen die sich denn vor?! Wie soll das denn gehen?

    Nunja - mit einer Gewerbeanmeldung bin ich ja noch einverstanden, den Steuerkram soll der Steuerberater dann machen, aber alles andere betrachte ich als hirnrissigen Quatsch - da soll dann erstmal einer kommen und meckern...

    Danke für die Infos.

  11. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Selbst wenn es bei deinen Leistungen dann kein Widerrufsrecht geben sollte, musst du dennoch darüber informieren. Viele Informationspflichten sind unabhängig davon.

    Wenn dein Steuerberater erst im Nachhinein konfrontiert ist, ist es ihmo zu spät, da dann bereits der falsche Umsatzsteuerbetrag ausgewiesen sein könnte. Der Hintergrund ist, zum einen, dass Steuerhinterziehung in diesem Bereich bekämpft werden soll, zum anderen aber auch ein einheitlicher Wettbewerb sichergestellt werden soll. Kein Verkäufer soll aufgrund seines Heimatlandes Vorteile haben. Ein sehr legitimes Ziel! Die Richtlinie gilt nur sehr begrenzt, darum sagte ich, dass du dir das zumindest angucken solltest.
    Erst mal so machen ist natürlich möglich, dürfte aber, falls es nicht in Ordnung ist, deutlich mehr Stress, Geld und Nerven kosten.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

  12. Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Aber wer soll denn das alles verstehen und da noch durchblicken? Ist doch vorprogrammiert dass man irgendwas vergisst oder falsch macht oder zu spät macht oder merkt ...
    Die machen doch absichtlich alles kompliziert damit bloß niemand mehr was versteht, und wenn einer was falsch macht kann er Strafgeld zahlen oder was...

    Wenn ich dann am Montag zum Finanzamt fahre (und hoffentlich nicht weggeschickt werde weil sie evtl. nicht zuständig seien) bekomme ich hoffentlich das Wichtigste kurz und knapp erklärt. Seitenweise unverständlichen Müll lese ich mir nicht durch...

    Es kann doch nicht sein, dass ich nicht problemlos meine Inhalte auch an ausländische Benutzer verkaufen kann, egal ob aus Deutschland, EU oder letztem Fleck der Welt.

    Also muss ich doch auch noch einen Termin mit dem Steuerberater ausmachen, damit der mir das auch nochmal erklären kann was ich dann alles noch machen muss...

    Danke & Gruß

  13. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Zitat Zitat von tob Beitrag anzeigen
    [...] Aber wer soll denn das alles verstehen und da noch durchblicken? [...]
    Dafür gibt es doch die ausgebildeten Fachleute.

  14. Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Klar, wer bezahlt mir die? Übernimmt das Finanzamt die Kosten für derartige Beratungen gleich mit?

    Gruß

  15. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Wenn Du es richtig machen möchtest dann kommst Du um eine professionelle Beratung m.E. nicht rum. Oder Du lässt es gleich. Eine Beratung ist m.E. billiger als später Abmahnungen zu bekommen.

  16. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Ich gebe dir absolut Recht, dass die Markteintrittsschranken ziemlich weit nach oben wandern durch solche Regelungen! Sicherlich kann man sich in der Regel auch dransetzen und machen, allerdings steigt das eigene Risiko dadurch eben an.

    Ich nehme an, du bist noch ziemlich jung. Vor einigen, einigen Jahrzehnten wäre der einfache Verkauf in andere Länder der EU noch viel viel problematischer gewesen, weil es viele Vereinheitlichungen der EU noch nicht gab. Ich spreche da von einer Zeit, die ich kaum mehr kenne! Man hätte sich dann zB über Zoll und Ein- und Ausfuhrbestimmungen informieren müssen. Der Handeln mit Partnern in anderen Ländern war keineswegs etwas, was selbstverständlich war und ist durch die EU erst etabliert worden.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

  17. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Zitat Zitat von tob Beitrag anzeigen
    Aber wer soll denn das alles verstehen und da noch durchblicken?
    Jeder Unternehmer, der seinen Pflichten nachkommt.
    Ist doch vorprogrammiert dass man irgendwas vergisst oder falsch macht oder zu spät macht oder merkt ...
    Die machen doch absichtlich alles kompliziert damit bloß niemand mehr was versteht, und wenn einer was falsch macht kann er Strafgeld zahlen oder was...
    Nein, das machen die, um die armen Verbraucher vor den bösen Unternehmern zu schützen. Also z.B. Dich, wenn Du Dich von einem Unternehmer über's Ohr gehauen fühlst und auf Deine "Verbraucherschutzrechte" pochst.
    Wenn ich dann am Montag zum Finanzamt fahre (und hoffentlich nicht weggeschickt werde weil sie evtl. nicht zuständig seien) bekomme ich hoffentlich das Wichtigste kurz und knapp erklärt. Seitenweise unverständlichen Müll lese ich mir nicht durch...
    Das Finanzamt ist nicht dafür zuständig, Dich in Steuerangelegenheiten aufzuklären und zu beraten. Machen die nicht, dafür gibt es nämlich Steuerberater. Das Finanzamt ist in Sachen Steuern auch Partei und wäre ein ziemlich schlechter Ratgeber.
    Es kann doch nicht sein, dass ich nicht problemlos meine Inhalte auch an ausländische Benutzer verkaufen kann, egal ob aus Deutschland, EU oder letztem Fleck der Welt.
    "Problemlos" ist für einen Unternehmer gar nichts, und wenn Du Deine Inhalte in andere Länder verkaufst, dann solltest Du aufpassen, daß Du nicht auch dort noch steuer- oder abgabenpflichtig wirst, oder dort bestimmte n.ationale Vorschriften zu beachten hast.
    Also muss ich doch auch noch einen Termin mit dem Steuerberater ausmachen, damit der mir das auch nochmal erklären kann was ich dann alles noch machen muss...
    Und einem bei einem Rechtsanwalt, denn das sind ja nicht nur steuerliche Fragen.
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  18. Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von tob Beitrag anzeigen
    Klar, wer bezahlt mir die? Übernimmt das Finanzamt die Kosten für derartige Beratungen gleich mit?
    Solche Kosten kann man steuerlich absetzen.
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  19. Benutzer
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    Hallo,

    ok, danke für die Infos.

    Eine Gewerbeanmeldung werde ich dann demnächst besorgen, den Steuerberater informieren und fertig.

    Gruß

  20. Benutzer
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    Hallo,

    ich war nun bei der VG und habe ein Gewerbe angemeldet. Man hat die Daten aufgenommen und ich habe ein Blatt bekommen, auf dem die ganzen Daten stehen und welches von der VG unterschrieben wurde. Ich vermute, das ist die Bestätigung und ab dem darauf stehenden Datum bei "Datum des Beginns der angemeldeten Tätigkeit" kann ich legal Geld durch den Verkauf von digitalen Inhalten einnehmen.

    Hat ein paar Euro gekostet und ging relativ schnell.

    Ich vermute auch, es macht Sinn, ein extra Konto für Geldeingänge ausschließlich dieser Sache zu nutzen.

    Muss nun irgendwas im Impressum geändert werden? Gilt sonst noch was zu beachten, an was ein Normalmensch niemals denken würde?
    Bitte um wenigstens knappe Infos oder Stichworte, keinen Verweis auf eine Beratung bei einem Anwalt. Die will ich nämlich nicht. Reicht mir schon, wenn ich mir demnächst einen Steuerberater suchen muss, der mir evtl. auch noch das ein oder andere erzählt...

    Also zusammengefasst stelle ich mir das so vor:
    Ich mache meinen Kram, biete Downloads kostenpflichtig an, gebe dem Steuerberater die nötigen Informationen sobald er sie braucht um irgendwas fürs Finanzamt fertig zu machen, und alles ist gut.

    Danke

  21. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Nur die Umsatzsteuer-ID angeben, falls eine vorhanden ist. Sonst den Satz "Umsatzsteuerbefreit nach § 19 Absatz 1 UStG" angeben.

    Und um einen guten Fachanwalt kommst Du m.E. nicht herum. Nur der kann Dir m.E. eine rechtlich saubere AGB erstellen, und auch über Impressum und Datenschutzerklärung schauen. Besser etwas Geld für einen Fachanwalt locker machen anstatt später sehr viel Geld für Abmahnungen (und eine solche kann recht schnell kommen).

  22. Erfahrener Benutzer
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    Ich möchte noch mal auf das Widerrufsrecht hinweisen. Das umfasst eigentlich auch die Informationspflichten aus dem EGBGB. Da du ersteres wohl nicht umsetzen möchtest, sei noch mal auf das letztere verwiesen.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

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    Hallo Elradon,

    bitte nochmal verständlich...

    Danke.

  24. Erfahrener Benutzer
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    Wenn ich dich richtig verstanden habe, möchtest du das Widerrufsrecht nicht umsetzen / nach dem, was jetzt im andern Thema steht, wohl schon. Jedenfalls gelten auch Informationspflichten, die eigentlich Teil des Widerrufsrecht sind. Auf diese wollte ich noch gesondert hinweisen. Sie sind im EGBGB geregelt.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

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    Hallo,

    ok, vielen Dank @all für die Unterstützung. Ich denke, für die Sache die ich vorhabe, ist dieser ganze Kram einfach nur überflüssiger Quatsch. Klar - wer einen öffentlichen, für Jedermann zugänglichen Webshop betreibt, sollte sich an die offiziellen Regeln halten, sprich AGB, Widerrufsrecht, sonstiger Kram. Würde mich dann auch anständiger darum kümmern. :p

    Aber mir geht es ausschließlich darum, keine Probleme mit dem FA wegen unangemeldeter Einnahmequelle zu bekommen. Denn irgendwie muss das Geld ja zu mir gelangen - und das tut es in dem es auf meinem Konto eingeht. Sei es direkt von einem "Kunden" oder von einer Auszahlung eines Paymentproviders. Und somit sehen die (Finanzfreaks) das ja. Mit dieser Gewerbeanmeldung darf ich das nun offiziell (Geld durch meine angemeldete (Neben-)tätigkeit einnehmen) - um alles weitere soll sich mein zukünftiger Steuerberater kümmern. Davon verstehe ich - versteht sich - natürlich gar nichts. :lol:

    Zu meinen "Kunden" (was irgendwie doof klingt) zählt nur eine sehr kleine Interessengruppe. Diesen Menschen (aus aller Welt) ist es völlig egal, ob AGB existieren. Und wenn ich welche (AGB) bereitstellen würde, würden die der größte Teil der Besucher (/"Kunden") nicht verstehen, da ich sie sicherlich nicht in Englisch oder in "Kunden"sprache bereitstellen würde - sondern nur in deutscher Sprache. Da es sich um direkt freigeschaltete Downloads handelt, denkt auch niemand an ein Widerrufsrecht (bzw. in diesem Sinne dann eine Geld-zurück-aber-Leistung-(Download)-behalten-Aktion). Bezahlt, Download erhalten, fertig. Da gibt es nichts zu diskutieren. Geld gibt es höchstens im Einzelfall zurück, wenn jemand mit der erhaltenen Leistung nicht zufrieden ist und wenn ich ausnahmsweise mal kulant wäre.

    Des weiteren - und deswegen betrachte ich meine Sache nicht als unbedingt öffentlich zugänglich - hat niemand ohne Weiteres Zugriff auf den eigentlichen Websiteinhalt. D. h. niemand sieht in meinem Fall irgendwelche Artikel, Preise oder sonstwas. Erst nach einer umfassenden Anfrage auf Zutrittberechtigung entscheide ich, ob der Interessierte ein neuer Benutzer wird oder nicht. D. h. es wird in meinem Fall auch keinen unschuldigen Verbraucher geben, der über irgendetwas nicht ausreichend informiert gewesen wäre - in meinem Falle ist das alles schon sehr speziell und jeder weiß, was er tut. Übrigens handhabe ich es wie folgt: "Kauft" jemand etwas, bzw. klickt sich durch den Einkaufskorb und hat dann seine nicht mehr änderbare "Bestätigung" inkl. meiner Zahlungsmethoden vor Augen, möchte seine Downloads aber doch nicht mehr haben oder zahlt einfach nicht, wird der entsprechende Eintrag auf Wunsch oder nach einiger Zeit von selber aus der Datenbank entfernt. D. h. es gibt da keinen Kaufvertrag, Zahlungspflicht oder sowas. Ok, blabla Gesetz - wenn gezahlt wurde ... wird auch (aus)geliefert, keine Frage. ;)

    Mir geht es erstmal nicht darum, großartig Geld zu verdienen, sondern legal kostenpflichtige digitale Inhalte anbieten zu können.

    Danke & Gruß
    Geändert von tob (30.01.2015 um 21:42 Uhr)

  26. Erfahrener Benutzer
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    Nimm es mir nicht übel, aber das klingt für mich alles sehr dubios.

  27. Benutzer
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    Standard AW: Downloads im Internet verkaufen - was damit ich das darf
    Hallo,

    habe nun ein Gewerbe angemeldet, diesen komischen Fragebogen vom Finanzamt vom Steuerberater ausfüllen lassen und mich nun von diesem in Sachen digitale Inhalte in andere Länder verkaufen -> Umsatzsteuer aufklären lassen.

    Und es sieht schlecht aus.

    Wer hat sich einfallen lassen, dass man als Deutscher Bürger mit Gewerbe für Kunden aus dem Ausland so extrem umständliche Arbeit aufwenden muss? Die paar Euro die mir da evtl. zukommen, gehen mit 10 multipliziert für den Steuerberater wieder drauf.

    Ich müsste tatsächlich auf meiner Website abfragen, wo der Benutzer, der etwas für kleines Geld herunterladen möchte, herkommt. Wenn dies DE ist muss ich nix beachten. Wenn es ein Benutzer aus einem EU-Land ist, müsse ich mich im Portal des Bundeszentralamts für Steuern anmelden und vierteljährlich eine Meldung abgeben. Und bei Nicht-EU-Länder ist es quasi unmöglich, da der dadurch entstehende Aufwand ein Lebenswerk werden könnte.

    Wer ist diese ins Hirn gesch... Person, die sich das hat einfallen lassen? Kann man der einen Brief schreiben? Oder ist das vielleicht geheim?

    Ich sehe es nicht ein, bzw. es ist mir nicht möglich diese perversen Spielchen mitzuspielen. Somit werde ich zusätzlich Barzahlung per Post Brief in den verschiedensten Währungen anbieten (was einigen Leuten sowieso lieber sein wird). Ansonsten werde ich auch unbare Zahlungen aus "Nicht-DE" entgegennehmen, ohne diese besonders zu behandeln. Ich sage halt einfach, es war jemand aus Deutschland. Ein heimischer Kunde.

    Gruß
    Geändert von tob (17.03.2015 um 16:42 Uhr)

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