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Häufig abwesend, Meldeanschrift ladungsfähig?

  1. Neublogger
    Neublogger ist offline
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    Lächeln Häufig abwesend, Meldeanschrift ladungsfähig?
    Hallo,

    wenn man den überwiegenden Teil des Jahres reist und nur etwa 4 Monate (mit Unterbrechungen) in seiner Wohnung wohnt, erfüllt diese dann noch die Kriterien einer ladefähigen Adresse?

    Könnte man für diese Reisezeiten das Impressum auf c/o Name+Anschrift des Angehörigen ändern, an den auch die Post weitergeleitet wird?

    Herzlichen Dank für die Antwort und die tolle Möglichkeit, im Forum solche Fragen zustellen,
    Neublogger

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Häufig abwesend, Meldeanschrift ladungsfähig?
    Hey,

    zunächst muss man feststellen, dass das Gesetz selbst keine weitere Kriterien aufstellt. Des Weiteren kommt mir § 130 BGB in den Kopf, der für den Zugang einer Willenserklärung auf den Zugang abstellt. Dieser knüpft an objektive Kriterien an - "Gelangen in den Machtbereich des Empfängers [...]". Da es insofern dein Risiko ist, ob du deinen "Briefkasten" leerst oder nicht, würde ich sagen, dass der genannte Sachverhalt ausreichend ist. Dabei wäre dann aber zu beachten, dass sich der Empfänger mit "ich habe es erst später gelesen" rausreden kann, da er zB jemanden bestellen müsste, der die Post prüft.
    [Letztlich können ja alle möglichen Erklärungen eingehen, von Kündigung der Wohnung selbst, über Bußgeldbescheide bis hin zu....]
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

  3. Neublogger
    Neublogger ist offline
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    Standard AW: Häufig abwesend, Meldeanschrift ladungsfähig?
    Herzlichen Dank für die schnelle Antwort.

    Würde dann auch ein virtuelles Büro diese Kriterien erfüllen, falls die Verwandten einmal ausfallen?
    Das Büro bekäme z.B. eine Vollmacht, eingegangene Einschreiben gegen Unterschrift anzunehmen, weiterhin könnte in der Vollmacht stehen, dass diese Schreiben dann als zugestellt gelten, womit sie ja dann im Machtbereich des Empfängers sind, der sich natürlich darum kümmern müsste, seine Post abzurufen. Damit wären dann eigentlich alle Kriterien erfüllt.

    Viele Grüße,
    Neublogger

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Häufig abwesend, Meldeanschrift ladungsfähig?
    Zitat Zitat von Neublogger Beitrag anzeigen
    wenn man den überwiegenden Teil des Jahres reist und nur etwa 4 Monate (mit Unterbrechungen) in seiner Wohnung wohnt, erfüllt diese dann noch die Kriterien einer ladefähigen Adresse?
    Ja.

    Man sollte übrigens unbedingt bei längerer Abwesenheit dafür sorgen, daß die Post von irgendjemandem gesichtet und ggf. weitergeleitet bzw. bearbeitet wird.

    Amtliche Schriftstücke, z.B. vom Gericht, können "mit Zustellungsurkunde" kommen, und gelten rechtlich nach 14 Tagen als zugestellt - egal ob man sie tatsächlich entgegengenommen hat oder von der Post abgeholt hat.

    Könnte man für diese Reisezeiten das Impressum auf c/o Name+Anschrift des Angehörigen ändern, an den auch die Post weitergeleitet wird?
    c/o-Anschriften sind mit Ausnahme von Rechtsanwälten und Notaren meines Wissens nicht "ladungsfähig". Die Zustellung würde übrigens schon daran scheitern, daß ja eine Postvollmacht vorhanden sein müsste, die auch Sendungen mit Zustellungsurkunde umfasst.

    Zumindest alle gerichtlichen und ähnlichen Schreiben kann man sich aber durchaus an einen Rechtsanwalt oder Notar zustellen lassen.
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

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