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Schutz vor Persönlichkeitsverletzungs- und Verleumdungsklagen, ...

  1. rodimo
    rodimo ist offline
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    Standard Schutz vor Persönlichkeitsverletzungs- und Verleumdungsklagen, ...
    Folgender fiktiver Fall:
    Ein Betrüger treibt sein Unwesen.
    Ein Geschädigter möchte auf seiner Homepage bzw. Blog seine Mitmenschen vor den Machenschaften des Betrügers warnen.
    Um nicht selber Ziel von Verleumdungs- oder Unterlassungsklagen des Betrügers zu werden, hat sich der Geschädigte überlegt, dass er seine wahren Erlebnisberichte auf der Homepage als "Kriminalgeschichten" tituliert, evtl. mit dem Hinweis, dass Ähnlichkeiten mit lebenden Personen nicht nur rein zufällig sind (o.ä.).

    Wäre dieses Vorgehen ein brauchbarer und effektiver Schutz?

    Wenn Nein, wie könnte er sich als Betreiber der Homepage / Blog selbst besser schützen und gleichzeitig seine Mitmenschen sinnvoll informieren?

  2. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Schutz vor Persönlichkeitsverletzungs- und Verleumdungsklagen, ...
    Aus meinem rechtlichen Dafürhalten ist das eine gute Idee! Soll der Blog/ Homepage allgemein zugänglich sein oder nur bestimmten Personen vorbehalten werden? Für welche Zielgruppe soll er gestartet werden?

    Würde mich - per PM - zu einer Vorab-Durchsicht der Texte bereit erklären.

    Ist es nicht sinnvoller, hier auf staatliche Hilfe zu hoffen und eine richtige Anzeige aufzugeben? So hätte man eine Chance, den Betrüger dingfest zu machen.

  3. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Schutz vor Persönlichkeitsverletzungs- und Verleumdungsklagen, ...
    Zitat Zitat von rodimo Beitrag anzeigen
    Folgender fiktiver Fall:
    Ein Betrüger treibt sein Unwesen.
    Ein Geschädigter möchte auf seiner Homepage bzw. Blog seine Mitmenschen vor den Machenschaften des Betrügers warnen.
    Um nicht selber Ziel von Verleumdungs- oder Unterlassungsklagen des Betrügers zu werden, hat sich der Geschädigte überlegt, dass er seine wahren Erlebnisberichte auf der Homepage als "Kriminalgeschichten" tituliert, evtl. mit dem Hinweis, dass Ähnlichkeiten mit lebenden Personen nicht nur rein zufällig sind (o.ä.).

    Wäre dieses Vorgehen ein brauchbarer und effektiver Schutz?
    Nein.

    Weil: entweder sind die Darstellungen zutreffend - dann würden Verleumdungsklagen, Unterlassungsbegehren usw. ins Leere gehen.

    Oder die Darstellungen sind nicht zutreffend - dann wird es nicht nur mit der direkten Darstellung problematisch, sondern auch mit einer "verfremdeten", solange der eigentlich Gemeinte noch irgendwie zu erkennen ist.

    Davon völlig abgesehen kann man ohnehin niemanden daran hindern, einen zu verklagen oder eine (strafbewehrte) Unterlassungsverpflichtung zu fordern. In dem Fall muß man sich so oder so vor Gericht auseinandersetzen, wenn man nicht ohne Widerstand klein beigeben will.

    Wenn Nein, wie könnte er sich als Betreiber der Homepage / Blog selbst besser schützen und gleichzeitig seine Mitmenschen sinnvoll informieren?
    Sauber recherchieren. Nur Tatsachen veröffentlichen. Gegebenenfalls für seine Sache und seine Überzeugungen auch vor Gericht eintreten.

    Täglich Brot für jeden Journalisten und jeden anderen Berichterstatter.
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  4. rodimo
    rodimo ist offline
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    Standard AW: Schutz vor Persönlichkeitsverletzungs- und Verleumdungsklagen, ...
    Besten Dank für die Ausführungen.

    "Sauber recherchieren. Nur Tatsachen veröffentlichen." ist für einem selbst ja leicht möglich.
    Mehr Bedenken hätte ich bei den anderen Blog-Autoren (anderen Geschädigten), wenn ihre "Erinnerungen" mehrere Jahre zurückliegen. Da mischt sich schnell noch "Anderes" mit dazwischen.
    Andererseits sind die anderen Blogteilnehmer ja mehr oder minder anonym unterwegs.

    Für deren Beiträge kann der Blogbetreiber ja nicht belangt werden? Oder?

    @Michelo: Danke für Dein Angebot. Es handelt sich ja aber nur um einen "fiktiven Fall" .

    Nochmals besten Dank!

  5. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Schutz vor Persönlichkeitsverletzungs- und Verleumdungsklagen, ...
    @ rodimo: Gerne. Man hilft sich ja hier, oder?

    Bisher war ich eher stiller und nicht angemeldeter Mitleser, manche Themen interessieren mich eben doch langsam zum Mitdiskutieren. Mir erging es einst selbst so: Ich habe Strafantrag gestellt - abgelehnt. Für Privatklage kein Geld und keine Zeit. Auf die Idee, anderen zu helfen durch eine Internet-Veröffentlichung bin ich noch gar nicht gekommen!

    Viel Erfolg bei Deiner Homepage/ Blog! Mich beeindruckt es immer ungemein, wenn sich jemand so für andere einsetzt ohne selber einen Nutzen zu haben (weil Du ja nach Deinen Aussagen selbst betrogen wurdest).

  6. Neuer Benutzer
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    Standard AW: Schutz vor Persönlichkeitsverletzungs- und Verleumdungsklagen, ...
    Da rodimo leider nicht antwortet möchte ich hier zum Schutz und zur Warnung noch etwas anfügen:

    Wäre es nicht sinnvoller, auch die Geschichten der anderen Blogschreiber selbst zu formulieren um ihnen nicht zu schaden? Der Blogbetreiber kann nach meinem Wissen nicht für Inhalte anderer belangt werden soweit die sich an die aufgestellten Regeln halten. Zu ihrem Schutz wäre eine Verpackung von Allem in eine "Geschichte" sicher sinnvoll.

    Wichtig ist, dass diese Texte im Internet frei zugänglich sind und vor allem auch von Menschen zu finden sind, die dabei sind auf den Betrüger hereinzufallen. Sonst ist die ganze Mühe ja umsonst.

    Gruß
    Michelo

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