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Privates Glückspiel - Strafrecht

  1. Zocker
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    Standard Privates Glückspiel - Strafrecht
    Fallstudie Glückspiel:
    Der A spielt gerne Glückspiele und sucht gleichgesinnte. A verabredet sich mit B um ein privates Glückspiel in den privaten Räumen des B durchzuführen. Es gibt keine weiteren Mitspieler, ggfl. nur Beobachter. Der Einsatz beträgt 30 Euro pro Runde. Die beiden Spielen ein Würfelspiel mit 3 Runden. Im Anschluss ist das Spiel beendet. Es gibt einen Gewinner und einen Verlierer.

    A: liebt den Nervenkitzel und verabredet sich 5-6 mal die Woche jeweils mit einem neuen Spieler (XYZ) zu einem privaten Spiel. Vorgehensweise immer identisch wie beim Spiel zwischen A & B.
    B bzw. XYZ: haben auf dieses Spiel mit A maximal 2 mal im Jahr Lust, die restliche Zeit nehmen Sie an keinen Glückspielen teil.

    Fragen:
    1) Wie ist das oben skizzierte Spiel rechtlich zu beurteilen? Glückspielstaatsvertrag? Glückspielverordnung? Strafrecht?
    (bspw. Subsumierung unter öffentlich oder gewerbsmäßig)

    2) Welche Risiken bestehen beim A, der sich regelmäßig mit unterschiedlichen Spielpartnern privat triff?

    3) Welche Risiken bestehen beim B bzw. XYZ die das Spiel nur unregelmäßig in ihren Räumen mit dem A spielen?

    4) Hat die Höhe des Einsatz Auswirkung auf die Beurteilung? Also wenn A und B z.B. nicht um 30,- Euro sondern 15.000 oder 50.000Euro spielen würden?

    5) Gibt Anforderungen an die Dokumentation, Prüfung des Spiels, der Würfel, oder weiteres?

    Danke für Ihre Beteiligung ich freu mich über eine rege Diskussion

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Privates Glückspiel - Strafrecht
    § 284 StGB Unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels

    (1) Wer ohne behördliche Erlaubnis öffentlich ein Glücksspiel veranstaltet oder hält oder die Einrichtungen hierzu bereitstellt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    (2) Als öffentlich veranstaltet gelten auch Glücksspiele in Vereinen oder geschlossenen Gesellschaften, in denen Glücksspiele gewohnheitsmäßig veranstaltet werden.
    (3) Wer in den Fällen des Absatzes 1

    1.gewerbsmäßig oder
    2.als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung solcher Taten verbunden hat,

    wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
    (4) Wer für ein öffentliches Glücksspiel (Absätze 1 und 2) wirbt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  3. Zocker
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    Standard AW: Privates Glückspiel - Strafrecht
    Als öffentlich veranstaltet gelten auch Glücksspiele in Vereinen oder geschlossenen Gesellschaften, in denen Glücksspiele gewohnheitsmäßig veranstaltet werden.

    ABER: im hiesigen Fall finden keine Glückspiele gewohnheitsmäßig statt. Der A trifft sich in den Privaten Räumen des B für ein einmaliges Glückspiel. Von daher findet das Tatbestandsmerkmal der "gewohnheitsmäßigkeit" meines Erachtens keine Anwendung. Wie beurteilen Sie das?

  4. Zocker
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    Standard AW: Privates Glückspiel - Strafrecht
    Konkret geht es um die Frage, wie kann ein Glückspiel unter zwei Privatpersonen ohne Verstoße gegen §284ff StgB und weitere legal durchgeführt werden kann?

  5. Fernoweck
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    Standard Ich setze auf Wettanbieter Deutschland
    Wenn sich Privatmenschen privat treffen wird wohl kaum was passieren, selbst wenn es eine Doppelkopfrunde in der Kneipe ist. Aber: Man kann nichts seine Gewinne einfordern und deswegen setze ich auf Wettanbieter Deutschland, da kann ich es!
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    Geändert von Fernoweck (25.10.2014 um 07:29 Uhr)

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