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Copyright 2010 - 2014

  1. Manni68
    Manni68 ist offline
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    Standard Copyright 2010 - 2014
    Hallo,

    unter der Annahme, dass man eine Website besitzt, auf welcher man seit 4 Jahren immer wieder neue Dokumente (z.B. Bilder, Texte) einfügt, welche allesamt dem Urheberrecht des Seitenbetreibers unterliegen würde man folgende Schreibweise verwenden: Copyright 2010 - 2014

    Sofern Dokumente lediglich im Jahr 2010 hinzugefügt wurden und sich seitdem nichts mehr auf der Website getan hat, würde man diese Variante wählen: Copyright 2010

    Habe ich das richtig zusammengefasst?

    Im Netz kursieren mal wieder 10 Antworten zu 2 Fragen.

    Manni

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Copyright 2010 - 2014
    Hallo!

    Der Copyright-Hinweis ist eigentlich überflüssig, da sich ein Copyright bereits aus dem Gesetz ergibt. Urheberrecht geniesen alle Internetseiten bzw. dessen Quelltext. Die Rechte an einer Internetseite liegen also ganz automatisch beim Urheber, mit Ausnahme externer Inhalte.

    Das ist vergleichbar mit einer "salvatorischen Klausel". Die benötigt man eigentlich auch nicht, da ungültige Paragrafen schon von Gesetz wegen ungültig sind.

    Gruß, René

  3. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Copyright 2010 - 2014
    Zitat Zitat von Manni68 Beitrag anzeigen
    unter der Annahme, dass man eine Website besitzt, auf welcher man seit 4 Jahren immer wieder neue Dokumente (z.B. Bilder, Texte) einfügt, welche allesamt dem Urheberrecht des Seitenbetreibers unterliegen würde man folgende Schreibweise verwenden: Copyright 2010 - 2014

    Sofern Dokumente lediglich im Jahr 2010 hinzugefügt wurden und sich seitdem nichts mehr auf der Website getan hat, würde man diese Variante wählen: Copyright 2010
    Mal vorausgesetzt, die Texte haben so viel Schöpfungshöhe, daß sie urheberrechtlich geschützt sind - dann beginnt die Schutzfrist mit der Erstellung des jeweiligen Textes, und endet 70 Jahre nach dem Tod des Autors, oder genauer gesagt: am Ende des 31.12. des Jahres, in dem sich der Tod des Autors zum 70.mal jährt.

    Jeder Text, jedes Bild ist einzeln geschützt (die Schutzfrist für "einfache Lichtbilder" ist kürzer, siehe §72 UrhG, aber die meisten Fotos sind Lichtbildwerke mit der vollen Schutzfrist - dafür sind Fotos auch ohne "Schöpfungshöhe" zumindest immer als "einfache Lichtbilder" geschützt, ausgenommen Reprofotos von zweidimensionalen Vorlagen).

    Auch das ****** der Website kann als solches geschützt sein, auch hier gilt die 70 Jahre Schutzfrist. Wird das ****** verändert, entsteht für das neue ****** ein neuer Schutz. Auch hier natürlich immer die nötige Schöpfungshöhe vorausgesetzt.

    Eine Angabe wie "Copyright 2010-14" ist rechtlich ohne jede Bedeutung und ohne jede Wirkung. Der volle urheberrechtliche Schutz entsteht nach deutschem Recht automatisch mit der Schaffung des Werkes.)
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Copyright 2010 - 2014
    Zitat Zitat von mumpel Beitrag anzeigen
    Der Copyright-Hinweis ist eigentlich überflüssig, da sich ein Copyright bereits aus dem Gesetz ergibt.
    Ja.
    Urheberrecht geniesen alle Internetseiten bzw. dessen Quelltext.
    Nein.

    Texte sind nur geschützt, wenn sie die nötige Schöpfungshöhe haben, ******s genauso. HTML-Quelltext selbst ist überhaupt nicht urheberrechtlich geschützt, da er weder ein "Werk" im Sinne des UrhG ist noch ein Computerprogramm.
    Die Rechte an einer Internetseite liegen also ganz automatisch beim Urheber, mit Ausnahme externer Inhalte.
    Ja.

    Das ist vergleichbar mit einer "salvatorischen Klausel". Die benötigt man eigentlich auch nicht, da ungültige Paragrafen schon von Gesetz wegen ungültig sind.
    Die "salvatorische Klausel" hat einen vollkommen anderen Sinn und Zweck.

    Die "salvatorische Klausel" bestimmt, daß für den Fall, daß einzelne Teile eines Vertrages unwirksam sein sollten, die übrigen Teile weiter wirksam sein sollen, und nicht durch einen unwirksamen Einzelteil der gesamte Vertrag unwirksam wird.
    Was ich schreibe, ist nicht als "Rechtsberatung im Einzelfall" zu verstehen.

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