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Sachlage Unsicher. Weiß nicht wie man vorgehen soll.

  1. Priggster
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    Frage Sachlage Unsicher. Weiß nicht wie man vorgehen soll.
    Für kürzere Zusammenfassung bitte siehe Post 2.

    Hallo zusammen.

    Ich versuche es Forums-Regel-konform zu formulieren.

    Angenommen man sieht einen Artikel (450 Euro-Marke, nur zur Information) auf einem Onlineflohmarkt (nicht Ebay) den man gerne kaufen möchte aber dieser ist zu weit weg um mal eben persönlich vorbei zu gehen.

    Man schreibt eine Nachricht an den Verkäufer mit der Frage ob er auch verschicken würde.
    Als Antwort kommt ein klares Ja.

    Man bekommt von Ihm die Kontodaten (keine Adresse und kein Paypal) und man nennt Ihm die Adresse wo es dann hin soll.

    Man freut sich und bittet den Verkäufer den Artikel bitte versichert zu versenden und überweist den Betrag des Artikels plus die Kosten für den versicherten Versand.

    Da zu diesem Zeitpunkt Donnerstag Abend war lässt man sich etwas Zeit und fragt am Montag Mittag mal nach ob er einem die Sendungsnummer schicken könnte.
    Der Verkäufer meldet sich nicht.

    Am nächsten Tag (Dienstag) meldet sich der Verkäufer und bestätigt den Geldeingang und sagt, dass er vor Mittwoch nicht zur Post kommt und dem Käufer dann am Mittwoch die Sendungsnummer geben wird.

    Okay.. Man fragt dann am Donnerstag wie auch am Freitag nochmal nach der Sendungsnummer. Man fragt den VK ob er den Artikel überhaupt zur Post gebracht hat.

    Am Samstag bekommt man eine knappe Nachricht vom VK das er ihn zur Post gebracht hat. Das war alles.

    Weitere zwei Tage lang (Samstag und Sonntag) versucht man den VK zu kontaktieren wegen einer Sendungsnummer. Keine Antwort.

    Am Montag Mittag schreibt man dem VK, dass man nun endlich eine Sendungsnummer haben möchte, oder den Betrag zurück überwiesen haben möchte, und man sich langsam dazu veranlasst fühlt den VK bei der Polizei anzuzeigen.


    Am Montag Abend kommt lediglich eine Nachricht zurück, in der der VK meint er hat einen Zeugen der bestätigen kann, dass er (der VK) mit Paketen zur Post gegangen ist und woher er nun bitte die Sendungsnummer haben soll. :shock:

    Man bittet den VK nochmal nach zu sehen ob er nicht eine Sendungsnummer finden kann.

    Montag Nachts kommt eine Antwort VK mit der Unterstellung, dass man den Artikel eventuell bereits schon hätte und man IHM bitte beweisen solle, dass dies nicht so ist. Und es würde nun Aussage gegen Aussage stehen.

    Man bittet den Verkäufen bei seiner Post einen Nachverfolgungsauftrag zu stellen oder um eventuell doch noch eine Sendungsnummer herauszufinden, damit die Sache geklärt werden kann.

    Mal sehen wie lange das nun dauert.


    Welche Schritte sind nun aus Sicht des Käufers sinnvoll? Käufer braucht dringend Hilfe beim weiteren Vorgehen, denn er hat keine Adresse des VK noch sonstige Daten ausser der Bankverbindung und der Aufzeichnung der Nachrichten!
    Geändert von Priggster (23.01.2014 um 20:34 Uhr)

  2. Priggster
    Priggster ist offline
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    Standard AW: Sachlage Unsicher. Weiß nicht wie man vorgehen soll.
    Hallo zusammen..
    Vielleicht war es etwas zu lang. Hier mal eine Kurzversion.

    Nachfolgend werden genannt:
    Käufer X und Verkäufer Y.

    Angenomen X erwirbt online einen Artikel (Telefon) von privat und will versicherten Versand. X bezahlt Artikel plus versicherten Versand per Überweisung.
    Y willigt ein und sagt ein paar Tage später er habe versendet aber keine Sendungsnummer. Der Artikel kommt leider, seit über 10 Tagen, nicht bei X an.
    Y meint nun es würde wegen der Haftung Aussage gegen Aussage stehen. Y hätte sogar einen Zeugen, dass er die Ware versendet hat und will von X einen Beweis, dass dieser keine Ware bekommen hat.

    X hat Y nun per Post eine Frist gesetzt den Artikel zu liefern. Falls dieser nicht kommt wird X vom Kaufvertrag zurückteten und sein Geld mit Fristsetzung zurück fordern. Falls Y diese Frist versteichen lässt wird X ein ziviles Mahnverfahren einleiten.

    Meine Frage ist nun, falls dieses Mahnverfahren gerichtlich ausgetragen werden müsste hätte X eine Chance auf Erfolg? Stichwort Paragraph 447 (2) BGB?
    Geändert von Priggster (23.01.2014 um 20:34 Uhr)

  3. Benutzer
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    Standard AW: Sachlage Unsicher. Weiß nicht wie man vorgehen soll.
    bei einem onlineflohmarkt wo keine daten hinterlegt sind ist es leichtsinnig geld zu überweisen.

    du gibst doch einem wildfremden auf der strasse doch auch keine 300€ wenn er dir sagt das er morgen mit einem laptop wiederkommt , oder ?

    warum bist du dann im netz so unvorsichtig ?

    du könntest eine anzeige gegen den kontoinhaber machen , aber wer weiß ob diese daten echt sind , heutzutage kann man ja als micky maus ein konto eröffnen

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sachlage Unsicher. Weiß nicht wie man vorgehen soll.
    Vorwürfe bringen nichts und sind auch nicht erwünscht. Die Situation ist für den Betroffenen immer schlimm, noch mehr, wenn man leichtsinnig war.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

  5. Benutzer
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    Standard AW: Sachlage Unsicher. Weiß nicht wie man vorgehen soll.
    ich habe keine vorwürfe gemacht , sondern nachgefragt.



    manche müssen erstmal vor den kopf gestossen werden , um zu lernen diesen zu gebrauchen

  6. Priggster
    Priggster ist offline
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    Standard AW: Sachlage Unsicher. Weiß nicht wie man vorgehen soll.
    Danke Klugscheisser (passend) und danke Elradon.
    Mir ist bewusst, dass ich hier wohl leichtsinnig gehandelt habe. Und ein Klapps auf den Hinterkopf bringt mich hier jetzt aber auch nicht mehr weiter.

    Jedoch, falls man meine Posts liest, stellt sich heraus, dass ich eine gültige Adresse des VK herausgefunden habe und Ihn auf Lieferung schon gemahnt habe. Per Einschreiben/Rückschein das auch vom VK unterschrieben wurde. Bisher jedoch ohne Erfolg.

    Jedoch bringt das ja auch nicht viel, falls dieser doch mit Zeugen nachweisen kann, dass er verschickt hat.
    Nun habe ich vor mich auf § 447 II BGB zu berufen. Da ich ja explizit nach versicherten Versand gefragt habe, diesen bezahlt habe und der VK bestätigt hat.
    Nur leider kann er mir bis heute nicht mal irgendeine Quittung, geschweige denn Trackingnummer vorweisen.

    Wie sehen meine Chancen hier aus? Vorgehen richtig? Weitere Vorschläge?

    PS: Mit einer Anzeige bekomm ich mein Geld auch nicht wieder, d.h. dies bringt mir persönlich ja nix.
    Geändert von Priggster (04.02.2014 um 18:35 Uhr)

  7. motorokenzo
    motorokenzo ist offline
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    Standard AW: Sachlage Unsicher. Weiß nicht wie man vorgehen soll.
    also sorry aber das ist doch dumm einfach so geld verschicken..kann ich nicht verstehen
    Niemand käme auf die Idee, Tinte mit Tinte abzuwaschen; nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.

  8. Priggster
    Priggster ist offline
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    Standard AW: Sachlage Unsicher. Weiß nicht wie man vorgehen soll.
    also sorry aber das ist doch wieder nur ein unkonstruktiver Post. @motorokenzo.
    Tut mir Leid wenn ich das jetzt sage, aber wiso schreibt ihr denn sowas? Ist euch langweilig?
    Ich bitte hier im Forum um konstruktive Vorschläge. Ich weiß, dass ich leichtsinnig gehandelt habe und ich bitte hier doch nur um Hilfe (falls möglich) um aus diesem Schlamassel wieder rauszukommen.

  9. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sachlage Unsicher. Weiß nicht wie man vorgehen soll.
    In einem anderen Thema hat die Drohung mit einer Anzeige bei der Polizei geholfen. Im Zweifel würde ich das auch tatsächlich machen. Tatbestandlich würde ich von Betrug ausgehen und dann schauen, was die Staatsanwaltschaft draus macht. Stichpunkt für dich wäre dann Adhäsionsverfahren.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

  10. Priggster
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    Standard AW: Sachlage Unsicher. Weiß nicht wie man vorgehen soll.
    Vielen Dank @Elradon. Adhäsionsverfahren habe ich gerade zum 1. Mal gehört und hört sich gut an. §§ 403 ff StPO. Da kann ich mir eventuell erst einmal einen Weg sparen und das zivilgerichtliche hinten anstellen und hätte so sogar die Anwaltskosten gespart die man ja erst mal vorstrecken müsste.

    Ich habe heute mit unserem (sehr netten) DHL-Mann gesprochen und es kommt mir immer mehr so vor, dass der VK mich hier ver****schen will. Komischer VK. Ich habe von ihm alles. Richtige Adresse, Telefonnummer, EMail und er bleibt mit mir sporadisch in Kontakt. Wegen dem Nachforschungsauftrag. Dennoch komme ich immer mehr zu dem Schluss, dass ich ihn doch Anzeigen werde. Also nochmal Danke, Elradon.
    Geändert von Priggster (05.02.2014 um 22:56 Uhr)

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