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Inkasso 5 Tage nach Bestellung wegen Tippfehler?

  1. leogecko
    leogecko ist offline
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    Frage Inkasso 5 Tage nach Bestellung wegen Tippfehler?
    Hallo,

    ich hoffe, hier hat jemand einen Rat für mich.

    Ich habe am 03.04.2013 bei einem großen Onlineshop, wo ich schon mehrfach ohne Probleme bestellt habe, eine Bestellung über 44,80€ getätigt und als Zahlungsmethode, wie zuvor auch, Lastschriftverfahren gewählt.
    Die Bestellung kam 2 Tage später an.
    Heute bekam ich ein Schreiben einer Inkassofirma (datiert auf 08.04.2013) mit dem Inhalt: "Die Einlösung Ihrer Lastschrift wurde von Ihrer Bank mit dem Rückgabegrund "KontoNr. falsch" zurück gegeben. Die Forderung ist an *Inkassofirma* abgetreten worden."
    Auf der Rückseite befindet sich eine Offene-Posten-Liste, dort steht: "Sie sind verpflichtet, bei Bezahlung im Lastschriftverfahren für ausreichende Kontodeckung zu sorgen und im Fall einer Rücklastschrift für den entstandenen Schaden in vollem Umfang aufzukommen.
    Einkaufsbetrag: 44,80€
    Bankkosten: 8,-€
    Inkassokosten: 9,70€
    Forderungsbetrag: 62,50€"

    Ich habe zunächst gedacht, daß hier ein Fehler vorliegt, weil mein Konto über ausreichende Deckung verfügt, musste beim genauen Durchlesen der Forderung aber feststellen, daß ich mich bei der Angabe des Kontos für die Lastschrift um eine Ziffer vertippt haben muss und anstelle von -000 eine -900 geschrieben habe.

    Der Onlineshop hat meine Tel.Nr., Postanschrift, eMail-Adresse. Hätten die sich nur 1x gemeldet, hätte ich umgehend eine Überweisung abgeschickt bzw. die Kreditkarte angegeben, aber das Schreiben des Inkassobüros ist das erste, das ich seit der Bestellung höre. Auch hätte der Onlineshop nur mal kurz in meine Bestellhistorie sehen müssen, dort war die Konto-Nr. ja immer richtig angegeben.

    Ist das eine korrekte Vorgehensweise, wegen einem Tippfehler 5 Tage nach einer Bestellung ein Inkassounternehmen zu beauftragen?
    Muss ich die 17,70€ wirklich bezahlen?
    Wieso ist es überhaupt eine Lastschriftenrückgabe? So wie ich es verstanden habe, konnte die Bank die Lastschrift wegen der "falschen" Konto-Nr doch gar nicht durchführen, wieso sind dann Bankkosten für die Rückholung entstanden?

    Ich habe den Onlineshop angeschrieben, aber bisher noch keine Antwort erhalten. Vielleicht fühlen die sich auch nicht mehr zuständig, weil die Forderung abgetreten wurde.

    Hat jemand einen Rat, was ich jetzt tun soll? Im Inkassobrief steht auch gleich, wenn die Zahlung nicht bis zum 17.04. bei Ihnen eingeht, geht es an das nächste Inkassobüro mit den "damit verbundenen weiteren Kosten zu Ihren Lasten".

    VG,
    leogecko

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Inkasso 5 Tage nach Bestellung wegen Tippfehler?
    Hallo!

    Leider ist das erlaubt. Niemand muss zuerst eine Mahnung verschicken.

    Gruß, René

  3. Super-Moderator
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    Standard AW: Inkasso 5 Tage nach Bestellung wegen Tippfehler?
    Natürlich bedarf es in bestimmten Fällen einer Mahnung. Keine braucht es z. B. wenn für die Leistung ein Kalendertag bestimmt wurde, die Leistung vom Schuldner endgültig verweigert wird oder wenn nach Interessenabwägung ein sofortiger Verzug eintritt. Bei Geldleistungen kommt man auch in Verzug, wen 30 Tage nach Erhalt der Ware keine Leistung erfolgt und hierauf in der Rechnung hingewiesen wird.

    Wie wäre es mit einem Telefonat mit dem Online-Shop? Soll auch helfen. Die haben sicherlich in der "falschen" Angabe der Bankdaten eine Zahlungsunwilligkeit gesehen bzw. das man die foppen. Daher die Einschaltung des Inkassounternehmens. Das sind Prozesse die da automatisch anlaufen, da sitzt meist keiner mehr der überlegt warum das Geld zurück kommt und nachfragt ob man sich vielleicht vertippt hat. Wie die ja schreiben, man ist verpflichtet die Richtigkeit der Angaben zu prüfen. Fehler gehen dann zu Lasten des Bestellers. Dürfte alles in den AGB zu finden sein (die keiner ließt).

    Die Gebühren halte ich jedoch etwas für zu hoch gegriffen. So Dinge wie Kontoführungsgebühren sind nicht zu erstatten, auch Adressgebühren nur, wenn sie tatsächlich anfallen (werden aber oft standardmäßig berechnet).
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    Dies ist keine Rechtsberatung, sondern nur eine persönliche Meinung

  4. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Inkasso 5 Tage nach Bestellung wegen Tippfehler?
    In diesem Fall sind die Inkassokosten noch moderat ausgefallen. Normalerweise verlangen Inkassodienste teilweise weit über 30,- Euro. Und die 8,- Euro "Bankgebühren" könnte man genausogut anders betiteln.

    Rücklastschriftgebühren dürfen nicht berechnet werden. Wird aber immer wieder gern gemacht. Was aus meiner Sicht auch verständlich ist, wenn der Kunde aus Eigenverschulden (Keine Deckung, Fehlangaben bei Kontoverbindung) nicht zahlt und dem Händler somit zusätzliche Kosten durch Rücklastschriftgebühren. Obwohl ich mal gelesen habe, dass keine Bankgebühren entstehen wenn ein Konto nicht existiert.

    Man könnte dem Onlinehändler allenfalls noch vorwerfen, wärend des Bestellvorgangs keine Kontovalidierung vorgenommen zu haben. Würde er das einbauen, wären Fehleingaben ausgeschlossen. So teuer ist die Validierungs-Funktion nicht. Ich habe eine solche Funktion bei mir im Excel (129,- Euro Brutto für die DLL + eigener Zeitaufwand für die Programmierung des Add-Ins + Zeitaufwand für 1/4-jährliche Datenbankupdates).

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