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Darf ein Händler die Erstattung der Rückversandkosten ablehnen?

  1. Cherry_Blossom
    Cherry_Blossom ist offline
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    Frage Darf ein Händler die Erstattung der Rückversandkosten ablehnen?
    Hallo zusammen!

    Nehmen wir mal Folgendes an:

    Ein Käufer hat zwei Bestellungen in einem Onlineshop aufgegeben. Von beiden Bestellungen hat er jeweils einen Teil retourniert. Der Händler hatte auf seiner Seite ein Tool, bei dem man sich ein Rücksendelabel generieren konnte. Leider hat dieses nicht funktioniert und es wurde eine Fehlermeldung ausgeworfen. Um dieses Problem nachweisen zu können, hat der Käufer extra einen Screenshot erstellt.

    Beide Pakete hat der Käufer letztendlich auf eigene Kosten zurückgeschickt und vom Händler die Erstattung der Rücksendekosten verlangt. Dieser lehnte die Bitte auf Erstattung der Rückversandkosten allerdings ab. Der Käufer hätte die Labels per E-Mail bei ihm anfordern müssen. Da der Käufer das nicht getan hat, würde er die Rückversandkosten nicht erstatten.

    Die Frage, die sich nun stellt: Darf der Händler die Erstattung ablehnen, wenn der Käufer die Portokosten zunächst ausgelegt hat, weil sein Onlinetool nachweislich nicht funktionierte? Oder hätte der Käufer die Rücksendelabels bei dem Händler anfordern müssen? Gibt es dazu irgendwelche gesetzlichen Regelungen oder Urteile?

    Alles natürlich unter der Prämisse, dass die beiden Rücksendungen jeweils einen Artikel im Wert von mehr als 40€ enthielten.

    Ich danke euch im Voraus für eure Antworten!

    Beste Grüße

  2. Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Darf ein Händler die Erstattung der Rückversandkosten ablehnen?
    In § 357 II BGB heißt es "Kosten und Gefahr der Rücksendung trägt bei Widerruf und Rückgabe der Unternehmer."


    Was man meiner Meinung nach allenfalls diskutieren könnte ist, ob der Anbieter nur das Auszahlen braucht, was ihm die Rücksendung mittels diesem Schein gekostet hätte. Aber angesichts dessen, dass das nicht geregelt ist - und es ist ja vieles geregelt - und aufgrund des gewollt hohem Verbraucherschutzniveaus, würde ich auch das ablehnen.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

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