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Freiberufler Dienstvertrag Vertragskündigung

  1. julian123mitglied
    julian123mitglied ist offline
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    Standard Freiberufler Dienstvertrag Vertragskündigung
    Hallo zusammen,

    vielleicht kann mir jemand eine kurze Rückmeldung zur rechtlichen Situation geben.

    Ich bin Freiberufler (IT Branche) und habe Mitte 2012 einen Dienstvertrag und eine Geheimhaltungsvereinbarung mit

    einem 1-Mann-Unternehmen abgeschlossen. Vertragsinhalt war unter anderem die Bezahlung (x % vom Gesamtumsatz) und

    die fixe Laufzeit der Zusammenarbeit (y Jahre). Unterzeichnet wurde der Vertrag vom Unternehmer und seiner

    Ehefrau. Meine Aufgabe ist es, seinen Onlinehandel auszubauen und die Vertriebskanäle zu erweitern, um den Umsatz

    in den nächsten 3 Jahren zu verdreifachen.

    Nach anfänglichen Schnittstellenprobleme (ganz normal) bei der Implementierung der neuen Vertriebskanäle ging es

    schnell bergauf. Der Umsatz stieg und somit auch die zeitliche Belastung des Unternehmers und seiner Frau, da sie

    Buchhaltung, verpacken/ versenden und Wareneinkauf selbst durchführen.

    Natürlich habe ich selbst auch Anfangsinvestitionen (Software, Hardware, etc) getätigt, mit dem Hintergedanken,

    dass bei steigendem Umsatz mein Anteil mit steigt und sich anfänglich hohe Kosten wieder armortisieren.

    Nun ist es aber so, dass der Ehefrau eine längere Auszeit vom Arzt nahegelegt wurde, da der Stress durch das

    steigende Arbeitsaufkommen überhand nahm.

    Folge: der Umsatz soll laut Unternehmer doch nicht so gesteigert werden, sondern auf diesem Niveau gehalten

    werden, sodass er selbst noch alleine damit zurecht kommt. Eigentlich ist dies für mich kein Problem, da die

    GEsundheit immer Vorrang hat. Ich würde mit meiner Beteiligung eine Zeit lang einfach stagnieren, bevor es wieder

    weiter bergauf geht, wenn die Frau wieder komplett gesund ist.

    Aber: Der Unternehmer hat mir signalisiert (noch keinerlei Schreiben erhalten), dass er die Zusammenarbeit

    (entgegen den schriftlichen Vereinbarungen) beenden möchte, da er den angepeilten Umsatz in absehbarer Zeit nicht

    bewältigen kann und sich mehr um seine Frau kümmern möchte. Er selbst möchte aber auf dem jetzigen Niveau weiter

    arbeiten und einen stabilen Umsatz generieren.

    Folge: Nach einer Hochrechnung mit dem aktuellen Umsatz (wenn dieser nicht weiter steigt) würde mir eine

    Umsatzbeteiligung von ca. 137000€ über die gesamte Laufzeit von y Jahren entgehen. Bei der Umsetzung der

    angepeilten Umsatzzielen wären es sogar 1,8 Mio€ über die gesamte Laufzeit von y Jahren.

    Ganz unabhängig von der gesundheitlichen Situation seiner Frau und der Priorität des gesundheitlichen Wohls möchte

    ich eine kurze Rückmeldung von euch, wie hier die rechtliche Situation zu bewerten ist.

    Sollte ich einen Vergleich anstreben, wenn ja wie hoch? Sollte ich auf die Umsatzbeteiligung von ca. 137000€

    bestehen. Ist der gesundheitliche Zustand seiner Frau ein Grund für eine Vertragskündigung (er selbst arbeitet ja

    immer noch mit den von mir implementierten Vertriebskanälen)?

    Vielen Dank für eure Rückmeldung
    MfG Julian

  2. Erfahrener Benutzer
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    Beiträge
    1.867
    Standard AW: Freiberufler Dienstvertrag Vertragskündigung
    Bitte beachte die Informationstafel links am Rand.
    Bei diesem Hintergrund und gerade in Anbetracht der Höhe des Wertes, solltest du einen Anwalt befragen.

    Mein erster Gedanke dazu war, dass der Unternehmer auch einen Mitarbeiter einstellen könnte oder mit der Zeit sogar mehrere. Wenn man sein Umsatz verdreifachen möchte, ist so etwas - zumindest nach meiner Meinung - einzuplanen.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

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