Ergebnis 1 bis 6 von 6

Das kann doch nicht ganz legal sein, oder...?

  1. Neuer Benutzer
    Registriert seit
    09.01.2013
    Beiträge
    3
    Standard Das kann doch nicht ganz legal sein, oder...?
    Es gibt da wen, der hat seine Zugangsdaten zu seinem Control Panel verloren und hat per E-Mail eine Anfrage gesendet zur Wiederherstellung, mehr nicht.
    Als Antwort kam in etwa folgendes:

    da wir die Zugangsdaten für das Backend nicht hatten, mussten wir via FTP-Zugang im Root-Verzeichnis die Administratorrechte neu programmieren.
    Normalerweise funktioniert das über die SQL-Datenbank. Da die Seite aber nicht mehr auf dem allerneusten Stand ist und auf Mozillo CMS programmiert

    wurde, mussten die Daten direkt vom FTP aus umprogrammiert werden. Der Arbeitsaufwand hierfür betrug eine Stunde. Bitte entnehmen Sie die neuen

    Daten und die Rechnung den beigefügten Dateianhängen.
    Von ändern der Webdaten war nie die Rede...



    Wir empfehlen Ihnen, die Website den heutigen Sicherheitsstandards des WWW anzupassen und die Seite mit Joomla neu zu programmieren.

    Dadurch könnte man dem Layout und der gesamten “Brillanz” der Seite ein neues Finish einhauchen.



    PS:

    Sämtliche Zugangsdaten werden ausschließlich und nur noch von uns vergeben. Sollte ein Kunde seine Zugangsdaten eigenmächtig ändern,

    und wir als PROVIDER außen vor gelassen werden, werden die Zugänge von uns wieder zurückgesetzt und der Arbeitsaufwand dafür dem

    Kunden in Rechnung gestellt.

    WIR als Provider sind verpflichtet, ständig den Überblick zu wahren. Nicht um zu “spionieren”, sondern aus Sicherheitsgründen

    (zB. für Updates, oder wenn die Homepage zweckentfremdet bzw. missbraucht wird, etc.).
    Das schreit meiner Meinung nach Mißbrauch des Datenschutzes....
    Was könnte man dem Betroffenem raten ?
    Abgesehen davon, dass der "Provider" schnellstens gewechselt werden sollte

    MfG

    The Big

  2. Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    26.07.2007
    Beiträge
    1.867
    Standard AW: Das kann doch nicht ganz legal sein, oder...?
    Da kommt es meiner Meinung nach auf verschiedene Dinge an. Welche Art von Vertrag hat man, was für Aufgaben hat der Provider. Grundsätzlich halte ich es aber für sehr ungewöhnlich, wenn ich meine Daten nicht ändern darf.

    Bezüglich der Kostenstellung der Passwortänderung: Je nach Gestaltung der Mail, kommt schon ein Vertrag zustande oder nicht (mal abgesehen davon, dass es sich eigentlich gehört ein vernünftiges Angebot zu schreiben und Rücksprache zu halten). Aber eine reine Anfrage nach dem Passwort würde ich nicht als verbindliches Angebot sehen.

    Könnte der Provider sich noch darauf stützen, dass das Passwort gar nicht geändert werden durfte. Aber wie ich ja schon meinte, ist mir das äußerst suspekt.

    PS: je nachdem wie lange das Passwort schon geändert ist, könnte man den Provider auch mal fragen, warum er das nicht schon längst gemerkt hat. Wollte er nicht regelmäßig die Seite prüfen, wegen Updates und so?
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

  3. Neuer Benutzer
    Registriert seit
    09.01.2013
    Beiträge
    3
    Standard AW: Das kann doch nicht ganz legal sein, oder...?
    Aaaaaaaaaalso:
    Der Anbieter ist ein Reseller, wo ein ganz normales Webhosting-Paket inkl. Domain gebucht wurde. Auf diesem Paket wurde dann eine Firmenhomepage erstellt, die auch vertrauliche Kundendaten enthält, auf die m.E. der Provider schon aus Datenschutzgründen überhaupt keinen Zugriff drauf haben darf.

    Weiterhin wurde per E-Mail auch nur verlangt, dass man die Zugangsdaten zu dem Webhosting-Paket bekommt, da der Zugang zur Webseite ja noch bekannt war. Auf Nachfrage wurde ebenfalls mitgeteilt, dass die Zugangsdaten zur Webseite auch nicht geändert werden dürften, was ein massiver Eingriff in die Privatsphäre ist.

    WIR als Provider sind verpflichtet, ständig den Überblick zu wahren. Nicht um zu “spionieren”, sondern aus Sicherheitsgründen (zB. für Updates, oder wenn die Homepage zweckentfremdet bzw. missbraucht wird, etc.).
    Das mit dem Zweckentfremdet könnte ich vielleicht nachvollziehen (Wobei ich der Meinung bin, dass ich für die Inhalte einer Webseite verantwortlich bin und nicht der Provider). Aber das mit dem Update ist doch auch die Sache des Betreibers der Webseite, da er ja nur ein Hosting-Paket und nicht eine Website-Pflege bestellt hat.

    Der Anbieter hat auch nebenbei eine kleine Werbeagentur und es wird befürchtet, dass er so aggressiv Kundenbindung erreichen möchte.
    Dadurch könnte man dem Layout und der gesamten “Brillanz” der Seite ein neues Finish einhauchen.
    Für den Inhalt der Webseite kann aber selbst gesorgt werden und DAS scheint dem Anbieter nicht zu schmecken. Und aus diesem Grund sollten die Zugangsdaten zur Verfügung gestellt werden, damit der Kunde selbst seiner Seite ein neues "Finish" erstellen kann.

    Lediglich bräuchte ich nun eine Antwort auf die Frage, ob es zulässig ist, dass der Provider so uneingeschränkt Zugriff auf die Daten haben darf.

    MfG...
    Big

  4. Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    26.07.2007
    Beiträge
    1.867
    Standard AW: Das kann doch nicht ganz legal sein, oder...?
    Also du hast schon richtig erkannt, wenn nur ein Webhostingpaket vermietet wurde, hat der Provider eigentlich keinen Zugriff auf irgendwas. Allenfalls, dass er automatisiert und bestimmten Dateien oder Schlüsselwörtern scant.

    Bitte halte uns doch auf dem laufenden, was der Provider dazu sagt.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

  5. Neuer Benutzer
    Registriert seit
    09.01.2013
    Beiträge
    3
    Standard AW: Das kann doch nicht ganz legal sein, oder...?
    Hier wieder ein weiterer Kracher zum "leidigen" Thema:

    Auf eine Mail, wo lediglich darauf hingewiesen wurde, dass man die Zugangsdaten zu seinem Webspace braucht und nicht mehr, kam folgende Antwort:

    Sehr geehrter Herr XYZ,

    ich habe versucht zu erklären, warum diese Bearbeitungsgebühr erhoben wird, scheinbar erschließt sich Ihnen das nicht.

    Daher kurz angemerkt:

    Als Sie damals, noch zu Zeiten als ich dem „Glücksritter“ YYXXZZ“ mein Vertrauen geschenkt habe, Ihren internetauftritt bei uns erstellen ließen, hatten wir über die Nutzung Ihrer Homepage eine verpflichtende Kontrollfunktion. Sie, bzw. der durch Sie beauftragte Herr YYXXZZ, hat dann die Login-Daten für den Zugriff auf die „Firmen-Dateien“ ohne uns zu informieren geändert.

    Wir hatten bis zu Ihrer Kontaktaufnahme vor knapp 14 Tagen keinen direkten Zugriff auf Ihre „Homepage“. Das hat nichts mit einer Auskunft, Ihr Eigentum oder sonst etwas zu tun, sondern ausschließlich damit, dass im Falle eines Websitemissbrauchs von bzw. durch uns als Provider reagiert werden kann.

    Ihnen gehören die Quelldateien und die Domain (letztere immer nur für ein Jahr, dann neue Registrierung). Wenn Sie nun hingehen und die Zugangsdaten ohne Info an uns ändern, dann dürfen Sie sich nun nicht echauffieren, dass Sie für den Arbeitsaufwand der neuen Zugangsprogrammierung bezahlen müssen. Sie nutzen lediglich den Webspace (Speicherplatz) und das Hosten der Domain bei GGHHZZ.

    Ich kann Sie nicht davon abhalten diesen Vorgang juristisch prüfen zu lassen, empfehle aber das dann zügig zu tun, denn wenn ich meine Arbeit nicht bis zum 21.01.2013 (Rechnungseingang) bezahlt bekomme, dann werde ich die Seite vorrübergehend offline setzen (aus dem Internet nehmen) und den ausstehenden Betrag, wenn nötig einklagen.

    Des Weiteren bleibt es Ihnen überlassen, sich für einen anderen Dienstleister zu entscheiden und die Domainübernahme (Wechsel der Internetadresse zu einem anderen Provider) vorzunehmen. Wenn Sie meinen, das wir unlauter agieren, dann empfehle ich Ihnen diesen Schritt.

    Wenn ich einen Volkswagen erwerbe und nach einiger Zeit die Schlüssel verliere, dann wird Ihnen Volkswagen die benötigten Ersatzschlüssel in Rechnung stellen, oder was glauben Sie?

    Mit freundlichen Grüßen
    (Persönliche Daten unkenntlich gemacht)


    Also, der Oberhammer in der Mail ist m.E. der Vergleich mit dem Volkswagen

    Da die Zeit nun etwas drängt erschließt sich mir folgende Frage:
    Der Webspace und alles zugehörige (mit Ausnahme der unverschämten Rechnung) ist bezahlt, darf der "Provider" die Seite nun sperren? Und wie schauts nun mit den Zugangsdaten aus?

    MfG

    The Big

  6. Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    26.07.2007
    Beiträge
    1.867
    Standard AW: Das kann doch nicht ganz legal sein, oder...?
    Wenn alles bezahlt ist, gibt es ja keinen Grund mehr zur Sperrung. Ich persönlich würde auch anzweifeln, dass der Provider sofort sperren darf, weil eine strittige Forderung noch nicht beglichen ist.

    Mag sein, dass es Ausnahmen gibt, aber ich kenne Domainverträge nur so, dass man diese unbefristet schließt. Außerdem hat man "Eigentum" an der Domain, welches nicht ohne deine Erklärung aufgehoben werden kann. Selbst wenn du nicht zahlst, darf der Provider die Domain nicht löschen, sondern dürfte sie sperren oder an den Registrar zur Verwaltung übergeben. Insgesamt ist damit die Aussage, dass die Domain neu registriert würde, völliger Quatsch und zeugt nicht nur davon, dass dein Gegenüber juristisch nicht sehr versiert ist, sondern auch als Hostprovider unsicher ist - denn eben dieses Wissen sollte man als Provider haben.

    Mir persönlich erschließt sich der Sachverhalt nicht gänzlich. In der Email wurde nun behauptet, dass die Seite doch durch den Provider verwaltet wurde, was du ja bestritten hattest. Da das ganze immer konkreter wird, muss ich auf den Hinweis zu deiner linken verweisen, wonach Rechtsberatung (im konkreten Fall) hier nicht erlaubt ist. Es ist auch schlicht nicht möglich alles korrekt zu beurteilen, wenn die Situation so diffus ist.

    Eine wichtige Frage, die mir allerdings noch herumschwirrt: Warum hat der Provider die Änderung nicht schon vorher gemerkt, wenn er doch regelmäßig die Seite prüft.
    Warum erhälst du die Daten zur Webseite, wenn nach dem Webspace gefragt wurde.

    Ein Vorschlag noch, über den man nachdenken könnte: Sofern das eine private Seite ist und du Verbraucher, ein Widerruf bei Fernabsatzvertrag.
    Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können.

Ähnliche Themen
  1. Von bluemoon im Forum Urheberrecht
    Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 07.02.2013, 12:29
  2. Von Peter321 im Forum Onlineauktionen
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 20.02.2012, 11:35
  3. Von LeonL im Forum Filesharing & Streaming
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 12.01.2012, 02:21
  4. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 24.04.2011, 14:38
  5. Von kimble im Forum Internationales Privatrecht
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 26.04.2010, 14:33
  6. Von Craphix im Forum Urheberrecht
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 26.02.2010, 17:08
  7. Von Nighthawk-FDGU im Forum Urheberrecht
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 26.02.2010, 15:03
  8. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 26.05.2009, 15:43
  9. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 23.02.2009, 22:56
  10. Von eshopper im Forum E-Commerce
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 07.01.2009, 16:22
  11. Von aron91 im Forum Verantwortlichkeit für Inhalte
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 20.12.2008, 19:01
  12. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 03.12.2008, 09:57
  13. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 20.02.2008, 14:06
  14. Von steelhammer im Forum Filesharing & Streaming
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 17.02.2008, 22:16
  15. Von Unregistriert im Forum Filesharing & Streaming
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 05.03.2007, 13:11
Berechtigungen
  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •