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Rechnung per email

  1. Neuer Benutzer
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    23.01.2007
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    1
    Standard Rechnung per email
    Hallo...
    auch mir ist es heute passiert:
    Ich habe über email eine Rechnung von einer "Ahnenforschungsseite" bekommen...
    Allerdings...ich war niemals auf dieser Seite, und der Name, an den
    die Rechnung geht ist nicht meiner, den kenne ich gar nicht.
    Die Rechnung beläuft sich auf 60,- Euro für eine Seite die ich bis Ende
    diesen Jahres noch nutzen könne....
    Ich solle gleich an die genannten Bankverbindungen zahlen....he???
    Ist alles sehr merkwürdig, aber mich irritiert, dass dies an meine email Adresse
    kam...
    Ich bin sehr verunsichert, traue mich gar nicht auf diese Homepage um nachzuschauen...
    Weiß denn jemand einen Rat, wie ich mich nun am allerbesten hierbei verhalten sollte???
    Ich danke schon mal und hoffe auf Rat von Euch....

  2. Neuer Benutzer
    Registriert seit
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    Beiträge
    13
    Standard AW: Rechnung per email
    Ich bin auch im Sept06 auf ein ähnliches Abo hereingefallen. Dies sind Tricks mit verlinkten AGB's und damit rechtlich anfechtbar. Ich habe mich nach langen Recherchen in INet zu folgender Strategie entschlossen:
    1)Nicht zahlen
    2)Kündigen mit eingeschriebenen Brief mit Rückschein.
    3)Die INet-Site mit screenshots für Deine Unterlagen festhalten.
    4)Alle weiteren Briefe dieser "Firma" und auch die des Rechtsanwalts ignorieren aber sammeln.
    5)Zur örtlichen Polizei gehen und Strafanzeige wegen Betrug machen. Dabei alle screenshots mitbringen und Kopie der Rechnung der "Firma" bzw. des Rechtsanwalts
    6)Nichts mehr unternehmen -auch wenn mit Inkasso usw. gedroht wird-
    7)Nur jetzt mußt Du aufpassen: Du erhältst per Brief ein gerichtliches Mahnschreiben! Dann erhebst Du (ein entsprechendes Formblatt muß beiliegen) schlicht und einfach ohne weitere Begründung E i n s p r u c h gegen die Forderung!

    Damit ist höchstwahrscheinlich Schluß mit dieser Geschichte. Denn diese "Firma" wird nicht vor Gericht gehen, weil sie selbst weiß, daß sie sich in einer rechtlichen Grauzone bewegen.

    Ich verfahre so wie oben beschrieben. Ich habe seit der zweiten Mahnung des Rechtsanwaltes Anfang Dezember06 nichts mehr gehört. (Kann natürlich noch was kommen)

    Übrigens war man bei der Polizei sehr daran interessiert.

    Wenn Du weitere Infos brauchst, guck doch mal bei Google unter >verbraucherrechtliches<und dort unter Abo-Fallen nach. Die volle Adresse darf ich hier leider nicht nennen.
    Wirst sie schon finden!
    Geändert von chrissi_410 (24.01.2007 um 14:38 Uhr)

  3. Unregistriert
    Gast
    Standard AW: Rechnung per email
    Zitat Zitat von chrissi_410 Beitrag anzeigen
    2)Kündigen mit eingeschriebenen Brief mit Rückschein.
    Folgender Text könnte vll nützlich sein (habe ich bei >Heise< gefunden)

    “weil für sie nicht deutlich wurde, dass mit der Nutzung des Gratisangebots über einen bestimmten Zeitrahmen hinaus ‘automatisch’ ein Abovertrag geschlossen werden sollte.”

  4. Chewbacca
    Gast
    Standard AW: Rechnung per email
    willst Du der Firma das Handwerk legen, gehe vor, wie von chrissi_410 beschrieben, ansonsten einfach IGNORIEREN.

  5. Unregistriert
    Gast
    Standard AW: Rechnung per email
    Auf keinen Fall bezahlen

    Zitat:

    " Amtsgericht München veröffentlicht entsprechendes Urteil

    Wenn auf Internetseiten die Zahlungspflicht für dort angebotene Leistungen versteckt ist, kann der Kunde mit Erfolg dagegen vorgehen. Das Amtsgericht München wies in einem heute veröffentlichten Urteil die Klage der Betreiberin einer solchen Internetseite zurück (AZ: 161 C 23695/06). Eine Frau hatte dort ihre Lebenserwartung berechnen lassen und war davon ausgegangen, dass der Service über Werbung finanziert wird. Der Hinweis, dass die Erstellung der Analyse 30 Euro kostet, stand erst unterhalb des Anmeldebuttons und konnte so nach Ansicht des Gerichts übersehen werden. Auch genüge es nicht, die Zahlungspflicht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen anzusprechen. Die Kundin hatte zwar angeklickt, dass sie die Geschäftsbedingungen akzeptiere. Doch die Richterin entschied, dass man nicht damit rechnen müsse, dass hier versteckt auf die Zahlungspflicht hingewiesen wird. Das Urteil ist rechtskräftig.

    Autor: ddp / Marie-Anne Winter - winter(at)teltarif.de

    URL dieses Artikels: [url]http://www.teltarif.de/arch/2007/kw08/s24978.html[/url] "

  6. Unregistriert
    Gast
    Standard AW: Rechnung per email
    Hallo,
    ich hab dasselbe Problem. Nur bin ich auf eine Internet-Werbung reingefallen. Da stand: Überprüfen sie jetzt ob sie mit Robin Willians u.s.w. verwandt sind. Da grade Ferien waren und ich nichts zu tun hatte habe ich da meine E-mail angegeben und dann funktionierte das nicht. Nach 3 Wochen kam dann die Rechnung über 60€.
    Das das ganze 60€ kostet stand ein Stück unter dem Anmelde-Button.
    Muss ich das jetzt bezahlen?
    Ich bin erst 16 und dürfte doch eigentlich noch gar keine solche Verträge abschliessen.
    Ich kann allerdings nicht sagen, dass ich mich nicht mit comutern auskenne, da mein Vater informatiker ist und ich mit pc´s aufgewachsen bin.

  7. Erfahrener Benutzer
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    8.430
    Standard AW: Rechnung per email
    Widerspruch ist immer wichtig. Allerdings stellt sich hier die Frage, ob die blosse Angabe einer Email für eine Rechnung ausreicht oder ob da nicht noch mehr war ... Mit einem guten Anwalt (der zunächst allerdings mehr als 60 € kostet) sollte das ganze kein Problem sein.

  8. Unregistriert
    Gast
    Unglücklich AW: Rechnung per email
    Ich habe auch so ein Problem bloß bei mir ist es so,
    dass ich niemals so einen gesagten test gemacht habe geschweige denn
    diese Seite besucht habe.

    nun hab ich eine Email bekommen mit Rechnung und agb als Anhang als word Datei und acrobat
    Die Rechnung beträgt 60 €

    noch paar Infos die besagte ip-adresse die mit in diesen anschreiben war stimmt nicht mit meiner überein

    Es ist ein Name angegeben der "dsfsdf" lautet
    das einzige was übereinstimmt ist meine Email Adresse

    was soll ich jetzt tun?

    wäre nett wenn Ihr mir bei den Problem helfen könntet

  9. Erfahrener Benutzer
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    8.430
    Standard AW: Rechnung per email
    Wieso öffnet ihr immer wieder irgendwelche Email Anhänge von Seiten "die ihr nie besucht" habt ?

    Eigentlich sollte es jedem der sich im Internet bewegt klar sein, dass dies Gefahren mit sich bringt. Das Einzige was man mit solchen Mails macht: Löschen.
    Wenn die wirklich irgendwas wollen, können die sich, wie alle anderen auch, per Post an einen wenden ....
    Geändert von aaky (28.04.2007 um 13:48 Uhr)

  10. Frau Schmidt
    Gast
    Standard AW: Rechnung per email
    Hallo,

    von der buchhalterischen Seite betrachtet, werden Rechnungen, die per E-mail verschickt werden nicht anerkannt, oder nur, wenn sie eine digitale Signatur enthalten. Das ist bei den meisten online verschickten Rechnungen nicht der Fall. "Die Rechnung selber muss hierbei in Schriftform vorliegen, d.h. eine Urkunde im üblichen Sinne sein. Genau hier wird es bei per E-Mail übersandten Rechnungen problematisch. E-Mails selber gelten nicht als Urkunde, selbst für den Fall, dass sie nach dem Empfang ausgedruckt werden." Paragraph 14 Umsatzsteuergestz. Also muss diese Rechnung auch nicht bezahlt werden.

    Frau Schmidt

  11. Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
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    Standard AW: Rechnung per email
    von der buchhalterischen Seite betrachtet, werden Rechnungen, die per E-mail verschickt werden nicht anerkannt, oder nur, wenn sie eine digitale Signatur enthalten.
    Soviel ich weiß gilt dies nur, wenn die notwendigen Angaben nicht enthalten sind und nur für den Vorsteuerabzug und die Prüfung. Für Privatpersonen also völlig uninteressant.
    Aber mittlerweile ist es möglich, Mails und HTML Dokumente so auszudrucken, dass keine "Browsererkennung" sichtbar ist. Dann dürfte das Finanzamt Probleme haben, die Ungültigkeit der Rechnung zu beanstanden, wenn diese ausgedruckt vorliegt - und nur so. Außerdem gilt das UStG nur für die Umsatzsteuer, was Privatpersonen nicht interessiert.
    Also muss diese Rechnung auch nicht bezahlt werden
    Das ist falsch. Die Notwendigkeit der Bezahlung hat mit der Anerkennung vom Finanzamt nichts zu tun. Genauso wenig wie mit dem Vorsteuerabzug. Die Bezahlung der Rechnung (gleich in welcher Form) ist eine Pflicht des Käufers (§ 433 Abs. 2 BGB). Und da ist kein Formerfordernis festgelegt.

    Allerdings kann man den Zugang einer Rechnung per Email verneinen, die Zustellung muss dann vom Absender nachgewiesen werden. Und das ist schlicht unmöglich (wenn die Email nicht mehr auf dem Zielrechner ist oder wegen Spam gelöscht wurde ) Das schließt aber nicht die Pflicht zur Zahlung eines Kaufpreises (oder bei Leistungen der Vergütung) aus.

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